„Du kennst mich nicht, Mina. Glaubst du, man kann so lange den Bösen spielen, ohne selbst dazu zu werden?“
Mina hatte gehofft, die dunklen Zeiten wären vorbei. Der Winterkönig ist besiegt, die Eisdämonen sind verschwunden – alles könnte perfekt sein. Doch Ethan, ihr Lehrer für Eismagie und ihre große Liebe, verhält sich plötzlich kühl und distanziert, als hätte er etwas zu verbergen. Als erneut Eisdämonen die Winter Academy bedrohen, keimt in Mina ein schrecklicher War ihr Sieg vielleicht doch nicht endgültig? Gibt es einen neuen Winterkönig? Und wie ist Ethan in all das verwickelt? Mina muss Antworten finden, denn der ewige Winter droht erneut alles zu verschlingen – und diesmal könnte es für immer sein.
Dieses Buch war leider nicht, was ich erwartet hatte. Ich hatte gehofft, dass wir sehen würden, wie Mina und Ethan Seite an Seite kämpfen. Wie sie einander beistehen und ein unzertrennliches Team sind, egal was kommt. Leider ist das Gegenteil der Fall. Ethan stößt Mina von sich weg, um sie zu beschützen und verletzt sie dabei stark durch seine Worte. Diesen Trope fand ich schon in Summer Academy furchtbar und auch hier hat es Ethan für mich ruiniert.
VORSICHT, SPOILER
Spätestens, als Ethan Folgendes zu Mina gesagt hat, war er für mich gestorben: „Es ist vorbei. Ich weiß nicht, was du geglaubt hast: Dass du mich mit deinen lasziven Blicken und deinem kurzen Röckchen provozieren kannst? Dass ich meinen Ruf wegen dir ruinieren würde? Du bist nur ein kleines Mädchen, und dass ich dich gevögelt habe, bedeutet nichts. Gar nichts.“ (S. 109). Besonders den vorletzten Satz fand ich so widerlich, dass ich mir von Mina gewünscht hätte, sie würde Professor Abercroft bei der Schulbehörde melden, dafür, dass er etwas mit ihr, der Schülerin, angefangen hat. Dass er dafür sorgt, dass sie sich ihm gegenüber so machtlos, klein und unterwürfig fühlt, hat mich einfach nur unglaublich wütend gemacht.
Und es hat auch definitiv nichts von Bad Boy oder dunklem Bösewicht mehr, wenn er zu ihr sagt: „„Ich weiß nicht, ob ich es traurig oder amüsant finden soll, dass du immer noch wie ein rolliges Kätzchen auf mich reagierst.“ Ein dunkles, amüsiertes Schnauben verließ seine Lippen, kroch wie Gift in mein Ohr und von dort direkt in mein Herz. „So leicht zu manipulieren. So ohne jede Selbstachtung und Würde.““ (S. 145). Das sind einfach Dinge, die unter die Gürtellinie gehen. Und auch wenn er es nicht so gemeint hat, hat jedes Wort davon Mina verletzt und sie hat sehr stark darunter gelitten. Vor allem auch deswegen finde ich es schlimm – wenn Mina sich zur Wehr gesetzt hätte, ihm nicht geglaubt hätte, oder es ihr egal wäre, dann hätte man es verzeihen können. Aber sie leidet unter seinen Worten und seiner Zurückweisung so stark, dass sie unabsichtlich mit ihrer Magie ihren besten Freund Jeremy verletzt.
Nichts davon hat Mina beschützt, auch wenn das wieder die Ausrede für dieses beschissene, herabwürdigende Verhalten ist. Bei einem Idioten wie Ash aus der Summer Academy kann man auf so eine Schlussfolgerung vielleicht noch kommen, aber von einem ach so logisch denkenden und schlauen Ethan Abercroft hätte ich mehr erwartet. Er hätte Mina sagen müssen, dass sie die Winterkönigin ist. Dann hätten sie gemeinsam an einer Lösung arbeiten können. Sie hätten versuchen können, ob Mina die Kräfte kontrollieren kann. Sie hätte sich hinsetzen, und auf die Stürme konzentrieren können, um zu schauen, ob sie sie stoppen kann. Sie hätte sich den Arm amputieren können, in dem der Stein steckt, in der Hoffnung, dass die Magie nicht auf den Rest ihres Körpers überspringt. Mit Ethan an ihrer Seite hätte sie das Problem angehen können, bevor es zur Katastrophe geführt hat. So war sie unwissend und konnte sich nicht zu der Problematik verhalten, die sie selbst von allen am meisten betroffen hat. Dass er es ihr nicht gesagt hat, war mehr als rücksichtslos von Ethan. Und ich würde ihm das auch niemals verzeihen.
