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Der dunkle Sommer

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Ein Haus in Italien für einen Euro: Für die deutsche Architektin Tilda ist die verfallene Villa auf Sardinien ein Glücksgriff. Sie will alle Brücken hinter sich abbrechen und stürzt sich in die Renovierung. Doch die vermeintliche Idylle des verwinkelten Ortes trügt. Ist das Geisterdorf wirklich so verlassen, wie es den Anschein hat? Sonntags läuten die Glocken, und Unbekannte behaupten, ein Fluch liege auf Tildas Haus. Zusammen mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte des Dorfes erforscht, versucht Tilda herauszufinden, was hier geschehen ist. Doch der einzige Bewohner, der mehr weiß, ist der alte Silvio. Und der schweigt beharrlich. Als plötzlich Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür steht, lässt Tilda ihn zähneknirschend bei sich unterkommen. Er bringt Erinnerungen mit, die sie dringend vergessen will. Dann verschwindet Nino auf mysteriöse Weise. Getrieben von der verzweifelten Suche nach ihm offenbart sich Tilda und Enzo im schroffen Hinterland der Insel eine Wahrheit, die düsterer ist als jede Geistergeschichte – und die eng mit Tildas eigener Vergangenheit verwoben scheint.

384 pages, Paperback

First published March 13, 2025

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About the author

Vera Buck

10 books28 followers

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5 stars
302 (39%)
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328 (43%)
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115 (15%)
2 stars
15 (1%)
1 star
2 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 116 reviews
Profile Image for Seitenmusik.
397 reviews22 followers
May 15, 2025
Vera Buck, geboren in Nordrhein-Westfalen, ist eine vielfach ausgezeichnete Autorin, die sich mit ihren tiefgründigen und atmosphärischen Romanen einen Namen gemacht hat. Sie hat Journalistik, Literaturwissenschaft und Drehbuchschreiben unter anderem in Frankreich, Spanien und auf Hawaii studiert. Ihre Werke wie "Runa" oder "Wolfskinder" wurden für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Heute lebt und arbeitet sie als freie Schriftstellerin in der Schweiz – inspiriert von Reisen und Wanderungen durch einsame Berglandschaften.

Worum geht’s genau?

Tilda, eine deutsche Architektin, kauft sich ein verfallenes Haus in einem scheinbar verlassenen Dorf auf Sardinien – für nur 1€. Auf der Suche nach einem Neuanfang will sie das Haus renovieren und mit der Vergangenheit abschließen. Doch die Ruhe trügt: Glocken läuten sonntags wie von Geisterhand, Dorfbewohner:innen warnen vor einem Fluch, und dann taucht ihr jüngerer Bruder Nino auf – samt verdrängter Erinnerungen. Als Nino plötzlich verschwindet, begibt sich Tilda gemeinsam mit dem Journalisten Enzo auf Spurensuche. Dabei stoßen sie auf dunkle Geheimnisse, eine lange verdrängte Geschichte der Gewalt – und eine sardische Tradition, die vor allem für Frauen lebensverändernde Konsequenzen hatte. Alles scheint mit Tildas eigener Vergangenheit verbunden zu sein.

Meine Meinung

Was mich sofort gepackt hat, war das atmosphärische Cover – geheimnisvoll, düster, mediterran. Als Italien-Fan war ich sofort neugierig und konnte nicht widerstehen. Ich habe "Der dunkle Sommer" als Hörbuch über NetGalley und den Argon Verlag gehört – an dieser Stelle ein großes Dankeschön für das Rezensionsexemplar.

Die Geschichte selbst entwickelt früh eine Sogwirkung: Die düstere Atmosphäre des Geisterdorfs, die angedeuteten Familienkonflikte und die Frage, was wirklich in diesem Dorf geschehen ist, haben mich nicht mehr losgelassen. Trotz einer Spielzeit von über zehn Stunden habe ich das Hörbuch in wenigen Tagen durchgehört.

Inhaltlich war für mich überraschenderweise weniger der Thriller-Aspekt (wobei ich allgemein sagen muss es ist mehr Familiendrama als Thriller ist) überzeugend, als vielmehr das historische und gesellschaftskritische Fundament, das mich beeindruckt hat. Die Erzählung ist ein Familiendrama, das gleichzeitig die Geschichte eines sardischen Dorfes und einer patriarchalen Tradition erzählt. Besonders die Thematik des „matrimonio riparatore“ – also der Zwangsheirat zur "Wiederherstellung der Ehre" nach einer Vergewaltigung – war für mich erschütternd und gleichzeitig faszinierend. Es war mir neu, dass diese Praxis bis in die späten 1970er Jahre gesetzlich erlaubt war. Auch wenn einem die Grundidee der „Ehrrettung“ durch Heirat leider aus vielen Kulturen vertraut ist, war die vormals gesetzliche Verankerung in Italien für mich ein Schock.

