"Was für ein elegantes Buch! Nie laut, nie plump. Sondern zart und doch kraftvoll. Ein Debüt, so leuchtend wie die Farben des Sommers!" Rudi Novotny, DIE ZEIT
»Tage wie Salzwasser« ist ein inspirierender Roman über das Wesen der Liebe, Freundschaft und die Kunst des Verzeihens – sich selbst und anderen. Ebenso rau wie zärtlich erzählt.
Als Malte verschwindet, bricht für die schwangere Atlanta eine Welt zusammen. Gerade noch hatten sie gemeinsame Pläne für ein Leben mit Kind, nun weiß Atlanta nicht mal mehr, ob sie Mutter sein will. Warum hat Malte plötzlich alles hingeworfen? Und was hat es mit dieser mysteriösen Liste auf sich, die Atlanta zwischen Maltes Kleidung findet, und in der ihr unbekannte Namen und Orte verzeichnet sind?
Am emotionalen Nullpunkt trifft Atlanta durch einen Unfall auf die Motorradfahrerin Enza – ebenfalls in tiefer Trauer, weil ihre Mutter bald sterben wird. Die wünscht sich nichts sehnlicher, als dass Enza nach Italien aufbricht, um die alten Familienbande in Noto an der sizilianischen Ostküste. Ausgerechnet einer der Orte, die auf Maltes Liste stehen …
Eine großartige neue Erzählstimme für die Leser*innen von Caroline Wahl, Paolo Giordano oder Anna Gavalda
Sita Maria Frey erzählt einfühlsam und mit dem perfekten Timing für Sprache und Dramatik. Ein warmherziger Roman über vermeintliche Schuld und über das Verzeihen – anderen und sich selbst.
Eine schöne, fesselnde Sommergeschichte. Leider abundzu etwas zu absurd und weit hergeholt, was nicht so zur Glaubhaftigkeit des Romanes beiträgt, der ja gerade mitten im Leben spielen soll. Trotzdem sehr kurzweilig, liest sich gut und hat zwischendurch sehr lustige Zeilen.
Mhmmm, mir war die Story zu platt und zu stumpf. Dass sich eine Protagonistin dann noch verliebt hat es nicht besser gemacht… an mancher Stelle fand ich es zu stereotypisch und die Sprache wenig differenzsensibel („die Frau aus Afrika“, und auch die Beschreibungen von dicken Körpern). Außerdem stört mich dass das Bild auf dem Cover nicht im Buch stattfindet.
This entire review has been hidden because of spoilers.
„Tage wie Salzwasser“ ist ein richtig sommerlicher Roman. Als ein Debüt hat die Autorin hier alles richtig gemacht.
Aus der Erzählperspektive verfolgen wir zwei POVs (Atlanta und Enza) in mittelmäßiger Kapitellänge. Der Schreibstil ist flüssig lesbar und ich kam wirklich sehr gut durch das Buch durch.
Ich mochte die Geschichte. Mit ein paar Schockmomenten direkt am Anfang und ein paar Mal kichern mittendrin wurde ich immer weiter dazu getrieben mich nach Frankreich, Spanien und schlussendlich dann Italien zu wünschen. Die Freundschaft der beiden Frauen wuchs und wuchs.
Ab und zu mal jedoch, hatte ich das Gefühl manche Szenen sind nicht ganz realistisch. Da der Roman aber in der „heutigen Welt“ spielt, fand ich das sehr schade.
Enttäuschend seicht ohne jeden Tiefgang, absolut klischeehafte Handlung die dann auch noch fernab jeglicher Realität ist und eine Liebesgeschichte, die dem Roman dann auch noch die letzte Glaubwürdigkeit nimmt.
Weder feelgood noch Roadtrip Stimmung ist irgendwann aufgekommen. Für mich leider ein Roman, den ich vermutlich morgen schon wieder vergessen habe.
