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Montmartre #1

Licht und Schatten

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Paris im Sommer 1866: Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam. Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem Hügel von Montmartre auf. Valérie hingegen ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy. In einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten haben, hegen die beiden große Träume. Valérie ist eine begnadete Malerin, die es an die Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren. Elise dagegen möchte als Tänzerin in den schillernden Varietés von Montmartre berühmt werden. Schicksalsschläge und die Liebe stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen, doch die jungen Frauen kämpfen für ihr Glück …

625 pages, Kindle Edition

Published April 23, 2025

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About the author

Marie Lacrosse

14 books10 followers
Vom 13. bis zum 19. Jahrhundert: Die 1959 geborene deutsche Autorin wuchs als Tochter zweier Geschichtslehrer in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands, auf. Seit dem Abschluss ihres Psychologie-Studiums ist die Mutter einer erwachsenen Tochter als Diplom-Psychologin und Unternehmensberaterin in der freien Wirtschaft tätig. 2008 veröffentlichte sie unter dem Künstlernamen Mara Blum ihr schriftstellerisches Debüt, den Kriminalroman „Kinderjäger“. Inzwischen hat sie sich auf das Genre Historischer Roman spezialisiert und so schrieb sie 2014 unter ihrem bürgerlichen Namen Marita Spang den auf einer wahren Begebenheit beruhenden Roman „Hexenliebe“, der mit dem Literaturpreis Goldener Homer ausgezeichnet wurde. Das erste Werk, das sie als Marie Lacrosse publizierte, erschien 2018 unter dem Titel „Das Weingut - In stürmischen Zeiten“. Zu letzterem inspiriert wurde sie durch die Tatsache, dass sie bis heute immer in Weinorten gelebt hat und als Jugendliche sogar selbst in den Trierer Weinbergen mitarbeitete.

Synonym von Marita Spang

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Displaying 1 - 16 of 16 reviews
Profile Image for Nadine Schrott.
691 reviews69 followers
August 11, 2025
Für mich ein eher schwacher Historien Roman der an sonsten so von mir geschätzten Autorin....zu vorhersehbar, die Charaktere eindimensional....und der Künstler Hintergrund doch sehr gestellt......

Klarer Fall von: kann man lesen....muss man aber nicht!
Profile Image for Dani_liest.
433 reviews29 followers
July 13, 2025
„Montmartre – Licht und Schatten“ verdient die Bezeichnung „schöner Schmöker“. Mit 600 Seiten ist das Buch ein richtiger Wälzer (der bedauerlicherweise schnell Leserillen bekommt). Aufgrund des bildhaften und fesselnden Schreibstils von Marie Lacrosse fällt es sehr leicht, in der Romanwelt zu versinken und sich komplett auf die Handlung einzulassen. Mir hat es großen Spaß bereitet, die Protagonistinnen zu begleiten.

Im Zentrum der Handlung stehen Elise und Valerie, die am selben Tag in komplett unterschiedlichen Gesellschaftsschichten geboren werden. Was beide gemein haben ist, dass sie zu selbstbewussten Frauen heranwachsen, die etwas aus ihrem Leben machen wollen. Elise stammt aus sehr ärmlichen Verhältnissen und muss schon in jungen Jahren ihren Teil dazu beitragen, damit die Familie überleben kann. Durch Fleiß und Ehrgeiz kann sie dem Knochenjob in einer Wäscherei entfliehen und verdient als Tänzerin und Malermodel gutes Geld.
Valerie dagegen kennt keine Geldnot aber gesellschaftliche Restriktionen halten sie davon ab, ein Leben nach ihren Wünschen – als Künstlerin – zu führen.

Im Grunde sind es zwei separate Handlungsstränge, die Marie Lacrosse hier erzählt. Elise und Valerie kennen sich nur vom Sehen und erst im letzten Drittel des Buches kreuzen sich ihre Wege öfters.
Am Anfang mochte ich die Kapitel über Elise etwas lieber, da ich es einfach faszinierend fand, wie jemand mit so schlechten Voraussetzungen ihr Leben zum Besseren wendet.
Valerie fand ich zunächst im direkten Vergleich etwas weniger interessant, bis sie ein Malereistudium beginnt und der Leser Einblicke in die Künstlerszene bekommt.
Ich fand die beschriebenen Cafés und Nachtlokale spannend. Das damalige Paris wird ausgesprochen bildhaft dargestellt. Während Valerie und Elise fiktive Figuren sind, sind es viele andere nicht. Wir treffen auf inzwischen bekannte Maler wie Van Gogh oder Degas und auf Tänzerinnen, die real existierten.

Marie Lacrosse vermischt gekonnt Fiktion mit Historie, so dass der Roman neben der Unterhaltung auch einen Mehrwert in Sachen Allgemeinbildung bietet.
Mir hat das Buch wirklich super gut gefallen. Der einzige Wehmutstropfen ist, dass die Geschichte mittendrin endet und ich nun ungeduldig bis November auf die Fortsetzung warten muss.
Profile Image for Azyria Sun.
628 reviews4 followers
April 30, 2025
Ein fesselnder Mix aus Fakt und Fiktion

Worum geht’s?
Elise Lambert und Valérie Dumas verbindet nur ihr Geburtstag, ansonsten könnten die jungen Frauen unterschiedlicher nicht sein. Die junge Elise kämpft finanziell ums Überleben und wünscht sich nichts sehnlicher, als Tänzerin zu werden. Die reiche Valérie hingegen versucht ihren Traum, als Malerin anerkannt zu werden, zu erreichen.

