Jump to ratings and reviews
Rate this book

Die letzte Geschichte der Welt: Roman

Rate this book
Das atemberaubende neue Abenteuer vom Autor von »Die sonderbare Buchhandlung des Mr. Penumbra«

Die ferne Zukunft. Das Leben auf unserem Planeten hat sich auf dramatische Weise verändert – und doch ist vieles immer noch so, wie wir es kennen. Der junge Ariel de la Sauvage lebt in einem kleinen Dorf, das von einem Zauberer regiert und von Rittern beschützt wird. Er liebt es, sich glorreiche Abenteuer auszumalen, während er die Wälder um seine Heimat erkundet. Eines Tages findet er einen Metallsarg in einer Höhle. Als er ihn öffnet, befreit er damit eine KI, die die gesamte Geschichte der Menschheit aufgezeichnet hat – und setzt damit eine Reihe von Ereignissen in Gang, die das Schicksal der Menschheit für immer verändern wird.

488 pages, Kindle Edition

Published April 16, 2025

4 people are currently reading
24 people want to read

About the author

Robin Sloan

33 books30.6k followers
Robin Sloan is the author of the novels Sourdough, Mr. Penumbra's 24-Hour Bookstore, and Moonbound, all published in the U.S. by MCD. He grew up in Michigan and now splits his time between the San Francisco Bay Area and the San Joaquin Valley of California.

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
1 (9%)
4 stars
3 (27%)
3 stars
6 (54%)
2 stars
1 (9%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 3 of 3 reviews
Profile Image for Nico.
479 reviews46 followers
reziexemplare
May 11, 2025
Robin Sloan ist ein Autor, der offenbar fest davon überzeugt ist, dass Literatur ein Spielplatz sei – und Die letzte Geschichte der Welt sein bisher wildester Versuch, dort eine Art interdisziplinäre Schnitzeljagd zu veranstalten. Das Ergebnis ist ein Text, der mit postapokalyptischen Drachen, sprechenden Bibern und einem allwissenden Erzählerpilz aufwartet – und dennoch die kühnste Idee dieses Romans ist vielleicht nicht einmal das, sondern die Prämisse, dass ein solches Buch funktionieren könnte.



Die Handlung – so es denn eine gibt, die diesen Namen verdient – beginnt elf Jahrtausende in der Zukunft. Die Menschheit ist untergegangen, ihre Nachkommen sind Tiere mit Sprachvermögen und erstaunlich humanistischer Agenda. Die Erinnerung an die versunkene Zivilisation wird von einer künstlichen Intelligenz namens Chronist konserviert, einem archivarischen Symbionten, der sich in einen zwölfjährigen Jungen einnistet und fortan dessen Abenteuer erzählt. Dieser Junge, Ariel, befindet sich – wie es sich für Helden in solchen Konstruktionen gehört – auf einer epischen Reise, die vordergründig dem Kampf gegen einen finsteren Zauberer dient, aber in Wahrheit viel mehr mit der Suche nach Identität, Bedeutung und mythologischer Selbstvergewisserung zu tun hat.



Das alles klingt herrlich schräg – und ist es auch. Man hat gelegentlich das Gefühl, als habe sich Douglas Adams mit Italo Calvino in einem Serverraum eingeschlossen, um gemeinsam Tolkien zu parodieren. Sloans Welt ist randvoll mit verspielten Details, popkulturellen Referenzen, halbgaren wissenschaftlichen Theorien und Figuren, die direkt aus einem Fiebertraum von Hayao Miyazaki stammen könnten. Man kann sich dieser bizarren Mischung kaum entziehen, zumal sie mit erzählerischer Eleganz und aufrichtiger Freude am Fabulieren serviert wird.



Doch was dem Roman an Fantasie nicht mangelt, fehlt ihm mitunter an Stringenz. Die Geschichte mäandert, verweilt zu lang in ihrer eigenen Wunderwelt, und wenn dann doch einmal Spannung aufkommt, wird sie nicht selten von Zufällen oder überhasteten Wendungen wieder zunichte gemacht. Die Figuren – Ariel eingeschlossen – bleiben seltsam schemenhaft, oft mehr Typus als Mensch. Und die Fragen, die der Roman aufwirft – etwa nach der Verantwortung von Technologie oder dem ethischen Fundament posthumaner Zivilisationen – werden eher gestreift als wirklich durchdrungen.



Natürlich könnte man sagen: Das gehört zum Konzept. Dass hier keine Antworten gegeben werden, ist Teil der Erzählhaltung eines AI-Chronisten, der selbst nicht alles versteht und dennoch versucht, Sinn zu stiften. Aber auch das ist eine elegante Ausrede für ein Problem, das nicht hätte sein müssen. Sloan ist ein intelligenter Autor, er kennt die Mechanik des Erzählens, und man merkt dem Buch an, dass es mehr sein will als ein bloßes Abenteuer – es will Bedeutung. Doch Bedeutung verlangt Struktur, Tiefe, Widerstand. Nicht nur Flair.



Trotzdem – und das sage ich mit vollem Bewusstsein für die vorangegangene Kritik – habe ich mich unterhalten gefühlt. Vielleicht, weil dieses Buch in seiner Exzentrik etwas wohltuend Unzeitgemäßes hat. Weil es sich verweigert, in die Formate gängiger Genreunterhaltung zu passen. Weil es etwas wagt. Sloan schreibt, als wolle er das Staunen zurückholen in eine Literatur, die sich allzu oft in Selbstreflexion verliert. Das ist ehrenhaft. Und gelegentlich sogar großartig.