Als Atlanta und Enza, zwei alleinstehende Frauen Mitte dreißig, sich bei einem Unfall plötzlich gegenüberstehen, verändert diese schicksalhafte Begegnung beider Leben nachhaltig. Jeweils gefangen in Sorgen um ihre Existenz, in Alltagen, die sich grau und schwer anfühlen: Atlanta, ungewollt schwanger von ihrem Freund Malte, der nach der Nachricht über die anstehende Vaterschaft eine endgültige und schwere Entscheidung getroffen hat und Enza, die in ihrem Leben nur eine sehr enge Beziehung – die zu ihrer Mutter Hilde – hat, die sie aber durch eine schwere Krankheit bald verlieren wird.
Geprägt von der Konfrontation mit der Endlichkeit des Lebens, von der Angst um eine ungewisse Zukunft und gezeichnet von tiefer Trauer und Unverständnis stehen sich plötzlich diese beiden, auf den ersten Blick völlig unterschiedlichen Frauen, gegenüber: Atlanta, Mathematikerin und Analytikerin durch und durch und doch ein emotionaler Mensch, deren Gefühle in Gegenwart der reserviert wirkenden Enza plötzlich und in voller Stärke aus ihr herausbrechen. Die kleine, rothaarige Frau, die alles Unvorhergesehene in ihrem Leben in mathematischen Gleichungen zu berechnen und damit zu verstehen versucht und die große, dunkelhaarige, kräftige und tätowierte Enza, die in ihrem Leben außer ihrer Mutter noch nie jemanden nah an sich heranlassen konnte. Die diese bald verlieren wird und sich durch die Reise, auf die ihre Mutter sie geschickt hat, von dieser weggestoßen fühlt.
Yin und Yang
Verschlungen habe ich diesen wunderbaren, warmherzigen Roman; tief berührt hat mich die Geschichte der beiden traumatisierten Frauen, die sich in den schwersten Stunden ihres bisherigen Lebens zwar erst voneinander wegzustoßen scheinen, aber nach und nach erkennen, dass sich ähnlicher sind als vorerst geglaubt und gerade in ihren Gegensätzen wunderbar ergänzen. Die eine hat ihren geliebten, warmherzigen Vater früh und völlig unvorbereitet verloren, die andere leidet zeitlebens unter ihrem tyrannischen Erzeuger mit seinen unkontrollierten Ausbrüchen. Und während Enza die enge Bindung zu ihrer Mutter hat, hat Atlanta sich von ihrer abwesenden, sehr spirituellen und dabei weltfremden Mutter stets verlassen und unverstanden gefühlt. Atlanta, die Angst hat, ihrem Kind nicht gerecht werden zu können, erlebt Enza im liebevollen Umgang mit einem Kleinkind und als beruhigende Kraft für sich und ihr ungeborenes Kind. Beispiele wie diese ziehen sich als roter Faden durch das Buch und vertiefen die Verbindung der beiden immer weiter, während diese auf einem Roadtrip von Frankfurt über Marseille und Barcelona bis nach Sizilien weitere Bekanntschaften machen, die sie prägen. Nicht nur Atlanta erkennt, dass sie sich sowohl körperlich als auch aus tiefsten Inneren an Enza anschmiegen und sich geborgen fühlen kann -, auch Enza fühlt sich das erste Mal in ihrem Leben einem anderen Menschen als ihrer Mutter nahe, bricht aus gewohnten Mustern aus und spürt das tiefe Bedürfnis nach körperlicher und emotionaler Nähe. Eine tief bewegende Geschichte über die Macht des Schicksals, die verschlungenen Wege des Lebens auf dem Weg zu wahrer Freundschaft und Nähe, die Mut macht, dem Universum und der Intuition zu vertrauen!
