Im Kreidemuseum in Gummanz wird die Leiche der ehemaligen Polizistin Julia Schorrer entdeckt. Vor zwölf Jahren tauchte sie unter – gegen sie und drei Kollegen wurde wegen Korruption ermittelt. Zwei davon waren damals ebenfalls ermordet aufgefunden worden. Ein hochbrisanter Fall für Hauptkommissarin Romy Beccare! Noch dazu, weil ihr Mann Jan Riechter damals ein Verhältnis mit Julia Schorrer hatte. Dann tauchen Fotos auf, die belegen sollen, dass Jan und die Tote sich in Wismar kürzlich noch getroffen haben ...
Ein heikler Cold der neueste Bestseller von Katharina Peters.
Katharina Peters (Pseudonym für Manuela Kuck) ist in Wolfsburg geboren und hat viele Jahre in Berlin und Brandenburg gelebt. Nun hat sie ihren Lebensmittelpunkt nach Schleswig-Holstein verlegt, doch sie liebt die gesamte Ostseeküste und fühlt sich heimisch auf Rügen. Sie schreibt Krimis und Thriller, Romane, Kurzgeschichten. Wichtiger Motivator, Wegbereiter und Taktgeber: Agent Dirk Meynecke.
Im Kreidemuseum von Gummanz wird eine Frauenleiche gefunden. Bei dem Opfer handelt es sich um eine ehemalige Polizistin, welche im Zuge eines Korruptionsskandales vor Jahren untergetaucht war. Noch brisanter wird der Fall, weil Kommissar Jan Riechter damals ein Verhältnis mit der Kollegin hatte und anschließend in die Ermittlungen gegen sie eingebunden war. Zeitnah tauchen bei den Recherchen immer wieder Indizien auf, die Jan in Verbindung mit dem Opfer bringen und eine Tatbeteiligung unterstellen. Folgerichtig wird er suspendiert und das Team arbeitet unter Romys Leitung an dem Fall weiter. Das Klima ist stark belastet, wem kann man trauen wie kann man das belastende Material als Fälschungen enttarnen. Neben dem alten Korruptionsfall versuchen die Ermittler auch die Lebensumstände des Opfers bis in deren Jugend zu durchforsten und dabei stoßen sie auf Fakten, welche dem Fall eine entscheidende Wendung geben. Neben der akribischen und anfangs recht langatmig wirkenden Polizeiarbeit steht hier vor allem das Ermittlerteam im Fokus. Stehen sie hinter ihrem Chef oder keimt auch bei ihnen die Saat des Zweifels und wie regiert Romy auf die frühere Affäre ihres Mannes. Hinzu kommt die persönliche Entwicklung der einzelnen Charaktere, ihr Umgang mit Belastungen und die Bereitschaft Grenzen zu überschreiten. Viel Raum wird dem neuen Teammitglied gegeben, welches sich vom unsympathischen Außenseiter zur zuverlässigen Stütze der Gruppe entwickelt. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig, das Inselflair ummalt die Handlung und die Story nimmt nach zähem Anfang deutlich an Fahrt auf wobei die Spannung zum Ende hin deutlich ansteigt. Auch der 14. Fall für Romy Beccare ist wieder gut gelungen und bekommt von mir 4 Sterne +.
„Kreidemord“ ist der Titel des neuen Rügen-Krimis von Katharina Peters. Der 14. Fall verlangt von Kommissarin Romy Beccare, ihrem Team und ihrem Ehemann Jan Riechter einiges ab, denn er ist sehr persönlich. Die Leserschaft erwartet ein spannender Krimi mit vielen Verdächtigen und mindestens genauso vielen möglichen Motiven. Aber von vorn. Im Kreidemuseum in Gummanz auf Rügen wird eine Leiche gefunden. Die Frau kniete vor der Buddelkiste, an diese war sie so gefesselt worden, dass ihr Gesicht tief in der Kreide steckte und sie qualvoll erstickte. Nach dem DNA-Abgleich ist klar, dass es sich bei der Toten um eine ehemalige Polizistin handelt, die unter falschem Namen lebte. Karola Passau hieß eigentlich Julia Schorrer und vor 12 Jahren war gegen sie und drei Kollegen wegen des Korruptionsverdachts ermittelt worden. Das Quartett hat nach Auffassung der Ermittlungsbehörden Aufträge aus der Organisierten Kriminalität angenommen, unter anderem hatten sie Termine von Razzien verraten, dazu bei Identitätsdiebstählen und der Beschaffung von Waffen geholfen und auch Interna zu hochrangingen Beamten weitergegeben. Zwei der damals verdächtigen Beamten sind tot, sie wurden möglicherweise schon vor zwölf Jahren ermordet. Julia Schorrer war davongekommen, jetzt ist sie ebenfalls tot. Pikant an diesem Fall ist, dass sie eine Affäre mit Romy Beccares Mann, Hauptkommissar Jan Riechter hatte, der seinerzeit gegen sie ermittelte. Kurz nachdem Romy und ihr Team mit ihren Ermittlungen beginnen, tauchen Fotos und Videos von Jan und Julia auf. Und diese zeigen die beiden nicht nur in sehr