Meine Meinung:
Von Marie Lacrosse habe ich schon einige Bücher gelesen und war immer wieder fasziniert, wie gut ihre Bücher recherchiert sind und wie perfekt ihr die Mischung aus Fakten und Fiktion gelingt. Auch in ihrem neuen historischen Roman „Montmartre – Licht und Schatten“ setzt sie dies wieder unter Beweis. Ich habe über Paris und La Goulue schon Bücher gelesen und hatte daher einige Déjà-vus, die mir gezeigt haben, dass wieder perfekte Recherchearbeit geleistet wurde. Und ich wurde sofort hineingezogen in das bunte, malerische, laute, lebendige Leben von Montmartre im 19. Jahrhundert.

Vor allem mit ihren Protagonistinnen – allen voran Elise und Valérie – hat mich die Autorin komplett überzeugt. Am liebsten hätte ich die damalige Zeit an der Seite dieser beiden starken und bewundernswerten Frauen verbracht, die auf der einen Seite ein komplett unterschiedliches Leben führen, deren Schicksal auf der anderen Seite aber auch in gewisser Weise parallel zu verlaufen scheint. Dann die Treffen mit Henri, verschiedenen bekannten Malern und natürlich Louise Weber – der La Goulue – ich habe jede Begegnung genossen!

Besonders gefallen hat mir dann, die Geschichte der Frauen miterleben zu dürfen. Obwohl sich die Wege von Elise und Valérie eher zufällig kreuzten und wir aus der Sicht der einen oder der anderen gelesen haben, so hat das doch ein perfektes Ganzes ergeben, in welchem wir alle Seiten der damaligen Zeit miterleben durften. Die Einblicke in die Welt der Armen und Reichen. Der Studenten und Maler. Der Tänzerinnen. Das Buch ist eine wundervoll bunte Mischung aus so vielen verschiedenen Szenen, ich war und bin absolut begeistert! Beim Lesen hat man richtig die Lebendigkeit der damaligen Zeit gefühlt. Die Verzweiflung und die Hoffnung der Menschen. Wir durften an Weltereignissen teilnehmen. Es gab tiefe Emotionen. Wundervolle Szenerien. Es war einfach wieder absolut fesselnd und ich weiß gar nicht, was ich noch sagen kann! Das Buch ist – trotz seines Umfangs – ein wahrer Pageturner, den man in null Komma nichts durchhat und beim Zuschlagen des Buches ist es, als würde man aus einem real erscheinenden Traum wieder ins Hier und Jetzt kommen. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung und ich freue mich bereits auf den zweiten Teil der Dilogie!

Fazit:
Mit „Montmartre – Licht und Schatten“ hat mich Marie Lacrosse wieder absolut begeistert. Das dicke Buch ist ein wahrer Pageturner, der einen in eine andere Welt entführt. Wir erleben Paris im 19. Jahrhundert, lesen von weltbewegenden Ereignissen, nehmen am Leben der Armen und der Reichen Teil. Das Buch lebt nicht nur durch seine wundervollen Protagonisten – allen voran Elise und Valérie -, sondern auch von den bunten und lebendigen Szenerien. Es ist der perfekte Mix aus Fakt und Fiktion. Ein Buch voller lebendiger Bilder, Emotionen und wundervoller Augenblicke.

5 Sterne von mir für diese faszinierende Zeitreise in die Vergangenheit!
18 reviews
August 21, 2025
Mix aus Geschichte und Fiktion in meinem geliebten Paris. Ich fand es spannend und ich habe dabei auch noch Neues gelernt. Freue mich auf die Fortsetzung.
Profile Image for Tinstamp.
1,107 reviews
May 3, 2025
Marie Lacrosse entführt uns in ihrem neuen Roman "Montmartre - Licht und Schatten" in das Paris von 1866 bis 1889.
Was heute ein äußerst charmanter Teil von Paris ist, den man bei jeder Parisreise unbedingt besuchen muss, steckte im 19. Jahrhundert noch in den Kinderschuhen. Die berühmte Basilika Sacre Coeur wurde erst erbaut und das Viertel hat noch den Charme eines Dorfes auf einem Hügel. Einzig Künstler, sowie Tänzerinnen und auch einschlägige Etablissements begannen sich im heutigen 18. Arrondissement anzusiedeln.

Am 20. Juni 1866 erblicken zwei Mädchen, Elise und Valérie, das Licht der Welt, deren sozialen Hintergründe nicht verschiedener sein könnten, aber von der gleichen Hebamme entbunden werden.

Elise Lambert wächst als Tochter einer Wäscherin auf, deren Vater die Familie verlassen hat. Schon früh muss sie hart in derselben Wäscherei wie ihre Mutter arbeiten, um genug Geld zum täglichen Überleben für die Familie aufzubringen. Das Leben als Wäscherin oder Plätterin und vor allem als Frau war hart und entbehrungsreich.
Elise liebt den Tanz und lernt durch ihre Freundin Louise Weber diverse Varietés kennen, wo diese bereits erfolgreich auftritt. Gemeinsam feiern sie auf der Bühne Erfolge. wobei sich Louise eher freizügig gibt, während Elise durch ihre Grazie auffällt.

