Der neue große Roman der Solupp-Autorin Annika Scheffel, für Kinder ab 11 Jahren
Wanda hat genug vom Leben in Heimen und Pflegefamilien. Sie will ihr Schicksal in die Hand nehmen, also reißt sie aus. Ausgerechnet am trubeligsten Ort der Stadt findet sie ein Versteck und verändert von dort aus nicht nur ihr eigenes Leben, sondern auch das einer bunt zusammengewürfelten Gruppevon AußSami, der sich wie kein zweiter in der Stadt auskennt und ein Geheimnis mit sich herumträgt, die wundersame Dora, die ihren Garten retten will, die schüchterne Peri, der feine und supernette Hotelportier Jo und die Straßenmusikerin Nino. Gemeinsam begeben sie sich auf eine aufregende Suche, die die ganze Stadt in Atem hält. Dabei erkennt Wanda, dass sie nicht nur ein Teil dieser Welt ist, sondern auch dazu gehören will. Aber auf ihre ganzeigene Art.
Annika Scheffel, 1983 in Hannover geboren, ist Prosa- und Drehbuchautorin. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar 2013 und dem Robert Gernhardt Preis 2015. Sie lebt mit ihrer Familie in Berlin.
Wanda ist fast 13 und hat ein Wutproblem. Als Adam und Sophie sie als Pflegekind aufnehmen, scheint sie das große Los gezogen zu haben; denn Jugendliche finden nur schwer eine Pflegestelle. Das Paar, das mit „Liebes“ und „Süße“ nur so um sich wirft, überlegt es sich allerdings nach wenigen Tagen anders und will Wanda wieder zurück ins Kinderheim schicken. Das Schlimmste für Wanda ist jedoch, dass kurz vor ihrer Vermittlung der wichtigste Mensch aus ihrem Leben verschwand, Toni, die immer für Wanda da war. Zum Abschied hat Toni Wanda ein Sternenkarten-Tattoo auf die Haut gemalt. Wanda, die mit Hilfe von Waisenkindgeschichten alles richtig machen wollte, hat aus dem Heim ab; ausgerechnet an dem Tag, als in Berlin eine betagte Bärin aus ihrem trostlosen Gehege flüchtet und auf der Suche nach einem Unterschlupf ist. Ungenutzte Katakomben und menschenfreie Brachen mag es in der Stadt ja geben, aber wie kann sich eine Bärin verbergen, die ja auch fressen muss?
Wanda findet den idealen Unterschlupf in einem historischen Torhaus, das zurzeit renoviert wird und in das sich außer ihr niemand trauen wird, wie sie hofft. Tonis kesse Sprüche stets im Ohr geben ihr Kraft für das Leben auf der Straße – ohne Geld, ohne Nahrung. Ihre Wege kreuzen die von Jo, der in einem Hotel arbeitet, Sami, der vor Gewitter ebenso große Angst hat wie vor der Abschiebung seiner Familie, einer weißhaarigen älteren Frau mit einem kleinen Garten auf dem Hut, und Peri, die zufällig mit ihrem Hortausflug vorbeikommt.
Als für die Entdeckung der entlaufenen Bärin ein Preis ausgesetzt wird, scheint sich für die Kinder alles zum Guten zu wenden. Wer die Bärin findet, soll einen Wunsch frei haben – und für wen wäre das nicht willkommener als für Sami? Doch die Aktion stresst die Gruppe – braucht man etwa eine Telefonnummer oder eine Meldeadresse, um an der Suche teilnehmen zu dürfen? Während Wanda und ihre Unterstützer der Bärin nachspüren, entfaltet sich Schicht für Schicht die Persönlichkeit der Kinder und des etwas älteren Jo. Alle haben ihre Ängste und Geheimnisse, alle haben zuvor unter großer Anstrengung die Fassade gewahrt. Besonders berührt hat mich die Figur der abwesenden Toni; die Beziehung zu ihr verdeutlichte indirekt Wandas Situation. Auch Janine, die hilft, weil sie es kann, ist eine hinreißende Figur. Dass die Innenwelt jeder Figur Schritt für Schritt gezeigt wird und das Schicksal der Bärin bis zum Schluss offen bleibt, sorgt für einen straffen Spannungsbogen. Ob jugendliche Leser sich jedoch bis zur Aufdeckung von Doras Geheimnis (der Frau mit dem Hütchen) gedulden, sei dahingestellt.
