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Zeit der Hoffnung

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Aus den Trümmern in die Zukunft – die wahre Geschichte einer mutigen Frau, die im Wien der Nachkriegszeit für ein besseres Morgen kämpft 

Wien, 1946: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sieht die nach London geflüchtete jüdische Lehrerin Stella nur einen Weg in die Sie muss in ihre Heimat zurückkehren. Doch als sie am Westbahnhof ankommt, erkennt sie ihr geliebtes Wien kaum wieder. Das Haus, in dem sie einst wohnte, gibt es nicht mehr, und auch viele Schulen sind zerstört. Als Stella dennoch eine Anstellung findet, eckt sie mit ihrer fortschrittlichen Art zu unterrichten an. Im Gegensatz zu ihren Kollegen ermutigt sie die Kinder, über den Krieg und das erlebte Leid sprechen. Dabei wird Stella jedoch auch immer mehr von ihren eigenen Traumata eingeholt. Und als sie einem Mann begegnet, der neue Hoffnung in ihr entfacht, muss sie sich nicht nur ihrer Vergangenheit stellen, sondern auch den Mut für eine neue Liebe finden. 

401 pages, Kindle Edition

Published March 31, 2025

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Beate Maly

63 books76 followers
Beate Maly is an Austrian kindergarten teacher specializing in early intervention, and an author.

Ratings & Reviews

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Community Reviews

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Displaying 1 - 25 of 25 reviews
Profile Image for Nadine Schrott.
711 reviews74 followers
March 15, 2026
Ein gelungener Auftakt Band um die junge Lehrerin Stella, die zwar den Holocaust überlebt hat, aber im Nachkriegs Wien doch auf Vorurteile und alte Muster trifft...

....vielleicht etwas flach angelegte Figuren...und trotzdem spannend und berührend...

Lesenswert!
Profile Image for Gitti.
1,205 reviews
June 30, 2025
Stella kehrt nach dem zweiten Weltkrieg zurück in ihre Heimat Wien um dort beim Wiederaufbau der geliebten Stadt zu helfen. Auch wenn sie als Jüdin von dort vertrieben wurde, möchte sie zurück in die Heimat und denen helfen, die sich nichts zu schulden haben kommen lassen. Sie bekommt eine Stelle am Lindengymnasium wo sie auf die unterschiedlichsten Charaktere trifft. Einige der Kollegen möchten sich nicht mit ihren Lehrmethoden und der Tatsache abfinden, dass sie als Jüdin Kinder unterrichtet. Doch Stella hat nicht nur ihre Freundin Felicitas dort, sondern hat auch unter den Kollegen Fürsprecher und Verbündete.

Ich habe von der Autorin bis jetzt nur Bücher aus der Reihe von Ernestine Kirsch und Anton Böck gelesen. Von daher war ich gespannt, wie sich ein Buch außerhalb dieses Settings liest. Und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch ist toll geschrieben, man fliegt förmlich durch die 400 Seiten. Ich hätte geschworen, es sind weniger 😉

Ich mochte wie die Autorin das zerstörte Wien beschreibt und dabei die unterschiedlichsten Persönlichkeiten auftreten lässt. Da sind von ehemaligen Nazis über Mitläufer bis hin zu Kommunisten alle dabei. Und mittendrin Stella, die versucht das Gute in Wien wiederzuentdecken, die sozialdemokratischen Werte des roten Wien. Auch wenn ihr immer wieder ihre jüdische Herkunft vorgehalten wird.

