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Европа: Kраят на играта

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В началото на новото хилядолетие идеята за цялостна и свободна Европа (Europe whole and free) избледня толкова бързо, колкото беше провъзгласена десет години по-рано.

Европа все повече губи своята независимост, първо в интелектуално и културно отношение, а след това и на практика, т. е. политически, геостратегически и икономически.

Днес въпреки единния пазар и еврото ЕС вече не е в състояние да защитава дори най-основните си интереси, като енергийната продоволствена сигурност. Войната разруши мечтата за обединена и мирна Европа, която би преодоляла разделителните линии на две световни войни и на Студената война, включително Желязната завеса, ако се простреше от Лисабон до Владивосток, от Шербур до Санкт Петербург.

200 pages, Paperback

First published October 24, 2022

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Ulrike Guérot

38 books12 followers

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Displaying 1 - 7 of 7 reviews
Profile Image for Markus.
278 reviews94 followers
September 20, 2023


Die Königin Europa, Darstellung Europas von 1537
- In Zeiten wie diesen ein frommer Traum, aber man wird wohl noch träumen dürfen. Der französische Präsident Charles de Gaulle sprach sich 1959 in einer berühmten Rede für ein Bündnis vom Atlantik bis zum Ural aus. Ulrike Guérot will uns mit ihrem Essay an diesen Traum erinnern und fordert, dass auch das momentan Unvorstellbare denkbar bleiben muss. Dafür musste sie ihren Lehrstuhl für Europapolitik an der Universität Bonn räumen und wird seither als Verschwörungstheoretikerin gehandelt.
Profile Image for Wedma.
438 reviews11 followers
November 27, 2022
Ein sehr lesenswertes Buch, dessen Inhalte ernsthaft und sachlich ausdiskutiert gehören. Viel Wahres dran. Und es betrifft uns alle.

Mutig, diese (durchaus adäquate) Sicht der Dinge öffentlich zu vertreten, da sie außerhalb des durch Mainstream-Medien etablierten Erzählrahmens liegt. Die Dinge beim Namen zu nennen ist aber höchstnotwendig: Es geht ums Überleben Europas.

Die Autoren legen u.a. klar und überzeugend dar, dass der einstige Traum von geeintem Europa samt Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit usw. der Maxime „Amerika First“ zum Opfer gefallen ist. (Der Spruch an sich wurde erst vor paar Jahren bekannt gemacht. Die dahintersteckenden Aktionen liefen seit mindestens dem Ende des zweiten Weltkriegs.) Auch die Zeitpunkte und Politiker, die diese Entwicklung zu verantworten haben, wurden namentlich genannt. Bei all den Schilderungen taucht die Frage auf, ob der Preis dieser „Freundschaft“ nicht zu hoch ist., ob Europa den wirklich bezahlen möchte.

Die Zukunft schaut entsprechend nicht rosig aus. Ein Beispiel: Deutsche Wirtschaft hat bisher mithilfe der günstigen sibirischen Rohstoffe funktioniert. Mit dem teuren Fracking Gas der „besten Freunde von hinter dem großen Teich“ wird es wohl nicht so flott gehen, es rechnet sich einfach nicht. Das dürfte jedem klar sein. Und die ersten Anzeichen des Verfalls der ohnehin angeschlagenen Wirtschaft sind bereits da.
Europa droht, zum „failed state“ zu werden, wenn es weiter wie bisher macht und sich sicher und geborgen in den Händen der angloamerikanischen Eliten wähnt. Diese haben vor allem eigenen Weltherrschaftsanspruch vor Augen, den sie gerade auf europäischem Boden behaupten (Stellvertreterkrieg in der Ukraine, die durch Waffenlieferungen, die teuer bezahlt werden müssen, in die Schuldenfalle getrieben wird). Dass Europa insg. dabei zugrunde geht, scheint den Superreichen ohne größere Bedeutung. Kollateralschaden, sozusagen. Und: je schwächer Europa ist, desto stärker erscheint vor diesem Hintergrund das Land der „besten Freunde“. Teile und herrsche. Gilt nach wie vor.

