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Lichter unter London #1

Verlorene Städte

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Der Höllenschlund unter London, genannt die Katakomben: ein in den 90er Jahren entdecktes Höhlensystem jenseits der U-Bahn-Tunnel, das Tausende Meter in die Tiefe reicht. Seinen Grund hat man bis heute nicht gefunden.
Maeve O'Sullivan studiert an der University of Dublin und verfolgt das Ziel, zu einem Mudlark zu einem eingefleischten Tiefenschürfer, der nach Schätzen in den Gewölben sucht. Angestachelt durch eine Wette steigt sie in die Tunnel hinab … verirrt sich jedoch. In dem Versuch, an die Oberfläche zurückzukehren, gelangt sie immer tiefer in dieses Netzwerk verworrener Korridore, bevölkert von grotesken Wesen wie heimtückischen Schlingpflanzen und wandernden Steinen.
Dort begegnet sie dem rätselhaften Blaise. Er rettet sie vor dem sogenannten Wächter, einer Kreatur, die selbst die Mudlarks fürchten. Maeve wird von diesem mit einem Zeichen belegt, das sie zu einem Leben in der Tiefe verdammt – ohne die Möglichkeit, die Katakomben je wieder zu verlassen.
Gemeinsam mit Blaise beginnt sie eine Reise in die Tiefe, mit dem Ziel, am Grund der Unterwelt eine Heilung zu finden.

320 pages, Kindle Edition

First published April 1, 2025

8 people are currently reading
101 people want to read

About the author

Anne Herzel

10 books14 followers
Anne Herzel wurde 1992 im mittelfränkischen Dinkelsbühl geboren. Heute lebt sie mit ihrer Frau Lena in Leipzig. Schon während ihrer Jugend hat sie sich intensiv mit dem Schreiben beschäftigt, dies jedoch erst mit ihrem Journalismus-Studium wieder aufgegriffen. Ihre Buchideen entwickelt sie aus dem Antrieb heraus, Sichtbarkeit für Menschen aus der queeren Community zu schaffen. Insbesondere auf Twitch ist sie, gemeinsam mit ihrer Ehefrau, Teil einer aktiven Gemeinschaft, die sich für LGBTQIA+ und marginalisierte Menschen im Allgemeinen einsetzt.

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Community Reviews

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14 (15%)
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Profile Image for RoXXie | The Art of Reading .
457 reviews65 followers
August 10, 2025
Rezension zu „Verlorene Städte“ von Anna Herzel – 2 Sterne

Ich hatte große Erwartungen an Verlorene Städte, den ersten Band der Lichter unter London-Reihe von Anna Herzel. Der Klappentext versprach eine düstere, geheimnisvolle Reise in die Tiefe der Londoner Katakomben – ein spannendes Setting voller grotesker Kreaturen, unentdeckter Gefahren und mystischer Geheimnisse. Leider wurde meine Vorfreude recht schnell gedämpft.

Verloren Städte | Rezension

Verlorene Städte ♦ Anne Herzel — Eine Rezension

Meinung
Schon der Einstieg ins Buch verlief holprig. Ohne große Einführung wurde ich direkt in die Handlung geworfen, ohne dass ich Gelegenheit hatte, Maeve, die/der Protagonist*in (outet sich im Laufe der Geschichte als non-binär), oder ihre Welt wirklich kennenzulernen. Als Leserin blieb mir kaum Zeit, mich zu orientieren, geschweige denn, eine Verbindung zu Maeve aufzubauen. Stattdessen wurde ich förmlich überrollt von seitenlangen Infodumps über die Flora und Fauna der Unterwelt – von schlingenden Pflanzen bis zu wandernden Steinen. Viele dieser Details waren zwar fantasievoll, wirkten aber eher wie ein Lexikoneintrag als wie organisch in die Geschichte eingebettete Elemente. Besonders frustrierend: Zahlreiche dieser Wesen und Pflanzen tauchten später gar nicht mehr auf, was die anfängliche Überladung an Informationen noch überflüssiger erscheinen ließ.

Ein besonders verwirrender Moment war für mich die Szene mit der sogenannten Frenzy Plant. Diese Pflanze hält Maeve fest umschlungen, fängt gleichzeitig Feuer – und dennoch scheint Maeve das weder zu spüren noch nimmt das irgendeinen Einfluss auf dey. Im Gegenteil, dey landet später sogar wieder auf dieser Pflanze, als wäre nichts gewesen. Solche Beschreibungen wirken unlogisch und reißen mich als Leserin komplett aus der Handlung. Es fehlt an innerer Logik und Konsequenz – etwas, das bei einem Fantasyroman mit klar gesetzten Regeln der Welt unabdingbar ist.

Auch sprachlich hakte es für mich an einigen Stellen. Besonders irritierend empfand ich die ständige Bezeichnung der Bewohner der Unterwelt als Unterweltler. Das klang für mich eher wie eine Abwertung oder eine satirische Bezeichnung und passte nicht zum ansonsten düster-mystischen Ton des Buches. Warum hier kein eigenständiger, atmosphärisch passender Begriff gewählt wurde, bleibt mir ein Rätsel.

Was die Figuren betrifft: Maeve blieb für mich über weite Strecken leider zu blass. Obwohl dey als Studierende der Katakombenforschung eingeführt wird, agiert dey im Laufe der Handlung erschreckend naiv. Demm fehlte es nicht nur an Tiefe, sondern auch an Glaubwürdigkeit. Demm Reaktionen auf das, was demm widerfährt – von der Konfrontation mit grotesken Wesen bis zur Tatsache, dass dey durch ein mysteriöses Zeichen für immer in der Tiefe gefangen sein soll – wirkten oft unbeteiligt oder schlicht unreflektiert. Das machte es mir schwer, mit demm mitzufiebern.

Die Handlung selbst zog sich in den ersten 100 bis 150 Seiten wie Kaugummi. Es passierte wenig, außer dass Maeve durch Tunnel stolperte und neue Pflanzenarten beschrieben wurden. Erst mit dem Auftreten von Blaise und weiteren Figuren kam ein Hauch von Spannung auf. Diese neuen Charaktere hatten durchaus Potenzial, wirkten aber leider unterentwickelt. Angesichts ihrer Wichtigkeit für Maeves Überleben hätten sie viel mehr Raum und Tiefe verdient.

Fazit
Was mich letzten Endes doch durchhalten ließ, war das wunderschön gestaltete Cover – atmosphärisch, geheimnisvoll, ein echter Hingucker – in der Hoffnung, es kommt noch ein Knaller. Leider konnte der Inhalt mich am Ende aber nicht abholen. Ob ich den zweiten Band Vergessene Sterne lesen werde? Im Moment steht das wohl – passend zum Titel – wirklich in den Sternen.


Through NetGalley I received an advance review copy (ARC) for free, and I am leaving this review voluntarily.

