Thiudans ist das gotische Wort für König. Dieser Roman ist die Geschichte Alarichs, des ersten monarchischen Königs der Visigoten. Er erzählt, wie die Goten in einer Zeit des Umbruchs, der Kriege und der Glaubensgegensätze, an der Wende vom 4. auf das 5. Jahrhundert, von den schrecklichen Hunnen vertrieben, aus ihren angestammten Gebieten aufbrechen, um im mächtigen Römischen Reich Schutz und eine neue Heimat zu suchen, und dabei in den Strudel einer um sie herum in Bewegung geratenen Welt gezogen werden. Ihr Thiudans, geprägt von den eigenen Kindheitserlebnissen, ist derjenige, der sie dabei anführt. Seine Zukunftsvisionen, ein neuer Glaube und die innere Schwäche des von zwei unfähigen Kaisern regierten Römischen Reiches lassen die Visigoten in der zerfallenden Weltordnung zu einem neuen Machtfaktor werden. Für das geteilte Römische Reich aber sind sie in erster Linie eine Gefahr, der auch die schöne und eigenwillige Kaiserschwester Placidia nicht entgeht ...