In einer Welt ohne Hoffnung wird das Schicksal der Menschheit von jenen bestimmt, die den Mut finden, es in Frage zu stellen.
Das Jahr 2081 ist gezeichnet von den Folgen einer globalen Klimakatastrophe. Die Menschheit hat sich in sogenannte Litho-Asylums unterirdisch in die Erde gegrabene Tunnelsysteme, die nur zu deutlich machen, welchen Stand man innerhalb der Gesellschaft einnimmt. Ihr einziger die Flucht zum Mars. Im Jahr 2121 zeigen sich die Auswirkungen der Marskolonialisierung. Die Gesellschaft hat in den vergangenen Jahren ein strenges System entwickelt, das die Menschen in einen von sechs Sektoren einteilt. Gaia, die dort geboren und aufgewachsen ist, erfährt eine Wahrheit, die das festgefügte System ins Wanken bringen könnte.
"2081" von A. L. Schüttler hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Das Buch verströmt ein cooles Dystopiefeeling, das mich an die besten Werke dieses Genres aus den 2000ern erinnert. Die Geschichte ist spannend und aufwühlend, und das Ende hat mich wirklich überrascht und beeindruckt.
Was mir jedoch gefehlt hat, war eine tiefere philosophische Komponente. Ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin mehr von ihren Gedanken zu Werten und Moral durchblicken lässt. Die Ansätze, die im Buch zu finden sind, sind sehr gut, aber ich denke, hier hätte noch mehr Potenzial ausgeschöpft werden können. Eine verstärkte Auseinandersetzung mit moralischen Fragen hätte dem Roman eine zusätzliche Tiefe verliehen.
Die Protagonistin Gaia hat mich nicht sofort überzeugt. Es hat etwas gedauert, bis ich mit ihr warm geworden bin, was mein Leseerlebnis anfangs etwas getrübt hat. Dennoch hat die Autorin die Stimmung und Atmosphäre des Buches unglaublich gut eingefangen. Die düstere Atmosphäre ist beeindruckend, und ich hätte mir gewünscht, dass sie noch intensiver ausgearbeitet worden wäre.
Insgesamt zeigt A. L. Schüttler in "2081" ihr Talent für spannende und atmosphärische Geschichten. Ich bin überzeugt, dass sie noch viel mehr von ihren Fähigkeiten zeigen kann und freue mich auf weitere Werke von ihr. Für Fans von Dystopien ist dieses Buch auf jeden Fall einen Blick wert.
Dieses Buch hat mich echt vom Hocker gehauen und das nicht nur, weil mich das Ende wirklich positiv überrascht hat, sondern weil ich den Aufbau der Geschichte mit den unterschiedlichen Protagonisten und Zeitsträngen einfach wahnsinnig spannend finde. Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, sind brandaktuell und interessant umgesetzt. Soziale Ungleichheit und Ungerechtigkeit und die Zerstörung unserer Umwelt sind geschickt verpackt in den Lebensumständen und Erlebnissen der Protagonisten und regen einen wirklich zum Nachdenken an. Was mir dabei besonders gut gefallen hat, war die Darstellung der neuen Zivilisation auf dem Mars, die auf den ersten Blick wie ein perfektes System, beinahe ein Utopia, erscheint, aber wenn man genauer hinsieht, erkennt man die Risse in der Maske. Es war wirklich spannend an Gaias Seite herauszufinden, was sich hinter den Kulissen abspielt und wie vor allem die Zeitstränge zusammenpassen. Das Ende, wie schon gesagt, hat mich sehr beeindruckt, denn es passt zum Ton der Geschichte und macht für mich einfach Sinn. Somit kann ich dieses Buch wirklich jedem empfehlen, der gerne düstere Dystopien liest und auch gerne eine Portion SciFi dabei hat.
Was soll die Menschheit tun, wenn die Klimakatastrophe sie unter die Erde zwingt, da die Oberfläche nicht mehr bewohnbar ist? In 2081 wird die Lösung in der Flucht zum Mars gesucht. Hier soll ein besseres System aufgebaut werden, das auf Gemeinschaft basiert.
Die Klimakatastrophe dient in 2081 vor allem als Aufhänger für eine Geschichte über die Abgründe des menschlichen Verhaltens. Die dystopische SciFi-Geschichte skizziert eine andere Lebensweise, die sich auf dem Mars entwickelt. Aber ist diese wirklich besser als das, was der Mensch auf der Erde treibt? 2081 ist absolut kein Wohlfühlroman. Es geht um nicht weniger als das Überleben in einem kranken System, bei dem immer wieder Abstriche zum Wohle der Menschheit gemacht werden müssen. So entsteht eine aufwühlende Geschichte, die sehr zum Nachdenken anregt, so wie viele dystopische Geschichten. So reichen 300 Seiten auch einfach nicht, um zu einem zufriedenstellenden Ergebnis für die gesamte Menschheit zu kommen. Dies ist aber auch nicht die Intention des Buches, es geht vielmehr um einen Einblick in die Frage, wozu der Mensch bereit ist, wenn es um das eigene Überleben geht. Insgesamt ist 2081 ein lesenswertes Buch, vor allem für Fans von Dystopien. Zwar braucht die Geschichte etwas, um in Fahrt zu kommen und lange ist nicht klar, was der Kern der Geschichte ist, das Ende macht dies aber absolut wett.