This review was first published at The Art of Reading.
Profile Image for Eule und Buch.
354 reviews7 followers
April 30, 2025
3,5*
Maeve studiert an der University of Dublin mit dem Ziel, Tiefenschürferin im Untergrund Londons zu werden. Dieses Höhlensystem wurde in den 90er Jahren entdeckt und seitdem wagen sich mutige Menschen, sogenannte Mudlarks, hinab und bringen wertvolle Schätze mit hinauf. In ihren Semesterferien wagt sich Maeve hinab in die Tunnel und verirrt sich. Zwischen gefährlichen Pflanzen und seltsamen Wesen wird sie von einem Monster angegriffen, das sie zeichnet. Auch wenn der rätselhafte Blaise sie rettet, kann sie nicht wieder an die Oberfläche zurückkehren. Nur eine Reise noch tiefer in die Katakomben kann ihr vielleicht helfen, ihren Fluch zu brechen.
Selten habe ich so ein spannendes und kreatives Setting in Büchern gefunden, wie den Untergrund Londons hier. Dieser ist eingeteilt in mehrere Ebenen, welche sich komplett voneinander unterscheiden. Es war so interessant, Maeve zu folgen, die verschiedenen Bereiche kennenzulernen und die Wesen darin zu sehen. Jede Ebene fühlte sich dabei lebendig und echt an – zugleich wundersam und auch ein bisschen gruselig. Ich selbst würde diese Katakomben nicht gerne besuchen wollen (das wäre mir viel zu gefährlich!) aber mit Maeve und Blaise zusammen, war es definitiv ein Erlebnis.
Die Geschichte war insgesamt kurzweilig und spannend. Es gibt zwar auch ruhige Momente für die Charaktere zum Reflektieren, meist kommt man aber wenig zur Ruhe. Und das hat mir hier auch gut gefallen. An manchen Stellen hatte ich im Nachgang trotzdem das Gefühl, dass der Plot ein wenig auf der Stelle getreten ist. Beim Lesen ist mir dies aber nie aufgefallen, weil ich so in die Geschichte versunken war und viele Szenen so spannend waren.
Leider konnten mich jedoch nicht alle Punkte zu überzeugen. Insbesondere mit den Charakteren bin ich nur bedingt warm geworden. Auch wenn ich Maeve schon mochte und ich die nonbinäre Repräsentation richtig gut fand, blieben viele der anderen Charaktere für mich eher blass. Insbesondere die Nebencharaktere der Gegenseite fühlten sich zum Teil sehr nach comichaften Bösewichten an, während sich die Beziehung zu guten Charakteren viel zu schnell entwickelte. Dadurch wirkten diese Nebencharaktere für mich etwas flach.
Bei Maeve hat mich insbesondere gestört, dass andere Charaktere sie immer wieder auf ihre Probleme oder Traumata stoßen. Dies geschieht, ohne dass die anderen Charaktere davon wissen, aber trotzdem so gezielt, dass es sich völlig unnatürlich anfühlte. Ich hätte mir hier gewünscht, dass die Verarbeitung dieser Themen etwas natürlicher aufgekommen wäre.
Zuletzt gab es immer wieder Kleinigkeiten, die nicht stimmig oder sogar unlogisch waren. Zu Beginn wurde etwa nicht gut darauf geachtet, wann Maeve in der Dunkelheit wie viel hätte sehen können. Dies sind Kleinigkeiten, die im Gesamtbild nicht viel ausmachen, sich hier jedoch für meinen Geschmack etwas zu sehr gehäuft haben.
Fazit:
„Verlorene Städte“ ist eine spannende Geschichte, die mich definitiv packen konnte und die eines der kreativsten Settings hatte, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Dennoch hatte ich leider insbesondere mit den Nebencharakteren und der Unnatürlichkeit bei der Behandlung einiger Themen so meine Probleme.
Profile Image for Melanie Schneider.
Author 9 books95 followers
June 6, 2025
Ich folge Anne Herzel schon seit langem auf Social Media und liebe die Ideen der Geschichten. Vor allem "Verlorene Städte" hat mich angesprochen, weil ich Themen, die auch düsterer sind, sehr mag.

Ich habe prinzipiell auch Vergnügen beim Lesen gehabt, jedoch schnell für mich Punkte entdeckt, die ich schade finde. Zum einen sind es stilistische Stilblüten, wie zum Beispiel, dass Anne manchmal übererklärt oder Beschreibungen unfreiwillig komisch werden. Ein Beispiel: "Ich blinzelte. Etwa ein halbes Dutzend Mal, ehe es mich traf wie eine verdammte Abrissbirne …" - leider nur eines von Vielen.

Das Konzept einer Welt unter London ist für mich super spannend, jedoch bin ich bei einigen Beschreibungen zusammengezuckt. Synonyme finden ist nicht einfach, das ist mir bewusst, aber das Volk unter der Erde als "Unterwelter" zu bezeichnen hat für mich einen schlechten Beigeschmack. Auch, dass so oft eher negativ konnotierte Wörter verwendet wurden als die Selbstbezeichnung "Volk des Lichtes" hat mir kein gutes Gefühl bereitet. Generell ist die Perspektive, der wir folgen, nicht sehr empathisch, was solche Formulierungen angeht. Die Menschen in der Stadt aus Glas sind merkwürdig und werden albinohaft beschrieben. Eine positive Repräsentation hat sich für mich hier jedoch nicht ergeben, da sie eher "naturbezogen" beschrieben werden und Maeve aus der "Zivilisation" vieles natürlich besser weiß.
Auch, dass Maeve sich der Bezeichnung Hüter*in (für mein eigenes Wohlfühlen entgendert, da das Volk sich einem binären Konzept entzieht) verweigert und Selvice weiterhin fälschlicherweise als Bibliothekar und their Arbeitsplatz als Bibliothek bezeichnet, hat sich mies angefühlt. Zum einen ist es eher ein Archiv als eine Bibliothek, zum anderen werden auch hier Selbstbezeichnungen ignoriert.

Maeve ist nonbinär, zumindest gender questioning und beschreibt an einer Stelle auch, wie sie sich fühlt. Diese finde ich nicht komplett gelungen. Es ist zu Beginn recht offen, könnte auch als normale Struggle in einer binär geprägten Gesellschaft, der man sich nicht vollständig unterwerfen will, gelesen werden. Es liest sich ein bisschen wie "du struggelst mit den Erwartungen daran, eine Frau zu sein? Du bist nichtbinär!" - aber das ist nicht automatisch eine Erklärung für solche Gefühle. Es spielt ein bisschen in Argumente von TERFs, die oft genug behaupten, das trans Männer und afab nonbinären Menschen nur der Diskriminierung als Frau entkommen wollen.
Das Ende ist wiederum gut, weil es viele Gedanken von gender questioning Menschen sind: "Ich habe lange gebraucht, um Worte für das zu finden, was ich fühle. Wenn ich in den Spiegel schaue, sehe ich mich selbst nicht als übermäßig weiblich oder männlich. Für keine der beiden Seiten bin ich genug und es hat mich Jahre gekostet, bis ich begriffen habe, dass ich das auch nicht sein muss. Andere wie mich gibt es überall auf der Welt –Missverstandene, losgelöst von der einen Sache, von der andere glauben, sie auf Anhieb erkennen zu können: dem Geschlecht."

Blaise hat zwar gute Ansätze, um Maeve auch zu helfen, bietet ihr aber nicht die Chance als nonbinäre Person mit anderen Pronomen als sie/ihr angesprochen zu werden. Auch ist er nicht gerade gut darin, wirklich sympathisch zu sein, außer dem oberflächlichen Verhalten. Er zieht Maeve ohne Konsens aus dem selbstgewählten Exil und hält Maeve an einer Stelle auch etwas außer Reichweite, was Maeve etwas bedeutet. Nur nach und nach kommt man in die Gefühle, die ihn auch nachvollziehbar machen, das hat mir persönlich zu lange gedauert.