Hinzu kommt: Ich war selbst schon einmal in Orgosolo – einem der erwähnten sardischen Dörfer mit rebellischen Geschichte und den berühmten Wandbildern – und hatte dabei keinen blassen Schimmer von diesem düsteren Teil der Vergangenheit. Umso spannender war es, nun literarisch so tief in die Thematik einzutauchen. Die feministische Perspektive der Autorin hat mir besonders gefallen: Die Kritik an patriarchalen Strukturen zieht sich wie ein roter Faden durch die Handlung, ohne je plump oder belehrend zu wirken.

Erzählerisch überzeugt mich die doppelte Zeitebene: Die Ereignisse in der Gegenwart werden durch Rückblenden in die Vergangenheit sinnvoll ergänzt, was dem Roman Tiefe verleiht und die Spannung kontinuierlich aufrechterhält. Besonders stark fand ich, wie sich nach und nach die einzelnen Puzzleteile zusammenfügen. Die hochkarätige Besetzung des Hörbuchs mit Leonie Landa; Laura Maire; Uve Teschner; Julian Mehne; Jeremias Koschorz und Lydia Herms sorgt dafür, dass die zahlreichen Figuren gut unterscheidbar sind und lebendig wirken.

Kritisch sehe ich allerdings das Ende: Es wirkte auf mich etwas überhastet und nicht vollständig stimmig – einige Fragen blieben offen, was mich leicht unbefriedigt zurückließ. Zudem hatte ich etwa eine Stunde vor Schluss eine klare Ahnung, wohin sich die Handlung entwickelt. Die Auflösung war für mich daher keine große Überraschung mehr – aber das mindert nicht die emotionale Wucht der Geschichte.

Fazit

Der dunkle Sommer ist ein atmosphärischer Roman mit Thriller-Elementen, der eine düstere Familiengeschichte mit realhistorischem Hintergrund und feministischer Tiefenschärfe verknüpft. Trotz kleiner Schwächen im Finale ein packender, nachdenklich stimmender Hörgenuss. 4,5 von 5 Sternen.
Profile Image for Naddlino.
169 reviews
July 8, 2025
Besonders bei Kriminalromanen vergebe ich 5 Sterne wirklich selten, denn gerade in diesem Genre kann eine Kleinigkeit, die für mich nicht passt, dann schnell den Gesamteindruck verändern. Hier bei diesem Buch schwanke ich nun zwischen 4 und 5 Sternen. Es erzählt eine besondere, noch nicht ausgelutschte Geschichte in recht konsistenter Form. Es hat mich mitgerissen und transportiert eine wichtige Botschaft, wobei es lose auf historischen Ereignissen beruht. Dies spricht für 5 Sterne.

Für eine Einsortierung in 4 Sterne spricht allerdings, dass es manche Unsauberheiten gab, die ich hier wegen einer Spoilergefahr nicht ausführen möchte. Manche davon waren eher Kunstfehler, andere finden sich in der Anlage der Handlung/ Figuren selbst. Aber insgesamt hat es mich doch so gut unterhalten, dass ich darüber hinwegsehen kann.
Profile Image for Dani_liest.
433 reviews29 followers
May 16, 2025
Nachdem „Wolfskinder“ und „Das Baumhaus“ Highlights für mich waren, habe ich quasi blind zu „Der dunkle Sommer“ gegriffen und habe mit sehr hohen Erwartungen das Lesen begonnen. Doch leider war der neue Vera Buck Thriller nicht wirklich mein Fall. Für mich war es zu wenig Mysterium, zu wenig Twists und insgesamt war mir einfach zu wenig los.

Tilda flieht aus ihrem alten Leben und kauft sich für einen Euro eine Ruine in einem Geisterdorf in Italien, die sie selbst renoviert.
Die Ausgangssituation ist sehr vielversprechend. Ich stelle es mir super gruselig vor, in einem verlassenen Dorf zu leben, in dem es nur einen weiteren Bewohner gibt. Noch dazu in einem Haus, das mit Einschusslöchern verziert ist.

Tilda scheint die Vergangenheit von Botigalli allerdings gar nicht so sehr zu interessieren. Ganz im Gegenteil zu dem Journalisten Enzo, der ein Buch über die Ereignisse, die zum Verfall des Dorfes führten schreiben möchte. Doch seine Recherchen sind zäh und es ergab sich selten etwas Neues.

Am Besten fand ich die Perspektive aus Sicht von Franka, die in der Vergangenheit spielt, auch wenn diese ebenfalls sehr weit ausholt und in gemächlichem Tempo voranschreitet.