Valérie Dumas ist die Tochter eines bekannten Kunsthändlers und selbst eine begabte Malerin. Als Frau hat sie jedoch keine Möglichkeiten ihre Bilder unter ihren Namen auszustellen oder als Künstlerin anerkannt zu werden. Ihr Vater verschafft ihr durch finanzielle Unterstützung trotz allem einen Platz in der Akademie. Valérie, darf jedoch an vielen Unterrichtsfächern nicht teilnehmen oder nur zusehen. Sie lernt Henri Toulouse-Lautrec und Vincent Van Gogh kennen, die beide durch ihre individuellen Stile auffallen. An der Kunstakademie herrscht jedoch die strenge Vorschrift nach alter Schule zu malen und auch Valeries Vater lehnt jedes moderne Bild für seine Galerie ab.
Während Valérie keine Geldsorgen, sondern kaum Freiheiten hat und von ihrer bigotten Mutter sehr gegängelt wird, hat Elise zwar Freiheiten, aber einige andere Probleme betreffend des Familieneinkommens, ihrer Arbeit und ihrer Schwester Simone.
Viele der jungen Mädchen stellen sich als Aktmodel für die angehenden Maler zur Verfügung. Auch Elise legt ihre anfängliche Scheu ab, als das Geld immer knapper wird.

Marie Lacrosse bringt jede Menge Historie in die Geschichte. In dieser Zeit wurden Bauten errichtet, die heutige Wahrzeichen von Paris sind. Man erfährt mehr über den Bau des Eiffelturms zur Pariser Weltausstellung 1889, dem anfänglich nicht sehr erfolgreichen Bau des Panamakanals, bei dem Gustav Eiffel aushelfen sollte; der wunderschönen Kirche Sacre Coeur und auch über den Bau des Moulin Rouge....der roten Mühle.

Wir erfahren auch sehr viel über die Malerei und den Stilrichtungen zu dieser Zeit. Lernen Henri Toulouse-Lautrec, Paul Gauguin, Edgar Degas oder auch Vincent Van Gogh kennen, der zu Lebzeiten nicht erfolgreich war und über dessen Sonnenblumenbild gespottet wurde.
Auch über Louise Weber, genannt "La Goulue" und im Roman Elises fiktive Freundin, erfahren wir sehr viel. Von ihr hatte ich zuvor noch nie gehört, dabei war sie eine sehr berühmte Cancan Tänzerin und auch auf einigen Bildern von Toulouse-Lautrec zu sehen.

Ich habe sehr oft beim Lesen gegoogelt und mich über Personen oder historische Begebenheiten näher erkundigt und ich war neugierig, wie die dargestellten Orte heute aussehen.
Diese wurden sehr bildhaft und detailgetreu dargestellt. Marie Lacrosse schildert das Leben im 19. Jahrhundert sehr facettenreich und lebendig - egal, ob aus der Schicht der Ärmsten oder der Reichen.
Allerdings gibt es im Mittelteil auch einige Längen, die die Geschichte etwas dahinplätschern lässt. Ich muss aber auch zugeben, dass ich mich schon eine Weile mit historischen Romanen abseits der beiden Weltkriege, etwas schwer tue, was sicher auch dazu beiträgt.
Der Roman ist in fünf Teile aufgeteilt und spielt von Juni 1866 bis Oktober 1889. Generell bilden die Malerei und der Tanz den roten Faden des Romans - verwebt mit den Schicksalen der beiden Frauen, die am selben Tag geboren wurden und die beide ihr Ziel nie aus den Augen verlieren.

Am Beginn des Romanes befindet sich eine Karte von Montmartre und ein Personenregister historischer und fiktiven Figuren, die im Roman genannt werden.
Im Nachwort geht die Autorin näher auf Realität und Fiktion ein. Außerdem gibt es einen Eintrag über die verschiedenen Stilrichtungen der Malerei zu dieser Zeit, sowie eine Aufzählung der erwähnten Werke.

Fazit:
Wer mehr über die Malerei und die Kunst des Cancan am Ende des 19. Jahrhunderts in Paris erfahren möchte, ist hier richtig. Ich habe hier sehr viel Neues erfahren und gelernt. Auch Liebhaber:innen von historischen Romanen lege ich diesen ersten Band der Dilogie ans Herz.
1,423 reviews7 followers
April 23, 2025
Die Anfänge von Montmartre

Klappentext:
Paris im Sommer 1866: Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam. Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem Hügel von Montmartre auf. Valérie hingegen ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy. In einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten haben, hegen die beiden große Träume. Valérie ist eine begnadete Malerin, die es an die Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren. Elise dagegen möchte als Tänzerin in den schillernden Varietés von Montmartre berühmt werden. Schicksalsschläge und die Liebe stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen, doch die jungen Frauen kämpfen für ihr Glück.

„Montmartre - Licht uns Schatten“ ist der 1. Band der Montmartre-Saga von Marie Lacrosse.
Die Autorin hat mich schon mit einer ganzen Reihe von Büchern gegeistert. Auf das neue Werk habe ich mich schon lange gefreut.

Schon wenn man das Buch in der Hand hält, ahnt man, dass einen großes erwartet.

Marie Lacrosse entführt ihre Leser*innen nach Paris, genauer gesagt nach Montmartre. Dieser Teil von Paris, entfaltet sich gerade zu dem Montmartre, von dem heute oft gesprochen wird. Immer mehr Maler lassen sich dort nieder, eröffnen ihr Atelier. So gibt es auch immer mehr junge Frauen, die sich als Model zur Verfügung stellen und hoffen, damit ein paar Franc verdienen zu können.

Im Mittelpunkt stehen Elise Lambert und Valérie Dumas. Zwei ganz unterschiedliche junge Mädchen, die aus verschiedenen sozialen Schichten kommen. Eins haben sie gemeinsam, sie sind am gleichen Tag geboren und von derselben Hebamme ans Licht der Welt geholt worden.

Elise Lambert ist als Tochter einer Wäscherin aufgewachsen. Schon früh musste sie mitarbeiten, damit das Geld für sie, ihre Schwester und ihre Mutter reicht. Elise ist fasziniert vom Tanz. Besonders der Can Can hat es ihr angetan. Als sie die Bekanntschaft mit Louise Weber macht, die später als La Goulue eine bekannte Tänzerin in den Varietés wird, möchte Elise auch Tänzerin werden. Doch bis dahin ist es ein steiniger Weg.