Ich hätte es schön gefunden, wenn in einer Welt, in der binäre Systeme abgelehnt werden, auch konsequent entgendert wird. Stellenweise wird das auch getan, doch zu oft wird mir mit männlichen Allgemeinbezeichnungen gedient, die sich gerade im gender nonconforming Volk des Lichts schlecht angefühlt haben. Zusätzlich zu Perspektivbrüchen und häufigen Wortwiederholungen sowie extrem langen Titeln hat mir das das Lesen kontinuierlich mehr Probleme bereitet.
Dennoch wollte ich es beenden, weil ich Hoffnungen hatte und einige Konzepte vielversprechend waren. Doch es las sich leider recht simpel und den Twist um Blaise empfand ich nicht sehr überraschend. Nur das mit dem Zeichen des Hüters der Unterstädte würde mich noch reizen, den zweiten Band zur Hand zu nehmen. Das wird dann aber eher eine Bibliotheksausleihe.

Ich bin traurig, dass mich das Buch nicht mehr überzeugen konnte und gerade das stilistische sich nach diversen Veröffentlichungen noch nicht besser eingegroovt hat. Ich werde aber die Augen aufhalten und Anne Herzel auch gern weiter supporten, wo es mir möglich ist!
Profile Image for ZeilenZauber.
883 reviews6 followers
May 30, 2025
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Kaum hatte ich das Buch begonnen, tauchte ich auch schon gemeinsam mit Maeva in die Katakomben ein. Es war dunkel, Maeve hatte keine Ahnung, wo sie sich befand und ich spürte die Beklemmung. Ich war schon mal im Dunkeln essen, doch das war total easy, da wir gemütlich im Restaurant saßen. Aber in den Katakomben war es eine ganz andere Hausnummer, allein mit Maeva, puh, da klopfte mein Herz deutlich schneller.
Unter London existiert eine weitere Welt, die sich in unterschiedliche Ebenen aufteilt und Eindringlingen nicht unbedingt freundlich gesinnt ist.
Ich erkundete mit Maeve die unbekannten Bereiche und tastete mich mit ihr durch die Finsternis. Wir lernten Blaise und seine Lebensweise kennen.
Dabei geschah das Worldbuidling en passant und war äußerst lebendig. Es gab ein paar Plotholes und Ungereimtheiten, die zwar meinen Lesespaß nicht minderten, mich aber stellenweise die Stirn runzeln ließen.
Die Welt unter London wurde von der Autorin faszinierend in Szene gesetzt und zog mich in ihren Bann. Das Niveau der Spannung war gut gewählt und der Wechsel von „Ich kann kaum atmen, so spannend geht es zu“ und „Puh, jetzt atmen wir erst mal durch“ war ausgewogen. Auch die Übergänge zwischen diesen Extremen waren fließend und ich war immer von der Handlung gefesselt und stets mitten im Geschehen.
Dazu trug auch der locker-leichte Schreibstil bei, der mich durch die Seiten fliegen ließ.
Grundsätzlich waren die Charaktere lebendig geschaffen. Jedoch blieben die Figuren rund um die Protagonisten ein wenig flach und eindimensional.
Eventuell ist für einige Lesende wichtig, dass Maeve sich als non-binär definiert. Aber mir ist das schnuppe. Entweder ich mag die Figur oder nicht, aber ihre Selbstdefinition hat auf meine Meinung keinen Einfluss.
Da mir aber die Idee so gut gefallen hat, bleibt es bei 5 Katakomben-Sterne, die allerdings recht knapp ausfallen. Ich bin total auf den zweiten Teil und die Abenteuer von Maeve und Blaise gespannt.
‘*‘ Klappentext ‘*‘
Der Höllenschlund unter London, genannt die Katakomben: ein in den 90er Jahren entdecktes Höhlensystem jenseits der U-Bahn-Tunnel, das Tausende Meter in die Tiefe reicht. Seinen Grund hat man bis heute nicht gefunden. Maeve O’Sullivan studiert an der University of Dublin und verfolgt das Ziel, zu einem Mudlark zu werden: einem eingefleischten Tiefenschürfer, der nach Schätzen in den Gewölben sucht. Angestachelt durch eine Wette steigt sie in die Tunnel hinab … verirrt sich jedoch. In dem Versuch, an die Oberfläche zurückzukehren, gelangt sie immer tiefer in dieses Netzwerk verworrener Korridore, bevölkert von grotesken Wesen wie heimtückischen Schlingpflanzen und wandernden Steinen. Dort begegnet sie dem rätselhaften Blaise. Er rettet sie vor dem sogenannten Wächter, einer Kreatur, die selbst die Mudlarks fürchten. Maeve wird von diesem mit einem Zeichen belegt, das sie zu einem Leben in der Tiefe verdammt – ohne die Möglichkeit, die Katakomben je wieder zu verlassen. Gemeinsam mit Blaise beginnt sie eine Reise in die Tiefe, mit dem Ziel, am Grund der Unterwelt eine Heilung zu finden.
Profile Image for Kimberly L..
642 reviews39 followers
July 10, 2025
Dieses Buch habe ich seit der Ankündigung auf meinem Radar gehabt, es klang so vielversprechend und besonders und dann zog mich das Cover auch direkt in den Bann, da ich es wunderschön düster und geheimnisvoll illustriert finde.
Die Handlung steigt schnell ein und alles nimmt rasant seinen Lauf. Genau so bleibt es auch bis zum Schluss, das Erzähltempo ist rasant und die Ereignisse überschlagen sich auf der Reise hinab. Trotzdem bleiben die Charaktere und das Worldbuilding nicht auf der Strecke, was mir trotz der doch wenigen Seiten für ein Fantasy-Roman, sehr positiv überrascht hat.
Mit ein paar kleineren Details der Handlung und Charakterentwicklung konnte ich mich nicht ganz anfreunden und haben für mich nicht ganz rund bzw. am Ende doch etwas vorschnell gewirkt.
Dennoch für die Originalität und Repräsentation 4 Sterne und eine Empfehlung!
Profile Image for Joe.
54 reviews
April 28, 2025
"Verlorene Städte" hat ein cooles Konzept. Leider hat mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen können.

Das Positive zuerst: Mir gefiel die Repräsentation von nicht-binären Figuren. Einmal Hauptfigur Maeve sowie die Idee eines ganzen Volkes ohne festgeschriebene Geschlechterrollen. Dafür gibt’s einen großen Pluspunkt.

Die Welt wurde mit viel Liebe zum Detail erschaffen. Es gibt viele interessante Pflanzen und Tiere in den Katakomben. Mal lauern dort unten Gefahren, mal trifft Maeve auf harmlose, niedliche Hermeline. Etwas schade ist es, wie es umgesetzt wurde. Gleich zu Beginn wird ein unterirdisches Phänomen nach dem anderen wie am Fließband abgefertigt - der Name wird genannt, gefolgt von einer kurzen Erklärung, was es ist. Kaum freundet man sich mit den neuen Fakten an, entdeckt Maeve das nächste Phänomen. Anstatt vollends in die Welt eintauchen zu können, muss man mit viel Infodump rechnen. Das bessert sich im Verlauf recht schnell, dafür gibt es später andere Schwächen.

Auch wenn Maeve ein klares Ziel vor Augen hat, fand ich ihr Handeln nicht immer ganz nachvollziehbar. Ihr Charakter wirkt sehr blass und passiv. So naiv, wie sie sich in den Katakomben bewegt, merkt man ihr nicht wirklich an, dass sie Katakombenforschung (ein merkwürdig spezifischer Studiengang) studiert. Ihre Vorgeschichte wirkt leider sehr klischeehaft. Auch wenn es nicht komplett an der Realität vorbei ist, finde ich es ein wenig schade, dass Maeves gesamtes Umfeld so übertrieben transfeindlich und verständnislos dargestellt wird, dass man sie sogar aus dem Haus geschmissen hat.
Mit den anderen Charakteren wurde ich ebenso wenig warm. Blaise und Selvice hatten ihre Momente, nur wirklich mitfiebern konnte ich nicht, da sie mir nicht viel bedeuteten.

