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Die Mündung

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Eine starke Heldin mit erschreckenden Flashbacks, die nicht ruht, bis der Täter gefasst ist.

Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht Es sind die Trophäen des Gezeitenmörders – jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

454 pages, Kindle Edition

Published March 20, 2025

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Tim Pieper

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Displaying 1 - 11 of 11 reviews
Profile Image for Wal.li.
2,688 reviews74 followers
January 5, 2026
Der Gezeitenmörder

Der Gezeitenmörder hat sich ihre Schwester Jette geschnappt und ein Holzkreuz für sie aufgestellt. Kriminalkommissarin Lena Funk hat sich danach für eine Auszeit auf die Insel Scharhörn zurückgezogen. Als sie dort jedoch eine Leiche findet, die die Trophäen des Gezeitenmörders bei sich trägt, kommt alles wieder hoch. Lena Funk beschließt die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Der Tod ihrer Schwester soll nicht ungesühnt bleiben. Da sie wegen des Traumas und der Folgen derzeit nicht im Dienst ist, erweist sich das als nicht so einfach. Sie muss ihre Kollegen davon überzeugen, dass sie wieder fit ist.

Wie ist es, wenn ein Fall für eine Kommissarin persönlich kaum noch zu ertragen ist? Der Gezeitenmörder hat mehrere Opfer getötet. Nach einem Sommerfest hat er auch Kommissarin Lena Funks Schwester in seine Fänge bekommen. Fieberhaft wird ermittelt. Doch irgendwann muss sich Lena Funk der Erkenntnis stellen, dass ihre Schwester nicht mehr wiederkommt. Doch auch nach der Auszeit auf Scharhörn wird es nicht einfacher. Lena hatte wohl einen Zusammenbruch, durch den ihre Erinnerung an einige Ereignisse gestört ist. Und so ist die Zusammenarbeit auch heikel für ihre Kollegen, die manchmal Schwierigkeiten haben, Lenas Aktionen oder Reaktionen einzuschätzen.

Der Vorleser Tim Gössler lässt die Handlung im Kopf der Zuhörenden lebendig werden. Man kann die Stimmungen nachempfinden und sich die norddeutsche Landschaft gut vorstellen.

Wenn man einige der anderen Romane des Autors kennt, erlebt man hier bei der Lektüre schon eine Überraschung. Die Handlung setzt ein, nachdem schon eine Menge passiert ist. Durch die Traumatisierung von Lena hat diese mit den Folgen zu kämpfen. Die Hörerinnen und Hörer können hautnah miterleben, wie Lena versucht, ihre Gesundheit wieder zu erlangen. Nebenbei fängt sie an zu ermitteln, was den Kollegen schon Bauchschmerzen verursacht. Dass Dinge herausfindet, die vielleicht nicht ans Licht kommen sollten oder dass sie möglicherweise auch manipuliert wurde. Das ist sehr überraschend und auch spannend, weil man sich selbst auch lange fragt, was von der beschriebenen Handlung überhaupt so passiert ist. Auch insgesamt entwickelt sich der Thriller in eine ganz andere Richtung als zuerst gedacht. Obwohl ein paar Ansätze im Verlauf irgendwie verloren gehen und nicht alle Motive nachvollziehbar geklärt werden, freut man sich über ein fesselndes Hörerlebnis mit einer sympathischen Protagonistin.
Profile Image for Tinstamp.
1,176 reviews
April 23, 2025
Die Havel-Krimis von Tim Pieper habe ich alle verschlungen und deshalb war ich schon sehr gespannt auf seinen ersten Thriller. Vorab muss ich aber sagen, dass ich "Die Mündung" eher wieder als Krimi empfunden haben. Oftmals ist der Grat sehr schmal... Spannung kann der Autor aber - egal, in welchem Genre!