Valérie Dumas kommt aus gutem Haus. Ihr Vater ist ein bekannter Kunsthändler. Auch Valérie ist sehr begabt und wünscht sich nichts mehr eine bekannte Malerin zu werden. Doch als Frau ist das so gut wie unmöglich. Aber ihr Vater schafft es, dass Valérie an einer Kunstakademie angenommen wird. Zwar unter bestimmten Voraussetzungen, aber immerhin darf sie dort lernen. Auch Toulouse-Lautrec studiert an der Kunstakademie, die beiden freunden sich an und Toulouse-Lautrec ist Valérie behilflich, wenn sie sich etwas mehr Freiheit bei ihrer sehr strengen Mutter erkämpfen möchte.

Marie Lacrosse beschreibt die Handlungsorte wieder einmal sehr anschaulich. In meinem Kopf sind schnell Bilder entstanden. Auch die Protagonisten sind sehr facettenreich und lebendig. Als Leser*in begegnet man vielen historischen Persönlichkeiten aus der Welt der Malerei und des Can Cans.

Es ist erstaunlich, dass so berühmte Maler wie z. B. van Gogh es nicht geschafft haben mit ihren Bildern erfolgreich zu werden.
Die Geschichte birgt aber noch viel mehr. Als Leser*in erfährt man auch etwas vom Bau des Eiffelturms und lernt Gustave Eiffel kennen. Auch der bis dahin nicht erfolgreiche Bau des Sueskanal, bei dem Gustave Eiffel die letzte Rettung zum Erfolg sein sollte, wird angerissen.

Marie Lacrosse hat einen flüssigen, gut verständlichen und fesselnden Schreibstil. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Im Anhang gibt die Autorin den Leser*innen noch einige interessante Details mit auf den Weg.

Ich habe zu Beginn gesagt, man ahnt, dass einen großes erwartet. Und so ist es auch. Die Geschichte ist so vielseitig und voller interessanten Informationen, dass die 600 Seiten wie im Flug vorbeirauschen.

„Montmartre - Licht uns Schatten“ ist ein großartiger historischer Roman, den ich mit großer Freude gelesen habe. Ich bin jetzt schon sehr auf die Fortsetzung „Montmartre – Traum und Schicksal“ gespannt, der am 12.11. erscheinen soll.
219 reviews
April 23, 2025
Mit dem ersten Teil ,, Licht und Schatten " der Dilogie ,, Montmartre " entführt die großartige Autorin Marie Lacrosse ( auch bekannt als Marita Spang und Tessa Duncan ) den Leser ins Pariser Leben im 19 . Jahrhundert.
Im Juni 1866 erblicken mit Hilfe der Hebamme Marianne am gleichen Tag zwei Mädchen das Licht der Welt. Auser dem Geburtstag verbindet die Beiden nichts, da sie in völlig unterschiedlichen Verhältnissen aufwachsen. Während Elise als Tochter der einfachen Wäscherin Jeanne auf dem Hügel von Montmartre aufwächst, in Armut und schon früh mit harter Arbeit konfrontiert, fehlt es Valérie in ihrem wohlbehüteten Leben als Tochter des Kunsthändlers Alphonse Dumas an nichts. Außer an Freiheit , das zu tun ,was sie am liebsten machen würde. Unter der ständigen Überwachung durch ihre Mutter, kommt sie kaum dazu, zu malen. Als ein bekannter Maler, ebenso wie ihr Vater, ihr außergewöhnliches Talent entdeckt, darf sie die Kunstakademie besuchen. Als Frau ist sie normalerweise davon ausgeschlossen und auch ihre Bilder werden nie im Pariser Salon ausgestellt werden. Mit ihren Kollegen taucht sie , heimlich , in die spannende Welt der Künstler ein , lernt die Maler Toulouse-Lautrec , van Gogh und viele andere kennen. Und das Leben in den Etablissements und Varietés. Auch Elise verkehrt an diesen Orten. Nur nicht zum Vergnügen, sondern um sich als Tänzerin sowohl ihren als auch den Lebensunterhalt ihrer Mutter und von Marianne zu verdienen. Eine äußerst harte und von so manchem als unsittlich bezeichnete Tätigkeit, sieht man doch beim Cancan mehr Haut als gewöhnlich. Auch wenn die Wege der beiden Frauen sich mehrmals kreuzen, sie gemeinsame Bekannte haben, leben sie doch weiterhin in so unterschiedlichen Welten. Ihre Träume, ihr Leben nach den eigenen Wünschen zu gestalten, bleibt.
Marie Lacrosse hat mich auf großartige und so bildhafte Weise in das aufregende Leben am Montmartre entführt, daß ich das Gefühl hatte , mittendrin zu sein. Erschreckend realistisch ist das ärmliche Leben auf der Butte dargestellt, wo die Menschen ums Überleben kämpfen, nicht selten dem Alkohol , dem Absinth , der ,,Grünen Fee " zu verfallen oder ihr Geld als Prostituierte zu verdienen. Schicksale ,die auch die Familie von Elise verkraften muß. Schillernd und aufregend wird das anstrengende Leben der Tänzerinnen , mit Missgunst und Neid untereinander , beschrieben . Ich war mit Elise und Valérie im Élysée Montmartre, im Cabaret Chat Noir, in den Folies Bergère oder in der Moulin de la Galette. Hervorragend sind die vielen Künstler, ihre Werke und ihre verschiedenen Stile zu malen mit der Geschichte verknüpft. Die persönlichen Hintergründe zu ihrem Leben fließen hervorragend in die Erzählung ein, ich fand es sehr spannend, mehr über die Kunstmaler-Szene zu erfahren und habe beim Lesen die erwähnten Kunstwerke recherchiert, um sie noch mehr vor Augen zu haben.
Der Schreibstil ist so wunderbar bildhaft, flüssig und hervorragend leicht zu lesen, daß die Seiten nur so flogen. Die einzelnen Kapitel der 5 Teile sind jeweils mit dem Ort und Tag/ Monat und Jahreszahl versehen. So habe ich stets den Überblick über den Verlauf der erzählten Jahre von 1866 bis 1889 behalten und konnte mich durch den Stadtplan am Anfang des Buches sehr gut in Paris orientieren. Auch ein Personenregister befindet sich dort, welches ich persönlich praktisch finde.
Im äußerst interessanten Anhang erläutert Marie Lacrosse noch nähere Informationen über die historisch real existierenden Personen, die als Vorbild ihrer Protagonisten dienten und Persönlichkeiten, sowie eine Auflistung der erwähnten Gemälde.
Ich habe die Reise nach Paris in die Welt am Montmartre mit seinen Künstlern und dem Nachtleben , aber besonders das aufregende Leben von Valérie und Elise mit großer Spannung verfolgt und in nur wenigen Tagen mit großer Begeisterung verschlungen.
Nun warte ich schon ganz ungeduldig auf den zweiten Teil ,, Traum und Schicksal " , der im November 2025 erscheinen wird.
Von ganzem Herzen eine absolute Leseempfehlung.
Profile Image for Alexandra.
Author 13 books90 followers
June 2, 2025
Ich war schon immer von Montmartre und der Welt der Künstler fasziniert. Als ich das Cover dieses Buches sah, wusste ich, dass es die perfekte Lektüre sein würde. Und ich hatte absolut recht, denn im Inneren entdeckte ich eine der schönsten Geschichten, die ich je gelesen habe. Sie spielt im Paris von früher und handelt vom Leben und von Möglichkeiten, von Träumen, die sich vielleicht erfüllen, vielleicht aber auch nicht. Die Schicksalsschläge haben natürlich ein Wörtchen mitzureden, was die Geschichte noch interessanter macht. Am Ende bekommt man eine Geschichte zu lesen, die vom Schicksal erzählt, vom Kampf um das eigene Glück.