Klappentext: Das Leben ist kausal, nur die Umstände sind selten perfekt. Dieser Gedanke kommt der Mathematikerin Atlanta, als sie tränenüberströmt in eine Radfahrerin rennt. Ihr Freund Malte hat wenige Monate zuvor eine radikale Entscheidung getroffen, und das, obwohl sie schwanger ist. Jetzt ein Unfall. Dabei wollte sie weg. Vielleicht zu jener Adresse auf Sizilien, die ihr Malte in seinem Notizbuch zurückgelassen hat? Die Frau mit dem Fahrrad, Enza, ist auch auf dem Weg nach Süden. Lieber würde sie daheim bleiben, bei ihrer Mutter, die bald sterben wird. Doch diese wünscht sich, dass Enza aufbricht, um die alten Familienbande wiederzubeleben: in Noto an der sizilianischen Ostküste. Ausgerechnet einer der Orte, die auch in Maltes Notizbuch stehen. Im strömenden Regen und auf einer alten Honda Rebel machen sich die beiden Frauen gemeinsam auf den Weg. Und plötzlich ist da ein Hauch von Leichtigkeit, vielleicht sogar Glück. Doch jeder Weg ist mehr als die Summe der Kilometer
„Tage wie Salzwasser“ von Sita Maria Frey, ist ein Roman über zwei recht unterschiedliche Frauen, die sich auf den ersten Blick sympathisch sind.
Die Geschichte beginnt mit einer Geburt und geht dann fünf Monate zurück. Mittelpunkt stehen Atlanta und Enza, zwei recht unterschiedliche Frauen. Atlanta ist Mathematikerin und schwanger. Dabei hat sie immer die Pille genommen und kann sich gar nicht vorstellen Mutter zu werden. Atlanta wartet gespannt auf die Rückkehr von Malte und hofft auf eine Heirat. Doch statt Malte erscheint die Polizei. Malte ist tot.
Für Enza ist ihre Mutter die wichtigste Person im Leben. Als sie erfährt, dass die Mutter unheilbar krank ist, will sie bei ihr sein und sich um sie kümmern. Doch die Mutter schickt Enza nach Noto, an der sizilianischen Ostküste. Sie soll die Verwandten von ihrem Vater kennenlernen.
Auch Atlanta will nach Sizilien reisen. In Maltes Notizbuch hat sie eine Adresse gefunden. Als Atlanta und Enza sich am Beginn ihrer Reise treffen, beschließen sie zusammen zu reisen und machen sich mit einer alten Honda Rebel auf den Weg.
Sita Maria Frey hat für die Geschichte tolle Charaktere erschaffen. Atlanta und Enza waren mir gleich sympathisch. Als Leser*in kommt man den Frauen sehr nahe, man kann schon fast ihre Gedanken lesen. Bei jedem Stopp, den die Frauen einlegen, gibt es eine kleine Veränderung in ihrem Inneren. Auf ihrer Reise nach Sizilien habe ich die Frauen gerne begleitet.
Sita Maria Frey erzählt die Geschichte in einer feinen Sprache und in einem ruhigen Ton. Der Roadtrip wird sehr anschaulich beschrieben. Man lernt verschiedene Orte kennen und erlebt die Entwicklung der Charaktere.
Das Ende der Geschichte ist mir noch einmal sehr ans Herz gegangen.
„Tage wie Salzwasser“ ist ein ruhiger und ein starker Roman, den ich mit Freude gelesen habe.
Das erste Zusammentreffen war ein Unfall, auch danach geht es eher holprig weiter, irgendwann jedoch wissen sie, was sie voneinander haben. Atlanta und Enza – zwei ganz und gar unterschiedliche Frauen, deren vordergründiges Ziel Noto ist, eine Stadt auf Sizilien. Aber von Anfang an:
Atlanta, die Mathematikerin durch und durch, lebt in Frankfurt, ihr langjähriger Freund hat seinen Lebensmittelpunkt in München, sie führen eine Wochenendbeziehung, was eigentlich ganz gut klappt. Bis zu dem Zeitpunkt, als Atlanta ungewollt schwanger wird und sie genau jetzt eine starke Schulter zum Anlehnen bräuchte. Eigentlich – denn er verlässt sie stillschweigend.
Enza ist eine zupackende, taffe Frau, die in Bad Vilbel einen Fahrradladen betreibt. Sie ist gewollt alleinstehend, zu ihrer Mutter hat sie eine enge Bindung und als diese ihr von ihrer schweren Krankheit erzählt, will sie direkt bei ihr einziehen. Mutter allerdings will, dass sie zunächst zu ihrer Tante nach Sizilien fährt, um ihre sizilianische Familie endlich kennenzulernen.