Die Handlung wirkt an einigen Stellen sehr konstruiert. Man hat den Anschein, als geschähen manche Dinge nur, damit der Plot vorwärtsgeht.
Mich wundert es beispielsweise, wie die gesamte Frenzy Plant in Flammen stehen konnte – in einer Höhle! – Maeve festhielt, diese aber weder Probleme mit übergreifenden Flammen noch mit Rauch hatte. Anschließend fällt sie, nachdem der Boden unter ihnen zusammenbricht, weich auf das Teil drauf, das eben noch lichterloh gebrannt hat.
Schade ist es auch, dass eine große Enthüllung gegen Ende des Buchs, so interessant sie auch war, nur entsteht, weil die Figuren nicht vorher miteinander geredet haben (obwohl Maeve schon so viele Wochen unter der Erde verbracht hat).

Sprachlich ist es nicht immer ganz rund. Es gibt manchmal merkwürdige Wendungen, wie z. B. "Das Flüstern trug nicht weit, wahrscheinlich um niemanden zu stören." (Hat Flüstern so an sich, dass es nicht jede*r hören soll.) Solche Sätze kann man geflissentlich ignorieren, da es sich sonst recht flüssig liest. Weniger schön ist die inkonsequente Deklination von "dey". Mal ist der Akkusativ "demm", mal ist er "dey". Mal steht "dey" sogar als Dativ da, was grammatikalisch falsch ist.

Mein Highlight war es nicht, aber man kann dennoch seinen Spaß mit diesem Buch haben, wenn man die Handlung mal außer Acht lässt und einfach nur in die Welt eintauchen will.

Vielen Dank an Netgalley für das kostenlose Rezensionsexemplar.
1 review
March 5, 2025
Mega Buch. Nicht nur die Story war schlau und gut durchdacht sondern auch das Cover ist immer wieder schon anzusehen.
151 reviews
January 6, 2026
Eine Reise zum Mittelpunkt der Erde
Maeve träumt davon, eines Tages ein Mudlark zu werden: ein Tiefenschürfer, der die unheimlichen Abgründe unter Londons U-Bahn-Netz erforscht und in unbekannte Tiefen jenseits der Vorstellungskraft hinabsteigt. Um sich zu beweisen, steigt Maeve allein in die Abgründe, verirrt sich jedoch, als sie von seltsamen Kreaturen gejagt wird. Gerettet wird sie schließlich von Blaise, einem Mann, der nicht von dieser Welt zu sein scheint. An seiner Seite lernt sie, dass alles, was sie über die Abgründe zu wissen glaubte, bloß der Hauch einer Ahnung war und sie muss noch viel tiefer graben, wenn sie einen Weg zurück an die Oberfläche finden will…

Wer bei der Lektüre von Jules Vernes Buch „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ fasziniert von den unendlichen Weiten der Tiefe, den riesigen Pilzen und seltsamen Kreaturen war, der kommt mit der Lichter unter London-Dilogie voll auf seine Kosten. Anne Herzel nimmt uns mit in eine einzigartige, mystische und auch gruselige Welt, in der es mehr Schatten als Licht gibt, unzählige gefährliche und faszinierende Lebewesen und mehr als ein uraltes Geheimnis.

Schritt für Schritt entdeckt Maeve die Schichten der Katakomben, dringt tiefer ein in das Labyrinth und spielt mit der Vorstellungskraft des Lesers und mit der Wahrnehmung eines Menschen. Die Autorin baut spielend leicht ein bisschen Gesellschaftskritik zwischen all die Rätsel und setzt ganz ungezwungen ein Zeichen für die Vielfalt. Entdecker und Rätsellöser, solche, die neugierig auf das Unbekannte sind, die offen für neue Ideen sind und jene, die das Videospiel „The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom“ geliebt haben, lest dieses Buch, ihr werdet es nicht bereuen. Aber nehmt eine Taschenlampe mit, die Nacht endet niemals, an Orten, wo die Sonne nicht scheint.
Profile Image for Susanne Krajan.
1,251 reviews9 followers
April 22, 2025
Maeve hat die Nase voll davon, dass sie und einige ihrer Kommilitonen gemobbt werden. Also beschließt sie einen Splitterkristall aus den Katakomben Londons zu besorgen und so die Stimmen zum verstummen zu bringen. Doch ihr Plan geht gehörig schief. Maeve findet sich plötzlich ziemlich tief in den Katakomben wieder und trifft dort auf seltsame Pflanzen und Wesen. Eines davon verdammt sie dazu in den Tunnel leben zu müssen. Doch gibt es wirklich gar keine Möglichkeit zurück ins alte Leben zu können?

Wie mega ist bitte dieses Setting? Die Idee mit den Katakomben unter London hat mir wahnsinnig gut gefallen. Die Autorin bringt auch die düstere und gefahrenvolle Stimmung gut rüber. Die Umgebung ist super beschrieben, was auch für die Kreaturen, Pflanzen und natürlich für die Gläserne Stadt gilt. Das war wirklich faszinierend. Eine echte Entdeckungsreihe je tiefer man auch unter die Erde kommt.

So schön die Gläserne Stadt auch ist, ist natürlich dennoch erstmal ein Schock, wenn man plötzlich eröffnet bekommt, dass dies das neue Zuhause jetzt vermutlich wird. Durch die Zeichnung des Wächters in den Tiefen der Katakomben ist keine Rückkehr ins alte Leben möglich, da man dann sterben würde. Das war an sich auch gut dargestellt.

Maeve war gerade zu  Beginn mein Knackpunkt. Ich fand sie so naiv und überheblich, wie sie sich blindlings in die Gefahr stürzt. Es ändert sich mit der Zeit etwas, aber so richtig warm wurde ich dennoch leider nicht mit ihr. 

Blaise war da etwas sympathischer auch auch zu ihm ab es leider keinen Draht zu mir.

Die Schicksale und Hintergründe beider Figuren haben mich nicht wirklich bewegt.

Fazit

Mir hat es hier die Grundidee absolut angetan. Die Autorin hat es für mich auch geschafft die Atmosphäre sehr gut darzustellen. Pluspunkt sind definitiv auch die Dinge, die es zu entdecken gibt. Prunkalligatoren, Schweine die in Lava leben, Städte aus Glas usw. Allerdings zog es sich hier und da für meinen Geschmack etwas. Leider kam ich mit den Charakteren nur so semi gut zurecht. Daher bekommt der Auftakt leider nur 3 Sterne von mir. Teil 2 lese ich tatsächlich auch nur, wie ich ihn schon da habe
Profile Image for Milan.
1 review
August 3, 2025
Das Buch lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn der Plot manchmal ein bisschen geforct scheint, als ob Dinge nur passieren um die Story voranzutreiben. Ich mag den Aspekt dass Maeve non binary ist, auch wenn es aus meiner Sicht an der Umsetzung etwas hadert. Die Welt in der die Geschichte spielt ist mal etwas neues und erinnert vage an ein DnD Setting, es macht viel Spaß darin einzutauchen.
Profile Image for lauras_garden_of_books.
417 reviews15 followers
May 7, 2025
REZENSION 4,5 Sterne ⭐️

Maeve möchte ein Mudlark werden, die in dem Labyrinth-Geflecht unter London nach Schätzen suchen. Durch ihren Übermut verliert Maeve sich in den Tunneln und findet den Weg zurück nicht mehr. In den tiefen Schichten begegnet sie gefahrvollen Pflanzen und Wesen. Die Unterwelt hat ein ganz eigenes Ökosystem, hier herrschen komplett andere Gesetze. Durch ihren mysteriösen Retter Blaise, lernt Maeve die Unterweltler kennen, ein Volk, das hier mithilfe des großen Energiekristalls schon lange lebt. Doch die Oberwelt, speziell die Mudlarks, bedrohen ihre Welt, indem sie ihnen die für sie lebenswichtigen Ressourcen gewaltsam rauben. Maeve ist gezwungen ihre Weltanschauung zu überdenken. Und sie hat noch ein viel größeres Problem; sie wurde von einem Wesen verletzt/gezeichnet und kann dadurch die Katakomben nie mehr verlassen; doch womöglich lässt sich in den in den tieferen Schichten der Katakomben ein Heilmittel finden?