Zu Beginn tat ich mich ein bisschen schwer in die Geschichte zu finden, was sich jedoch bald änderte. Hauptkommissarin Lena Funke hat sich eine Auszeit auf der Vogelinsel Schärhorn genommen, wo sie als Umweltpraktikantin arbeitet. Dies war immer der Traum ihrer hochbegabten Schwester Jette, die jedoch eines der Opfer des Gezeitenmörders wurde. Seitdem leidet Lena unter Alpträumen. Jettes Leiche wurde nie gefunden und Lena bekommt mehr und mehr das Gefühl, dass die Soko bei den Ermittlungen geschlampt hat. Nach einem verheerenden Sturm auf der Insel findet sie eine männliche Leiche am Strand. In den Taschen des Mannes sind Gegenstände, die der Gezeitenmörder seinen Opfern als Trophäe abgenommen hat. Daraufhin kontaktiert sie ihren Vorgesetzten und kehrt zurück, um wieder zu arbeiten und die Ermittlungen aufzunehmen. Doch eigenartige Flashbacks und das Verhalten der Kollegen, sowie einigen Menschen in ihrer Umgebung, verwirren Lena zusätzlich. Sie erfährt, dass sie nie auf der Vogelinsel gewesen ist und dort ein anderer Umweltpraktikant arbeitet. Lena war drei Monate lang verschwunden und niemand wusste, wo sie sich aufgehalten hat. Ihr Chef Eberhard Bruns und ihr bester Freund Mickel wollen ihr helfen und schalten eine Hypnoseärztin ein. Diese wirkt jedoch nicht wie die Koryphäe, als die sie angekündigt wurde, sondern eher verwirrt und alles andere als kompetent. Was wird hier gespielt? Und warum hat sie genaue Erinnerungen an die Vogelinsel und woher kommt der Beutel mit den Trophäen?

Ich muss gestehen, dass nicht nur ich bei der Leserunde nach dem ersten Leseabschnitt komplett verwirrt war. Was ist die Wahrheit und was Einbildung? Ist Lena eine unzuverlässige Erzählerin?
Nicht nur Lena weiß nicht mehr, wem sie vertrauen kann, sondern auch mir schwirrte der Kopf. Erst nach und nach erschließen sich die Zusammenhänge. Auch als geübter Thriller- und Krimileser weiß man nicht, wohin uns der Autor führen möchte.

„...Unser Gedächtnis arbeitet rekonstruktiv und konstruktiv. Also wiederherstellend und aufbauend. Es kann abgespeicherte Informationen abrufen, aber sie werden durch unsere Wünsche, Bedürfnisse oder Ziele verändert...“

Die Figuren sind facettenreich und ich hatte das Gefühl niemanden vertrauen zu können. Auch Lena ist eine komplizierte Hauptprotagonistin. Sie ist rastlos, erscheint oft verwirrt und unglaubwürdig. Sie ignoriert Anweisungen und agiert oftmals rücksichtlos. Ihre Alleingänge konnte ich nicht wirklich verstehen. Entsetzt war ich über die schlimme psychische Behandlung ihres Vaters, der immer die hochintelligente Schwester bevorzugte und Lena gegenüber keinerlei Zuneigung zeigte. Er hat sie immer abgelehnt und Jette bevorzugt, die seinen Traum eine angesehene Wissenschaftlerin zu werden, erfüllen sollte.

Der Schreibstil ist temporeich und der Plot komplex. Großes Thema ist die Neurowissenschaft und die Beeinflussung unseres Gehirns. Es zeigt auf, wie unzuverlässig unsere Erinnerungen oftmals sind.

Das maritime Glossar am Ende des Buches hat mir Binnenlandmädchen bei einigen Beschreibungen sehr geholfen.

Fazit:
Tim Pieper kann auch Thriller, wobei ich trotzdem seine Havelkrimis bevorzuge. Obwohl ich viele Thriller lese und liebe, bin ich in diesem Genre sehr pingelig. Das Thema, welches Tim Pieper hier gewählt hat, ist sehr interessant und regt zum Nachdenken an. Außerdem führt er sogar geübte Leser wirklich an der Nase herum und schafft mit überraschenden Wendungen richtigen Nervenkitzel.
1,604 reviews8 followers
April 12, 2025
Thriller mit Hochspannung

Klappentext:
Eine starke Heldin mit erschreckenden Flashbacks, die nicht ruht, bis der Täter gefasst ist. Kommissarin Lena Funk nimmt sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel. Fernab der Erinnerungen, fernab des Schmerzes. Doch in einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena eine Handvoll Schmuckstücke. Und nicht irgendwelche: Es sind die Trophäen des Gezeitenmörders, jenes Mannes, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel. Endlich gibt es eine Spur, endlich eine Chance auf Gerechtigkeit. Aber je tiefer Lena in den Fall eintaucht, desto gefährlicher wird er. Jemand beobachtet sie. Jemand spielt mit ihr. Und die Wahrheit, die sie enthüllt, ist weitaus grausamer, als sie je befürchtet hatte.

