Jump to ratings and reviews
Rate this book

Keine Macht für Niemand. Pop und Politik in Deutschland: Popmusik als Spiegel der Gesellschaft – Zeitgeschichte, Protestkultur und Popmusik

Rate this book
Was erzählt Pop über die deutsche Geschichte?

Popmusik reflektiert die Zeitgeschichte, prägt die Erinnerungskultur und übt Kritik. Marcus S. Kleiner schildert die Entwicklung der deutschsprachigen Popmusik seit 1945 und ihr Zusammenspiel mit Politik. Anhand politischer Ereignisse analysiert er Songs wie Franz Josef Degenhardts »Wölfe mitten im Mai« als Warnung vor dem Faschismus der 1960er Jahre, »Macht kaputt, was euch kaputt macht« von Ton Steine Scherben als Ausdruck der Utopien der 1970er oder Ebows »Punani Power« als Intervention für Geschlechtergerechtigkeit.

Mit Antilopen Gang, Akne Kid Joe, BAP, Blond, Wolf Biermann, Samy Deluxe, Fehlfarben, Fresh Familee, Fasia Jansen, Hans-A-Plast, Lin Jaldati, Cem Karaca, Kettcar, Muff Potter, Schrottgrenze, Slime, Tocotronic, Hannes Wader, ZSK und vielen mehr.

Mit zahlreichen Interviews und Playlists zum Mithören.

»Das Phänomen Popmusik an sich finde ich politisch. Weil es mit der Gesellschaft zu tun hat, weil Popmusik in der Gesellschaft funktioniert und dort sofort politische Fragen aufwirft.«
Thorsten Nagelschmidt (Muff Potter)

440 pages, Kindle Edition

Published May 14, 2025

2 people are currently reading
38 people want to read

About the author

Marcus S. Kleiner

21 books1 follower

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
0 (0%)
4 stars
2 (66%)
3 stars
1 (33%)
2 stars
0 (0%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 of 1 review
Profile Image for WildesKopfkino .
721 reviews7 followers
June 23, 2025
Marcus S. Kleiner kommt um die Ecke, schmeißt mit Popgeschichte um sich und packt mir zwischen die Ohren ein ganzes politisches Mixtape – und zwar eins, das scheppert. Von Degenhardt bis Ebow, von Biermann bis Blond, der Mann lässt nix aus. Und endlich mal jemand, der versteht, dass Pop nicht nur Takt und Tanz ist, sondern Zündstoff mit Melodie.

Kleiner schreibt wie ein Musiknerd mit Haltung, der sich durch Jahrzehnte deutscher Geschichte hört und dabei den Staub von verkrusteten Politdiskursen bläst – mit ordentlich Bass. Ja, manchmal rutscht er in die Professoren-Schiene ab, da musste ich ein paar Sätze zweimal lesen (vielleicht lag’s auch am Bier), aber es bleibt spannend wie eine gute Setlist. Die Playlist-Tipps zwischendurch sind Gold wert – ich hab dabei ein paar Acts entdeckt, von denen ich vorher dachte, das wären Pokémon.

Man merkt: Das Buch ist nicht einfach so runtergeschrieben worden. Da brennt einer für sein Thema, das ist keine trockene Analyse, das ist Leidenschaft in Druckerschwärze. Trotzdem ein Stern Abzug, weil mir bei aller Liebe manchmal ein bisschen der Groove gefehlt hat – so ganz ohne Skandale, Gossip oder Gitarrensoli ist halt doch alles etwas sehr sauber kuratiert.

Fazit: Wer Pop bisher nur mit Bravo-Hits und Ballermann verband, wird hier ordentlich umerzogen – und das ist gut so. Nach der Lektüre sieht man Deutschpop mit anderen Ohren. Und ja, auch Tocotronic macht plötzlich Sinn. Danke, Herr Kleiner, Sie haben mein inneres Riot-Girl wieder geweckt – obwohl’s bei mir eher ein Riot-Typ ist.
Displaying 1 of 1 review

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.