Insgesamt zielt sehr viel in dem Buch darauf ab, dass Mina sich unwohl fühlt, dass sie herabgewürdigt, gedemütigt und erniedrigt wird, was zum Teil sehr schwer zu lesen war. In sehr vielen Szenen wird beschrieben, wie Mina sich „vor versammelter Mannschaft lächerlich gemacht hat“. Egal, was sie im ersten Teil in der Academy tut, es ist alles furchtbar peinlich. Ich fand es so schade zu sehen, dass sie die ganze Zeit beschämt sein muss. Und von ihrer Macht ahnt sie nicht einmal etwas. Warum muss sie entweder passiv sein und sich retten lassen, oder ihre Macht unbewusst wirken? Warum kann sie nicht stolz auf ihre Fortschritte sein? Nein, sie ist als typisch weiblicher, tollpatschiger Charakter geschrieben, der mit seiner Magie nicht richtig umgehen kann, außer, wenn sie bei Ethan ist.
Deswegen konnte ich das Buch auch nicht wirklich genießen, was so schade ist, weil ich Winter Academy 1 so sehr liebe.
Unabhängig davon bin ich immer noch ein großer Fan von Karolyn Ciseaus lockerem Schreibstil, der einen perfekt in die Welt eintauchen lässt. Leider gab es eine Menge Fehler im Text (zum Beispiel fehlen Buchstaben am Ende eines Wortes oder manche Sätze ergeben grammatikalisch keinen Sinn).
Deswegen kann ich insgesamt leider nur 2,5 Sterne geben.
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Auch dieses Cover ist wieder wirklich wunderschön. Ich habe mittlerweile schon einige Bücher der Autorin gelesen und sie hat es immer wieder geschafft, mich zu begeistern.
Es fiel mir wirklich sehr leicht, wieder in die Geschichte einzutauchen. Ich war sofort wieder drin, als wäre kaum Zeit vergangen! Der Schreibstil von Karolyn Ciseau ist wie gewohnt wunderbar lockerflockig.
Das Setting ist erneut einfach fantastisch – ich liebe es total! Die Academy im eisigen Winter, die Unterrichtsstunden und das Ministerium der Jahreszeiten sorgen wieder für eine ganz besondere Atmosphäre. Es hatte für mich definitiv wieder Hogwarts-Vibes, was ich richtig toll fand. Hier und da hätte ich mir gern noch ein klein wenig mehr Details bei den Beschreibungen gewünscht.
Ethan ist für mich so etwas wie Professor Snape in heiß. Seine Art, sein Verhalten und seine ganze Ausstrahlung erinnern mich ein wenig an ihn. Die Veränderung von ihm in diesem Band ist jedoch wirklich hart, und es hat mir fast wehgetan, zu sehen, wie sehr Mina darunter leidet. Mina als Protagonistin hat mich wieder vollkommen überzeugt. Ihre Emotionen kommen unglaublich gut rüber, sodass ich wirklich mit ihr mitfühlen konnte. Auch ihre Freunde mochte ich sehr, sie bringen noch einmal eine besondere Dynamik ins Geschehen.
Zum Ende hin gab es eine große Wendung, die ich allerdings schon geahnt hatte. Trotzdem gab es genug andere überraschende Momente. Alles in allem ist Winter Academy 2 eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich wieder in ihren magischen Bann ziehen konnte. Ich freue mich schon jetzt total auf das nächste Buch der 'Season of Fate'-Reihe. 💙❄
Ich danke Karolyn Ciseau von Herzen für das Rezensionsexemplar.
Ich liebe diese Reihe so so sehr und dieses Ende?? Hallo??? I‘m not okay!!!!! 😭😭 Dieses Buch war ein reinstes Gefühlschaos und ich liebs!! Mina und Ethan sind mir so ans Herz gewachsen, ich vermisse sie jetzt schon und freue mich auf mehr. (Ich brauch definitiv mehr!!!! 🥹) Der zweite Band der Winter Academy war wieder so fesselnd und konnte mich, schon von Beginn an, von sich überzeugen. Außerdem habe ich Jeremy und seine Sprüche auch sehr vermisst!! 🙂↕️👏🏼 Ich habe das Lesen wird sehr genossen und freue mich auf die Fortsetzung (ich brauch mehr und vor allem Antworten!!) 🤭🫶🏽🫂💌
Ich war überrascht das sie nicht zusammen eine Lösung gesucht haben. Die Worte von Ethan waren schmerzhaft. Es war mir recht schnell klar das Mina die Winterkönigin ist. Mir dem Ende habe ich aber trotzdem nicht gerechnet. Und wer ist das Mädchen mit den pinken Haaren. Ich braich dir gend Band 3.
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3.5 Sterne Mir haben die anderen Teile der Reihe um einiges mehr gefallen. Trotzdem macht die Jahreszeiten Welt einfach Spaß und ich will wissen, wie es weitergeht!