Fazit Hinter einem lavendelfarbenen Farbschnitt, der Bezug zum Inhalt des Buches hat, ein berührender Roman mit fantastischen Elementen und voller Sprachwitz.
Selten hat mich ein Jugendbuch so sehr zum Nachdenken angeregt!
Darum geht's:
Wanda hat genug vom Leben in Heimen und Pflegefamilien. Entschlossen, ihr Schicksal selbst zu bestimmen, reißt sie aus und versteckt sich – ausgerechnet an einem der belebtesten Orte der Stadt. Dort trifft sie auf eine Gruppe von Außenseiter:innen: den ortskundigen Sami mit einem Geheimnis, Dora, die ihren Garten retten will, die schüchterne Peri, den freundlichen Hotelportier Jo und die Straßenmusikerin Nino. Gemeinsam begeben sie sich auf eine ungewöhnliche Reise, die die ganze Stadt in Bewegung versetzt. Auf dieser Suche lernt Wanda nicht nur viel über andere, sondern auch über sich selbst – und entdeckt, dass sie dazugehören kann, wenn auch auf ihre ganz eigene Weise.
Von Wanda habe ich eine spritzig, sprudelige, lustige Geschichte über ein mutiges Mädchen erwartet, das keine Lust mehr auf das Leben im Heim hat. Stattdessen habe ich eine tiefgründige, berührende und vielschichtige Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und die wichtigen Dinge im Leben bekommen. Annika Scheffel hat mit diesem Buch eine wunderschöne, magische und zugleich kahle, traurige und kühle Welt erschaffen. Für mich hat sich das Lesen des Buches angefühlt wie ein Sonnenuntergang nach einer schlaflosen Nacht. Zu Beginn startet es beklemmend, wie eine Nacht mit schlechten Träumen, bevor sich die Geschichte zu einer immer wärmeren, fast umarmenden Lektion über das Leben entwickelt. Goldgelbe Sonnenstrahlen finden ihren Weg zurück in Wandas Leben und das Buch strahlt nur so vor Hoffnung auf den letzten Seiten. Mit Dora, Jo, Nino, Toni, Sami, Peri und Wanda wurden darüberhinaus tolle, mutige und bunte Charaktere geschaffen, die die Geschichte noch einzigartiger machen.
Für mich definitv kein Jugendbuch, aber für Erwachen einfach nur wunderschön und deshalb definitv eine Empfehlung!
Wanda handelt von Wanda, einem 13jährigen Waisenkind. Schon das erste Kapitel hat mein Herz zerrissen beim Lesen. Ich selbst bin Mutter von 3 Töchtern, die Jüngste 13 Jahre alt. Die Vorstellung, wie sich Wanda fühlt, als die dritte Familie sie nicht nehmen möchte und sie wieder ins Heim zurück muss, hat mich fertig gemacht. Aber - Wanda nimmt es nicht hin. Sie packt ihren Rucksack und macht sich auf den Weg in die Stadt. Hier trifft sie auf Menschen, die ihre Freunde werden - und erlebt ein wirklich märchenhaftes Abenteuer. Und - das ist ein wirklich modernes Märchen. Es gibt eine Heldin, die entweder Bus, Rikscha oder LKW fährt und immer auftaucht, wenn man sie braucht. Eine alte Frau mit einem Gartenhut, einen jungen Mann mit Zylinder, ein Mädchen, das schüchtern und einsam ist und es gibt Sami, der ein Geheimnis hat. Und es gibt eine alte Bärin, die aus ihrem Gehege ausgebrochen ist und die von der ganzen Stadt gesucht wird, denn der Finder der Bärin soll einen Wunsch erfüllt bekommen, egal, welchen. Und wer von uns hat denn keinen Wunsch...? Ich bin geradezu in das Buch hineingesogen worden. Der Stil ist wirklich faszinierend und voller erfundener beschreibender Adjektive, die mich begeistert haben. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und machen das Moderne des märchenhaften Jugendromans noch stärker wahrnehmbar. Denn als erwachsene Leserin war mir schnell klar, was es mit Samis Angst vor dem Wasser auf sich hatte und seinen Andeutungen oder der Angst Doras davor, das große Tor zu durchqueren. Und wenn ich das hier aufschreibe, dann wieder unter Tränen, denn der Roman hat mich wirklich zu Tränen gerührt und ich bin absolut begeistert! Uneingeschränkte Leseempfehlung - nicht nur für Jugendliche ab etwa 12 Jahren (vorher ist der Roman vermutlich nur wirklichen Leseratten zu empfehlen, denn er ist recht umfangreich). Besonders glücklich macht mich, dass der Roman so wunderschön er auch geschrieben ist, vollkommen ohne Kitsch auskommt! Lest ihn und gebt ihn euren Kindern zu lesen!!!
