Die Gleichberechtigung in der Politik stagniert. Zu wenige Frauen gehen in die Politik oder sind an Entscheidungsprozessen beteiligt. Kommunikationsformen, digitale Hetze, Sexismus, Ellenbogenmentalität, eine intransparente Ämtervergabe und intersektionale Diskriminierung sowie die fehlende Vereinbarkeit von Mandat und Sorgearbeit schrecken ab. Mandatsträgerinnen und engagierte Frauen analysieren in diesem Sammelband die Probleme und teilen ihre Erfahrungen. Die Autorinnen formulieren eine politische Agenda für mehr Gleichberechtigung und zeigen, wie es anders geht.
In diesem Buch kommen Stimmen aus allen demokratischen Parteien zur Sprache. Alle sehen mit anderen Augen auf die noch immer nicht herrschende Gleichberechtigung in unserer Politik und doch kommen sie alle zu ähnlichen Schlüssen. Nicht nur aktuelle Politikerinnen sondern auch geschichtlich relevante - wie z.B. die erste weibliche Bundesministerin Rita Süssmuth - kommen hier zur Sprachen. Ebenfalls sind Minderheiten nicht ausgeklammert und nur weiße Frauen ohne Migrationshintergrund befragt worden. Alles in allem eine gute Zusammenstellung der politischen Umgebung mit Hinblick auf Gleichberechtigung.
Zu anders für die Macht gibt Frauen mit unterschiedlichen Hintergründen / demokratischen politischen Orientierungen eine Stimme und zeigt dabei eindrücklich, welche Herausforderungen sie in der Politik erleben.
Die Autorinnen teilen persönliche Erfahrungen, analysieren strukturelle Probleme und präsentieren teils auch konkrete Lösungsvorschläge.
Eine gelungene Zusammenstellung, die nicht nur Missstände aufzeigt, sondern auch Wege zu mehr Chancengleichheit skizziert. Informativ und auch inspiriend.