Ich kann das Buch nur empfehlen und freue mich sehr auf den zweiten Teil, in dem Stella weiter dafür kämpfen wird, dass ihre Schüler nicht mehr mit altmodischen Unterrichtsmethoden gequält werden.
229 reviews
June 9, 2025
,,Die Trümmerschule-Zeit der Hoffnung " ist der erste Teil der Dilogie von Beate Maly.
Er erzählt die Geschichte von der jungen Lehrerin Stella Herzig, die 1946 nach Wien zurück kehrt, um beim Aufbau ihrer Heimatstadt mitzuwirken.
Vor 8 Jahren musste sie als Jüdin fliehen. Während sie die Kriegsjahre relativ sicher in London verbringen konnte, fielen ihre Eltern und die kleine Schwester den Nationalsozialisten und der Judenverfolgung zum Opfer. Mit diesem Verlust und Schmerz umzugehen fällt Stella auch nach einigen Jahren schwer. Und doch ist es ihr großer Wunsch in ihre geliebte Heimat zurück zu kehren, auch wenn die Stadt nicht mehr so aussieht wie früher. Noch immer sind ganze Straßenzüge und Stadtteile zerstört.
Sie bekommt eine Anstellung am Lindengymnasium , wo sie als Deutsch- und Englischlehrerin mit ihrer modernen und empathischen Art zu unterrichten, das Vertrauen ihrer Schülerinnen und Schüler gewinnt. Als Anhängerin der Reformpädagogik ist sie strikt gegen Gewalt und Prügel als Erziehungsmaßnahme.
Anders sind da einige ihrer neuen Kollegen. Sie wollen an ihrer Schule keine Modernisierung und vor allem keine jüdische Frau. Zu sehr steckt das nationalsozialistische , antisemitische Gedankengut noch in ihren Köpfen. Nicht nur in ihren Köpfen, auch bei den Eltern der Kinder und der Gesellschaft. Mit Beharrlichkeit und Durchsetzungsvermögen setzt Stella sich für ihre
Zöglinge ein, muß dabei gegen Widerstand und Vorurteile ankämpfen. Wird sie sich an der Schule behaupten und womöglich die Leitung übernehmen können?
Ein zartes Pflänzchen an Gefühlen wird in ihr geweckt. Wird sie dadurch den Schmerz ihres großen Verlustes überwinden können?
Auch ihre beste Freundin Feli, bei der Stella wohnt, hat zu kämpfen: gegen ihr Pflichtgefühl und ein einst gegebenes Versprechen.
Beate Maly hat mich mit ihrem hervorragend flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil, gepaart mit großartigen bildhaften Beschreibungen, von der ersten Seite an mitten in das Leben von Stella nach Wien entführt. Eindrucksvoll ist das Leben in der Stadt , die in Sektoren der Alliierten aufgeteilt ist, mit allen alltäglichen Sorgen und Nöten beschrieben. Nahrungsmittel sind noch immer schwer zu bekommen, so daß die Kinder hungrig in die Schule kommen und als erstes mit Zwieback und Milch versorgt werden.
Einfühlsam und wunderbar authentisch beschreibt Beate Maly die Charaktere, die man nicht alle mögen wird. Stella ist eine sympathische junge Frau, die mir bereits im ersten Kapitel ans Herz gewachsen ist, genauso wie Feli und der Schulhandwerker Leopold Moser sowie einige ihrer Schüler.
Der Roman,, Die Trümmerschule " ist in Anlehnung an die Erinnerungen der Lehrerin Stella Klein-Löw entstanden , die im Krieg alles verloren hat und nach Wien zurück kehrte, um den Aufbau ihrer Stadt nicht denen zu überlassen, die alles zerstört hatten.
Eine großartige, sehr berührende, aber auch hoffnungsvolle Geschichte, die mich absolut begeistert hat.
Von mir eine hundertprozentige Leseempfehlung. Ich kann es schon jetzt kaum erwarten, den zweiten Teil ,, Jahre der Kinder " , der im Januar 2026 erscheinen wird, in den Händen zu halten. Ich werde ihn wie diesen wohl in kürzester Zeit verschlingen.
Profile Image for Antje.
95 reviews
April 27, 2025
Spannende und ergreifende Geschichte mit einer ernsten aber ungeheuer wichtigen Thematik

Stella Herzig ist eine jüdische Lehrerin. Vor dem zweiten Weltkrieg floh sie von Wien nach London. 1946 kehrt sie zurück und ist erschüttert. Das Wien, an das sie sich aus guten Tagen erinnert, gibt es nicht mehr. Allerdings ist sie fest entschlossen, beim Wiederaufbau zu helfen und es nicht den ewig Gestrigen zu überlassen. Obwohl die meisten Schulen zerstört sind, findet sie mit Hilfe ihrer Freundin Felicitas schnell eine neue Anstellung am Lindengymnasium.

Während sie recht schnell einen guten Draht zu ihren Schülern hat, gefallen ihre fortschrittlichen Unterrichtsmethoden nicht allen Kollegen. Immer wieder wird Stella auch mit ihren eigenen traumatischen Erlebnissen unter dem Nazi-Regime konfrontiert. Dann begegnet sie einem Mann, der ihr neue Hoffnung gibt. Wird sie es schaffen, sich ihrer Vergangenheit zu stellen und den Mut für eine neue Liebe zu finden?

Trotz der - auch im Angesicht der heutigen politischen Lage - ernsten und von mir als überaus wichtig empfundenen Thematik, konnte ich diesen Roman leicht und flüssig lesen. Geschrieben ist er in der dritten Person aus der Perspektive der Hauptfigur Stella. Die Sprache ist einfach, aber sehr lebendig und die verschiedenen Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet. Längen empfand ich beim Lesen nie. Ich habe hier eine spannend ergreifende Geschichte gelesen, die von Menschen handelt, die schlimme Dinge erlebt oder alles was ihnen lieb und wichtig war verloren haben und - allen Widrigkeiten zum Trotz - um eine bessere Zukunft für sich und ihre Mitmenschen kämpfen.

Stella war mir sofort sympathisch und das galt auch für alle anderen Figuren die ihr gewogen sind. Aber auch die Figuren, die mir nicht sympathisch waren, empfand ich als sehr authentisch gezeichnet und leider entdeckte ich bei denen große Parallelen zu Personen, die heute leben. Mit denen kann und möchte ich mich zwar nicht identifizieren, aber, dass deren menschenverachtendes Gedankengut inzwischen wieder so stark um sich greift, bereitet mir sowie vielen meiner Freunde und Bekannten große Sorge.

Obwohl der Schauplatz der Handlung mit Wien in Österreich liegt, könnte sich die Geschichte genauso auch in Deutschland zugetragen haben. Alles wirkte auf mich sehr glaubhaft und nachvollziehbar. Ich empfinde es heute als wichtiger denn je, dass Geschichten, die davon berichten, was das Nazi-Regime und der zweite Weltkrieg für Schrecken hinterließen, immer wieder erzählt werden. Von mir gibt es daher eine ganz dicke Leseempfehlung.