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt im Jahr 1866, im Sommer in Paris. Zwei kleine Mädchen werden am selben Tag geboren, obwohl sie absolut nichts gemeinsam haben. Elise wird als Tochter einer einfachen Frau geboren und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf dem Hügel von Montmartre auf. Valerie hingegen wird als Tochter eines Kunsthändlers in eine reiche Familie hineingeboren. Beide werden mit großen Träumen aufwachsen, aber ihre Möglichkeiten werden sich unterscheiden. Elise träumt davon, Tänzerin zu werden, während Valerie sich der Malerei zugewandt hat. Auch die Liebe wird beiden begegnen, mit vielen Herausforderungen auf dem Weg dorthin. Was wird am Ende passieren? Keine Spoiler, am besten ist es, das Buch zu lesen und herauszufinden, was passiert.

Zu dieser Geschichte kann ich nur sagen, dass sie absolut faszinierend ist. Ich lobe die Autorin dafür, dass es ihr gelungen ist, die Atmosphäre von damals perfekt einzufangen. Sie hat es geschafft, das Leben genau so darzustellen, wie es war, und wie unterschiedlich die Möglichkeiten waren, je nachdem, welcher sozialen Schicht man angehörte. Auch die Herausforderungen, mit denen junge Frauen konfrontiert waren, werden aufgezeigt, und es stimmt uns nachdenklich und lässt uns dankbar sein, in einer Zeit zu leben, in der alles möglich ist. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sich die Geschichte entwickelt hat, und der Schreibstil ist so angenehm, dass man sich leicht in die Geschehnisse „hineinfallen“ lassen kann. Und was vielleicht mit am schönsten ist, ist die Pariser Atmosphäre, die so authentisch ist, dass man wirklich Lust auf eine Reise nach Paris bekommt.

Ich kann mir nicht einmal ansatzweise vorstellen, wie viel Recherche dieses Buch erfordert. Dank dieser umfangreichen Recherchen und der Verwendung historischer Quellen und Fakten haben wir einen Roman vor uns, der ein hohes Maß an Authentizität besitzt. Und das schätze ich sehr. Eine weitere Sache, die mir gefallen hat, war der Grad der Spannung. Dies ist nicht die Art von Geschichte, bei der man vorhersehen kann, was passiert. Im Gegenteil, gerade wenn man glaubt, dass sich die Dinge endgültig geklärt haben, ändert ein Schicksalsschlag alles. Auch wenn es nicht immer leicht zu lesen ist, was passiert, vor allem in Bezug auf die Behandlung der Frauen, finde ich das Buch ausgezeichnet und lesenswert. Und ich bin so gespannt auf das nächste Buch der Reihe, wirklich neugierig darauf, wie die Geschichte weitergeht.