Mit Wanda legt Annika Scheffel einen warmherzigen und zugleich tiefgründigen Roman vor, der mitten ins Herz trifft. Nach ihrem gefeierten Werk Solupp gelingt ihr erneut das Kunststück, komplexe Themen wie Zugehörigkeit, Verlust und Identität in eine märchenhaft-poetische Geschichte zu verpacken, die sowohl berührt als auch inspiriert.
Im Zentrum steht die junge Wanda, die sich nach zahlreichen enttäuschenden Stationen in Heimen und Pflegefamilien entscheidet, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ihre Flucht führt sie ausgerechnet in das chaotische Herz der Stadt – und dort in ein überraschend heimeliges Versteck. Doch Wanda ist kein einsames Großstadtmärchen, sondern eine Erzählung über das Entstehen einer Wahlfamilie, über Solidarität und über die Kraft des Miteinanders. Die Figuren, die Wanda auf ihrem Weg begegnen – Sami, Dora, Peri, Jo und Nino – sind allesamt fein gezeichnete Persönlichkeiten, die zunächst Randfiguren der Gesellschaft zu sein scheinen und doch nach und nach zu einem vielstimmigen Chor werden, in dem jeder Ton zählt.
Scheffels Sprache ist einfühlsam, lebendig und voller Zwischentöne. Sie schafft es, die Stadt als pulsierenden Organismus darzustellen, als Bühne für kleine Wunder und große Veränderungen. Dabei geht es nie um schnelle Lösungen, sondern um das behutsame Wachsen, um das gegenseitige Erkennen und Anerkennen.
Besonders hervorzuheben ist die besondere Ausstattung des Buches mit farbigem Buchschnitt – ein optisches Highlight, das perfekt zum farbenfrohen Ensemble und zur emotionalen Tiefe der Geschichte passt.
Wanda ist ein Buch über das Finden – von Freundschaft, von Familie, von sich selbst. Es ist melancholisch, hoffnungsvoll und trotz aller Brüche voller Licht. Ein großer Roman über kleine Menschen, der lange nachhallt.
Fazit: Ein bewegender Roman voller Herz und Wärme – für alle, die sich schon einmal verloren gefühlt haben und trotzdem weitergehen. Absolute Leseempfehlung!
In diesem Buch geht es um ein fast 13-jähriges Mädchen, das genug hat von Heimen und Pflegefamilien. Sie will endlich ihr eigenes Ding machen und haut mitten in Berlin ab. Dort trifft sie auf eine ziemlich bunte Truppe von Außenseitern: Sami, der ein Geheimnis mit sich rumschleppt, Dora, die ihren Garten retten will, Peri, die eher schüchtern ist, den netten Hotelportier Jo und die Straßenmusikerin Nino. Gemeinsam starten sie eine ziemlich verrückte Suche nach einer weggelaufenen Bärin, die angeblich Wünsche erfüllen kann. Dabei merkt Wanda, dass sie nicht nur dazugehören will, sondern auch ihren ganz eigenen Platz in der Welt sucht und diesen vielleicht sogar findet.