Da Atlanta und Enza das gleiche Ziel haben (wenngleich aus unterschiedlichen Gründen), machen sich die zwei gen Süden auf, jedoch wählen sie nicht die kürzeste Strecke, sie fahren über Freiburg nach Marseille und Barcelona, um irgendwann dann in Noto anzukommen. Der Weg ist das Ziel – so könnte man ihre Reiseroute umschreiben.
Das Schicksal treibt manchmal seltsame Blüten und vor allen Dingen ist es nie berechenbar. Gleich mal werde ich ins kalte Wasser geschmissen – zwei Frauen auf einem Motorrad, dazu ein Baby, das unbedingt auf diese Welt will und genau dieses kleine Wesen scheint mir dies zu erzählen. Noch bin ich etwas irritiert, was sich aber ganz schnell legt, denn diese „Tage wie Salzwasser“ sind so einfühlsam erzählt, trotzdem das Leben der beiden Protagonistinnen voller Turbulenzen und unvorhersehbarer Zwischenfälle ist. Die Ausgangssituation beider Frauen ist alles, aber schön ist sie ganz gewiss nicht und doch finden sie einen Weg, der beileibe nicht immer geradlinig verläuft. Eigentlich nie, es sind krumme Wege, die sie beschreiten müssen. Beide wollten das nicht, beide werden sie dazu gezwungen. Und – letztendlich ist es gut so, wie es ist.
Sita Maria Freys „Tage wie Salzwasser“ ist leicht und beschwingt erzählt und doch ist es eine Geschichte mit Tiefgang. Ein ergreifendes Debüt über Abschiede, über Neuanfänge und Freundschaft. Emotional, traurig und bittersüß, ein ganz besonderer Roadtrip, den ich gerne gelesen habe.
Der Name der Autorin Sita Maria Frey war mir unbekannt, mir war das Titelbild aufgefallen, eine Frau liegt am Wasser. Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, denn auch wenn ein solcher Roadtrip für mich persönlich nichts wäre, liest sich das Buch mit seinen 320 Seiten doch recht flüssig. Hier wird nichts geschönt, es passiert, wie es sein soll und man spricht, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Beim Prolog hatte ich einige Startschwierigkeiten und ich muss sagen, der Epilog war merkwürdig ans letzte Kapitel drangehängt (zu viele Erklärungen, die sicher zum Verständnis nötig waren, aber deren Aufklärung auch anders hätten erfolgen können - die Erzählform fand ich komisch). Zum Inhalt nur so viel: Zwei komplett unterschiedliche Frauen prallen im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander. Atlanta, klein, zierlich, schwanger, vom Vater immer unterdrückt und zurechtgewiesen, von der Mutter mit Abwesenheit beschenkt und Enza, groß, stämmig, langhaarig, tätowiert, früh Halbwaise geworden, hängt an ihrer Mutter und liebt ihr Rad und ihren Laden. Eine kleine Unaufmerksamkeit lässt die Wege der Frauen kreuzen, eine drängt sich der anderen auf, weil beide Antworten auf Fragen suchen. Die eine zur Vergangenheit ihres Freundes, die andere zur Vergangenheit ihres Vaters. Ein ungleiches Paar, das erst langsam eines wird, unterwegs per Motorrad, Fähre, Schiff, erlebt nicht nur Tausende von Kilometern an Abenteuern gemeinsam, sondern auch, dass es völlig normal ist, Angst zu haben, Verlust zu fürchten oder sich damit auseinander zu setzen. Jede hat ihre Eigenheiten, die jemand anderes vielleicht liebenswürdig findet. Gemeinsam ist alles einfacher, man hat jemanden zum Festhalten, Anlehnen, Ausheulen, wenn es hart auf hart kommt. Je weiter ich im Buch vorankam, umso sympathischer wurden mir Enza und Atlanta. Ich hätte in keiner Sekunde mit ihnen tauschen wollen (vielleicht hätte ich die Seife im Laden angenommen, das war es dann aber auch schon). Ich finde, die beiden haben ihren ganz anders geplanten Trip wunderbar gemeistert, sind nicht nur an Erfahrung und Größe gereift, sondern haben sich selbst, jede für sich und auch gegenseitig, besser kennengelernt. Ich hatte angenehme Lesestunden, von mir bekommt „Tage wie Salzwasser“ 4 Sterne.