Zusammenfassung:

Dies war eines der interessantesten Bücher, die ich je gelesen habe, eines, in das ich mich in das Paris von damals verliebt habe. Einerseits war es nicht einfach, über die Unterschiede in den sozialen Schichten und die Herausforderungen zu lesen, mit denen Frauen zu kämpfen hatten. Auf der anderen Seite schien Paris damals romantischer zu sein, mit Kunst, Musik und Tanz als Höhepunkt. Die Autorin bot eine ausgezeichnete Mischung aus Fakten und Fiktion, und ich mochte ihren Schreibstil sehr, sie hat eine einzigartige Eleganz im Schreiben. Ich bin so gespannt auf das nächste Buch, ich bin sicher, dass es genauso toll sein wird.
Profile Image for Magnolia .
585 reviews3 followers
April 21, 2025
Elise und Valérié – gelungener Auftakt der Montmartre-Dilogie

Elise Lambert wird als Tochter einer einfachen Wäscherin am 28. Juni 1866 geboren. Sie wächst in Armut auf den Hügeln von Montmartre auf. Am gleichen Tag, wenig später, erblickt Valérie Dumas das Licht der Welt. Sie ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers am Boulevard de Clichy, dementsprechend behütet ist ihre Kindheit. Der Lebensweg der beiden scheint vorgezeichnet, denn im ausgehenden 19. Jahrhundert hat eine Frau zu heiraten und ihrem Manne zu dienen - was weder für Elise noch für Valérie erstrebenswert ist.

Eine frühreife Freundin nimmt Elise heimlich mit, um sich in einem Variété unter die Tanzenden zu mischen. Sie ist begeistert vom Cancan, Jacques Offenbachs Galop infernal, der Höllen-Cancan, hat es ihr besonders angetan und spätestens da reift in ihr der Wunsch, diesen schnellen Tanz zu erlernen und zu vervollkommnen.

Valérie ist zeichnerisch überaus begabt, viele Stunden verbringt sie malend in Vaters Galerie. Über ihr Ansinnen jedoch, eine Malakademie, die ausschließlich männlichen Schüler offen steht, zu besuchen, ist er nicht erfreut. Dennoch macht er es ihr möglich, als einzige Frau dort aufgenommen zu werden, allerdings muss sie so einige Einschränkungen in Kauf nehmen.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, angefangen von der späten Kindheit der beiden im Jahre 1878 über ihre mehr oder weniger wilde Jugend bis hin zu den darauf folgenden stürmischen Jahren. Weiter geht es dann auf den Weg zum Erfolg, Licht und Schatten endet mit ihren nunmehr dreiundzwanzig Jahren 1889.

Dabei begegnen ihnen viele heute weltberühmte Künstler. Henri Toulouse-Lautrec spielt eine große Rolle, auch Suzanne Valadon, Vincent van Gogh, Camille Pissarro, Edouard Manet und Claude Monet, um nur einige wenige zu nennen. Louise Weber, die als La Goulue als laszive Tänzerin Berühmtheit erlangte, ist in Elises Geschichte eingewoben. Eine schillernde Persönlichkeit, die mir bis dato unbekannt war. Ihr Charakter passt sich perfekt der anzüglichen, ja unzüchtigen, der frivolen Atmosphäre einschlägiger Nachtlokale – in ihrem Fall Tanzlokale - an. Die Autorin klärt zum Schluss über Wahrheit und Fiktion auf. Dabei wird klar, dass sie sich zwar künstlerische Freiheiten gegönnt, aber doch sehr viel an Wahrem wiedergegeben hat, wenngleich so einiges im fiktiven Bereich angesiedelt ist.

Der erste Teil der Montmartre-Dilogie hat mich sofort ins Buch gezogen. Die gegensätzlichen Lebenswege der beiden Frauen, die sich irgendwann begegnen, sind interessant und spannend erzählt, auch das Who’s Who der Kunstszene gibt sich die Ehre, was mir besonders gut gefällt. Beide Erzählstränge sind reizvoll, wobei mich Elises erste Lebensjahre noch mehr bewegt haben, was sich aber dann im Laufe der Geschichte ausgleicht. Vom Dorf Montmartre, in dem die armen Leute ihr Dasein fristeten bis hin zur Eröffnung des Moulin Rouge und der Pariser Weltausstellung und vielem mehr erstreckt sich der Roman, der von viel Licht, aber auch von noch mehr Schatten erzählt. Viel ist die Rede von den Stilrichtungen der damals aktuellen Malerei – eine kurze Erklärung dazu findet man am Ende des Buches, ebenso eine Liste der erwähnten Kunstwerke. Marie Lacrosse vermittelt Interessantes über eine Zeit, in der Frauen nicht viel zu melden hatten, einzelne es aber dennoch mit viel Durchhaltevermögen nach oben geschafft haben.
Profile Image for mymagicalbookwonderland .
1,171 reviews7 followers
July 16, 2025
Rezension

Buchname: Montmartre - Licht und Schatten
Autor: Marie Lacrosse
Seiten: 624 (Print)
Fromat: als Print, Hörbuch und Ebook erhältlich
Verlag: ‎ ‎ Goldmann Verlag
Sterne: 4

Cover:
Das Cover ist richtig schön gestaltet worden. Der Buchtitel steht in hellen bzw goldfarbenen Buchstaben im oberen Bereich. Man kann ein ein Café und eine Frau auf dem Cover erkennen.. .. Auf dem ersten Blick ist das schon mal sehr ansprechend.

Klappentext: (aus Amazon übernommen)

Paris im Sommer 1866: Elise Lambert und Valérie Dumas werden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Mädchen nicht viel gemeinsam. Elise, Tochter einer einfachen Wäscherin, wächst in Armut auf dem Hügel von Montmartre auf. Valérie hingegen ist die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy. In einer Zeit, in der Frauen kaum Möglichkeiten haben, hegen die beiden große Träume. Valérie ist eine begnadete Malerin, die es an die Kunstakademie schaffen möchte, wo auch Toulouse-Lautrec und van Gogh studieren. Elise dagegen möchte als Tänzerin in den schillernden Varietés von Montmartre berühmt werden. Schicksalsschläge und die Liebe stellen beide vor ungeahnte Herausforderungen, doch die jungen Frauen kämpfen für ihr Glück …

Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin ist total flüssig, liest sich super und ist sehr leicht verständlich.