Den für Januar nächsten Jahren angekündigten zweiten Teil „Die Trümmerschule. Jahre der Kinder“ möchte ich auf jeden Fall ebenfalls lesen. Außerdem hat mir der Schreibstil der mir vor diesem Buch unbekannten Autorin so gut gefallen, dass ich mir demnächst auch mal andere von ihr geschriebene Werke zu Gemüte führen möchte.
1,367 reviews4 followers
May 8, 2025
4.5 Sterne

Ich lese immer wieder gerne historische Romane die mich in eine andere Zeit versetzten. Da ich gerade selbst ein Studium der Pädagogik absolviere, war diese Geschichte für mich Pflicht. Von der Autorin hatte ich ausserdem schon "Die Frauen von Schönbrunn" gelesen und auch diese Geschichte konnte mich packen. Die Bücher von Beate Maly spielen meist in Österreich was ich sehr abwechslungsreich finde.

Diesmal geht es um die jüdische Lehrerin Stella, die 1946 in ihre zerstörte Heimat Wien zurückkehrt. Sie findet über eine Freundin eine Anstellung am Lindengymnasium, einer sehr renommierten Schule, doch mit ihrer fortschrittlichen Art der Pädagogik eckt sie dort bei einigen Kollegen sehr an. Sie ermutigt sie die Kinder über sich hinauszuwachsen, über erlebte Traumata zu sprechen und verabscheut Gewalt jeglicher Art. Doch kann sie sich in der immer noch männerdominierten Schule mit diesen Methoden beweisen und für ihre Klasse kämpfen? Und kann sie sich trotz ihres eigenen Traumas auf den liebenswürdigen Tischler Leopold einlassen?

Gerade wenn man den Kopf manchmal etwas voller hat und dennoch historisch gut recherchierte Bücher lesen möchte, kann ich Beate Maly nur empfehlen. Denn ihr Schreibstil ist so locker und leicht, dass man sich sofort in die Geschichte hineinfallen lassen kann und ganz nebenbei und in wenigen Worten lässt sie das Wien, welches damals in Trümmern lag wieder auferstehen. Bildhaft beschreibt sie die kargen Wohngebäude, die kümmerlichen Essensrationen und die größtenteils geleerten Bibliotheken. Auch die verschiedenen Erziehungsstile werden sehr lebendig und teils sehr emotional beschrieben und die kämpferische Stella, die sich immer gegen Gewalt wehrt, wächst einem sehr schnell ans Herz. Die Autorin gibt einen guten Überblick wie es war als Jüdin in dieser Zeit wieder in die Heimat zurückzukehren und gegen welche Wiederstände man immer noch kämpfen musste. Die Geschichte erzählt aber ebenso vom Schwarzmarkt, von Heimkehrern und wie schwer es für Mädchen im Unterschied zu den Jungen war auf dem Gymnasium zu bestehen.

Ab und zu fand ich Stella fast ein wenig zu perfekt, aber andererseits kann ich mir vorstellen, dass man sich zu dieser Zeit immer wieder gerade gegen männliche Kollegen wehren musste. Auch manche Themen wurden eher oberflächlich behandelt und hätten noch etwas mehr in die Tiefe gehen dürfen, aber andererseits wurde ich von diesem Buch so mitgerissen, dass ich der Geschichte dennoch die 5 Sterne geben möchte. Ich finde es eine perfekte Lektüre für Menschen, die den Kopf voll haben und dennoch in eine andere Zeit eintauchen möchten. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil und kann diesen kaum erwarten!

Fazit: Packende Geschichte, ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil!
Profile Image for Magnolia .
636 reviews3 followers
May 7, 2025
Eine unerschrockene Frau im Nachkriegs-Wien

„Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung“ ist das erste von zwei Büchern, es handelt von einer mutigen Lehrerin, die im Wien der Nachkriegszeit für ein besseres Morgen kämpft. Beate Maly hat sich in diesem Roman vom Leben der Pädagogin und Politikerin Stella Klein-Löw inspirieren lassen, wie sie im Nachwort verrät. Ein historischer Roman, der auf Tatsachen beruht, dessen Protagonisten jedoch fiktiv sind.

Die jüdische Lehrerin Stella Herzig (Klein-Löws Geburtsname) kehrt nach acht Jahren im Londoner Exil ins zerbombte Wien zurück, in den weitgehend zerstörten Schulen herrscht nach wie vor der Geist des Nationalsozialismus. Sie kommt bei ihrer Freundin Feli unter, die ihr am Lindengymnasium eine Anstellung als Deutsch- und Englischlehrerin verschafft hat. Es liegt im amerikanischen Sektor, in dem sich im Gegensatz zum sowjetisch besetzten Bezirk um einiges besser leben lässt. Pfeifer, der Direktor des Gymnasiums, befürwortet ihre fortschrittlichen Lehrmethoden, sie sieht und fördert jedes einzelne Kind, was so einigen im Lehrerkollegium jedoch aufs Äußerste missfällt. Deren althergebrachter, autoritärer Stil, ist auch bei vielen Eltern noch weit verbreitet, wir schreiben das Jahr 1946.

Beate Maly schafft es sofort, mich in ihre Geschichte zu ziehen. Die „Zeit der Hoffnung“ kommt trotz der Schwere der Themen gut durch wie etwa die Arisierung der Wohnungen, die sie gekonnt mit einflicht und auch der Hunger und der Schwarzmarkt sind Thema. Viele Soldaten sind im Krieg geblieben, andere schwer traumatisiert und/oder versehrt zwar wieder daheim, aber für ihr weiteres Leben gezeichnet. Stella hat Schlimmes erlebt, ihre jüdische Familie hat das Nazi-Regime nicht überlebt und auch jetzt ist sie vor verdeckten und auch offenen Anfeindungen nicht gefeit. Und doch gibt es Zusammenhalt, Freundschaft und Liebe, all das ist gut eingebunden in diese Zeit des Wiederaufbaus inmitten des Schulalltags. Stella ist stellvertretend für die vielen starken, unerschrockenen, zupackenden Frauen eine beeindruckende und lebensnahe Protagonistin, auch die anderen Figuren sind glaubhaft angelegt.