Es wundert mich, dass das Buch bereits so viele 5 Sterne Bewertungen hat. Ich habe mir wirklich schwer getan, überhaupt durchzukommen und habe sogar zwischendurch etwas anderes gelesen.
Es ging einfach so wahnsinnig lahm vorwärts und Tilda und ihr Bruder Nino waren keine besonders interessanten Charaktere. Mir war auch schon bald klar, wer hinter den seltsamen „Streichen“ steckt.
Zur Auflösung gab es endlich ein wenig mehr Action. Allerdings war es wirklich ein äußerst extremer Zufall, der dafür gesorgt hat, dass alles aus dem Ruder läuft.
Für mich war „Der dunkle Sommer“ leider nur so mittel.
Profile Image for Eva.
29 reviews7 followers
September 21, 2025
Dieses Buch ist kein Thriller.

Das Ende war ganz gut, der historische Hintergrund ist tragisch, bis Seite 255 waren es aber erstmal drei sehr uninteressante Geschichten.

Kann man machen, wenn man sich gerade nicht gut konzentrieren kann.

2,5
Profile Image for Lynn.
10 reviews
August 24, 2025
Hörbuch: Super spannender Krimi/Thriller mit tragischer Geschichte dahinter, die teilweise auf echten historischen Hintergründen (Entführungsindustrie auf Sardinien) basiert. Das Hörbuch wurde von vier unterschiedlichen Personen gesprochen, da zwischen verschiedenen Zeiten und Perspektiven gewechselt wird - das mochte ich sehr und die Sprecher*innen brachten die Emotionen der Charaktere sehr authentisch rüber. 4,5 Sterne
Profile Image for Christin Schuster.
48 reviews1 follower
August 24, 2025
Anfangs fand ich die Geschichte ziemlich langatmig und es wurden mehr die Einzelschicksale der Protagonisten erzählt, als das es ein Thriller über eine einsame Geisterstadt war.
Am Ende fügte sich alles zusammen und den Plottwist habe ich auch nicht erwartet.

Allerdings hat das Buch für mich wenig mit einem Thriller zu tun, da es erst am Ende richtig spannend wurde. Daher nur 3 Sterne.
Profile Image for Verena.
15 reviews2 followers
August 22, 2025
Loved it, richtig guter Hitzewellen-Thriller!
Profile Image for Michelle.
565 reviews9 followers
June 30, 2025
Irgendwie kann ich die ganzen guten Bewertungen nicht ganz nachvollziehen, für mich persönlich war das ein sehr schwacher und zäher Thriller, der ewig gebraucht hat um in die Gänge zu kommen.
Unsere Protagonistin fand ich unglaublich anstrengend und emotionslos und generell hat mich ihre Geschichte kaum interessiert.

Das Buch befasst sich im laufe der Geschichte tief mit einem Thema, welches sonst kaum Aufmerksamkeit in Büchern bekommt und das hat mir als einziges gut gefallen. Jedoch die ganze Geschichte an sich war mir einfach zu wenig und vor allem zu langweilig. Meiner Meinung nach hätte man locker 100 Seiten streichen können und dann hätte die Erzählgeschwindigkeit mehr gepasst

Leider eher eine Enttäuschung für mich, auch wenn es auf keinen Fall ein schlechtes Buch war, nur leider nichts für mich
Profile Image for Sarah.Nssg.
239 reviews
June 24, 2025
5⭐️
hab grade 5 minuten nur die wand angestarrt so gut war das
das buch alleine fand ich schon super aber als ich dann noch gelesen habe dass diese geschichte von einer realen person inspiriert war, war ich kurz sprachlos
Profile Image for Naomi Christ.
37 reviews
July 26, 2025
Italiens düstere Geschichte - ein weiterer ruhiger Thriller von Vera Buck, mit viel Tiefgang.

Vera Buck konnte mich schon mit ihrem letzten Thriller 'das Baumhaus' überzeugen. Nun auch mit 'der dunkle Sommer'. Der Thriller ist ruhig, dennoch düster mit Plottwists an der richtigen Stelle. Buck arbeitet mit vielen Hintergrundinformationen, hat eine tolle Recherchearbeit geleistet, welche sich in der Geschichte wiederspiegelt. Der Thriller geht tief und überzeugt auch durch teilweise wahren Begebenheiten.
Italiens dunkle Geschichte der Entführungsindustrie wird von Buck spannend erzählt und gab mir Gänsehautmomente.
Profile Image for Sabine.
771 reviews20 followers
May 19, 2025
Tilda lässt ihr altes Leben hinter sich und erwirbt für einen symbolischen Euro eine verfallene Ruine in einem fast menschenleeren Dorf auf Sizilien. Doch dann geschehen merkwürdige Dinge – und Tilda fragt sich, ob sie hier wirklich willkommen ist…

Der Plot verspricht eine düstere, geheimnisvolle Atmosphäre - er ist fiktiv, beruht aber auf einer wahren Grundidee, wie die Autorin im interessanten Nachwort erklärt.