Charaktere:

Die Hauptprotagonistin ist Elise und Valérie


Ich fande alle Charaktere von Anfang an total sympathisch und liebenswert. Des weiteren gibt es noch ein paar andere Charaktere. . Meiner Meinung nach sind alle Charakter sehr gelungen und haben einen sehr guten Platz im Buch bekommen.
Meinung:

!!!! Achtung !!! Könnte Spoiler erhalten!!!

Mir hat „Montmartre - Licht und Schatten“ von Montmartre - Licht und Schatten recht gut gefallen. In diesem Roman begleiten wir Elise und Valérie. Das einzige, was die beiden Mädels gemeinsam haben ist, dass sie am gleichen Tag geboren wurden. Elise wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, während Valérie die Tochter eines reichen Kunsthändlers ist. Der Roman spielt 1866 wo Frauen, kaum Rechte haben, aber dennoch haben die beiden Frauen ihre eigenen Träume... Mir persönlich hat das Buch recht gut gefallen. Ich persönlich mochte einfach das Setting in Paris bzw in Montmartre total gerne. Es ist wirklich ein sehr schönes Fleckchen in Paris. Den Schreibstil der Autorin fande ich auch als total angenehm und locker leicht zu lesen. Ich mochte auch, dass die Story gut durchdacht und dennoch „spannend“ war, dass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Charaktere fande ich auch sehr authentisch und sympathisch dargestellt. Meiner Meinung nach hat die Autorin die damalige Zeit gut recherchiert. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es so gewesen ist. Ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil der Reihe :) Deshalb bekommt „Montmartre - Licht und Schatten“ von mir auch sehr verdiente 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung.


Fazit:

Toller historischer Liebesroman mit zwei starken und faszinierenden Frauen und einem schönen Setting.
Profile Image for Elke Sonne.
532 reviews
May 6, 2025
Paris im 19. Jahrhundert

Die Handlung beginnt mit dem Prolog im Juni 1966. Mit Hilfe der Hebamme Marianne kommt zuerst Elise - in einem der Elendsquartiere, in dem die ärmste Bevölkerungsschicht von Paris wohnt - und dann Valérie in einer vornehmen Wohnung am Boulevard de Clinchy - zur Welt. Der Kontrast könnte kaum größer sein.
Im Anschluss geht es zwölf Jahre später weiter.
Elise arbeitet gemeinsam mit ihrer Freundin Louise und ihrer Mutter Jeanne in einem Waschsalon. Sie träumt von einem Leben als Tänzerin.
Valèrie wird durch ihrem Vater ein Studium an der Pariser Kunstakademie ermöglicht. Allerdings werden ihr als Frau dort einige Steine in den Weg gelegt.
Die Leben von Elise und Valèrie könnten kaum unterschiedlicher sein. Während die eine hart für ihren Lebensunterhalt arbeitet, genießt die andere ihre Privilegien. Dennoch begegnen sich die Protagonistinnen immer wieder.

Mit ihrem lebendigen Schreibstil hat mich die Autorin direkt in die Vergangenheit und nach Paris befördert.
Es gelingt ihr sehr gut die Lebensverhältnisse der damaligen Zeit einzufangen und die gesellschaftlichen Unterschiede der verschiedenen Bevölkerungsschichten darzustellen.
Mit Elisa und Valèrie hat sie zwei starke Protagonistinnen erschaffen.

Besonders gut gefallen haben mir die Verknüpfungen zwischen Fiktion und Realität. Das Setting, bekannte Schauplätze, historische Persönlichkeiten insbesondere Künstler, die Kunstszene mit ihren verschiedenen Stilrichtungen, bedeutsame Gemälde und vieles mehr machen die Geschichte zu einem greifbaren Erlebnis, von dem ich das Gefühl hatten mitten drin zu sein.

Der Roman ist in fünf Teile gegliedert und jedes Kapitel beginnt mit dem Ort, Tag, Monat und dem entsprechendem Jahr. Durch diese Angaben konnte ich mich durchgehend gut orientieren.

Zu Beginn gibt es eine Karte, die die Straßenverläufe von Montmartre 1880 abbildet und eine Übersicht über die bedeutsamen Figuren der Handlung, in der die historischen Persönlichkeiten gekennzeichnet sind. Aufgrund der hohen Anzahl der Charaktere fand ich diese ausgesprochen hilfreich.

Am Ende des Buches befinden sich Erklärungen zu den im Roman erwähnten Stilrichtungen und eine Auflistung der erwähnten Kunstwerke.

Mit ihren abschließenden Worten über Wahrheit und Fiktion hat die Autorin ihren Roman gelungen abgerundet.