Ich war sehr positiv überrascht über diesen Auftaktband! Mich hat die Unterwelt, die Pflanzen und Wesen, die Gesetzmäßigkeiten die hier herrschen und die Geschichte der Unterweltler total fasziniert. Anne Herzel hat das alles sehr gut durchdacht und zeigt hier einen großen und bewundernswerten Ideenreichtum, der nie abreißt. Ich finde toll, dass das Thema „Ausbeutung von Ressourcen“ in diesem Roman einen Platz findet und es wird sich gegen das Stereotypieren von Geschlechterrollen aufgelehnt - dass man einfach sein darf, weg vom „Schubladen-Denken“ 👌
Positiv empfand ich auch die enthaltene Liebesgeschichte; diese entwickelt sich sehr sehr langsam und nachvollziehbar und steht nach Band 1 auch noch völlig am Anfang 👍
Die Handlung ist durchweg spannend; auf ruhige Szenen folgen viel Action-Szenen; mich hat das Buch bestens unterhalten und die Enthüllungen am Ende feuern meine Vorfreude auf Band 2 weiter an.
Profile Image for Liz Weasleyhead.
901 reviews88 followers
June 7, 2025
4.5/5
Wow 😱
Was für eine kreative und fantasievolle Story mit den Katakomben unter London als interessantes aber vorallem unverbrauchtes Setting ❤️
Maeve war mir so unglaublich sympathisch und nahbar 🥰
Anfangs noch ein wenig ungewohnt für mich, aber sehr wichtig, war die non binäre Ansprache, welche im Buch immer weiter etabliert wurde 🤓
Anfang bis Ende war ich total gefesselt von der Geschichte und all den skurrilen Wesen der Katakomben 🥰
Die Synchronsprecherin hat es geschafft die dichte, düstere und mystische Atmosphäre einzufangen und ich wollte das Hörbuch am liebsten gar nicht stoppen 😱❤️
Es hat mich ein wenig an eine Kombination aus die Stadt der träumenden Bücher und Made in Abyss erinnert und das habe ich so geliebt ❤️
Jedoch fehlte mir der allerletzte Funke um wirklich Feuer und Flamme zu sein 😕
Trotzdem eine riesen Empfehlung für alle Fantasy Fans ❤️
2 reviews
March 5, 2025
Mega cooles Buch von einer tollen Autorin! :3
Profile Image for Petra.
352 reviews1 follower
June 9, 2025
Vor einigen Jahrzehnten wurden unterhalb der Londoner U-Bahn geheimnisvolle Katakomben entdeckt. Die Mudlarks, ehemals Schatzsucher im Schlamm der Themse, machen es sich zur Aufgabe, diese zu erforschen.

Ein nicht ganz durchdachter Deal bringt Maeve O‘Sullivan dazu, nicht nur die Führung in die Katakomben, sondern auch die sicheren Wege zu verlassen, und so findet sie sich nun alleine wieder, ohne zu wissen, wo sie ist, und wie sie wieder nach oben kommt. Als Studentin der Katakombenforschung weiß sie zudem, dass es nicht dort nicht ungefährlich ist, es gibt gefährliche Pflanzen und Wesen, und sie ist auch noch ohne Verpflegung unterwegs.

Der Roman, erster Band einer Dilogie, bringt Maeve und die Leser:innen in die obersten vier Teile dieser Unterwelt, insgesamt soll es sieben geben, so dass es auch für den zweiten Band noch einiges zu entdecken geben wird. Anna Herzel zeigt dabei viel Phantasie, die einzelnen Teile, Drops genannt, sind sehr unterschiedlich und werden anschaulich und phantasievoll beschrieben, man sieht sie direkt vor sich. Alle haben aber auch ihre eigenen Gefahren.

Alleine wäre Maeve sicher nicht weit gekommen, zum Glück trifft sie auf einige Menschen, die ihr weiterhelfen können. Da ist zum Beispiel Blaise, der schon viele Jahre in der Unterwelt lebt, auch einige Mudlarks kreuzen ihren Weg. Gerade mit letzteren wird sie nicht nur gute Erfahrungen machen.

Leider entwickelte sich der Roman für mich sehr ambivalent. Die sehr phantasievolle Welt, deren Fauna und Flora immer wieder Überraschungen birgt, gefällt mir gut. Bei den Charakteren sieht das ein bisschen anders aus. Gerade Maeve kommt mir leider gar nicht nahe, auch wenn sie die Geschichte selbst in Ich-Form erzählt. Ich kann sie nicht richtig greifen, auch, weil sie Dinge tut, die oft naiv, manchmal auch dumm sind. Immerhin ist ihr die Unterwelt nicht ganz unbekannt, sie studiert sie schließlich, auch wenn sie noch nicht selbst vor Ort war. Unbedarftes Handeln kann sie hier in größte Gefahr bringen, das sollte ihr klar sein, hätte ihr schon klar sein müssen, bevor sie sich überhaupt hierher begeben hat. Manchmal hat man das Gefühl keine erwachsene Person vor sich zu haben. Ohne ihre Begleiter:innen könnte sie nicht überleben.

Die Erzählweise erscheint mir oft etwas holperig, gerade da, wo sie wohl poetisch sein soll, kommt das bei mir nicht richtig an. Manche Worte finde ich nicht ganz passend, und auch die Logik scheint mir manchmal ein wenig auf der Strecke zu bleiben. Etwas gestört haben mich die dauernden Andeutungen, dass sowohl Blaise als auch Maeve in ihrer Vergangenheit Traumata erlebt haben, dies wurde mir zu langgezogen. Das sollte wohl Spannung erzeugen, hat bei mir aber eher das Gegenteil erzeugt, zumal ich früh ahnte, was passiert sein musste.

Gestört hat mich auch die sich entwickelnde Problematik um die Mudlarks, die es für eine spannende Story gar nicht in dieser sehr extremen Weise gebraucht hätte. Ich hatte hier ständig das Gefühl von aufgesetzt und überzogen.

Ansonsten ist die Geschichte immer wieder spannend, und am Ende war ich auf jeden Fall neugierig genug, um auch den zweiten Band lesen zu wollen.

Bei mir punktete der Roman vor allem durch die phantasievolle Welt, hier bin ich auch gespannt, auf die weiteren Drops. Leider konnte mich der Roman nicht in allem überzeugen, vor allem Maeve machte es mir schwer, sie zu mögen, und die Gegenspieler:innen erschienen mir unnötig
Profile Image for faanielibri.
839 reviews63 followers
May 25, 2025
Anne Herzels Dilogieaufakt ‚Verlorene Städte‘ nimmt die Leser*innen mit in den Untergrund Londons und schafft dabei eine Welt voller Gefahren und Schätze, bedrohlicher Wesen und Überraschungen. In weiten Teilen gefiel mir die Geschichte gut, allerdings haben sich nicht nur die Protagonist*innen in den Weiten des Untergrunds verloren.