„Die Mündung“ ist ein hoch spannender Thriller von Tim Pieper.

Die Kriminalhauptkommissarin Lena Funk hat sich eine Auszeit genommen, um endlich einmal zur Ruhe zu kommen. Statt Polizeiarbeit, verdingt sie sich als Praktikantin auf der Vogelinsel Scharhörn. Aber ihre Erinnerungen holen sie immer ein. Ihre Schwester wurde das Opfer eines Serienmörders. Ihr Vertrauen in die Ermittlungen der zuständigen Soko sind nicht sehr groß. Als Lena nach einem Unwetter eine angespülte Leiche entdeckt, registriert sie schnell, das der Mann ein Mordopfer ist. Bei dem Mann findet Lena Schmuckstücke, die der Gezeitenmörder von seinen Opfern behalten hat. Als Lena einen Anhänger ihrer Schwester entdeckt, sieht sie eine Chance den Mörder ihrer Schwester doch noch zu stellen.

Tim Pieper hat mit „Die Mündung“ einen Thriller mit Hochspannung veröffentlicht.
Die Charaktere sind richtig lebendig. Die Kriminalhauptkommissarin Lena Funk wurde mir schnell sympathisch. Am Anfang der Ermittlungen im Fall ihrer toten Schwester hat sie sich etwas dilettantisch angestellt, was allerdings seine Gründe hat, die ich hier natürlich nicht verraten.

Die Ermittlungen werden auch sehr spannend beschrieben. Wie im Zitat, dass der Geschichte voran gesetzt wurde, kann auch Lena ihren Erinnerungen nicht trauen. Sie spürt, dass ihre Erinnerungen nicht immer mit der Wahrheit übereinstimmen. Das uns einige Wendungen in der Geschichte, macht es den Leser*innen schwer den wahren Täter zu entlarven.
Es gibt auch immer wieder Rückblenden, in denen man Lenas Schwester Jette kennenlernt.

Auch die Handlungsorte werden sehr anschaulich beschrieben. Die Atmosphäre mit den wechselnden Gezeiten und den Nebelschleiern passt sehr gut zu einem Thriller.

Der Schreibstil von Tim Pieper ist sehr fesselnd, flüssig und gut verständlich.

„Die Mündung ist ein Thriller mit Hochspannung den ich an 2 Abenden gelesen habe.
Profile Image for alex_buchgeplauder.
587 reviews10 followers
April 6, 2025
Verwirrend
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DIE MÜNDUNG ist das Thriller-Debüt von Tim Pieper. Ein Anfänger ist der Autor aber nicht. Vielleicht kennt der ein oder andere von euch ja seine Havel-Krimis. Für mich war es hier allerdings meine erste Begegnung mit dem Autor.
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In DIE MÜNDUNG bin ich Kommissarin Lena Funk begegnet. Sie hat sich eine Auszeit auf einer abgeschiedenen Insel genommen, um den Mord an ihrer Schwester Jette zu verarbeiten. In einer stürmischen Nacht wird in den Dünen ein Toter freigespült. Offenbar brutal ermordet. In seiner Jacke findet Lena Schmuckstücke. Es handelt sich um Trophäen des Gezeitenmörders, dem auch ihre Schwester zum Opfer fiel.
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Der Anfang des Thrillers hat mich direkt mal in den Bann gezogen. Die Ausgangssituation ist interessant. Protagonistin Lena Funk hat sofort meine Sympathie gewonnen. Die Atmosphäre ist stark. Alle Voraussetzungen für einen guten Thriller sind gegeben. Schon nach kurzer Zeit ist die erste Wendung über mich hereingebrochen, die mich maximal verwirrt und mit offener Kinnlade hat dasitzen lassen. Diesen Dreh musste ich erst mal verarbeiten. Er hat mir aber wiederum sehr gut gefallen, weil er der Story gleich mal einen ganz anderen Touch gibt. Bis hierher hatte der Thriller also meine volle Aufmerksamkeit und ich war sehr gespannt, wie es weitergeht.
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Im weiteren Verkauf hat die Handlung mich dann leider abgehängt. Und das meine ich wortwörtlich. Ich konnte all den dunklen Geheimnissen und dramatischen Wendungen einfach nicht richtig folgen. Es war mir schlicht und ergreifend zu viel. Der Plot ist vielschichtig und legt ein hohes Tempo vor. Es ist ein ständiges Hin und Her verbunden mit der Frage, was hier Wahrheit und was Schein ist. Wir blicken tief in die menschliche Psyche und werden mit falschen Erinnerungen, Träumen, Flashbacks und der Manipulation des Gedächtnisses konfrontiert. Das auch noch ein Bereich der Neurowissenschaft hier thematisiert wird, macht die Handlung extra komplex. Alles für sich genommen ist interessant und auch spannend aufbereitet. Ich habe aber angesichts schneller Szenenwechsel und ständiger Zeitsprünge irgendwie zunehmend den Überblick verloren und konnte dann nicht mehr alles nachvollziehen.
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Die Grundidee, der generelle Aufbau und die Atmosphäre in DIE MÜNDUNG haben mir richtig gut gefallen. Es ist mir aber schwergefallen, bei der Story am Ball zu bleiben. Ich war zunehmend verwirrt und habe darüber den Faden verloren. Nachdem ich jetzt weiß, was mich hier erwartet, ist DIE MÜNDUNG eigentlich ein typischer Re-Read-Kandidat für ruhige Stunden, in denen ich mich dann besser auf den Plot einlassen könnte.
Profile Image for tansmariechen.
413 reviews2 followers
March 25, 2025
Ende März 2025 hat Tim Pieper den Thriller „Die Mündung“ gemeinsam mit dem Verlag emons: herausgebracht. Das Cover passt gut zur Geschichte. Von Tim Pieper habe ich schon „Raue Havel“ gelesen. Da ich den Kriminalroman super fand, bin ich voller Spannung in „Die Mündung“ gestartet.