Ich habe Valérie und Elise gerne durch ihr Leben begleitet und mich hat dieser historische Roman durchgehend gefesselt, so dass ich mich jetzt schon sehr auf den zweiten Band „Montmartre - Traum und Schicksal“ freue, der im November dieses Jahres erscheinen wird.
Profile Image for Bücher-Stöberia.
369 reviews
April 5, 2025
Dieses Buch hat mich wirklich beeindruckt. Ich habe bislang noch keinen Roman der Autorin gelesen und eigentlich interessieren mich historische Romane auch nicht so sehr. Doch dieser hatte mich aufgrund seiner besonderen Erzählweise und der Authentizität, mit der die Autorin vom Paris des 19. Jahrhunderts berichtet, schnell in seinen Bann gezogen. Die verschiedenen Frauenschicksale, mit denen die Leser konfrontiert werden, haben mich sehr berührt. Es war spannend und interessant, so vieles über das Künstlerleben in Paris kennenzulernen. Die Autorin hat die Vergangenheit durch ihren feinen Erzählstil lebendig werden lassen und ich war sehr fasziniert von den unterschiedlichen Leben, von denen sie berichtet. Es ist eine Epoche einer Stadt, von der ich kaum etwas wusste, und es hat großen Spaß gemacht, mithilfe dieser Geschichte eine Zeitreise zu unternehmen.
Profile Image for between_my_pages.
54 reviews
April 9, 2025
[Werbung - Rezensionsexemplar]

Montmartre - Licht und Schatten von Marie Lacrosse

4,5 ⭐️⭐️⭐️⭐️

Dies ist mein erstes Buch von Marie Lacrosse, und was soll ich sagen: Ich habe es geliebt!

Wie Marie das Setting, die Epoche und die Charaktere beschrieben hat, ließ alles in meinem Kopf lebendig werden.

Die Geschichten von Elise und Valerie zu lesen, war so berührend, dass ich das Buch förmlich verschlungen habe.

Ich werde definitiv mehr von dieser Autorin und mehr über Montmartre lesen.

Das Cover dieses Buches ist übrigens wunderschön. So schlicht und doch interessant.

Auf jeden Fall ein Buch, das ich allen empfehlen würde, die historische Romane lieben.

Vielen Dank an Vorablesen für das Rezensionsexemplar.
33 reviews1 follower
July 16, 2025
Interessante Informationen zu dem Leben in Paris um die Jahrhundertwende, vor allem, wenn man das Viertel kennt
Profile Image for GROSSSTADTHELDIN.
21 reviews
August 8, 2025
Handlungsüberblick:

Achtung: »Montmartre - Licht und Schatten« ist der erste Band einer Buchreihe!

Die Leser:innen von »Montmartre - Licht und Schatten« reisen ans Ende des 19. Jahrhunderts und begleiten zwei vollkommen unterschiedliche Frauen dabei, ihre Träume zu verwirklichen: Elise Lambert, die in Armut als Tochter einer einfachen Wäscherin auf dem Hügel von Montmartre aufwächst, träumt davon als Tänzerin in den Varietés zu tanzen, während Valérie Dumas, die Tochter eines wohlhabenden Kunsthändlers vom Boulevard de Clichy, unbedingt Malerin werden möchte. Bei der Jagt nach ihren Träumen stellen Schicksalsschläge und die Liebe sie vor ungeahnte Herausforderungen...

Mein Eindruck vom Cover:

Auf den ersten Blick fand ich das Cover sehr ansprechend, nachdem ich das Buch aber gelesen hatte, hätte ich mir gewünscht, dass beide Frauen mit ihren jeweiligen Lebenswelten auf dem Cover dargestellt werden. Kunst und Tanz und die Tatsache, dass es um zwei Frauen geht, vermisse ich auf dem Cover. Es wird auch nicht deutlich, welche der beiden Frauen auf dem Cover dargestellt ist.

Mein Leseeindruck:

Auch wenn das Buch sehr dick ist, hatte ich es innerhalb von zwei Tagen ausgelesen, was sehr für den Unterhaltungswert des Buches spricht. Die Lektüre hielt einige unvorhersehbare Wendungen bereit, mit denen ich nicht gerechnet hatte.

Ich mochte, dass die beiden starken Frauen, jede auf ihre Weise, um ihre Träume kämpfen. Das habe ich als sehr empowernd empfunden. Außerdem konnte ich mich in beide Frauen gut hineinversetzen, weil ich auch für meine Träume kämpfe. Dennoch baute ich keine richtige Bindung zu ihnen auf, was aber auch an der gewählten Erzählperspektive liegen kann. Zudem hatte ich erwartet, dass die beiden Frauen im Buch mehr Berührungspunkte miteinander haben, Aber vielleicht kommt das noch in Band zwei.

Die erzählte Welt hat mir hingegen ausgesprochen gut gefallen. Es war schön, lesend in meine Lieblingsstadt Paris zurückzukehren. Die schillernde Welt der Tänzerin und die kreative Welt der Malerin fand ich sehr faszinierend, weswegen ich immer gerne zwischen die Seiten zurückkehrte. Darüberhinaus könnte ich mir das Buch gut als Film vorstellen. Viele Szenen standen mir während des Lesens sehr bildhaft vor Augen.

Die Erzählung ist fiktiv, aber einige Figuren, die darin vorkamen, hat es im wahren Leben wirklich gegeben. Ich habe nicht nur bereits Bücher über einige der realen Persönlichkeiten gelesen, sondern auch das Montmartre Museum in Paris besucht, und ordne das Buch als sehr gut recherchiert ein.

Mein Eindruck vom Schreibstil:

Auch, wenn ich lieber Ich- und Du-Perspektiven lese, fand ich die gewählte Erzählinstanz sehr passend für einen historischen Roman. Die auktoriale Erzählinstanz berichtet abwechselnd über das Leben von Elise und Valérie, wodurch die Spannung über das gesamte Buch hinweg nicht abreißt. Der Schreibstil las sich sehr flüssig, jedoch hätte ich mir ein paar mehr französische Wörter gewünscht, um den französischen Flair noch mehr zu unterstützen.

Mein Abschlussfazit:

»Montmartre - Licht und Schatten« ist eine flimmernd-faszinierende Zeitreise zum Ende des 19. Jahrhunderts zu zwei starken Frauen und ihren Träumen von Tanz und Malerei.
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