Mit A Mountain Between Us legt die Autorin ihren Debütroman vor – und das merkt man vor allem in der liebevollen Gestaltung des Settings: Eine raue Berglandschaft, die nicht nur Kulisse, sondern fast schon eigener Charakter ist. Die Natur spielt eine zentrale Rolle, ebenso wie die Bergliebe der Protagonisten. Auch die Liebe zu Hunden kommt nicht zu kurz und verleiht der Geschichte eine warme, emotionale Tiefe.
Der Einstieg in die Handlung ist eher langsam, fast zögerlich. Es braucht etwas Geduld, bis die Geschichte wirklich an Fahrt aufnimmt. Sobald sie das tut, entfaltet sich ein Drama voller emotionaler Konflikte und einer gemeinsamen Vergangenheit, die die Figuren verbindet – und zugleich trennt. Die Liebesgeschichte entwickelt sich glaubwürdig und gefühlvoll, wenn auch etwas vorhersehbar.
Besonders schön ist die leise, aber konstante Liebe zur Fotografie, die immer wieder durchscheint. Sie gibt der Geschichte eine zusätzliche, künstlerische Dimension und lässt die Leser:innen die Umgebung fast bildlich miterleben. Leider hätte ich mir gewünscht, noch mehr über ihren Beruf und die Gründe zu erfahren, weshalb sie für diesen speziellen Job ausgewählt wurde. Hier blieb mir vieles zu vage oder wurde nur angedeutet.
Auch einige Handlungen wirkten für mich nicht ganz nachvollziehbar. Ich hätte mir mehr Tiefe und Details gewünscht, um bestimmte Entscheidungen oder Entwicklungen besser verstehen zu können. Die schwierigen Familienverhältnisse der Figuren wurden zwar angeschnitten, hätten aber ruhig noch mehr Raum einnehmen dürfen, um ihre Wirkung auf das Verhalten der Charaktere stärker zu machen.
Insgesamt ist A Mountain Between Us ein gefühlvoller Debütroman mit einer stimmungsvollen Kulisse, einem Schuss Romantik, etwas Drama und viel Natur. Doch das gewisse Etwas, das die Geschichte unvergesslich macht, hat mir leider gefehlt. Potenzial ist definitiv da – ich bin gespannt, was die Autorin als Nächstes schreibt.