Es ist ein versöhnliches Buch, aber auch ein erschreckend aktuelles Buch. Der Juden- und der Fremdenhass greifen wieder vermehrt um sich, das Geschichtsbewusstsein scheint in einigen Schichten unserer Gesellschaft vergessen zu sein. Dabei sollten wir unsere Vergangenheit nie vergessen. Ein lesenswertes Buch, dessen zweiten Teil „Jahre der Kinder“ ich nicht versäumen werde.
Profile Image for Mystarrybooks.
40 reviews1 follower
May 9, 2025
Beate Maly nimmt uns in ihrem Roman mit auf eine bewegende Reise ins Wien des Jahres 1945. Unsere Hauptfigur, Stella Herzig, eine junge Jüdin, kehrt nach Jahren der erzwungenen Emigration in London in ihre geliebte Heimatstadt zurück. Doch die Zugfahrt zum Westbahnhof konfrontiert sie auf erschütternde Weise mit den Nachwirkungen des Krieges: Ruinen prägen das Stadtbild – und der Wiederaufbau scheint eine schier unbezwingbare Aufgabe.

Trotz dieses traurigen Anblicks findet Stella, eine engagierte Lehrerin, schnell eine Anstellung am angesehenen Lindengymnasium. Mit ihren modernen und aufgeschlossenen Unterrichtsmethoden eckt sie jedoch bei manchen konservativeren Kollegen an. Hinter der Fassade des vermeintlichen Neuanfangs lauern noch immer Schatten der Vergangenheit – so mancher Lehrer hegt weiterhin nationalsozialistisches Gedankengut.

Beate Maly erzählt die Geschichte von Professor Herzig, deren Figur lose an die beeindruckende Wiener Lehrerin und Politikerin Stella Klein-Löw angelehnt ist, mit einem beeindruckenden Gefühl für Details und einer lebendigen Bildsprache. Obwohl die Handlung überwiegend fiktiv ist, konnte ich mir die damalige Situation in Wien sehr gut vorstellen – was oft erschreckend, aber auch sehr interessant war.

Stellas Schüler sind oft gefangen in einer Atmosphäre des Schweigens, des Gehorsams und des Erfüllens elterlicher Erwartungen – und den traumatischen Erlebnissen der letzten Jahre. So ist es kaum verwunderlich, dass eine ständige Anspannung in der Luft liegt, ein Gefühl der Unsicherheit, wem man sich öffnen oder gar anvertrauen kann. Ich konnte mich sehr gut in die Charaktere, vor allem Stella, hineinfühlen und habe wirklich mit ihnen mitgelitten. Das Erzähltempo ist eher langsam, was mir aber anhand der Thematik sehr gut gefallen hat und vollkommen authentisch wirkte. Stellas Mut war für mich einfach nur bewundernswert und sie ist mir im Laufe der Handlung wirklich ans Herz gewachsen. Auch das Ende konnte mich überzeugen und lies mich vollkommen zufrieden zurück. Einige Enden sind noch offen, weshalb ich besonders gespannt auf Band 2 („Jahre der Kinder“), bin. der Anfang 2026 erscheinen soll.

„Zeit der Hoffnung“ war für mich insgesamt also ein beeindruckender Roman, der mahnend an eine sehr prägende Zeit erinnert und mich nachdenklich zurückgelassen hat. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!
Profile Image for Petra Sch..
404 reviews2 followers
June 9, 2025
Auftakt der Reihe um eine taffe jüdische Lehrerin in der Nachkriegszeit in Wien

Stella Herzig kehrt im Jahr 1946 wieder in ihr Wien zurück - auch wenn sie sich in London ein gutes Leben führt, trägt sie Wien immer noch im Herzen und will helfen, die Stadt wieder aufzubauen - vor allem auch pädagogisch, denn die moderne Zukunft, auf die Wien vor dem Krieg zugesteuert ist, wurde zunichte gemacht und alte, beengte Grundwerte sind immer noch an der Tagesordnung.
Und sie will auch zeigen, dass sie als Jüdin das Recht hat, wieder in Wien zu sein. Doch das wird ihr nicht leicht gemacht, denn viele haben noch braunes Gedankengut im Kopf, und viele Lehrer am Lindengymnasium, das nach dem Krieg noch teilweise in Trümmern liegt, sehen sie als Jüdin, aber auch als Frau, nicht vollwertig und nicht geeignet an, um Kinder zu unterrichten. Doch die Kinder tauen bei ihr auf und bestätigen ihre Unterrichtsmethoden.

Die Autorin hat so einen lebendigen, mitreißenden Schreibstil, dass man glaubt, man ist direkt im Geschehen dabei. Und man fühlt mit den Figuren mit, besonders eben mit Stella. Aber auch mit ihrer besten Freundin Feli, deren Verlobter in Gefangenschaft geraten ist. Und ohne Menschen wie Feli und ihre Eltern hätte es damals noch mehr schreckliche Schicksale gegeben, ich bin beeindruckt von so viel Mut.
Aber man bekommt auch die schlimme Seite der damaligen Zeit vor Augen geführt, dass viele die Parteizugehörigkeit abstreiten, aber immer noch genau so denken - das ist einfach schrecklich!! Und Stella hat so jemanden auch kurzzeitig als Direktor vor die Nase gesetzt bekommen. Rückständisch denkende Menschen, die das Trauma der Kinder noch mehr verschlimmern.