Katakomben haben wahrscheinlich nicht nur für mich eine gewisse Faszination und Morbidität. Sie dienen als letzte Ruhestätte und sind Zeugen der Vergangenheit, geben Aufschluss über Kultur, Sozialstruktur und Religion unserer Vorfahren. Anne Herzel nimmt sich die Londoner Katakomben als Vorbild und verpasst ihnen eine schier unendliche Größe und mysteriöse Bewohner*innen.
Das Setting hatte mich deshalb vom Fleck weg überzeugt. Mysteriöse und gefährliche Kreaturen, leuchtende Fauna, Wasser, das sich seinen Weg durch das Gestein bahnt.. Ein eigenes Ökosystem unterhalb Londons! Die Atmosphäre war von Beginn an düster und geheimnisvoll, die Kühle des Untergrunds auf jeder Seite spürbar. Leider wurde das im Verlauf der Handlung immer mehr zu einem Infodumping. Je tiefer die Figuren in den Untergrund eingedrungen sind, desto mehr Gefahren lauerten und desto öfter wurde das gleich Schema abgespielt: Neuer Abschnitt, neue bedrohliche Wesen, nächster Abschnitt, noch mehr Wesen und auch Pflanzen. Böse Leute! Es war dadurch für mich sehr eindimensional und führte dazu, dass ich beim Lesen oft abgeschweift bin. Viele Dinge passieren außerdem allein des Plots wegen und um die Handlung voranzutreiben.
Gut gefallen hat mir dagegen die Repräsentation und die Infragestellung des Konzepts der Binarität, das Aufbrechen und Infragestellen klassischer Geschlechterrollen.

Maeve selbst wirkt auf mich etwas naiv und ihr Handeln ist nicht immer nachvollziehbar. Sie ist Studentin des sehr spezifischen Studienfachs ‚Katakombenforschung‘ und seit eines leider nicht sehr tiefgehend beschriebenen Ereignisses der Vergangenheit sehr auf die Katakomben fixiert. Wir folgen ihr also in den Untergrund, da sie dort einen der Splitterkristalle holen möchte, um gegenüber ihren Mitstudent*innen ihre Furchtlosigkeit zu demonstrieren.. Aufgrund der Verkettung einiger unglücklicher Umstände geht sie in den Weiten der unterirdischen Welt verloren und sieht sich vielen Gefahren und interessanten Entdeckungen gegenüber. Schon alleine diese Ausgangssituation und deren Herbeiführung fand ich schwach und nicht überzeugend, trotzdem macht es Spaß, Maeve in die Welt zu folgen, alles zu entdecken und zu bestaunen. Richtig warm geworden bin ich aber wegen ihrer überheblichen Art nicht mit ihr. Blaise als eine Figur, die ihr zur Seite gestellt wird, ist da um einiges interessanter und sympathischer, auch wenn er relativ fremd bleibt. Leider sind die Nebenfiguren meist ebenfalls sehr eindimensional, vor allem die Gegenspielerin sehr klischeehaft und böse. Das hat mich ein bisschen enttäuscht, da die Welt wirklich cool ist, aber Figuren und Plot sie für mich nicht ausfüllen konnten.

Die Figuren und der Plot sind für mich die größten Schwachstellen des Romans, die faszinierende Welt der Katakomben und die Repräsentation machen das aber wieder wett und den Dilogieauftakt auf jeden Fall lesenswert. 3,5 Sterne.
Profile Image for Lizzy Curse.
304 reviews10 followers
April 26, 2025
Ein verborgenes Reich unter der Londoner Metropole? Das musste ich lesen! Allein schon, weil ich ein großer Fan der „Uralten Metropole“ von Christoph Marzi bin und mich solche Geschichten immer faszinieren.

Der Höllenschlund unter London ist ein Höhlensystem, das sich sehr tief in den Erdmantel frisst. Es wurde in den 90er entdeckt - und Murdlarks, eingefleischte Tiefenschürfer, fördern wundersame Schätze aus den Tiefen - Maeve, Studierende in Dublin, steigt aufgrund einer Wette in die Tiefen hinab - und gerät immer tiefer in die verworrenen Gänge, bevölkert von grotesken Wesen und wundersamen tödlichen Pflanzen. Sie wird von einem Wesen gezeichnet und sucht gemeinsam mit einem unterirdischen Taschendieb nach Heilung, ansonsten ist sie dazu bestimmt, nie wieder das Sonnenlicht zu erblicken …

Ich bin hin und her gerissen! Die unterirdische Welt, die Anne Herzel geschaffen hat, ist wunderschön und an jeder Ecke erwartet Meave, erwartet den Lesenden, ein neues Wunder, neue wundersame Kreaturen und Wesen, neue Freunde und Feinde. Für Entdecker fremder Welten sind die Verlorenen Städte genau das, was er immer gesucht hat. Herzel beschreibt die Welt unter London mit eindringlichen Worten und unglaublich viel Fantasie, sodass die Ranken, die Monster oder die Stadt aus Glas förmlich aus den Seiten heraus und in unser Hirn wachsen. Meave findet unter London auch unerwartet Freunde wie den Taschendieb Blaise und eine Stadt, die fantastischer nicht sein könnte oder eine Sichtweise auf die Menschen, die sich von der, die Meave kennt und ablehnt, unterscheidet.

Warum bin ich nun nicht vollends begeistert? Meave war mir nie nah, besonders zu Beginn ging sie mir mit ihrer Art, keine Sekunde Entscheidungen zu reflektieren, auf Die Nerven. Natürlich verstehe ich, dass zugunsten des Plots die Figuren erst mal positioniert werden mussten - nur für die Beziehung von Meave und mir war das ein ungünstiger Ausgangspunkt. Blaise mochte ich da schon lieber.

So bin ich eigentlich nie bei den Figuren wirklich angekommen - was schade ist! Ich hatte das Gefühl, es sollte möglichst viel von dieser wirklich fantastischen Unterwelt gezeigt werden - und deshalb kam die Gruppe, die sich im Laufe des Buches gebildet hatte, immer wieder in brenzlige Situationen inmitten von Pilzen, schwarzen Schweinen und Glasfragmenten. Auf die Dauer dünnt das für mich den Plot aus.

Alles in allem empfehle ich es für Entdecker - die Welt, die Anne Herzel geschaffen hat in angefüllt mit Wundern an jeder Ecke und es macht Spaß, sie auf Meaves Perspektive zu erforschen. Ich wurde leider mit der Protagonistin nicht warm und bin ihr deshalb auch nur mit halben Herzen gefolgt - und muss sie am Ende des ersten Bandes der Dilogie verlassen. 3 Sterne.