„𝘌𝘴 𝘨𝘪𝘣𝘵 𝘌𝘹𝘱𝘦𝘳𝘪𝘮𝘦𝘯𝘵𝘦, 𝘥𝘪𝘦 𝘬𝘢𝘯𝘯 𝘮𝘢𝘯 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶 𝘦𝘪𝘯𝘮𝘢𝘭 𝘮𝘢𝘤𝘩𝘦𝘯.“ 𝘚. 81 ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Atlanta ist nicht nur mit ihrer ungeplanten Schwangerschaft überfordert, sondern auch mit der Tatsache, dass ihr Freund Malte von einer Sekunde auf die andere nicht mehr da ist. Gerade als sie ihre Gedanken ordnen und einen Entschluss fassen kann, rennt sie tränenüberströmt in eine Radfahrerin. Die Fahrradfahrerin, Enza, ist eher unfreiwillig auf dem Weg nach Süden. Ihre Mutter ist schwerkrank, und bevor sich Enza um sie kümmern soll, schickte diese sie nach Sizilien, damit Enza die Familie ihres Vaters besuchen kann. Der Ort, an den Enza reist, steht zufällig auch in Maltes Notizbuch und so machen sich die beiden Frauen auf den Weg, ohne zu wissen, dass dieser Roadtrip ihr Leben verändern wird. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Das wunderschöne Cover und der Klappentext versprechen ganz viel Sommer – und dieses Versprechen wird gehalten! Ich mag Roadtrip-Geschichten sehr gern. Es ist ein herrliches Frauen-Abenteuer und ich mochte sehr, dass der Fokus weit abseits der Männer liegt. Und man bekommt beim Lesen definitiv Lust, zu verreisen! Die Themen sind nicht alle so leicht, wie es auf den ersten Blick scheint. Beide Frauen sind in Trauer um geliebte Menschen und versuchen, sich im Leben zurechtzufinden. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und besonders Enza fand ich sehr sympathisch! Atlanta ist Mathematikerin und ich frage mich, ob ich sie deshalb nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Zwischendurch haben mich leider die Zeitsprünge ein wenig irritiert und auch die ständigen Fragen haben mich ab und zu aus dem Lesefluss gezogen. Dieses Stilmittel hätte vielleicht in der Ich-Erzähler-Perspektive besser für mich funktioniert – der Epilog hat mir nämlich richtig gut gefallen! ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ Alles in allem eine abwechslungsreiche Sommerlektüre, die sich abseits der typischen Urlaubsromane bewegt. ⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀ 3,75/5 ⭐️
Rezensionsexemplar I Vielen Dank @sitalibertad @droemerknaur 💛🩵
**** Mein Eindruck **** Ein Buch mit tiefer Botschaft und bewegenden Momenten. Es wiegt schwer, ist stellenweise melancholisch, und doch voller Leben und Hoffnung. Als Leserin war ich gefordert, mir besonders zu Beginn – in den ersten Szenen und der anfänglichen Entwicklung – selbst ein Urteil zu bilden. Der Prolog ist kraftvoll und setzt gleich zu Beginn Schlüsselmomente in Bezug auf Atlanta. Fragen entstehen, und das erste Aufeinandertreffen mit Enza wirkt wie vom Schicksal geführt. Enza bleibt lange eine rätselhafte Figur; im Zentrum steht die Beziehung zwischen ihr und Atlantas Eltern sowie das Geschehen um sie herum. Der Roman kreist beständig um das menschliche Dasein, um zwischenmenschliche Verbindungen und um Themen, die in unserer modernen Welt oft in den Hintergrund treten: Mutterschaft, Verantwortung, Suizid, Selbsthilfe, Generationenkonflikte. Trotz dieser thematischen Dichte erzählt das Buch in einem ruhigen, beinahe meditativen Ton. Es geht nicht um Tempo, sondern um Tiefe. Die Figuren sind fein gezeichnet und entfalten sich behutsam – sie wachsen aneinander und miteinander, ohne je gezielt danach gesucht zu haben. Es ist ein leises, zartes Öffnen nach einer Zeit des Schmerzes. Manche Freundschaften entstehen genau im richtigen Moment – still, aber kraftvoll. Die Atmosphäre Italiens und das Ländliche bilden eher den Hintergrund; für mich hätte die Geschichte überall spielen können. Und gerade das macht ihre Botschaft so universell: Es geht um Menschlichkeit – zeit- und ortlos.