Zum Glück gab es taffe Frauen wie Stella, die Mut hatten, sich durchzusetzen und an die Gerechtigkeit glauben.
Schön und passend fand ich auch auch den romantischen Teil und ich konnte nachvollziehen, warum sich Stella in den Tischler Leopold verliebt hat.

Jetzt bin ich schon sehr neugierig auf die Fortsetzung und ob Stella es schaffen kann, die erste jüdische (und weibliche) Direktorin des Lindengymnasiums zu werden!


Fazit:
Eine emotionale und lebendige Geschichte einer taffen Jüdin im Wien der Nachkriegszeit; nach einem wahren Vorbild.
735 reviews2 followers
April 27, 2025
Ein mutiger Neuanfang in den Trümmern Wiens
Das Buch “Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung” erzählt die beeindruckende Geschichte der jüdischen Lehrerin Stella Herzig, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Wien zurückkehrt. Dabei wird die zerstörte Stadt, die Trümmerlandschaft und die schwierigen Verhältnisse in der Nachkriegszeit äußerst authentisch und einfühlsam beschrieben. Besonders beeindruckend ist die Darstellung der Herausforderungen, denen Stella als Lehrerin begegnet: Während sie mit ihrer fortschrittlichen Unterrichtsmethode die Kinder ermutigt, über Krieg und Trauma zu sprechen, stößt sie auf massiven Widerstand – sowohl bei ihren Kollegen als auch in der Gesellschaft.
Der Schreibstil von Beate Maly ist flüssig, bildhaft und macht es leicht, sich in die Geschichte und die Figuren einzufühlen. Die Charaktere sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, was die Handlung lebendig und glaubwürdig macht. Besonders Stella als mutige, engagierte Frau, die trotz persönlicher Vergangenheit und innerer Konflikte für eine bessere Zukunft kämpft, bleibt im Gedächtnis.
Die Handlung ist gut aufgebaut und nachvollziehbar gestaltet. Die emotionalen Entwicklungen, die die Geschichte durchlebt, wirken realistisch und berührend. Der Roman bietet einen tiefen Einblick in das Leben der Menschen im Nachkriegs-Wien und zeigt, wie Hoffnung und Liebe neue Kraft schenken können, selbst in den dunkelsten Zeiten.
Obwohl die Geschichte an die Lebensgeschichte der realen Stella Klein-Löw (1904-1986) angelehnt ist, sind die Charaktere und viele Handlungselemente fiktional. Dies macht den Roman zu einer inspirierenden und fesselnden Lektüre, die zum Nachdenken über Mut, Erinnerung und die Kraft des Neuanfangs anregt.
Insgesamt ist “Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung” ein bewegendes Buch, das sowohl historisch interessante Fakten vermittelt als auch emotional berührt. Für Leser, die sich für die Nachkriegszeit, mutige Persönlichkeiten und tiefgründige Geschichten interessieren, ist dieses Buch definitiv zu empfehlen. 4 Sterne.
76 reviews
May 8, 2025
Stella, eine Lehrerin mit Herz

Nach dem zweiten Weltkrieg kehrt Stella in ihre zerstörte Heimat Wien zurück. Sie hat Glück und bekommt eine Anstellung an einem Gymnasium, wo sie als Lehrerin wieder unterrichten darf. Stella ist fortschrittlich in ihren Lehrmethoden und stößt damit nicht gerade auf Gegenliebe im Kollegium und bei einigen Eltern. Erschwerend kommt hinzu das Stella Jüdin ist, was ihren Stand ohnehin schon erschwert.

Stella findet Wege den Kindern zu ermöglichen das sie sich mit dem Krieg auseinandersetzen können.

Doch hat sie auch ihr eigenes Leid erfahren. Immer wieder wird sie von ihrem Erlebten eingeholt.

Stella mochte ich von Anfang an, sie war in den letzten Jahren in London im Exil. Dort arbeitete sie mit schwierigen Kindern. Der Roman beginnt mit Stellas Rückkehr nach Kriegsende zurück nach Wien.

Dort kommt Stella bei ihrer besten Freundin Feli unter. Angelehnt ist die Geschichte einer ehemaligen Lehrerin Stella Klein-Löw. Zu der Zeit als Stella zurück kommt, herrschen noch vollkommen andere Züchtigungsmethoden an den Schulen und im Elternhaus. Stella durchbricht diese mit ihren ganz eigenen Methoden. Sie geht ganz individuell auf die Kinder ein, unterstützt sie, fördert sie, ist immer motivierend und bringt die Kinder zu Bestleistungen auf eine äußerst einfühlsame Art und Weise.

Stella ist Mutig, bietet dem Kollegium die Stirn und kämpft immer wieder um das Wohl der Kinder.

Dieser Roman hat mir ausgesprochen gut gefallen, hier wird auf eine ganz besondere Art und Weise aufgezeigt wie man mit viel Empathie und Einfühlungsvermögen gutes bewirken kann.

