»Wie unsere Welt ohne die Bibel aussähe, ist unvorstellbar.«
Die Bibel ist eines der Fundamente der westlichen Kultur, bis heute bietet sie vielen Menschen Orientierung. Doch wie sind die biblischen Schriften überhaupt entstanden? Welches Menschenbild liegt der Bibel zugrunde, welches Verständnis von Liebe und Sexualität? Wer war Jesus und wer ist Gott? Anhand markanter biblischer Texte legt Johanna Haberer die zentralen Themen des Ersten und des Zweiten Testaments offen und zeigt, wie sich die Motive der jüdisch-christlichen Religion in der westlichen Weltsicht reflektieren.
Das Buch ist eine zeitgemässe, zugängliche und authentische Interpretation der Bibel als Gesamtes. Hierbei wird jedoch nicht den Anspruch genommen, alle facettenreichen Aspekte der verschiedenartigen biblischen Büchern aufzuschlüsseln - Viel eher zielt das Werk darauf ab, einzelne Schlüsseltexte im Kontext ihrer Entstehungshintergründe für die moderne Rezeption urbar zu machen. Die Theologie des Werkes positioniert sich hierbei ganz klar anthropologisch-progressiv - Dies macht den Text unglaublich motivierend für alle, die inspirierende Anstösse in der Bibel suchen, kann jedoch jene enttäuschen, die eine ausgeglichenere Interpretation oder einen Überblick verschiedener Lesarten suchen. Schade ist hierbei vorallem auch, dass einzelne biblische Stellen, die nur schwer progressiv interpretierbar wären (zb. Paulus' Worte über Frauen in der Kirche) nicht näher beleuchtet werden.