Es geht um ein kleines Einhorn, das im Herzwald mit seiner Familie lebt. Alle sind lieb, alles ist schön und rosa. Doch das kleine Einhorn ist eben nicht so wirklich einhornmäßig. Es sagt ständig „Nein“ und mag all die Sachen, die seine Geschwister lieben nicht. So wird es bald nur noch NEINhorn genannt. Irgendwann bricht es dann aus seiner Zuckerwattewelt aus und trifft neue, ebenfalls ganz besondere Freunde.
Text und Bilder
Mein Dichterherz freute sich, als es direkt mit Reimen in Empfang genommen wurde. Doch es kam sogleich Verunsicherung, denn manches klang mehr nach „Reim dich oder ich fress dich“. Schnell wurde jedoch klar, dass sogar diese Spielereien mit purer Absicht verwendet wurden. Manchmal ist beispielsweise ein Wort durchgestrichen und mit rotem Stift das richtige daneben geschrieben. Doch die Reimerei hat bald ein Ende, da nur der Anfang des Buches so geschrieben ist, die Wortspielereien bleiben jedoch.
Es lässt sich auf jeden Fall wunderbar vorlesen und ist dabei sehr kurzweilig. Unterstützt wird die Geschichte durch wunderschöne Illustrationen, die deutlich mehr Platz im Buch einnehmen als der eigentliche Text. Beides harmoniert wunderbar zusammen, da Text und auch Bild sehr spielerisch und lustig sind.
Nicht nur für die Kleinen
Laut Geschichte hat diese keine Moral. Dafür ist sie lustig und bleibt bei den Kleinen definitiv im Kopf. Das reicht doch, oder? Aber wer will, kann hier natürlich doch etwas finden: Sei wie du bist, denn du bist toll so und du wirst irgendwann auch Leute finden, die dich so akzeptieren. Selbst wenn du ein NEINhorn bist.
Doch da ist noch mehr. Text und Illustrationen bieten auch Anspielungen auf verschiedene Themen und eine gewisse Menge an Satire, so dass auch Erwachsene beim Lesen durchaus ihren Spaß haben. Teilweise lachen sie sogar mehr als die Kinder, hab ich selbst miterlebt.
Nein – Doch – Was – Na und?
„Das NEINhorn“ ist definitiv eine ganz besondere Geschichte. Wir haben wirklich viele (Kinder-)Bücher im Schrank, aber diese Geschichte ist im positiven Sinne echt speziell. Wir lachen immer wieder gerne darüber beim Lesen und erfreuen uns an manchen „Nein“, „Doch“, „Was“-Spielen, die manche Diskussion zu einem lustigen Ende bringen. Nicht zu vergessen sind die weiteren Tiere, die am Ende des Buches genannt werden. Der Plappergei oder die Schmatze werden uns wohl noch lange begleiten.
Diese Rezension ist auch auf meinem Blog weltenschmie.de zu finden.