Mein Fazit
Ein schöner Roman mit wertigem Inhalt und einer mutigen und starken Frau, die sich traut ihren eigenen Weg zu gehen.
Leseempfehlung?
Ja, auf jeden Fall.
Profile Image for Books & Quills.
62 reviews
May 14, 2025
Zeit der Hoffnung

In "Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung" von Beate Maly kehrt Stella nach dem Krieg und ihrem Exil in London zurück in ihre Heimatstadt Wien. Im Gepäck hat sie ihre wenigen Habseligkeiten und die gesammelten Erfahrungen in der Arbeit mit schwer erziehbaren Kindern. Die Erkenntnis, dass hinter jedem Verhalten ein guter Grund steckt, prägt ihren fortschrittlichn Unterrichtsstil - was nicht bei allen ihren neuen Kollegen am Lindengymnasium auf Anklang stößt. Und während Stella versucht, in der zerstörten Stadt neu anzufangen, holen sie immer wieder die Schatten ihrer Vergangenheit ein.

Beate Malys Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig zu lesen, sodass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Stella und auch die anderen Charaktere wurden so lebendig beschrieben, dass man hinterher fast denken könnte, man hätte alles, was im Buch passiert, selbst mit ihnen erlebt. Ich habe mit Stella gelitten, als sie sich ihrer Vergangenheit gestellt hat und war über die Kollegen Deimel und Kunz genau so wütend wie sie.

Nicht jede Szene treibt die Handlung direkt voran, aber das mussten sie auch nicht (ich glaube, dass einiges in der Fortsetzung noch wichtig werden wird, z.B., welche Rolle Luigi noch spielen wird, der in diesem Band nur kurz erwähnt wurde).

Es ist ein bisschen schade, dass man gar nichts mehr über Tom, ihren Kollegen aus London, erfährt. Da aber noch eine Fortsetzung erscheint, wäre es schön, in Rückblenden noch etwas mehr über Stellas Zeit in London zu erfahren.

Ich freue mich sehr auf den 2. Band, der leider erst im Januar 2026 erscheint - und vergebe 5/5 ♥️
37 reviews
May 11, 2025
Toller Auftakt!


Die jüdische Lehrerin Stella konnte während des 2. Weltkrieges gerade noch aus Wien nach England fliehen. Ihre Familie konnte sie nicht mehr nachholen, ihre Eltern und ihre Schwester kamen im KZ zu tode.
Nun ist der Krieg vorbei und trotz allem, was dort geschehen ist, sehnt Stella sich nach ihrer Heimat und möchte dabei helfen, aus ihrem geliebten Wien wieder die gute Stadt zu machen, die sie früher einmal war. Sie reist von London zurück nach Wien und nimmt dort eine Stelle am Lindengymnasium an. Doch auch wenn der Krieg nun vorbei ist, es gibt noch genug Menschen mit altem Gedankengut und auch die ganzen Erinnerungen, die auf sie einprasseln, machen es ihr nicht leicht. Kann Stella in Wien wieder Fuß fassen und glücklich werden?

Mir hat schon die Reihe der Kinderklinik Weißensee von Beate Maly sehr gut gefallen, deswegen habe ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist, wie in der früheren Reihe auch schon, sehr angenehm, flüssig und bildhaft. Es ist mir sehr leicht gefallen, mich in die Geschichte hineinzuversetzen und ich war auch ab der ersten Seite in der Geschichte drin.
Stella ist mir gleich ans Herz gewachsen und auch die anderen Charaktere sind durchweg authentisch gezeichnet. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und ich bin quasi durchs Buch geflogen.
Dieser erste Band hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, damit ich erfahre wie es mit Stella und den anderen weitergeht.
Profile Image for woerteraufpapier.
80 reviews6 followers
May 17, 2025
Stella stellt sich ihrer Vergangenheit

Beate Maly nimmt uns in ihrem Roman “Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung” mit nach Wien in das Jahr 1946 und lässt uns teilhaben am Leben der jüdischen Lehrerin Stella Herzig. Es handelt sich um den ersten Band einer auf zwei Bände angelegten Reihe.
Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Die Handlungen der Protagonistin sind stimmig und nachvollziehbar.
Die Autorin hat mich von Anfang an abgeholt und ich bin ohne Probleme in die Geschichte eingestiegen, die mich – wie lange keine – sehr berührt hat.
Stella Herzig kehrt nach Ende des zweiten Weltkrieges aus ihrem Exil in London in das zerstörte Wien zurück, um beim Wiederaufbau mitzuhelfen. Sehr am Herzen liegen ihr ihre Schüler, für die sie sich eine bessere Zukunft wünscht. Leider muss sie feststellen, dass das nationalsozialistische Gedankengut nicht mit dem Kriegsende einfach verschwunden ist. Einige ihrer älteren Kollegen zeigen ganz offen ihren Antisemitismus und können mit ihrer Reformpädagogik nichts anfangen. Gut, dass sie im Direktor der Schule einen Fürsprecher findet und sich auf ihre Freundin verlassen kann.
Die Autorin schildet authentisch das Leben in der zerstörten Stadt und alle damit einhergehenden Einschränkungen. Fast jeder hat etwas verloren: Sei es einen geliebten Menschen, sein Zuhause oder einfach nur das Vertrauen in die Zukunft. Viele Menschen sind traumatisiert, sei es nach ihrer Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft oder auch durch Dinge, die sie während des Krieges vor Ort erlebt haben.

[Rezension meiner Mutter]
Profile Image for Renate1981.
203 reviews1 follower
June 1, 2025
Meine Lesereise führte mich diesmal nach Wien in die Nachkriegszeit. Die zerstörte Stadt muss erst wieder aufgebaut werden und die Wunden sitzen tief, sowohl bei den Menschen, als auch in der Stadt selbst. Die junge Stella kehrt nach vielen Jahren wieder zurück in ihre Heimat. Doch ist ihre Heimat noch das, was sie einmal war ...

