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Peanuts. 100 Seiten: Alles über die Kultfiguren Snoopy, Charlie Brown & Co. von Charles M. Schulz (Reclam 100 Seiten)

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Zum 75. Geburtstag der Peanuts – die Geschichte eines Phänomens

»Dieser sehr liebevoll gezeichnete Strip ist im Grunde von hochneurotischer Schwä ein düsteres Märchen vom fortwährenden Scheitern. Trotzdem ist diese merkwürdige Legierung aus brutaler Gemeinheit, Zutraulichkeit und Komik ein Meisterwerk.«

Charlie Brown, Lucy, Linus mit seiner Decke, Schroeder am Klavier und natürlich der Tagträumer Was fasziniert uns eigentlich so an diesen Kindern (und dem Hund) mit ihren Spielen und Ritualen, die doch im Grunde nichts Besonderes erleben? Kalka zieht die Schmusedecke weg von diesem daily strip, einem der bedeutendsten der Nachkriegs-USA. Er zeigt, welche Strömungen der amerikanischen Gesellschaft sich in den Peanuts spiegeln und inwieweit ihr Autor, Charles M. Schulz, sich in seinem Comic selbst verewigt hat.

»Die Sorgen und Nöte der Peanuts sind kein billiger Ersatz, kein im kindgerechten Maßstab verkleinertes Modell der Menschenwelt, sondern das reale Welttheater kleiner und großer Leute selbst.«

Denis Scheck

Mit 4-farbigen Abbildungen und Infografiken.

97 pages, Kindle Edition

Published February 12, 2025

2 people want to read

About the author

Joachim Kalka

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Profile Image for Dunja Brala.
602 reviews45 followers
August 30, 2025
Als Kind habe ich mit wenig Begeisterung regelmäßig Peanuts Zeichentrickstreifen geschaut. Es lief halt nichts anderes und da wir ja noch nicht so eine große Auswahl hatten nahm man halt was kam. Erschlossen haben sich mir die tiefere Bedeutung, die Metaebene und der Humor nicht wirklich. Ich fand sie eher ein wenig langweilig. Trotzdem kann ich mich an erstaunlich viel erinnern. Der Reclam hat sich zur Aufgabe gemacht, mich von der literarischen Bedeutung der Peanuts zu überzeugen und mir gleich zwei Exemplare zugeschickt. Einmal ein klassisches Heftchen voller Comics und dann ein Büchlein, dass sich mit der Geschichte und Deutung der Figuren auseinandersetzt . Ich habe beides in Kombination gelesen und natürlich jetzt einen tieferen Einblick in die Welt von Charles M. Schulz.

Es war schon sehr interessant, zu erfahren, wie die Comics aufgebaut sind. Dass es einen immer wiederkehrenden Jahreskreis gibt ist irgendwie ja logisch, mir aber so bewusst noch nie aufgefallen. Auch dass jede Figur mit einer gewissen Persönlichkeit ausgestattet ist, war mir als Kind schon klar, nur habe ich jetzt auch Worte dafür. Die Accessoires wie zum Beispiel Hundehütte, Schmuse Decke oder Mini Klavier gehören fest zu Snoopy, Linus und Schröder. Interessant fand ich das Kapitel über Religionen. Das ausgerechnet der intelligenteste von allen nämlich Linus auch der Schöpfer, der Religion des „großen Kürbis“ ist, war mir entfallen. Witzig sind natürlich die „Running Gaggs“, zum Beispiel wenn Lucy jedes Mal, wenn Charlie den Football treten möchte, die Hand weg zieht. Als Kind fand ich das allerdings ziemlich gemein. Überhaupt hat mir Charlie so leid getan.

Für mich war das die erste Berührung mit dem Alltag von Gleichaltrigen in einer amerikanischen Vorstadt. The Way of American Live kam, obwohl minimalistisch eingefügt, sehr gut rüber. Lustig im eigentlichen Sinne sind die Strips für mich immer noch nicht, wobei ich die kurzen Comics lieber mag als die animierte Version. Besonders die Tagträume von Snoopy fand ich extrem uninspirierend und ich glaube das ist immer noch so. Das Charlie, der Herr über den Hund ist, dieser ihn aber beherrscht, war mir als Kind sehr suspekt und ich mochte Snoopy überhaupt gar nicht. Am liebsten hatte ich übrigens immer Peppermint Patty – die ist gerade raus, sagt, was sie denkt und ist mir damit am ähnlichsten. Und mindestens genauso oft wie ich eckt sie damit auch an.

Die Hintergrundinformationen zu lesen, fand ich als sehr bereichernd. Auch wenn ich immer noch nicht der größte Fan von “Erdnüssen“ bin, so erschließt sich mir die Genialität dieses Kosmos schon. Eigentlich hat Charles M. Schulz unsere Gesellschaft im Kleinen hier abgebildet.
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