**** Empfehlung **** Ein stiller, eindringlicher Roman für alle, die gerne zwischen den Zeilen lesen und sich auf leise, aber tiefgründige Geschichten einlassen möchten. Dieses Buch berührt nicht laut – aber es bleibt.
Manchmal stolpert man nicht nur in eine Geschichte rein – man knallt volle Kanne mittenrein, wie Atlanta in Enza. Und zack: Ich war drin. In einem Buch, das so leise daherkommt, dass es einem das Herz ganz nebenbei weichklopft. Keine plumpen Dramen, kein Kitschgewitter – sondern echte Gefühle, in Sätzen, die fast ein bisschen schmecken wie Zitronensorbet mit einem Schuss Espresso: frisch, bitter und belebend. Atlanta, Mathematikerin mit emotionalem Wackelkompass, trifft auf Enza, die lieber zu Hause bleiben würde, aber aus Liebe losfährt. Zwei Frauen, zwei gebrochene Leben – und eine alte Honda Rebel, die fast so viele Kilometer frisst wie mein Kopf beim Lesen Gedanken.
Ich hab gelacht, geschluckt, geseufzt und mich dann wieder in einen Satz verliebt. Maltes geheimnisvolle Notizbuch-Orte? Großes Kino. Der Roadtrip durch halb Europa? Ein Ritt durch Schmerz, Hoffnung und Pizza Margherita. Und irgendwo zwischen Frankfurt, Marseille und dem staubigen Noto habe ich gemerkt: Dieses Buch erzählt nicht, es atmet.
Sita Maria Frey schreibt, als würde sie Sonnenlicht einfrieren und zwischen die Seiten streuen. Leicht, aber mit Tiefe. Komplex, aber nicht kompliziert. Und immer wieder dachte ich: Wow, so kann man also auch über Verlust, Vergebung und Neubeginn erzählen, ohne in die Pathosfalle zu tappen.
Pflichtlektüre für alle, die schon mal weglaufen wollten – und dann an einem Ort ankamen, den sie nie gesucht, aber dringend gebraucht haben.
Ich bin mit Freude an diesen Debütroman herangegangen – das Cover sowie der Titel weckten sofort meine Aufmerksamkeit und versprachen eine sommerlich-leichte Geschichte mit Tiefgang. Leider konnte der Inhalt diese Erwartung für mich nicht erfüllen.
Ich habe dem Buch eine faire Chance gegeben und mich bis zur Hälfte der Seiten durchgearbeitet, doch leider wollte der Funke nicht überspringen. Sprachlich blieb der Roman für meinen Geschmack sehr flach und eindimensional, was es mir schwer machte, emotional einzutauchen oder mit den Figuren mitzufühlen. Auch die Zusammenführung der Protagonistinnen wirkte auf mich eher konstruiert als organisch.
Das macht es umso bedauerlicher, dass ich den Roman schließlich abgebrochen habe – eine Entscheidung, die mir gerade bei einem Erstlingswerk nicht leichtfällt. Im Austausch mit anderen Leser*innen habe ich jedoch festgestellt, dass ich mit diesem Leseeindruck nicht allein bin.
Nichtsdestotrotz sehe ich, dass der Roman sicherlich seine Zielgruppe finden kann – insbesondere Leser*innen, die sich an warmen Sommertagen nach entspannter, unkomplizierter Lektüre ohne große Ansprüche sehnen. Für diese bietet das Buch womöglich genau die richtige Wohlfühlatmosphäre.