Leider bleibt vieles an der Oberfläche, und das, obwohl es verschiedene Erzähl- und Zeitebenen gibt und man so nach und nach erfährt, warum Botigallo zu einem Geisterdorf geworden ist. Es ist kein Geheimnis, dass das Dorf verlassen wurde, weil es dort ein Massaker gegeben. Die Umstände, wie es dazu kam und was der Hintergrund ist, wird in dem Erzählstrang der Vergangenheit auch ausführlich erzählt – fast schon ein wenig zu langatmig. Dazu zeigt Tilda selbst kaum Interesse daran, den Ursachen für den Verfall des Dorfes nachzugehen – sie nimmt einfach so hin, dass es nur noch einen weiteren Bewohner gibt und hinterfragt auch nicht, warum ein symbolischer Euro für den Kauf eines Hauses nötig ist. Ganz anders ist da Enzo – er ist Journalist und will ein Buch über die damaligen Ereignisse schreiben. Doch auch seine Recherchen verlaufen schleppend und fördern nur wenig Neues zutage.

Die Erzählstränge wechseln immer wieder ab – in der Gegenwart aus Sicht von Tilda und Enzo, in der Vergangenheit aus Frankas Perspektive, einer jungen Frau, die damals im Dorf lebte.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, auch wenn mir keiner so richtig ans Herz gewachsen ist. Warum Tilda sich in das verlassene Dorf zurückziehen will, erfährt man im Verlauf des Romans, trotzdem konnte ich sie in vielen Punkten nicht gut fassen. Franka aus der Vergangenheit fand ich eine sehr gelungene Figur - sie traut sich etwas und bricht mit damaligen Konventionen. Das hat mich schon beeindruckt. Enzo dagegen war etwas blasser, lange Zeit läuft sein Erzählstrang ein bisschen „wie nebenher“, aber natürlich wird auch seine Rolle dann irgendwann wichtiger.

Es gibt schon ein paar gute Twists und auch einige Szenen, die ein wenig Grusel vermitteln, insgesamt aber ist die Atmosphäre eher ruhig. Als Thriller würde ich das Buch daher nicht bezeichnen, eher als Spannungsroman oder sogar noch eher als Roman mit Spannungselementen. Es dauert nämlich, bis wirklich etwas Schwung in die Geschichte kommt - erst im letzten Viertel wird es mal packender. Die Auflösung ist dann zwar schlüssig, hat mich in ihrer Ausführung jedoch irgendwie unzufrieden zurückgelassen – warum, kann ich gar nicht sagen, aber es wirkte irgendwie etwas belanglos.

Insgesamt hat mich „Der dunkle Sommer“ eher enttäuscht – der Plot klang großartig, insgesamt war mir das Buch aber zu langsam erzählt.
Profile Image for Alicia.
36 reviews1 follower
July 30, 2025
so spannend und unverhersehbar!
beim nachwort hat's mich zerrissen. i ❤️ franca
1,423 reviews7 followers
June 9, 2025
Entführungen auf Sardinien
Klappentext:
Ein Haus in Italien für einen Euro: Für die deutsche Architektin Tilda ist die verfallene Villa auf Sardinien ein Glücksgriff. Sie will alle Brücken hinter sich abbrechen und stürzt sich in die Renovierung. Doch die vermeintliche Idylle des verwinkelten Ortes trügt. Ist das Geisterdorf wirklich so verlassen, wie es den Anschein hat? Sonntags läuten die Glocken, und Unbekannte behaupten, ein Fluch liege auf Tildas Haus. Zusammen mit dem Journalisten Enzo, der die Geschichte des Dorfes erforscht, versucht Tilda herauszufinden, was hier geschehen ist. Doch der einzige Bewohner, der mehr weiß, ist der alte Silvio. Und der schweigt beharrlich. Als plötzlich Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür steht, lässt Tilda ihn zähneknirschend bei sich unterkommen. Er bringt Erinnerungen mit, die sie dringend vergessen will. Dann verschwindet Nino auf mysteriöse Weise. Getrieben von der verzweifelten Suche nach ihm offenbart sich Tilda und Enzo im schroffen Hinterland der Insel eine Wahrheit, die düsterer ist als jede Geistergeschichte, und die eng mit Tildas eigener Vergangenheit verwoben scheint.

„Der dunkle Sommer“ ist ein spannender Thriller von Vera Buck.

Als die deutsche Architektin Tilda eine alte und zerfallene Villa in einem fast verlassenen Dorf auf Sardinien erstehen kann, denkt sie es ist eine gute Gelegenheit für einen Neuanfang. Schnell beginnt sie mit den Renovierungsarbeiten. Tilda muss aber auch feststellen, dass der Ort gar nicht so verlassen ist wie gedacht und das behauptet wird, auf ihrem Haus liegt ein Fluch. Silvio, ein alter Dorfbewohner weiß mehr, aber ein hüllt sich in Schweigen.
Eines Tages steht Tildas Bruder Nino vor der Tür und erzählt von Schwierigkeiten in Deutschland. Doch bald darauf verschwindet er spurlos. Tilda macht sich voller Sorge um Nono auf die Suche. Zusammen mit dem Journalisten Enzo fängt sie an das Dorf und die Umgebung zu erforschen.
Gleichzeitig hinterfragt Tilda aber auch die Gründe, warum ihr aus der Gegend stammender Vater seine Heimat nie wieder besuchte, sondern nur für seine Pizzeria in Deutschland lebte.