Der Autor startet seine Erzählung mit einem Prolog, der mich neugierig macht und mir nicht zu viel verrät. Noch nicht einmal, in welcher Zeit ich mich beim Lesen befinde. Die folgenden Kapitel sind kurz gehalten. Der Autor hat 14 Kapitel auf den ersten 75 Seiten untergebracht. Ich mag kurze Kapitel. Sie erzählen in kleinen Häppchen aus verschiedenen Zeiten. Das Erzähltempo empfinde ich als hoch. Die Sprache ist modern gehalten und lässt sich flüssig lesen.

Lena Funk, Kommissarin, gönnt sich eine Auszeit auf einer abgelegenen Insel. Sie möchte nach dem Tod ihrer Schwester Jette zur Ruhe kommen. In einer stürmischen Nacht wird ein Toter angespült. Brutal ermordet. In seiner Jackentasche findet Lena Schmuckstücke und sie ist sich sofort sicher. Es sind Trophäen des Gezeitenmörders, der auch ihre Schwester auf dem Gewissen hat. Lena stürzt sich auf die Arbeit, als gäbe es kein Morgen. Endlich sieht sie eine Chance auf Gerechtigkeit. Doch ehe sie sich versieht, wird dieser Fall gefährlich für Lena. Sie erkennt, dass sie niemanden trauen kann, noch nicht einmal ihrem eigenen Gedächtnis.

Vom ersten bis zum letzten Buchstaben habe ich die Spannung in diesem Thriller als hoch empfunden. Zu jeder Zeit ist mein Geist tief mit der Erzählung beschäftigt. An Lenas Seite folge ich ihren Erlebnissen. Der Autor geizt nicht mit Hinweisen, auch nicht mit falschen. Ich beginne mich regelmäßig zu fragen, ob nicht vielleicht doch alles ganz anders ist. An den richtigen Stellen hat Tim Pieper unerwartete Wendungen gesetzt und so überrascht er mich mit einer Auflösung, die ich auch so nicht erwartet habe. Von diesem Thriller bin ich schlichtweg begeistert. Mir hat er viel Spaß gemacht. Während ich diese Zeilen schreibe, freue ich mich bereits auf Neues aus dem Köpfchen und der Feder des Autors.