Meine Meinung Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Erstmal war mir Wanda mega sympathisch und man fühlt direkt mit ihr mit. Ihr Wunsch nach Familie und Zugehörigkeit ist, denke ich, für jeden nachvollziehbar. Die Story ist nicht nur spannend, sondern auch sehr berührend. Die Clique um Wanda ist super liebevoll gestaltet, jeder Charakter hat seine eigenen Ecken und Kanten, und trotzdem halten sie zusammen. Besonders schön fand ich, wie das Thema Freundschaft und Zusammenhalt rüberkommt.
Das Buch „Wanda“ ist ein wunderschönes Buch über Mut, Freundschaft und das Suchen (und Finden) von Familie. Eine sehr schöne Geschichte!
Nachdem die fast dreizehnjährige Wanda erneut von einer Pflegefamilie abgelehnt wurde, möchte sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und nicht erneut in einem Heim landen. Wanda reißt aus und findet mitten in Berlin ein verlassenes Haus, das ihr fortan als Unterschlupf dient. Von dort verändert sich nicht nur ihr Leben, sondern auch das einiger anderer Menschen und zusammen machen sie sich auf die Suche nach einer weiteren Ausreißerin, einer Bärin aus dem Berliner Zoo.
Wanda von Annika Scheffel ist ein ganz besonderes Buch, dass mich auf vielen Ebenen berühren konnte. Der Schreibstil ist außergewöhnlich und ich musste mich zu Beginn erst an ihn gewöhnen, nur um ihn dann bis zum Ende zu lieben. Ich mochte den Blick auf Wanda, ihre Geschichte und Berlin. Das Raue, aber auch das Verletzliche. Generell fällt es sehr leicht sich in Wanda hineinzuversetzen und ihre Gedanken zu verstehen. Dies und die Freundschaften, die sie knüpft sind etwas ganz besonderes.
Ein wunderschönes Buch, das über Mut, Freundschaft und das Suchen spricht und das mit magischen Figuren durch Berlin führt. Wanda war für mich ein ganz besonderes Leseerlebnis.
"Wanda" Wirklich, ein tolles und sehr berührendes Jugendbuch.
Das Mädchen , bzw. die Jungendliche Wanda ist fast 13 Jahre alt und muss wieder die Pflegefamilie verlassen. Sie hat keine Eltern mehr und kämpft sich so durch ihr Leben. Allein das hat mich schon sehr berührt und eine gute Ausgangslage für ein Jugendbuch. Sie möchte nicht wieder ins Heim und rennt weg,
Wanda findet Zuflucht in einem verlassenen Haus mitten in Berlin. Großstadt, Anonymität aber sie findet Freunde und Unterstützung.
Wanda ist so eine sympathische Figur und ich konnte mich gut in sie einfühlen. Sie hat ein Herz für Tiere (die dort auch sehr viel vorkommen. Stichwort: Bärin aus dem Zoo entlaufen ;-) Sie begegnet also Menschen und Tieren und es entstehen wirklich ganz besondere Freundschaften. Das ist so schön zu sehen und macht Spaß beim Lesen und gibt Hoffnung. Vor allen den Kindern, die vielleicht allein sind oder sich allein fühlen.
Leider ein komisches und offenes Ende. Schade. Sonst wäre es wirklich ein perfektes Jugendbuch für mich.
Ich mag dieses Buch sehr gerne, nicht nur weil es eine perfekte Mischung zwischen Handlung und Gedanken darstellt, sondern auch weil es nicht langweilig wird, wenn Wanda allein ist. Beim Lesen spürst du genau, was sie spürt, weil das Buch so geschrieben ist, dass man sich reinfühlen kann. Und bei solchen Büchern ist das vorallem wichtig, weil die Emotionen von Wanda eine absolut große Rolle spielen. Was ich auch gut finde: Die ausgebrochene Bärin findet bei Wanda totales Verständnis und Annika Scheffel zeigt irgendwie, wie wichtig es auch ist, sich nicht nur um uns Menschen zu kümmern, sondern auch Verständnis gegenüber allen Tieren (und Pflanzen) zu haben und ihnen ihre Freiheit zu lassen. Wie sie aber gleichzwitig auch gebraucht werden - hier in Darstellung eines Wunsches. Dieses Buch zeigt, wie unzuverlässig Menschen sind/sein können und wie wichtig Freundschaft ist, also empfehle ich es nur an alle Kinder und Menschen und Jugend.
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