„When you’re accustomed to privilege, equality feels like oppression“
Kommen wir zuerst zum Fazit: Dieses Buch sollte man(n) mal gelesen haben.
Warum dann nur 3 Sterne? Naja:
Das Buch schafft es zwar hervorragend, Diskriminierung gegenüber Frauen auseinander zu nehmen und zusammenzufassen, Argumente für Feminismus zu sammeln, sowie die Bedeutsamkeit „männlicher Verbündeter“ zu betonen
ABER
- die Behauptung, Männer bringen aus Ängsten heraus Frauen um (S. 59) bitte WAS?? (kleiner Trost: auf Seite 94 führen sie Femizide auf die eigentliche Ursache zurück: Frauenhass)
- Die Autoren versuchen Männer davon zu überzeugen, dass Feminismus gut ist, da es Vorteile (wie zum Beispiel Produktivität) mit sich bringt… genauso schlechtes Argument wie wenn man Männern damit überzeugen möchte, dass Feminismus auch Vorteile für sie selbst hat (wird in dem Buch übrigens auch durchgekaut). Man gönnt also Frauen nur Rechte, wenn Männern daraus auch Vorteile entstehen?? wie wäre es damit, Männern Basic Empathie gegenüber Frauen beizubringen?
- An sich irgendwo gute Idee, Männer einen „Safe Space“ (bin mir noch nicht sicher, was ich von der Bezeichnung halte) zu geben, hemmungslos über Frauen und Feminismus reden zu können, andererseits bleibt mir dabei ein bitterer Nachgeschmack im Mund, gezielt als reine Männergruppe über Frauen zu sprechen… (e.g. warum lassen sich Männer nur von anderen Männern was sagen/sich überzeugen? Oder: Warum können Männer nicht in Anwesenheit von Frauen ehrlich sein? Sollten sie das nicht lernen? Aber vielleicht ist das auch nur ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wer weiß)
- Abschließend: Jede Person, der sich auch nur ein bisschen mit Feminismus auseinandergesetzt hat, wird in diesem Buch nichts Neues finden. Deswegen auch der Appell an vor Allem Männer (aber auch anti- und nicht-feministische Frauen), die in diesem Thema ungebildet sind, es zu lesen
(Wir reden übrigens nicht über das Cover, welches eindeutig Frauen als Zielgruppe im Hinterkopf hatte. Schande dafür)