Alles in allem hat Tim Pieper mit „Die Mündung“ einen Thriller auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. In atmosphärischer Umgebung der rauen Küste zeigt er mit einem spannenden Kriminalfall, dass die Kommissarin Lena Funk ihrem Gedächtnis nicht trauen kann. Und warum. Von mir bekommt der Autor 5 sturmgeschützte Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
Profile Image for Anett Heincke.
231 reviews1 follower
April 7, 2025
Um über den Verlust ihrer Schwester Jette hinwegzukommen, verbringt Kommissarin Lena Funk ihre Zeit als Umweltpraktikantin auf einer Vogelinsel. Jette wurde vom Gezeitenmörder entführt und ermordet. Er wurde nicht gefasst. Als an der Insel eine Leiche mit Gegenständen des Gezeitenmörders angespült wird, kehrt Lena zurück um die Ermittlungen wieder aufzunehmen. Ihr fällt auf, dass sich die Menschen um sie herum anders verhalten. Ihr bester Freund Mickel und ihr Vorgesetzter Bruns sind sehr verständnisvoll und wollen ihr helfen. Doch dann wacht sie in einer Klinik auf, weil sie sich alles nur eingebildet hat. Mit Hilfe von Hypnose soll sie ihre Erinnerungen wiederfinden. Die Ärztin wirkt alles andere als kompetent, doch Lena hat keine Wahl, um wieder entlassen zu werden. Doch auch danach weiß sie nicht, was Realität oder Einbildung ist und wem sie trauen kann. Immer wieder hat sie verstörende Flashbacks, die sie für die Realität hält.
Mit Hilfe ihrer engsten Freunde kommt sie den Dingen langsam auf die Spur. Doch diese sind noch viel schlimmer als gedacht.
Das Buch ist sehr verwirrend, verstörend und beängstigend, aber auch emotional. Es spielt auf verschiedenen Zeitebenen und aus unterschiedlichen Perspektiven. Doch meistens in der Gegenwart. Dabei wusste ich auch die meiste Zeit nicht, was wahr ist und was nicht. Erst nach und nach werden Zusammenhänge klar und es kommt zu einem dramatischen Ende. Die Auflösung war schon erschreckend und ich kann mir vorstellen, dass das Vorgehen leider auch schon Realität ist.
Es ist sicher kein Buch für zwischendurch, man muss schon aufpassen, den Faden nicht zu verlieren. Immer wieder kam es zu neuen Irritationen und Wendungen. Der Schreibstil ist sehr rasant und mitreißend.
Die Charaktere sind vielschichtig, mit ihren Beziehungen zueinander oder auch gegeneinander, dargestellt. Gerade Lena empfand ich als eine komplizierte Person. Sie ist rastlos, ungeduldig, oft ungerecht, ignoriert Anweisungen. Aber sie befindet sich auch in einer Ausnahmesituation. Ihr Leben war nicht einfach. Sie stand immer im Schatten ihrer hochintelligenten Schwester, für die alles getan wurde, von ihrem Vater wurde Lena immer abgelehnt. Doch sie hat auch gute Freunde aus der Zeit mit ihrer Rock-Band.
Ich kannte bisher nur die Havel-Krimis, in denen es etwas ruhiger, aber trotzdem spannend, zugeht. Daher bin ich von diesem Buch doch angenehm überrascht.
Auch von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
542 reviews3 followers
April 14, 2025
Als Lena Funks Schwester vom Gezeitenmörder getötet wurde, nimmt sie bei der Polizei eine Auszeit, um mit sich ins Reine zu kommen und den Täter zu suchen. Sie geht auf die Insel Scharhörn und verfolgt dort Spuren und beobachtet Vögel. Als sie eines Nachts einen toten Segler findet, der Trophäen des Gezeitenmörders bei sich hat, kommen die Erlebnisse wieder hoch, aber sie hat einige Gedächtnislücken. Als sie sich bei der Polizei mit ihren Fundstücken meldet, sind diese nicht begeistert. Auch meint Lena Ungereimtheiten in den Ermittlungen zum Gezeitenmörder gefunden zu haben. Doch alle halten sie zu emotional beteiligt, um weiter zu ermitteln. Nur ihr alter Freund Mikel steht zu ihr. Es ist noch ein langer Weg, der mit vielen Überraschungen gepflastert ist, den sie gehen muss.
„Die Mündung“ von Tim Pieper ist ein außergewöhnlicher Thriller. Die Story ist nicht geradlinig, sondern biegt öfter mal überraschend ab, um dann wieder auf die alte Spur zurückzukehren. Das erhöht natürlich die Spannung, denn eigentlich weiß man nie, was im nächsten Moment geschieht. Die Hauptcharaktere sind sehr interessant. Da ist einmal die Kommissarin Lena Funke, die ein Belastungsstörungen durch den Tod ihrer Schwester davongetragen haben soll und sie wird auch daraufhin behandelt. Nichtsdestotrotz brennt in ihr das Herz der Polizistin, die unbedingt den Tod der Schwester aufklären möchte. Dann ist da noch ihr alter Schulfreund Mikel, aus dem von Anfang an nicht schlau geworden bin, aber bisher immer an ihrer Seite zu finden war. Und Hauptkommissar Bruns, ihr Chef, der eine nicht ganz klare Rolle spielt. In dieser Gemengelage entwickelt sich die Story mit interessanten Themen, wie natürlich die Suche nach dem Mörder, aber er auch das Thema Hypnose, um dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Das Cover zeigt wohl eine Küstenszene, aber die Verbindung ist nur hintergründig und dient wohl zum Stimmungsaufbau. Der Spannungsbogen ist sehr gut aufgebaut und entwickelt die Spannung unter Umwegen zum Überraschenden Ende.
Ich finde diesen Thriller sehr gut gemacht und er gefällt mir außerordentlich gut, wegen seiner vielfältigen Thematik, seinen überraschenden Wendungen und seiner großen Spannung. Für mich schon mal ein Highlight in diesem Jahr.
116 reviews1 follower
June 8, 2025
Fiktion oder Realität?