Profile Image for Silke Tellers.
335 reviews
June 13, 2025
Maeve O’Sullivan ist Studentin in Dublin und möchte eine Mudlark werden, eine Tiefenschürferin, die die Schätze in den Katakomben unter London freilegen will. Diese Katakomben wurden vor nicht allzu langer Zeit entdeckt und niemand weiß, wie tief sie wirklich führen. Nach einer Art Wette mit anderen Mudlarks begibt sie sich mit einer Touristengruppe in die Katakomben, schleicht sich von ihnen weg und... verirrt sich. Bei ihren Versuchen wieder an die Oberfläche zu gelangen, begegnet sie dem geheimnisvollen Blaise, der sie vor einem der Wächter rettet. Aber wird es ihnen gelingen, Maeve wieder an die Oberfläche zu bringen oder wird sie in den Katakomben bleiben müssen?
Dieses wundervolle Cover hat mich magisch angezogen und die Geschichte klang so außergewöhnlich, dass ich sie unbedingt lesen wollte.
Autorin Anne Herzel wirft den Leser hier gleich mitten ins Geschehen, wir wissen lediglich durch den Klappentext ein wenig, warum Maeve in diesen Katakomben steckt. Dabei gefiel mir hier der Schreibstil unheimlich gut, denn die Autorin schreibt gut verständlich und absolut bildgewaltig.
Das Setting, die geheimnisvollen Katakomben, sind ebenfalls beeindruckend, denn diese uralten Gänge und Wesen haben durchaus eine ganz eigene Faszination und wirken düster und ein wenig unheimlich. Beeindruckend war auch die Vorstellung, dass es dort unten ein ganz eigenes Ökosystem gibt, dessen Lebewesen an unserer Erdoberfläche zu Grunde gehen würden.
Die Atmosphäre war deutlich spürbar und gut umgesetzt und hatte auch den ein oder anderen Gänsehautmoment parat.
Die Handlung entwickelt sich insgesamt ruhig und langsam, so dass man als Leser einen intensiven Eindruck über die Welt erhält. Aber es gibt auch immer wieder spannende Momente, die sich zwar inhaltlich ein wenig wiederholten, aber auch eine gewisse Abwechslung ins Geschehen brachten.
Protagonistin Maeve, zu Beginn naiv und unüberlegt, entwickelt sich hier glaubhaft weiter und wächst mit ihren Herausforderungen. Blaise, zunächst geheimnisvoll, wurde mir sehr schnell sympathisch und wuchs mir ans Herz. Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung zwischen den beiden Charakteren, die zunächst sich voller Misstrauen begegnen und nach und nach Freunde wurden. Wer auf eine romantische Lovestory mit Spice hofft, wird allerdings ergebnislos bleiben, wenn überhaupt haben sich die Figuren nur ganz zart angenähert.
Mein Fazit: Insgesamt hat mir dieses Buch unheimlich gut gefallen, die Idee war neu und frisch und die Art des Erzählens so bildlich, dass man mitten im Geschehen war. Die Protagonisten sind durchdacht, glaubwürdig und entwickeln sich im Laufe der Handlung. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
16 reviews
May 23, 2025
In dem Buch “Verlorene Städte“ begleiten wir Maeve, eine mutige und entschlossene Protagonistin, die sich in die gefährlichen Katakomben unter London wagt, um ihren Kommilitonen etwas zu beweisen. Maeve ist kein typischer Held – sie ist fehlbar, aber unglaublich stark, sowohl körperlich als auch emotional. Ihre Reise in die Tiefe wird zu einem Kampf ums Überleben, bei dem sie auf unerwartete Verbündete wie den rätselhaften Taschendieb Blaise und das Volk des Lichts trifft.

Die Geschichte überzeugt durch ihre dichte Atmosphäre und die faszinierende Welt der Katakomben, die voller mysteriöser Kreaturen und alter Geheimnisse steckt. Der Schreibstil ist packend und lässt einen schnell in die Handlung eintauchen. Besonders gut gefallen haben mir die lebendigen Beschreibungen der Unterwelt und die komplexen Charaktere, die viele verschiedene Charakterzüge zeigen.

Die Dynamik zwischen Maeve und Blaise ist ein Highlight – anfangs voller Misstrauen, entwickelt sich ihre Beziehung langsam zu etwas Tieferem, ohne dabei kitschig zu wirken. Die Handlung ist gespickt mit unerwarteten Wendungen, die die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten. Einzig die etwas abrupten Perspektivwechsel und die teils düstere Stimmung könnten nicht jedem gefallen.

Alles in allem ist “Verlorene Städte“ ein fesselndes Abenteuer mit einer starken Protagonistin, einer einzigartigen Welt und einer Prise Romantik. Wer Fantasy mit düsteren Untertönen und gut ausgearbeiteten Charakteren mag, wird dieses Buch lieben. 4 von 5 Sternen.
Profile Image for pqrs.books.
56 reviews1 follower
May 2, 2025
Verlorene Städte ist der erste Teil einer Dilogie.
Und ich habe es wirklich genossen dieses Buch zu lesen. Natürlich gibt es in Debütromanen immer mal Kleinigkeiten die vielleicht unstimmig sind, aber hier sind sie sehr einfach zu ignorieren und stören absolut nicht den Lesefluss.

Wir haben hier eine Fantasy Welt die definitiv mal was „neues“ und mit Sicherheit nicht Mainstream ist. Es geht in Katakomben unter London - aber sind es wirklich noch einfache Gänge? Definitiv nicht. Die Autorin arbeitet mit einem System was ein bisschen an die Kreise der Hölle erinnert, nur irgendwie cooler und interessanter.
Dabei lernen wir mit der Protagonistin gemeinsam die Welt kennen; das Worldbuilding ist also durch das Buch hindurch verteilt.

Insgesamt ist das Buch sehr kurzweilig geschrieben. Man hat immer wieder Szenen in denen man das Gefühl hat die Luft anhalten zu müssen, doch am Besten war für mich die Gesellschaft in der Unterwelt, die die Autorin erdacht hat, denn diese lädt zu einem Gedankenspiel ein. Was ist, wenn es keine Geschlechter gibt? Was ist wenn keine Biologischen Merkmale Rollen aufzwingen? Super spannende Idee und ich freue mich schon diese in Band 2 mehr ausgearbeitet zu sehen.
Auch Found-Family haben wir als Trope- einfach ein gelungenes Buch.

Danke an Netgalley für das Rezensionsexemplar!
Profile Image for Julia .
166 reviews
April 14, 2025
Verlorene Städte von Anne Herzel hat mich mit seiner Grundidee sofort neugierig gemacht: eine geheimnisvolle Welt unter London, voller unbekannter Tiefenschichten, seltsamer Pflanzen und bizarrer Wesen. Diese Vorstellung, sich Ebene für Ebene durch eine fremde Welt zu bewegen, fand ich spannend – und gerade dieses Erkunden hat mir am meisten Freude bereitet. Jede Schicht hatte ihren eigenen Reiz, das Setting war atmosphärisch und fantasievoll gestaltet.

Emotional konnte mich die Geschichte allerdings nicht ganz so mitreißen, wie ich es mir gewünscht hätte. Sie ist gut geschrieben, keine Frage, aber der letzte Funke ist bei mir nicht ganz übergesprungen. Auch die Figuren blieben für mich teils ein wenig blass. Besonders Blaises Hintergrundgeschichte wurde sehr lange zurückgehalten, obwohl sich vieles davon bereits angedeutet hatte.
Spannend fand ich, dass mit Maeve O'Sullivan eine nonbinäre Hauptfigur im Zentrum steht. Solche Repräsentation ist im deutschsprachigen Fantasybereich noch nicht selbstverständlich. Die sprachliche Umsetzung mit neopronomenartigen Begriffen war für mich anfangs ungewohnt und hat mich gelegentlich aus dem Lesefluss gebracht – das ist aber sicher Geschmackssache und hängt stark von der persönlichen Leserfahrung ab.

Insgesamt ist Verlorene Städte ein originelles, atmosphärisches Fantasybuch mit einem ungewöhnlichen Setting und dem Mut, neue Wege zu gehen. Es war für mich kein persönliches Highlight, aber definitiv ein interessantes Leseerlebnis – und ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.
Profile Image for Catwithbooks.
2,399 reviews9 followers
June 1, 2025
Ich hier wollte ich sehr gern die Geschichte lieben, allein schon da bin Ben Aaronovitch beworben wird. Leider liegen da wirklich Welten zwischen diesen beiden Reihen und sind nicht vergleichbar.