Stella war mir von Beginn an sehr sympathisch. Sie hat ihr Ziel vor Augen und für das Wohl der Kinder würde sie alles tun. Mit Herz und Seele ist sie Lehrerin und mit ihrer modernen Art eckt sie bei einigen Kollegen und Eltern an. Mir hat ihre Art zu unterrichten sehr zugesagt. Sie hat meinen höchsten Respekt für ihren Ehrgeiz und Kampfgeist. Was für eine tolle Frau, die sich durch nichts mehr aus der Ruhe bringen lässt, trotz des schweren Päckchens, das sie selbst zu tragen und zu bekämpfen hat.

Da ich täglich in Wien bin, sind mir alle Schauplätze sehr gut bekannt und ich hatte alles noch besser vor Augen. Was muss es für eine unfassbare schreckliche Zeit gewesen sein, unvorstellbar einfach.

Der Schreibstil von Beate Maly war wie gewohnt flüssig, leicht und einfach sehr angenehm. Die Länge der Kapitel war gut sehr gut und die Protagonisten sind mir sehr ans Herz gewachsen. Ich habe gebangt, gezittert und manchmal hatte ich Tränen in den Augen. Die Geschichte war rundum perfekt!

Diese sehr berührende und auch nachdenklich machende Geschichte empfehle ich gerne weiter und freue mich schon jetzt auf den Folgeband.
1,089 reviews9 followers
May 7, 2025
Stella ist eine engagierte Lehrerin, ihr liegt das Wohl der Kinder am Herzen. Dabei ist das eine fast unlösbare Aufgabe, nach Kriegsende in Wien fehlt es an allem was Kinder brauchen. Essen, Kleidung, Zuwendung und Liebe. Denn die Erwachsenen haben mehr als genug mit dem schwierigen Alltag zu tun, daher kommen die Kinder zu kurz. Stella ist Jüdin und ist zurück gekommen um ihr Wien wieder aufzubauen. Dabei gibt es an allen Ecken und Kannten Menschen, Kollegen die zwar öffentlich sich von den Nazis distanzieren aber im Inneren immer noch an diese Ideologie hängen.
Ich hatte nach der Einleitung mehr erwartet, aber dieses Buch dümpelt vorsich hin. Es ist seichte Unterhaltung, die Probleme werden angerissen und oberflächlich betrachtet und das wars. Egal um was es geht, die Verbrechen, der Hunger, die Zerstörung, Kriegsheimkehrer oder die Ewiggestrigen. Es wirkt wie eine Aufzählung, leicht erzählt und die Freundschaft zu Feli und die beginnende Liebe zu Leopold sind das bindende Glied.
Ich habe andere Romane dieser Autorin gelesen, da waren die handelnden Personen mit mehr Facetten ausgestattet und wirkten nicht so blass wie in dieser Geschichte. Das Thema war gut aber es war zuviel Luft nach oben.
Profile Image for Steffi.
3,306 reviews185 followers
October 16, 2025
3.5

Ich lese gerne Bücher, die in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges spielen, daher war ich sehr gespannt was mich bei "Die Trümmerschule" erwartet.

Mich konnte die Handlung insgesamt ganz gut unterhalten. Das Setting an der Schule war interessant und auch Stella, als jüdische Lehrerin, war eine spannende Protagonistin. Es hat mich an einigen Stellen traurig gemacht, wie mit den Schülern in der damaligen Zeit umgegangen wurde und wie schnell schwache Schüler abgestempelt worden sind.

Was mir leider oftmals nicht so ganz gefallen hat, war der Aufbau der Geschichte bzw. das Tempo der Geschichte. Vieles wurde gefühlt übersprungen oder in kleinen Nebensätzen erwähnt. Dies hat es für mich sehr schwierig gemacht, den Charakteren näherzukommen und mit ihnen mitzufühlen. Es wirkte dadurch an vielen Stellen sehr oberflächlich, dabei hatte die Geschichte und das Setting sehr viel Potenzial. Das Buch ist eins der wenigen Bücher, wo ich sagen würde, dass ein paar mehr Seiten der Geschichte gut getan hätten.

Ich bin dadurch leider ein wenig enttäuscht von der Geschichte und werde daher vermutlich auch auf den zweiten Teil der Reihe verzichten.
Profile Image for Denise.
672 reviews9 followers
July 3, 2025
Wien, nach dem zweiten Weltkrieg: Stella kehrt aus ihrem Exil in London zurück in ihre Heimatstadt. Ihr Ziel: die Stadt wieder aufbauen und damit den jüngsten Bewohnern zu helfen. Deshalb bewirbt sie sich als Lehrerin am Lindengymnasium. Der Direktor ist von ihr begeistert und so übernimmt sie die 4a. Schon bald merkt die jüdische Frau, dass sie sich vielen Kämpfen stellen muss: die Kinder sind traumatisiert, die Kollegen trauern teils dem alten Regime nach. Doch Stelle lässt sich nicht entmutigen und stellt sich den Kämpfen.

"Die Trümmerschule - Zeit der Hoffnung" ist der Auftakt der "Lehrerin für ein besseres Morgen" - Reihe und hat mich sehr gut gefallen. Beate Maly erzählt einfühlsam und mit einem Auge fürs Detail die Geschichte einer jüdischen Frau, die sich im Nachkriegs-Wien nicht nur Vorurteilen, sondern auch rückständigen Gedanken stellen muss. Sprecherin Elena Puszta verleiht dem Roman eine passende und emotionale Stimme.