vertrauten, sogar intimen Situationen, sie sind auch neueren Datums. Jan beteuert, dass er Julia seit über zehn Jahren nicht gesehen hat. Will ihm jemand mit Fälschungen schaden? Wenn ja, wer und warum? Und welche Bedeutung hat ihr Tod in der Kreidekiste? Es ist wie das Treffen mit alten Bekannten, wenn man Katharina Peters‘ Romy Beccare-Krimis liest. Ihr Team ist aus den Vorgänger-Bänden bekannt: Maximilian Breder, Marco Buhl und Finn Maurer bilden zusammen mit der Kommissarin ein Team, auf das Romy sich verlassen kann. Neu ist hingegen Gregor Reymann. Der Hauptkommissar ist Anfang 50 und ihm eilt ein eher schlechter Ruf voraus, was dazu führt, dass Romy manches, was er sagt und vorschlägt, von vornherein ablehnt, obwohl es eigentlich Hand und Fuß hat. Jan Riechter bezeichnet Reymann als „richtigen K**zbrocken“, der „auf der Beliebtheitsskala immer ganz unten“ steht. Die Charaktere sind gründlich ausgearbeitet. Allerdings haderte ich ein wenig mit Romy und ihrem Verhältnis zu Reymann. Natürlich sind auch Polizeibeamt:innen Menschen, aber bei so viel Abneigung scheint die Professionalität zu leiden. Der neue Kollege wirkt zwar äußerst unsympathisch, aber durchaus kompetent. Nach und nach fügt er sich besser ins Team ein und ich vermute, nach einigen Dienststellenwechseln ist er gekommen, um zu bleiben. Sprachlich ist das Buch wie ich es von der Autorin gewöhnt bin: ruhig, unblutig und flüssig zu lesen. Der Spannungsbogen wird nach ein paar Längen am Anfang gekonnt aufgebaut und die Lösung des Falls beinhaltet einige Überraschungen. Aktuelle Themen wie „Fake News“ und Manipulation von Video- und Bildmaterial werden in dem Fall aufgegriffen. Vertrauen spielt eine große Rolle, denn die Ehe von Romy und Jan wird auf eine harte Probe gestellt und Romy muss auch erst einmal ausloten, was sie von Reymann zu halten hat. Das Lokalkolorit kommt für mich ein bisschen kurz, das Kreidemuseum samt Buddelkiste gibt es jedoch wirklich, das Museum ist in Europa einzigartig. Abgesehen davon könnte die Handlung überall sonst spielen. Ich habe das Buch gern gelesen und gern mitgerätselt. Man kann es ohne Vorkenntnisse aus den anderen Teilen lesen, ich empfehle aber, wie so oft, diese auch zu lesen, denn vor allem die zwischenmenschlichen Aspekte werden klarer, wenn man die Entwicklung der Charaktere mitverfolgt hat. Von mir eine klare Lese-Empfehlung und fünf Sterne.
Inhalt siehe Klappentext. Ich kenne noch nicht alle, aber doch einige der Krimis aus der Feder von Katharina Peters’, nicht nur aus der Rügen-Reihe mit Romy Beccare. Mir gefällt die Insel Rügen (das Kreidemuseum selbst kenne ich nicht, hatte letzten Herbst ein paar schöne Wanderungen an den Kreidefelsen), ich mag Romy und Jan und finde es ziemlich gemein, wie ihm in diesem Band mitgespielt wird. Romy und die Kollegen arbeiten mit Hochdruck daran, dass er aus der Schusslinie gerät - einfach ein gutes Team, beruflich und privat. Um an den Vorgängerband anzuknüpfen: Finn gewinnt langsam, aber sicher wieder Selbstvertrauen, die Kollegen bestärken ihn, wo es geht, das finde ich absolut positiv, und sogar Reymann, der sich am liebsten überall unbeliebt macht, hat eine gewisse, wenn auch gewöhnungsbedürftige Liebenswürdigkeit an sich, die zu Romy und ihrer ureigenen, ebenfalls nicht immer lieblichsten Art passt. Man sollte eben jedem eine Chance geben. Der aktuelle Fall um Julia Schorrer, ehemalige Polizistin, die seinerzeit einen anderen Weg gewählt hat, um ihr Leben zu leben und nun kopfüber wortwörtlich in der Kreide steckt, geht in die Vergangenheit zurück und die Ermittler haben nicht nur mehrere Spuren, denen sie folgen, sondern auch viele Kontakte, die abgeklopft werden müssen. Wer ist wer, wer weiß was, und warum? Eine aufreibende Suche, Aufspürarbeit beginnt, manch einer macht lieber sein eigenes Ding, nicht immer unbedingt klug, es bleibt spannend. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber das Buch mit seinen 362 Seiten war schwer aus der Hand zu legen, wenn man liest, wie lange Hass und Kritik an der eigenen Person überleben können und dass es auch in den besten Familien dunkle Geheimnisse gibt, die keiner ans Licht kommen lassen, am besten totschweigen möchte. Solider Krimi mit Spannung, für mich an den richtigen Stellen, mit gewissem Unterhaltungsfaktor und wohlverdienten 4 Sternen.