Vera Buck erzählt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Immer wieder gibt es Rückblicke in die vergangene Zeit und das Schicksal der Dorfbewohner. Zu früheren Zeiten kam es vor, dass Menschen auf Sardinien entführt wurden und nie mehr aufgetaucht sind. Die Autorin hat sich hier von wahren Begebenheiten inspirieren lassen.

Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt. hat Die Protagonisten sind facettenreiche und lebendig. Die Autorin erzählt die Geschichte kurzweilig und spannend. Der Schreibstil von Vera Buck ist flüssig und gut verständlich.
Natürlich fehlt, trotz aller Ernsthaftigkeit das italienische Flair und die Kulinarik nicht in dieser Geschichte.

„Der dunkle Sommer“ ist ein spannender Thriller, den ich mit Interesse gelesen habe.
Profile Image for Janine.
1,447 reviews20 followers
May 24, 2025
"Der dunkle Sommer" ist das dritte Buch, was ich von der Autorin Vera Buck gelesen habe und meine Erwartungen sind schon hoch gewesen,da mir das letzte Buch "das Baumhaus" so gut gefallen hat.
Die Geschichte spielt in Botigalli (Italien), wo Tilda ein Haus in einem Geisterdorf für einen Euro gekauft hat und dieses renovieren möchte. Und hier fand den Einstieg in die Geschichte, vor allem aus Tildas Sicht sehr atmosphärisch und gelungen.
Eine weitere Perspektive ist aus der Sicht von Enzo, der ein Journalist ist, der über die Vergangenheit und über die Geschehnisse in Botigalli schreiben möchte und stellt dementsprechend Recherchen an.
Und für alle die mehrere Perspektiven lieben: ja es gibt noch eine weitere Perspektive, die in der Vergangenheit spielt und von einer jungen Frau Franka erzählt wird. Und dies ist tatsächlich meine liebste Perspektive gewesen, da es hier spannend gewesen ist.
Leider muss ich sagen, dass einige Passagen sehr langatmig gewesen sind, man wirklich nur sehr langsam voran kam und ich Tilda und Enzo jetzt nicht wirklich spannend oder interessant empfunden habe. Franka ist für mich der einzige Charakter der gut gezeichnet ist. Irgendwie wird auch nicht ersichtlich wohin die Reise gehen soll und es braucht ziemlich lange bis die Zusammenhänge klar werden. Tatsächlich sind die letzten 120 Seiten dann doch noch spannend und temporeich gewesen, sodass dies den längeren Anlauf etwas entschädigen kann. Leider ist die Auflösung in meinen Augen etwas drüber gewesen und hat mir persönlich nicht sehr zugesagt.
Insgesamt ist dieses Buch, trotz meiner Kritik, ein solider Thriller gewesen, der mit Atmosphäre, mit der einen oder anderen Perspektive und mit der Idee punkten konnte, aber dennoch Luft nach oben hatte.

3,5 von 5 Ottis 🦦 🦦 🦦
19 reviews
July 4, 2025
3,5/5 ⭐️

Ein Thriller, der langsam beginnt und stark endet!

Der Roman ist ein stimmungsvoller Thriller, der besonders im letzten Drittel an Fahrt aufnimmt. Ich hatte mir einen Page Turner mit vielseitigen Twists und tiefen Charakteren erhofft.

Bis zum letzten Drittel des Buches fand ich die Geschichte zum Teil jedoch sehr langatmig. Manche Kapitel haben in meinen Augen die Handlung nicht wirklich vorangetrieben und ich konnte noch nicht wirklich mit den Figuren mitfühlen.
Zwei der Hauptfiguren - Enzo und Tilda - blieben für mich lange eher blass und oberflächlich, was das emotionale Mitfiebern erschwerte.

Was mich jedoch durchhalten ließ, war der dritte Handlungsstrang mit Franca - sie war nahbarer und ihre Geschichte bewegend und schockierend.
Am Ende liefen alle Handlungsstränge ineinander und man erfährt, in welcher Beziehung die Protagonisten zueinander stehen. Es war eine dichte, gut verknüpfte Auflösung, die alle Fäden zusammenführt. Das Ende fand ich sehr gelungen. Ich konnte mir zwar ein paar Details schon denken, war aber dennoch von den miteinander verwobenen Schicksalen der Figuren überrascht.

Besonders gefallen hat mir das Nachwort, in dem die Autorin die realen Hintergründe der Handlung aufgreift - ein starker Zusatz, der Tiefe gibt. Es war sehr interessant und schockierend zugleich, dass Francas Schicksal aus wahren Begebenheiten inspiriert ist.

