Von Robert Preis habe ich bereits mehrere Krimis gelesen. Die habe ich als düster, mystisch und spannend empfunden. Gemeinsam mit dem Verlag emons: hat er den Öko-Thriller „Waldestod“ im Juni 2025 herausgebracht. Das Cover ist toll gestaltet. Es sieht aus, als würden die Bäume durch die Buchstaben des Buchtitels wachsen. Das passt hervorragend zur Geschichte.
Die junge Journalistin Emmi hat Stress im Job und Krach mit ihrem Freund. Sie wünscht sich eine ruhige Phase, weit weg von allem was sie stresst. Stattdessen soll sie von einer Flutkatastrophe berichten. Ihre Chefin gibt ihr den Schlüssel für ihr Haus im Wald. Dort angekommen beginnt Emmi sich zu gruseln, es scheint, als würden im Wald mysteriöse Dinge passieren. Emmi sieht Männer in Schutzanzügen, die den Wald durchforsten. Dann stirbt der Forstaufseher und Emmi wird klar, hier stimmt was nicht.
Über ca. 272 Seiten bin ich Emmi in das Dorf Rabenwald gefolgt. Empfangen wird sie nicht herzlich. Der Einstieg in die Geschichte ist mir leichtgefallen, denn der Schreibstil des Autors liest sich leicht und locker. Über die Seiten schafft Robert Preis eine düstere, unheimliche und abweisende Grundstimmung. Lange haben Emmi und ich keine gute Idee, was sich hinter den mysteriösen Vorfällen im Wald verbirgt. Doch schnell wird klar, dass der Hausmeister Severin irgendetwas damit zu tun haben muss. Doch was? Als Emmi und ich mich dieser Frage nähern, ist es schon fast zu spät.
Alles in allem hat Robert Preis mit „Waldestod“ einen spannenden Öko-Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust hat, sich mit dem Thema Klima zu beschäftigen und die Endzeitstimmung mag, der ist hier genau richtig. Von mir bekommt der Autor 4 wohlverdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.