Die Kommissarin Lena Funk ist mit ihrer eigenen traumatischen Vergangenheit überfordert und sucht an der Nordseeküste Ablenkung und eine Neujustierung für ihr Leben. Gerade der Tod ihrer Schwester hat ihr zugesetzt, und die schweren Vorwürfe ihres Vaters wiegen ebenfalls schwer. So kann sie es kaum fassen, dass sie in den Taschen eines angespülten Leichnams Schmuckstücke von Opfern des Gezeitenmörders findet, der auch für den Tod ihrer Schwester verantwortlich gemacht wird. diese neue Spur setzt in ihr neue Energie frei, um sich auf die Suche nach dem Serientäter zu machen. Sie muss aber schnell erkennen, dass die Abgründe in diesem Fall viel tiefer sind, als sie jemals geahnt hat...

Der Autor Tim Pieper hat mit "Die Mündung" einen fesselnden Thriller veröffentlicht, der mir einige spannende Lesestunden bescherte. Er erzählt die Geschichte in einem hervorragend zu lesenden und sehr kurzweiligen Schreibstil, der das Buch für mich schnell zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden der Schmuckstücke und der verzweifelten Jagd auf den Gezeitenmörder sehr gut aufgebaut und über die mit vielen überraschenden Wendungen versehenden Ermittlungen auf einem für mich sehr hohen Niveau gehalten. Tim Pieper gelingt es dabei in meinen Augen außerordentlich gut, eine recht düstere Atmosphäre aufzubauen und der immer komplexer werdenden Geschichte immer wieder gekonnt neue Richtungen zu geben. Das Ganze konnte mich wirklich komplett in den Bann ziehen und bis zur gut nachvollziehbaren Auflösung begeistern.

Insgesamt ist "Die Mündung" ein mehr als gelungener Thriller, der mich in erster Linie mit einer sehr clever konzipierten Geschichte, einem wohldosierten Lokalkolorit, interessanten Protagonisten und nicht zuletzt mit dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Profile Image for Maria.
662 reviews14 followers
April 6, 2025
Nachdem ich die Havel-Krimis von Autor Tim Pieper allesamt sehr gern gelesen habe, war ich neugierig auf diesen neuen Thriller.