Der Schreibstil ist flüssig, sodass man trotz gelegentlicher Längen gut vorankommt.

Insgesamt ein guter Thriller mit spannenden Momenten, der aber nicht ganz an meine Erwartungen herangereicht hat.
Profile Image for Majca.
209 reviews10 followers
November 10, 2025

Wir hatten hier im Haus keine Worte für das was vorgefallen war.


Ein atmosphärisches Mystery mit tragischem Unterton, das durch sein Setting und den historischen Hintergrund besonders heraussticht. Die sommerliche, leicht bedrückende Stimmung des ländlichen Sardiniens zieht sich konsequent durch den Roman.

Die Figuren sind glaubwürdig und unerwartet komplex gezeichnet, das Erzähltempo bleibt konstant und trägt ohne Effekthascherei. Wendungen gibt es, doch sie wirken organisch statt aufgesetzt. Der historische Aspekt ist spannend in in die Handlung integriert und gibt dem Buch Gewicht.

Ein kompetent geschriebenes, angenehm unaufgeregtes Buch, das mich durch Atmosphäre und Thematik überzeugt hat, auch wenn es kein Hochspannungs-Thriller ist.
Profile Image for Susanne.
37 reviews
August 29, 2025
Spannend…. Einige Unstimmigkeiten. Aber dennoch ein gelungener Thriller
Profile Image for Channee.
3 reviews
January 22, 2026
Ich habe das Buch als Hörspiel innerhalb einer Woche durch gehört! Die Geschichte spielt in Italien wodurch in meinem Kopf ein Bild von Sommer und Wärme entstand, was mir wiederum ein gutes Gefühl gegeben hat, trotz des Thriller-Genres und dem Titel. Ich war beim hören wie gefesselt! Die Geschichte wird aus drei unterschiedlichen Perspektiven und zwei Zeiten erzählt. Da die Verbindungen zu knüpfen hat dann auch nochmal etwas gefordert. Ich bin nur leider etwas vom Ende enttäuscht aber das ist vielleicht Geschmacksache, empfehlen kann ich es trotzdem!
Profile Image for NiWa.
537 reviews9 followers
August 15, 2025
Für Tilda soll ein verfallenes Haus auf Sardinien ein Neuanfang werden. Mitten in einem Bergdorf fängt sie mit der Renovierung ab. Das Dorf ist verlassen, liegt abgeschieden und der Ort birgt eine düstere Vergangenheit. Als unvermutet ihr Bruder Nino auftaucht, beginnt die Gegenwart zu bröckeln.

Ein verlassenes Haus auf Sardinien, ein heißer Sommer und eine Frau, die sich zurückzieht, um bei sich selbst anzukommen. Darum geht es in „Der dunkle Sommer“. Vera Buck hat es erneut geschafft, mich mit ihrer dichten Atmosphäre und viel Gespür für Zwischenräume zwischen Vergangenheit und Gegenwart einzufangen.

Ich habe bereits mehrere Bücher der Autorin gelesen und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Bisher war es sogar das beste Werk der Autorin für mich. Ihre Geschichten haben etwas Unterschwelliges, das zwischen den Zeilen mitschwingt. Genau das gefällt mir an ihrem Stil.

Tilda, die Protagonistin, hat auf mich anfangs wie jemand gewirkt, der mutig neue Wege geht. Sie ist eine Frau, die ein heruntergekommenes Haus in einem leerstehenden italienischen Dorf kauft und ohne Rücksicht auf ihre Umgebung mit der Renovierung beginnt. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto deutlicher zeigt sich aber, dass Tilda zerrissen ist. Sie kapselt sich ab, schweigt vieles weg und kämpft mit einer Schuld, die sie gar nicht richtig fassen kann. Ihre Entwicklung hat mich jedenfalls überzeugt. Im Lauf der Handlung beginnt sie, sich wieder mehr mit ihrer Umgebung auseinanderzusetzen. Sie lässt Nähe zu, besonders als ihr Bruder Nino plötzlich vor der Tür steht und damit etwas anstößt.

Vera Buck hat ein besonderes Talent, Stimmung entstehen zu lassen. Die drückende Hitze, das verlassene Dorf und die sommerliche Stille legen sich wie ein Schleier über die Geschichte. Für mich hatte es etwas Mediatives, fast Schonendes, aber auch Bedrohliches. Die Tatsache, dass Tilda als moderne Frau völlig abgeschnitten von der Außenwelt lebt, ohne Internet und Telefon, verstärkt diesen Eindruck. Ich kann mir gut vorstellen, dass man sich an so einem Ort selbst begegnet. Egal, ob man es will oder nicht.