Kurzum: Die letzte Geschichte der Welt ist ein überbordendes, nicht immer kohärentes, aber zutiefst originelles Werk. Kein Roman für Freunde stringenter Plots oder harter Wissenschaft, wohl aber für jene, die bereit sind, sich überraschen zu lassen – und die verstehen, dass auch eine missglückte Utopie einen gewissen Charme entfalten kann, wenn sie klug, verspielt und mit sprachlicher Finesse dargeboten wird. Ich jedenfalls werde Sloan weiter lesen – in der Hoffnung, dass er das große Buch, das er andeutet, eines Tages wirklich schreibt.
Profile Image for Patricia Krüger | miss.amanogawa.
237 reviews3 followers
May 25, 2025
Stellt euch vor, ihr wärt dazu auserkoren, den Zyklus um eine der berühmtesten Legenden neu anzustoßen, das Schwert aus dem Stein zu ziehen und eure Zukunft als König zu besiegeln. Und werdet gleichzeitig von einer parasitären KI befallen, die euch auf eurem Abenteuer begleitet, nachdem ihr in einer Grabstätte ein Schwert für euren Bruder entwendet, der zum Ritter geschlagen werden soll.

Nur findet das alles 11 000 Jahre in der Zukunft statt.
Die Erde ist nicht mehr dieselbe, sie versteckt sich hinter einem undurchdringlichen Nebel, geschaffen von den gefährlichsten Entitäten dieses Universums - den Drachen. Geschaffen von den Menschen, unübertroffen an Intelligenz, Stärke, Anmut und Hinterlistigkeit; geschaffen, um den Weltraum zu erkunden, neuen Lebensraum zu erobern. Doch die Gefahren draußen im Kosmos schienen zu groß, die Erde wurde zum unendlichen Versteckspiel verdonnert. Widerstand seitens der Menschen führte zu mehr Leid und Tod.
Seither wachen die Drachen auf dem Mond über ihren Schützling Erde.

Die Menschheit, Anth genannt, sind nur noch ein altertümliches Konstrukt, eine Erinnerung, mehr nicht. Die neuen Menschen wurden von Zauberern geschaffen, und jede Schöpfung trägt deren Sigel.

Was uns Robin Sloan hier Schmackhaftes vorsetzt ist eine wilde Mischung aus fantastisch-futuristischem Roadtrip und Coming-of-Age-Roman gewürzt mit utopischen Gesellschaftsszenarien.
Der Protagonist Ariel lernt ganz unterschiedliche Persönlichkeiten auf seiner Reise kennen, um den wahnsinnig gewordenen Zauberer Malory zu stürzen, der nach seinem Leben trachtet.
Denn mit Ariels Schöpfung verfolgt dieser einen ganz eigenen Plan, um die Drachen zu besänftigen, ja fast schon gefügig zu machen.

Ariel lernt, sich anzupassen, mit unvorhersehbaren Veränderungen umzugehen, mit dem Fluss des Lebens zu fließen. Er lernt, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, um die Zukunft seiner Welt und seiner Liebsten zu sichern.

Ich bin nach Beendigung der Lektüre zwiegespalten.
Einerseits gefielen mir die Dynamik der Geschichte, die Charaktere, die Welt, die ganze fvcking Idee dieses Buchs. Eine KI, die unseren Helden als stille Beobachterin (teilweise erfolgreich unvoreingenommen) begleitet, von und über ihn und die Welt, wie sie vor 11 000 Jahren war, berichtet. Die Orte, die wir bereisen, die quirligen und äußerst mysteriösen Gestalten, die wir kennenlernen. Fantastisch und futuristisch gleichermaßen.

Doch insgesamt war alles wenig greifbar für mich. Mir fehlte Tiefe, mir fehlten intensive Gefühle, mir fehlten WOW-Momente. Es steckt viel Philosophie zwischen den Zeilen, doch die Tiefgründigkeit ließ auf sich warten.
Auch ist die Legende um die Drachen sehr verwirrend für mich gewesen, denn die Hintergründe zum Krieg gegen diese Entitäten folgen häppchenweise im Laufe der Geschichte, und gerade diese Details sind essenziell, um den weiteren Verlauf der Geschichte überhaupt verstehen zu können.

Zum Schluss musste ich mich ernsthaft fragen: wird die Geschichte von einer vom Autor erschaffenen, fiktiven KI erzählt oder hat sich der Autor gar selbst der Hilfe einer KI bedient, denn so abstrus und „abgefrühstückt“ las sich das Finale.

Es ist kein schlechtes Buch, im Gegenteil, aber dieses gewisse Etwas hat gefehlt.
Profile Image for Dennis Schiavo.
50 reviews
November 1, 2025
Eine Mischung aus Science-Fiction und Fantasy, in der weit entfernte Zukunft auf mittelalterliche Bilder trifft und Technologie sich wie Magie anfühlt. Die Welt ist voller origineller Ideen, die Geschichte fließt gefällig vor sich hin. Gegen Ende wird die Erzählung etwas langatmig und ist dann plötzlich vorbei.
Displaying 1 - 3 of 3 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.