Klaus-Peter Lipphaus hat in seiner Zeit bei der Polizei vieles erlebt, das die Grenzen des Vorstellbaren übersteigt. Während seiner jahrzehntelangen Arbeit als Kriminalkommissar ermittelte er gegen Rauschgiftbanden und organisierte Kriminalität, vor allem aber in zahlreichen erschütternden Mordfällen. Habgier, sexuelle Triebhaftigkeit, schiere Mordlust – Kommissar Lipphaus war mit sämtlichen Spielarten der Niedertracht konfrontiert, aus denen Menschen zu Mördern werden.
In seinem Buch enthüllt er nun die schockierendsten Fälle, an deren Aufklärung er während seiner ereignisreichen Laufbahn beteiligt war; von Kindsmorden über tödliche Familienzwiste bis hin zum Doppelmord in Herne, der 2017 große Schlagzeilen machte. Lipphaus' Geschichten beweisen, mit welchem unermüdlichen Einsatz die Polizei täglich dafür kämpft, dass jeder Täter seiner gerechten Strafe zugeführt wird. Damit kein Verbrechen ungesühnt bleibt.
Ein sehr spannender Einblick mit einem großen ABER
Leider sind die Beiträge zu Morden an Frauen und "Beziehungsdramen", wie der Autor (und wahrscheinlich auch im offiziellen Justizsprech bezeichnet) sie so schön verharmlosend nennt, durchzogen von patriarchalen Grundannahmen und Sprache
Femizide als "Merkwürdige Häufung von Beziehungstaten" zu bezeichnen ist bedenklich und wirkt wie Ironie.
An anderer Stelle heißt es:
"Eine junge und lebensfrohe Frau, der durch Schläge mit einer Brechstange der Kiefer, das Jochbein und der Schädel so zertrümmert wurden, dass ihr einstmals schönes Gesicht nur durch etliche Operationen halbwegs wieder hergestellt werden konnte. Eine junge Frau mit besten Zukunftsperspektiven die durch die Tat diese Menschen entstellt zurückblieb."
.... Weil natürlich das Schlimmste an dem Mordversuch ist, dass die Frau ihr hübsches Gesicht verliert. Danke Klaus-Peter für diese Klarstellung