„Kreidemord“ von Katharina Peters ist ein solider Kriminalroman, der vor allem durch seine Atmosphäre und den angenehm lesbaren Schreibstil überzeugt. Schon das Cover spricht für sich: Es ist stimmungsvoll gestaltet, passt hervorragend zum Genre und weckt sofort Neugier auf die Geschichte, die sich dahinter verbirgt. Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und angenehm zu lesen. Peters versteht es, Orte und Situationen detailliert zu beschreiben, sodass man sich schnell ein Bild von der Umgebung machen kann. Gerade Fans von klassischen Krimis dürften diesen Stil zu schätzen wissen. Allerdings hatte ich beim Lesen den Eindruck, dass sich der Einstieg etwas in die Länge zieht. Die Handlung entwickelt sich nur langsam und nimmt erst nach und nach Fahrt auf. Besonders im ersten Drittel hätte ich mir mehr Spannung und Tempo gewünscht, um direkt in die Geschichte hineingezogen zu werden. Die Figuren blieben für mich leider etwas blass. Obwohl sie ausreichend beschrieben werden, konnte ich keine wirkliche emotionale Verbindung zu ihnen aufbauen. Ihre Handlungen wirkten stellenweise distanziert, sodass ich nicht immer mit ihnen mitfiebern konnte. Hier hätte ich mir etwas mehr Tiefe und Entwicklung gewünscht, um stärker mit den Charakteren mitzufühlen. Alles in allem ist „Kreidemord“ ein lesenswerter Kriminalroman mit kleinen Schwächen. Wer eine eher ruhige, atmosphärisch dichte Geschichte bevorzugt und Wert auf einen angenehmen Schreibstil legt, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Die kleinen Längen zu Beginn und die eher blassen Figuren trüben das Gesamtbild etwas, dennoch habe ich das Buch gerne gelesen. Ich vergebe für das Buch 4 von 5 Sterne.
Klassische Ermittlungsarbeit Romy Beccare ermittelt zum 14. Mal. Die Thematik ist so aktuell wie nie, Deep Fakes. Ein besonders perfider Mord ruft Romy und Kollegen auf den Plan.Schnell stellt sich heraus, dass ihr Mann Jan das Opfer nicht nur kannte, sondern vor Jahren auch eine Affäre mit ihr hatte. Brisant deshalb, da gegen die Kollegin und weitere Beamte wegen Korruption ermittelt wurde. Nach dem Auftauchen von gefälschten Beweisen gerät Jan immer mehr unter Verdacht. Wir begleiten das Team bei der detaillierten Ermittlungsarbeit, die einen kleinen Eindruck davon vermittelt, was Polizeiarbeit in der Hauptsache ist. Die Autorin stellt sehr authentisch dar, welche Auswirkungen Deep Fakes haben und wie hoch die Machtlosigkeit der Betroffenen ist. Mir hat gerade diese Ermittlungsarbeit hier gut gefallen, wobei eine Straffung an der ein oder anderen Stelle sicher nicht geschadet hätte. Insgesamt wieder eine gelungene Kombination aus Charakteren und authentischer Polizeiarbeit vor der wunderbaren Kulisse von Rügen.
"Kreidemord" von Katharina Peters ist ein Thriller über einen Aufsehen erregenden Mordfall. Eine korrupte Polizistin wird brutal ermordet- erstickt mit Kreide. Der Thriller hat viele spannende und überraschende Wendungen. Erst am Ende erfährt man was wirklich passiert ist. Die Charaktere und Polizeiarbeit werden sehr detailliert und authentisch dargestellt. Ein besonderer Aspekt sind die Falschmeldungen der Presse und ihre Auswirkungen auf die Handlung und die Polizeiarbeit. Es handelt sich um einen sehr detailreichen Thriller mit vielen verschiedenen Verbindungen, die der Leser im Laufe der Geschichte in Verbindung bringen muss. Ich empfehle das Buch jedem, der gerne spannende Thriller mit einer komplexen Geschichte mag.
Wieder ein sehr spannender Krimi um Romy Beccare mit entsprechendem Lokalkolorit und eigenwilligen Charakteren. Die Geschichte ist sehr gut konstruiert und es hat Spass gemacht, bei diesem Kreidemord mitzudenken und mitzurätseln. Auch Zwischenmenschliches kommt nicht zu kurz, das dieses Mal ordentlich durchgeschüttelt wird. Ich freue mich auf den nächsten Band.
Ich war kürzlich auf Rügen. Also: Rügen-Krimi. Schöne verzwickte Geschichte, keinem kann man trauen, selbst die Helden sind suspekt. Naja , wie ein Krimi halt so gehen kann... Habe ihn ihn ohne besondere Gespanntheit durchgelesen. Nichts umwerfendes, aber gut! Urlaubslektüre.