Eine weitere Figur in der Gegenwart ist Enzo, ein Journalist, der sozusagen die Verbindung zur Vergangenheit herstellt. Durch ihn lernt man das heutige Sardinien kennen und man fühlt sein Bedürfnis, das Schweigen zu brechen. Bei ihm hatte ich von Anfang an den Eindruck, dass er nicht nur für seinen Brotjob journalistisch arbeitet, sondern bei seinen Recherchen für sich selbst etwas aufarbeitet. Es wirkte als eine Art Therapie auf mich, wie ein Versuch, alte Wunden zu verarzten. Gefallen hat mir jedenfalls die suchende, etwas verzweifelte Energie, die er in die Geschichte gebracht hat.

Zudem gibt es einen gelungenen Erzählstrang in der Vergangenheit, der mitten ins Zentrum des Dorfes führt. Hier lernen wir die Jugendlichen kennen, sehen liebgewonnene Sitten und Gebräuche, während sich die Schattenseiten offenbaren.

Der Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit ist meiner Meinung nach souverän erarbeitet. Ständig fragt man sich, warum das Dorf leer steht und was da einst geschehen ist. Dabei baut die vergangene Perspektive das jetzige Geschehen auf und führt Schritt für Schritt an das große Ganze heran. Man merkt, dass alles auf eine zentrale Enthüllung zusteuert. Dieses langsame Annähern hat die Geschichte für mich intensiv gemacht.

Das Ende war für mich in Ordnung, auch wenn ein Zufall eine recht große Rolle spielt, was ich normalerweise weniger mag. Doch Vera Buck hat dies sehr elegant in die Gesamtstimmung eingebettet und es fühlte sich an, als ob sich das Schicksal durchgesetzt hätte. Für mich hat es zur Geschichte gepasst.

Meiner Meinung nach ist „Der dunkle Sommer“ ein gelungener und einnehmender Roman, der seine Stärke nicht aus Tempo und Drama schöpft, sondern aus Atmosphäre, Figurenzeichnung und Gespür für die Schatten der Vergangenheit zieht. Obwohl die Geschichte nicht gruselig ist, ist sie mit der Hitze und Einsamkeit Sardiniens verwoben, was man in jedem Kapitel fühlt.
Profile Image for Emma.
28 reviews1 follower
Read
February 1, 2026
Gehört. Mehrere Sprechende passend zu den 3 POVs. Franka ist hervorgestochen, Tilda und Enzo blieben daneben eher blass (genau wie fast alle Nebenfiguren).
Tragisches, spannend ausgearbeitetes Thema, wirkt gut recherchiert mit Bezug zu realen Ereignissen (Nachwort). Sardinien als atmosphärisches Setting.
Profile Image for Kristina Schüler.
62 reviews
June 3, 2025
„La famiglia è tutto“ - Familie ist alles

Nachdem ich bereits von dem letzten Buch der Autorin „Das Baumhaus“ so begeistert war, musste natürlich auch „Der dunkle Sommer“ bei mir einziehen. Dabei habe ich vorher nicht mal den Klappentext gelesen, sondern bin vollkommen ahnungslos an die Geschichte herangegangen. Das war ein großer Vorteil, denn die Story ist lange Zeit sehr undurchsichtig und wird aus verschiedenen Perspektiven und Zeiten dargestellt. Doch worum geht es genau?

Die Architektin Tilda kauft für einen symbolischen Euro ein Haus auf Sardinien in einem verlassenen Dorf, um ihren Sorgen aus Deutschland zu entfliehen. Doch dort stellt sie fest, dass man nicht vor allem davonlaufen kann. Zeitgleich versucht der Journalist Enzo ein Massaker aufzudecken, welches in ebendiesem Dorf stattgefunden hat. Die dritte Perspektive ist von der jungen Franca aus dem Jahre 1982 und erzählt, was in den Monaten vor dem schrecklichen Vorfall in dem abgelegenen Dorf passiert ist.

Die Story ist wirklich spannend geschrieben und die Kapitel enden oft offen, was die Spannung konstant hochhält, da man danach oft erstmal eine wechselnde Perspektive liest und warten muss, was der anderen Person denn gerade passiert.

Es gibt auch zahlreiche Plot Twists, auch wenn manche sich im Laufe der Handlung definitiv zusammenreimen lassen. Doch im Großen und Ganzen waren diese wirklich gelungen und lange Zeit war ich mir bei vielen Dingen nicht sicher, was denn nun wirklich passiert ist.

Durch die verschiedenen Sichtweisen bekommen wir Einblick in so viele unterschiedliche Situationen, was manchmal auch ein klein wenig verwirrend sein kann.

Ein weiteres großes Thema im Buch handelt von Entführungen, welche damals stattgefunden haben und diese werden teilweise auch aus Sichtweise des Opfers dargestellt, was sich schon recht beklemmend liest.

Die Charaktere sind authentisch und ich habe wirklich mit ihnen mitgefiebert und gerätselt. Denn stellenweise wird man auf falsche Fährten gelockt und weiß gar nicht mehr, wen man nun eigentlich verdächtigen soll.