Wow! Dieses Buch habe ich sogar während einer extremen Leseflaute sehr gerne gelesen. Zwei unterschiedliche Frauen, beide mitten in der Trauer, laufen einander über den Weg und begeben sich auf einen Roadtrip bis nach Sizilien. Dazwischen gehen sie getrennte Wege, lernen interessante Menschen kennen, finden einander wieder. Soweit die Kurzfassung ohne Spoiler. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, der Schreibstil ist sehr ansprechend und der Text lässt sich fluffig weglesen. Die Ortsbeschreibungen wecken Fernweh! Der Plot ist so aussergewöhnlich, dass ich zwischendurch immer wieder daran gedacht habe, dass es vielleicht viel von der Autorin Selbsterlebtes enthält. Die Protagonistinnen menscheln richtig, viele Aktionen sind vielleicht nicht nachvollziehbar, aber glaubwürdig, die Emotionen fühlen sich echt an. Die Thematik der Trauerarbeit ist berührend und die entstehende Freundschaft herzerwärmend. Dieses Buch kann ich guten Gewissens weiterempfehlen.
Das Buch hat mich immer wieder abgeholt – schöne Momente, ein paar kleine Schockeffekte am Anfang, und zwischendurch musste ich echt schmunzeln. Die Reise durch Europa hat richtig Lust aufs Kofferpacken gemacht, und die Freundschaft zwischen Enza und Atlanta entwickelt sich auf eine schöne, ruhige Art. Aber: Es gab auch einige Durststrecken. Manche Szenen wirkten auf mich nicht ganz glaubwürdig, und die ständigen Zeitsprünge und Fragen haben mich manchmal aus dem Flow gebracht. Atlanta blieb mir eher fremd, Enza fand ich dagegen super sympathisch. Der Schreibstil ist angenehm, aber manchmal ein bisschen zu nüchtern für meinen Geschmack. Und Sizilien? Laut Klappentext dachte ich, da kommt mehr – aber das taucht erst ganz am Ende auf. Insgesamt ein netter Sommerroman mit Höhen und Tiefen. Nicht perfekt, aber trotzdem eine schöne Leseerfahrung.
Eine Salzwasserspur bahnt sich ihren Weg schon auf den ersten Seiten, denn das Schlimmste ist passiert. Atlanta, trotz Pille schwanger, erhält die Nachricht, dass ihr Freund weg ist. Für immer.
Der Zusammenprall mit Enza, einer fremden Frau führt zu einem gemeinsamen Roadtrip durch Europa. Beide sind auf der Suche nach Antworten, beide orientierungslos. Sie erkennen, dass es gemeinsam leichter geht, als allein und so entsteht eine zarte, magische Verbindung.
Und dann ist da das Meer mit seinen Wellen, die irgendwie beängstigend sind und mitreissend, aber gleichzeitig tragen und Friede bringen.
Sita Frey schreibt gefühlvoll und empathisch über Verlust & Loslassen, sich selbst finden & neu anfangen. Ein grossartiges Debüt und das ideale Sommerbuch!
Was Enza und Atlanta auf ihrer Reise quer durch Europa erleben, ist wirklich lesenswert. Trotzdem konnte ich mit beiden Protagonistinnen nie so richtig warm werden und die Handlung war stückweise genial, dann aber auch wieder gar nicht meins, was vielleicht auch am unaufgeregten Schreibstil lag, der mir persönlich manchmal zu gefühlsarm und beschreibend daherkam, irgendwie distanziert. Nun ja, manchmal passt es eben nicht ganz so perfekt zusammen, eine nette Begegnung war es trotzdem.
Die Mathematikerin Atlanta, schwanger und vom Suizid ihres Freundes erschüttert, trifft auf Enza, die im Auftrag ihrer todkranken Mutter nach Sizilien reisen soll. Gemeinsam brechen sie auf und finden unterwegs nicht nur Antworten, sondern auch Nähe und neue Perspektiven.