Wenn man über diese Inhalte nachdenkt, steht unter anderem folgendes Problem klar vor Augen: Europa fällt weiter zurück, auf ganzer Linie. Dahinter stehen unter anderem unzählige tragische Schicksale der Europäer, einfacher Menschen, die gezwungen sind, diese negativen Entwicklungen auf ihren Schultern zu tragen, z.B. durch ungewollte Arbeitslosigkeit und keine Möglichkeiten, eigene Familie zu ernähren, da sich wirtschaftliche Rahmenbedingungen weiter verschlechtern, und/oder gar ihre Leben herzugeben (z.B. wer in direkte Berührung mit dem Krieg kommt).
All die schlimmen Überbleibsel aus dem kalten Krieg, die man als für immer überwunden glaubte, sind wieder da. Die künstlich herbeigeführte Entfremdung, Dämonisierung, Entmenschlichung etc. sind leider Teil der heutigen Realität. Am Anfang des Buches gibt es ein beeindruckendes Zitat der Lagebeschreibung aus dem Jahr 1914. Man denkt erst, es wurden die heutigen Verhältnisse beschrieben. Nach hundert Jahren macht man den gleichen Unsinn wieder mit.
Und all das, und noch viel mehr, weil die bestehenden Machtverhältnisse, die Europa herzlich wenig guttun, nicht hinterfragt werden (dürfen). Unter dicker Propagandapampe bleiben eigentliche Probleme von zufriedenstellen Lösungen fern. Das Überangebot der Unterhaltungsindustrien erledigt den Rest. Diese Probleme müssen aber im Interesse der Europäer schnellstmöglich gelöst werden. Es gibt sonst keine gute, besonders erstrebenswerte Zukunft.

Die Autoren plädieren auf der letzten Seite: „…einfach einmal ganz anders zu denken. Es gilt zu fragen, ob es für Europa nicht ganz grundsätzlich andere Möglichkeiten gibt…“.
An sich eine klare Sache, fast eine Selbstverständlichkeit, wenn man sich dabei vorstellt: Die Deutungshoheit der Ereignisse im Weltgeschehen sollte in Konformität zu europäischen Interessen ausgeübt werden. Diese sollten vom europäischen Standpunkt her betrachtet und bewertet werden. (Wohl weniger fehlgeleitet von Herrschaftsallüren der schon lange taumelnden Möchte-gerne-Weltmacht, die ihre geopolitischen Ziele in aller Skrupellosigkeit auf Teufel komm raus verfolgt.)

Dieses Buch ist ein Weckruf, der erst genommen werden sollte. Gesamtgesellschaftlich. Gesamteuropäisch.

Hier gehört die Aufmerksamkeit der breiten Öffentlichkeit hin.

Man kann noch viel und breit über diese Inhalte referieren. Es gibt noch mehr Themen und Aspekte. Besser: Selbst lesen und eigene Meinung dazu herauskristallisieren.

Fazit: Unbedingt lesen, diskutieren, neue, gute, gesunde Zukunft Europas ausarbeiten und gestalten. Geeint und mit geballten Kräften schafft man das.

P.S. Wenn man gewohnt ist, eigene Meinung übers Zeitgeschehen aus Mainstream-Medien zu erfahren, wird man vermutlich mehr Kontext brauchen, um die Inhalte dieses Buches im vollen Umfang würdigen zu können. Folgende Titel erschienen sehr lesenswert:

„Konsequenzen des Kapitalismus“ von Noam Chomsky und Marvin Waterstone,
„Warum schweigen die Lämmer“ von Rainer Mausfeld,
„Tamtam und Tabu“ von Daniela Dahn und Rainer Mausfeld,
„Mega-Manipulation“, Ulrich Mies (Hrsg.),
„Lügen die Medien?“ von Jens Wernicke,
„Propaganda“ von Jacques Ellul,
„Die große Heuchelei“ von Jürgen Todenhöfer,
„Wir sind immer die Guten“ von Mathias Bröckers und Paul Schreyer,
„Illegale Kriege“ von Daniele Ganser,
„Die Machtelite“ von C. Wright Mills,
„Die Abgehobenen“ von Michael Hartmann,
„Wer beherrscht die Welt“ von Noam Chomsky,
„Das Zeitalter des Überwachungskapitalismus“ von Shoshana Zuboff,
„Chronik einer angekündigten Krise“ von Paul Schreyer,
„Wer schweigt, stimmt zu“ von Ulrike Guérot,
„The Plot to scapegoat Russia“ von Dan Kovalik,
„The Putin Interviews: Oliver Stone interviews Vladimir Putin“,
„Feindbild Russland. Geschichte einer Dämonisierung“ von Hannes Hofbauer,
„Eine kurze Geschichte der Gleichheit“ von Thomas Piketty.


Mehr gibt es in den Quellen hinten im Buch. Die dort genannten Werke z.B. von Sheldon Wolin (Umgekehrter Totalitarismus) und Peter Scholl-Latour sollte man kennen.