-Fazit-

Ein fesselnder und interessanter Thriller mit einigen Wendungen und teilweise expliziten Darstellungen, gerade was das Thema Entführungen betrifft. Insgesamt war ich fasziniert von dem Aufbau der Handlung und wie die Spannung und die Twists schlussendlich aufgelöst wurden, auch wenn nicht alles offengelegt wurde.
Eine klare Empfehlung für Thriller Fans.
Profile Image for Antje.
91 reviews
June 10, 2025
Nach einem etwas holprigen Start ein mich sehr fesselndes Leseerlebnis

Das Leben der deutschen Architektin Tilda hat sich drastisch verändert. Sie trauert und sehnt sich verzweifelt nach einem Neuanfang. Da erscheint ihr das Auffinden eines Zeitungsartikels im Arbeitszimmer ihres verstorbenen Vaters italienischer Herkunft wie ein Fingerzeig. Auf Sardinien, in einem verlassenen Dorf namens Botigalli, werden Häuser für einen Euro angeboten, um die Region neu zu beleben. Als einzige Interessentin bewegt sie gerade die Aussicht, ganz allein in diesem Dorf zu sein, dazu, eines dieser Häuser zu kaufen. So stürzt sie sich in die Renovierung des Hauses und hofft dadurch zu heilen.

Allerdings geschehen schon kurz nach ihrer Ankunft unheimliche Dinge. So läutet am Sonntag plötzlich die Kirchenglocke und in ihrem Haus tauchen plötzlich Sachen auf, die vorher nicht dort waren. Als Tilda im Dorf auf Spurensuche geht, trifft sie auf den Journalisten Enzo. Von ihm erfährt sie, dass sie gar nicht die einzige Person ist, die im Dorf lebt und, dass in ihrem Haus vor vielen Jahren ein schreckliches Verbrechen geschah. Enzo versucht nun dieses aufzuklären, doch Silvio, der einzige sonst noch im Dorf lebende Zeitzeuge, schweigt dazu beharrlich.

Plötzlich steht Tildas jüngerer Bruder Nino vor ihrer Tür und sie lässt ihn, da er nirgendwo anders hinkann, zähneknirschend bei ihr wohnen. Obwohl er Erinnerungen mitbringt, die sie eigentlich vergessen wollte, kommen sich die Geschwister näher als jemals zuvor. Als Nino dann auf mysteriöse Weise verschwindet, sucht sie ihn verzweifelt und kommt dabei einer düsteren Wahrheit auf die Spur, die tief in ihrer eigenen Vergangenheit wurzelt…

Als ich dieses Buch bei NetGalley entdeckte, reizten mich der Klappentext und die Tatsache, dass der Thriller von einer Autorin geschrieben wurde, von der ich bisher noch nichts gelesen hatte. Den Schreibstil empfand ich zwar als flüssig. Allerdings war für mich der Einstieg in die Geschichte etwas holprig und ich wurde erst nach ungefähr einem Viertel vollständig in ihren Bann gezogen. Ab da empfand ich dann jedoch eine permanente, teils sogar gruselige Grundspannung und wollte das Buch auch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Geschrieben ist es in der ersten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten. Eine davon beginnt weit in der Vergangenheit. Im mysteriösen Prolog wusste ich noch nicht, welcher ICH-Erzähler da berichtet. Die nächsten Kapitel sind dann zwar schon mit den Namen der Protagonisten überschrieben, da diese jedoch situationsbedingt erzählen, ich erst nach und nach mehr über sie erfuhr und es auch keine Zeitangaben in den Kapitelüberschriften gibt, brauchte ich ein Weilchen, um mich zurechtzufinden.

Allerdings sehe ich das, im Nachgang betrachtet, als einen sehr cleveren Schachzug der Autorin. Denn nur so gelang es ihr, mich als durchaus aufmerksame Leserin im Prinzip von Anfang an auf richtig viele falsche Fährten zu schicken. So wurde ich im Laufe der Handlung immer wieder mit überraschenden Wendungen verblüfft und empfand diese dennoch als glaubhaft. Es gab zwar auch einiges, was ich durchaus auch vorhergesehen hatte. Im Endeffekt überwogen bei mir jedoch die Überraschungen.

Am Ende blieben für mich keine Fragen mehr offen und im Nachwort konnte ich dann sogar noch lesen, dass die Inspiration Vera Bucks zu diesem Roman sogar auf wahren Begebenheiten beruhte, die sie meiner Meinung nach hervorragend mit Fiktivem glaubhaft verband. Insgesamt hat mir dieser Thriller doch sehr gut gefallen und ich werde sicher noch weitere Werke der Autorin lesen. Das eBook des von ihr im vorigen Jahr erschienenen Thrillers „Das Baumhaus“ habe ich mir gerade spontan gekauft.
Displaying 1 - 30 of 116 reviews

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