Die Geschichte begleitet die Hauptfigur durch ihre ersten Wochen am Gymnasium. Als Hörerin konnte ich hautnah erleben, wie Stella ihre Schülerinnen und Schüler kennenlernt, ihre Ideen umsetzt und sich mit Widerständen konfrontiert sieht. Zudem erfährt man einiges über den Alltag und die Widrigkeiten im Wien nach dem zweiten Weltkrieg. Alltag und Schule halten sich toll die Waage und die Einblicke haben mich berührt und beeindruckt.

Beate Maly schafft es, eine gefühlvolle, aber nicht kitschige oder übertrieben emotionale Atmosphäre zu schaffen. Sie beschönigt nichts und zeigt, dass die Überzeugungen des Dritten Reiches nach dem Kriegsende nicht einfach verschwunden sind.

Das Ende lässt einige Fragen offen, die in der Fortsetzung ihre Antworten finden werden.

Ich kann das Hörbuch sehr empfehlen.
2,384 reviews14 followers
June 1, 2025
Zum Inhalt:
Stella kehrt nach dem Krieg in das schwer zerstörte Wien zurück. Sie findet eine Anstellung als Lehrerin am Lindengymnasium und stößt dort mit ihrer fortschrittlichen Art nicht nur auf Gegenliebe, denn bei ihr wird über den Krieg und die Folgen gesprochen, was auch ihre eigenen Erinnerungen intensiviert. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen um die Zukunft leben zu können.
Meine Meinung:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die jüdische Stella mit ihren Ansichten und Methoden trifft auf die immer noch verstaubten Ansichten der ziemlich rechts angehauchten Männern der Schule. Allein schon, dass sie sich so für Gleichberechtigung einsetzt und sie daran glaubt, dass die schwächeren nur Förderung benötigen, war toll. Insgesamt wirkte die Geschichte sehr authentisch, man sah das zerstörte Wien förmlich vor sich. Der Schreibstil war sehr angenehm und gut lesbar.
Fazit:
Tolle Geschichte
Profile Image for Patty Booklove.
29 reviews
August 8, 2025
Mut und Hoffnung Trotz Widerstand

Beate Maly hat mit dem Buch "Die Trümmerschule" einen sehr schönen Nachkriegsroman geschrieben, über einen Neuanfang mit viel Mut und Hoffnung.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, weil die Autorin sich nicht auf überflüssige Kleinigkeiten aufgehalten hat. Dadurch wurde es nicht langweilig.
Stella eine jüdische Lehrerin geht nach dem Krieg wieder in ihre alte Heimat Wien. Dort tritt sie in einem Gymnasium eine Stelle als Lehrerin an. Trotz voller Hoffnung akzeptiert zu werden, bekommt sie von einigen Lehrern viel Widerstand, die sie als jüdische Lehrerin nicht akzeptieren und ihr dadurch das Leben schwer machen. Aber ein Glück sind nicht alle so und mit ihrer freundlichen Art gewinnt sie sogar das Vertrauen der Schüler.
Das Buch ist sehr bewegend. Manchmal brauchte ich etwas Zeit um mit der Ungerechtigkeit klarzukommen, um so schöner war es zu sehen, das sie von vielen als Mensch akzeptiert wurde
165 reviews
June 30, 2025
Der Krieg ist zu Ende, die Nazis aber immer noch da

Stella ist Jüdin und konnte als einzige der Familie nach London fliehen. Nach Ende des Krieges kehrt sie nach Wien zurück um als Lehrerin zu arbeiten. Dort muss sie schmerzlich erfahren, dass die Nazis noch immer da sind.

Meine Meinung

Ein eindrückliches Buch das die Zeit nach Ende des Krieges sehr gut darstellt. Die Gefühle von Stella kommen sehr gut rüber und man fühlt mit ihr.

Ich habe das Hörbuch gehört und fand die Sprecherin sehr gut. Sie hat eine angenehme und ausdrucksstarke Stimme.

Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die Personen und Handlungen werden sehr gut erklärt und verständlich beschrieben.

Ich bin gespannt auf den zweiten Teil und freue mich jetzt schon.

4 Sterne und eine klare Kaufempfehlung
Profile Image for annettereads.
17 reviews
July 7, 2025
Beate Maly hat einen sehr schönen Schreibstil und man merkt, dass sie als Wienerin mit den Örtlichkeiten und der Geschichte sehr gut vertraut ist. Es ist sehr schön zu lesen und es beinhaltet einige Spannungsmomente, was dazu beiträgt, es zügig zu lesen. Ich freu mich schon zu erfahren, wie es mit Stella und der Schule weitergeht - Band 2 ist vorbestellt 😌.
Profile Image for Kerstin.
53 reviews
December 25, 2025
4,5 Sterne

Das Buch liest sich schnell und einfach. Die Autorin hat sich ausführlich mit der (Nach)Kriegsgeschichte vertraut gemacht und schildert ein realitätsnahes Bild von Wien im Wiederaufbau.
Einzig und allein die Handlungsräume und -möglichkeiten einer jüdischen FRAU im Jahr 1946 scheinen mir - als Historikerin - in mancherlei Hinsicht etwas zu großzügig dargestellt zu sein.
Profile Image for Kathi Gallhart.
17 reviews
July 9, 2025
Naja…. Das war mir ein bisschen zu sehr „Schmus“, obwohl mich die Nachkriegszeit sehr interessiert hätte…
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