P.P.S. Das Buch ist so zugänglich, schlicht und ergreifend geschrieben, dass man es auch ohne große Vorbereitungen lesen kann.
Nur für den Fall, dass man mehr wissen möchte, eben mehr Kontext braucht, sind die o.g. Empfehlungen da. Sie zeigen aber auch, dass die beiden Autoren mit ihrer Sicht der Dinge wohl kaum allein dastehen. Viele kluge Köpfe haben sich bereits, auf ihre eigene Art, dahingehend geäußert.


Profile Image for Greg.
4 reviews1 follower
November 20, 2022

Having come of age around the time the Cold War ended, I found that the authors' account of the origins of the war concur with my own recollections - which seem to differ with the account given by leading politicians. To be sure this is not a history book or an academic treatise, it is an essay painted in broad strokes taking us from the time the US Foreign Policy Establishment announced its goal of "Full Spectrum Dominance" in the '90s, to the ouster of Ukrainian's President Yanukovych, the rise of Zelensky and the preparations for war. The authors are adamant that the US Foreign Policy Establishment's aim of preventing the emergence of alternate power centers applies not only to foes like Russia, but to allies as well - especially Europe. While most Americans may object that this is not true, the authors show how US Foreign policy when viewed from abroad looks anything but benevolent.


To be sure, the authors don't blame the US for all of Europe's woes. After Helmut Kohl, German politicians in particular lost sight of the European Project, that grand idea of a deeper political and financial union. And without those twin pillars, the common currency became a burden and source of internecine fighting during and after the financial crises. And this is actually the crux of the book, how to resurrect the European Project and bring about a lasting peace from Lisbon to Vladivostok. Europe has to do itself, but the authors wonder if it has the strength and will of its earlier visionaries.


To some the book may seem tainted by anti-american sentiments, to others its capitalism critique and hymn to socialism may come across as a throwback to a pre-globalisation age, and to still others the emotion laded sentences may seem out of place given the gravity of the topic. Leaving the grousing aside, this book is an important contribution to a public debate that has seen its bounds increasingly constrained by a cabal that claims to be fighting for democracy, but, as the authors point out, are in fact doing the exact opposite, for by demonizing opposing viewpoints they betray our democratic ideals.

9 reviews
December 30, 2025
Guérot und Ritz nutzen die Essayform nicht, um, wie sie es behaupten, aus einem Korridor der erlaubten Meinungen auszubrechen, sondern vor allem dafür, um sich nicht mit naheliegenden Einwänden zu beschäftigen und stattdessen ihr eigene jüngste Europageschichte zu bauen, wie es ihnen gefällt. Fakten erstmal egal. Je näher sie der Gegenwart kommen, desto deutlicher wird dabei, wie konspiritativ sie denken. Weil es von den USA geförderte Revolten gibt, ist plötzlich jede Revolution, die ihnen nicht ins Weltbild passt, von den bösen, allmächtigen Amerikanern gesteuert und wenn amerikanische Firmen Aufträge in die Ukraine vergeben, geht es zwangsläufig um die Biowaffen gegen Slawen. Dass die Auftragsvergabe auch schlicht daher rühren könnte, dass die Ukraine einen hohen technologischen Standard bei geringen Kosten bietet und damit für international agierende marktwirtschaftliche Akteure besonders attraktiv wirkt, ist nichteinmal erwähnenswert.
Dann werden noch alle möglichen wissenschaftlichen Dissenzen und Streitfragen eingeebnet (westfälischer Frieden, NATO-Osterweiterung) und schon wird sich für dieses Werk eine neue Geschichte zusammenfantasiert. Dabei ist die Argumentation nicht gut genug, um eine alternative Sichtweise zu bieten, die der gleichen Kritik standhalten würde, wie aktuelle hegemoniale Ansichten sie aushalten müssen. Stattdessen wird hier schlichte und plumpe Gegenpropaganda geliefert, die immer genau gegen den Strich aktueller herrschender Ansichten gekömmt ist. Und damit ist noch keine neue Ansicht begründet.
Profile Image for Boris.
27 reviews5 followers
May 4, 2025
Apparently the two authors understand the essay format as a green light for producing any incoherent Mumbo-jumbo they want. In short: Europe should not only partner with Russia but actually imitate it. Why? Because Russia is a federation (or so these two buffoons claim) unlike Ukraine, which is an outdated nation state. And of course North Stream II.
Profile Image for Robert Dohrendorf.
45 reviews3 followers
November 19, 2022
#foodforthought für @palament (@parlement) Liebhaber und @ukrainewar (@spezialoperationZ) Hasser
Profile Image for Liga Korne.
6 reviews
April 23, 2025
Ein hervorragendes Buch für alle, die den Kontext und die Hintergründe der aktuellen Situation in Europa besser verstehen möchten. Empfehlung!
Displaying 1 - 7 of 7 reviews

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