Man wird recht schnell in die Handlung reingeworfen und man weiß gar nicht wie sich einem geschieht. Gegen einen schnelle Einstieg habe ich nichts, aber irgendwie war mir das hier absolut zu wuselig und als müsste man ganz schnell auf wenig Seiten viel passieren lassen. Das fand ich leider nicht so gut umgesetzt.
Zwar wird die Welt unter der Erde sehr detailreich und fantasievoll beschrieben, aber das ganze drum herum ist schlecht zu fassen. Was ist mit der Oberwelt? Klar werden später einiges an Begriffe kommen, die jetzt auch kennt, aber sonst?
Gefühlt sollte die Unterwelt wohl komplexer sein, als sie dann in Wirklichkeit war. Maeve hinterfragt einfach nichts, sie fügt sich in einfach alles ein. Ich hätte viel mehr Fragen gehabt.
Was es mit Blaise auf sich hatte, war jetzt auch keine große Überraschung gewesen, also für mich nicht.
Ich fand die Charakter jetzt nicht unsympathisch, eher leider farblos.

Leider war diese Geschichte für mich nichts gewesen, was schade ist, da sie sich wirklich vielversprechend anhörte.
154 reviews
May 13, 2025
Die Studentin Maeve verirrt sich in die Unterwelt - riesige Höhlensysteme unter London, und wird dort von einer Kreatur gezeichnet. Gemeinsam mit dem mysteriösen Blaise, der dort unten lebt, macht sie sich auf eine Reise noch weiter in die Tiefe.

Erstmal vorweg: Das Cover und auch der Farbschnitt wirken echt toll!
Der Schreibstil des Buches ist super und eher locker, ich bin auch direkt gut in die Geschichte gekommen.
Die Protagonistin wirkte auf mich etwas naiv und unreflektiert - was aber wahrscheinlich auch daran liegt, dass sie noch sehr jung ist.
Der Fokus liegt (finde ich) aber auch nicht so sehr auf den Charakteren - die blieben eher generisch, sondern auf der Beschreibung der Unterwelt und ihrer Bewohner - die hat mir gut gefallen.
Da das Buch der erste Band einer Reihe ist, ist die Geschichte am Ende nicht abgeschlossen. Für mich wurde aber genug aufgeklärt, auch wenn es mir zum Ende hin etwas schnell ging.
Insgesamt hat mir das Buch - und vorallem die Unterwelt - gut gefallen, auch wenn ich ein wenig die Tiefe bei den Charakteren vermisst habe.
Profile Image for library-kes.
134 reviews
May 20, 2025
Maeve O’Sullivan, eine Studentin aus Dublin, wagt sich für eine Mutprobe in die geheimnisvollen Katakomben unter London – ein tiefes, labyrinthartiges Höhlensystem, das seit den 1990ern Rätsel aufgibt. Dort verliert sie die Orientierung, begegnet bizarren Wesen und wird vom furchteinflößenden Wächter mit einem Fluch belegt, der sie an die Tiefe bindet. Gemeinsam mit dem mysteriösen Blaise begibt sie sich auf eine gefährliche Reise immer tiefer in die Unterwelt – auf der Suche nach einer Heilung und einem Ausweg.

Fazit:
Die GEsichte überzeugt durch ein atmosphärisch dichtes Setting und eine interessante Prämisse. Die Mischung aus Urban Fantasy, Höhlen-Horror und moderner Sagenbildung schafft eine eigentümlich faszinierende Welt, in der das Licht der Oberfläche kaum noch eine Rolle spielt. Besonders gelungen ist die Darstellung der Katakomben selbst – lebendig, unheimlich und voller bizarrer Details.

Trotzdem bleibt die Geschichte hinter ihrem Potenzial zurück. Sie konnte mihc nicht überzeugen und es hat sich manchal in die länge gezogen.
Profile Image for Karina.
268 reviews1 follower
July 26, 2025
„Verlorene Städte“ entführt die Leser:innen in eine faszinierende, unterirdische Welt voller Geheimnisse. Gemeinsam mit der Protagonistin Maeve erkunden wir ein verborgenes London, das von ungewöhnlichen Pflanzen, fremdartigen Tieren und außergewöhnlichen Persönlichkeiten bewohnt wird.

Das Abenteuer nimmt im Verlauf der Handlung deutlich an Fahrt auf. Maeves Reise wird zunehmend gefährlicher, und die Entdeckungen, die sie macht, könnten ihr womöglich den Weg zurück an die Oberfläche eröffnen. Dabei gelingt es dem Buch, eine dichte Atmosphäre aufzubauen, die sowohl spannend als auch berührend ist.

Mit viel Fantasie, Tempo und Herz überzeugt „Verlorene Städte“ als modernes Jugendabenteuer – eine klare Empfehlung für alle, die gerne in magische Welten ein- und abtauchen.









ChatGPT fragen
Profile Image for Elke.
1,919 reviews42 followers
May 15, 2025
Ein packendes Abenteuer mit vielen tollen Ideen und einem sehr kreativen Worldbuilding - dem aber genau dies auch ein wenig zum Verhängnis wird. Denn die Unterwelt war gleichzeitig unglaublich faszinierend, aber auch überfrachtet mit Kreaturen und Pflanzen, die größtenteils nur einen einmaligen Kurzauftritt hinlegten, um gleich im nächsten Kapitel von weiterer fantastischer Flora und Fauna abgelöst zu werden. So rauschten die Eindrücke ein bisschen zu schnell vorbei und man hatte kaum Zeit, sich daran zu gewöhnen. Aber wie gesagt: gleichzeitig war es sehr spannend und beeindruckend, was sich die Autorin hier alles ausgedacht hat. Ich war demnach ein bisschen hin- und hergerissen - je nachdem welches Kapitel gerade dran war. Zudem hat mich die Einführung eines diversen Pronomens immer wieder aus dem Konzept bzw. Lesefluss gebracht, so interessant der Gedanke auch war. Bei den Charakteren fand ich Maeve ein bisschen zu sensibel, aber das ist mein persönlicher Eindruck. Letztlich war ich aber vor allem beeindruckt von der Geschichte und den vielen Einfällen, die die Autorin hatte, um dieses Buch einzigartig zu machen.
Fazit: vielleicht ein bisschen viel, aber gleichzeitig sehr faszinierend. Fortsetzung ist notiert!
2 reviews
May 4, 2025
Ich liebe dieses Buch!
Eine wirklich spannende Verschmelzung von Realität und Fantasy. Das könnte tatsächlich unter den Katakomben von London passieren.
Das Buch ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben und sehr phantasievoll erzählt. Mir gefällt auch, dass das Buch mehrere Schichten hat und auch tiefere Themen ansprechen kann - wen man sich darauf einlässt.
Das Buch ist sehr zu empfehlen:)
Profile Image for Alina_caat.
94 reviews2 followers
April 28, 2025
2,5 ⭐️
Ich war leider enttäuscht. Was vor allem an Maeve (Hauptprota) lag. Maeve wirkte auf mich überhaupt nicht deren Alter entsprechend, sondern sehr kindlich und naiv. Generell habe ich die Charaktere als eher flach empfunden.
Sehr positiv finde ich die Beschreibung der Katakomben! Eine tolle Welt in die man als Leser*in entführt wird - schade, dass mich die Charaktere nicht mitnehmen konnten.
Profile Image for Jasmin.
6 reviews
May 17, 2025
Ich fand das Buch okay, bin aber nicht genug in der Story, dass ich wissen muss, wie es weiter geht. Der Schreibstil war mir zu hektisch. Denke die Idee ist super, aber vielleicht hätte das einfach noch weiter editiert und vertieft werden müssen.
Displaying 1 - 30 of 31 reviews

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