Die Charaktere sind insgesamt sehr lebensnah und authentisch gestaltet: Protagonistin Lena ist willensstark, jedoch gleichermaßen vielschichtig mit vielen weiteren Aspekten, die schlussendlich eine sympathische Hauptfigur zeichnen, die sich nicht in eine bestimmte Schublade pressen lässt (die Schublade "dickköpfig" würde aber schon gut passen). Auch die Nebencharaktere sind facettenreich dargestellt, so dass keine relevante Person zu flach dargestellt wurde.
Der Sprach- und Schreibstil des Autors ist sehr angenehm zu lesen, die Handlungsorte sind sehr detailliert beschrieben, so dass stets ein Bild im Kopf entsteht; es ist, als wäre man direkt in die Handlung hineinversetzt. Besonders hilfreich für mich als "Landratte" war auch das maritime Glossar am Ende des Buches, was mir tatsächlich bei dem ein oder anderen Fachbegriff eine nützliche Hilfe war.
Die Handlung ist bleibt bis zum Schluss voller Spannung, Lenas Hartnäckigkeit ist von zentraler Bedeutung. Zeitgleich stellt sich immer, vor allem zu Beginn des Buches, die Frage: was ist real? Die verschiedenen Erzählperspektiven und Zeitebenen geben geben mir als Leserin von Zeit zu Zeit einen Überblick über die Sichtweisen von Schlüsselpersonen. Obwohl viele verschiedene Sichtweisen bekannt sind, ist es mir unmöglich gewesen, auf eigene Faust den Täter zu ermitteln.

Insgesamt ist "Die Mündung" ein mitreißender Thriller, den ich sehr gern gelesen habe. Aufgrund von interessanten Wendungen wurde es mir nicht langweilig.
131 reviews1 follower
March 24, 2025
Es handelt sich hier um den ersten Thriller aus der Feder von Tom Pieper und er konnte mich von Beginn an fesseln.

Die Geschichte folgt Kommissarin Lena Funk, die sich auf einer abgelegenen Hallig nahe der Elbmündung eine Auszeit nehmen möchte, nur um sich plötzlich in einem packenden Mordfall wiederzufinden.

Lena entdeckt die Leiche eines Seglers, der brutal ermordet wurde, und findet in seiner Jackentasche Schmuckstücke, die mit dem berüchtigten Gezeitenmörder in Verbindung stehen – dem Mann, der auch ihre Schwester vor zwei Jahren getötet hat. Die persönliche Verbindung zu dem Fall verleiht der Handlung eine emotionale Tiefe, und Lenas Entschlossenheit, die Wahrheit aufzudecken, ist bewundernswert. Der Spannungsbogen wird durch die Wendungen und Enthüllungen aufrecht gehalten, auch wenn einige Entwicklungen vorhersehbar sind.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, und besonders Lena überzeugt mit ihrer Stärke und Verletzlichkeit. Der Schreibstil ist durchgehend flüssig und fesselnd. Die Mischung aus psychologischer Spannung und klassischem Krimi macht das Buch zu einem echten Pageturner, das ich die letzten Tage kaum aus der Hand legen konnte.

Besonders gut gefallen hat mir der Glossar am Ende des Buches, in dem Segelbegriffe u.ä. erklärt werden.
Profile Image for Renate1981.
215 reviews1 follower
May 11, 2025
Lenas Schwester Jette ist Opfer des Gezeitenmörders geworden und sie gibt nicht auf den Mörder zu finden. Doch damit gerät sie selbst in die Schusslinie und plötzlich weiß sie nicht mehr wem sie eigentlich vertrauen kann ...

Lena hat in ihrem Job ja schon viel Schlimmes gesehen und erlebt, doch wenn ein Familienmitglied betroffen ist, dann ist dies doch wieder eine ganz andere Ausgangslage. Eine Auszeit soll ihr helfen, dass sie endlich mal etwas runter kommt und sich ausruhen kann. Doch die Erinnerungen lassen sich nicht so einfach ausschalten.

Der Autor hat einen sehr angenehmen und vor allem sehr fesselnden Schreibstil. Der Spannungsbogen war on point, wirklich top. Manchmal ist man sich gar nicht mehr sicher was nun wahr ist und was nicht, doch genau das macht es noch spannender.

Manche Einblicke in die Forschung sind sehr heftig und nicht alles kann ich unbedingt als positiv bewerten. Aber auf jeden Fall ein sehr wichtiges und interessantes Thema, das hier eingebaut wurde. Sehr gut recherchiert und gut in die Geschichte eingebaut!

Was für ein genialer Thriller, von der ersten bis zur letzten Seite ist man einfach nur gebannt und die Spannung ist wirklich extrem. Die verschiedenen Zeitsprünge sind manchmal verwirrend, aber es klärt sich alles auf und für mich war es ein sehr gutes Buch, das ich verschlungen habe.
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