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Die Kinder von Bilbao

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Es beginnt mit einer Geburt. Während die Ich-Erzählerin Maria an ihre eigene Kindheit in Paris zurückdenkt, rekonstruiert sie parallel die Kindheit ihrer Victoria, geboren in Galicien, und Julián, einige Kilometer weiter in Bilbao. Beide wurden direkt nach ihrer Geburt weggegeben. Jahre später begegnen sie sich, verlieben sich ineinander, wandern gemeinsam nach Frankreich aus, bekommen eine Tochter.
Maria erzählt von drei Kindheiten, doch je tiefer sie eintaucht und je näher sie ihrer eigenen Geschichte kommt, desto dringlicher werden die  Ist wirklich alles so passiert, wie man es ihr erzählt hat? Und wer ist sie selbst, wenn auf einmal an ihren Wurzeln gerüttelt wird?

181 pages, Kindle Edition

Published July 14, 2025

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About the author

María Larrea

2 books16 followers

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Seitenmusik.
394 reviews23 followers
January 2, 2026
„Die Kinder von Bilbao“ ist der Debütroman der französisch-spanischen Regisseurin und Drehbuchautorin Maria Larrea, erschienen bei Kein und Aber in der Übersetzung von Corinna Rodewald. Auf 208 Seiten erzählt Larrea eine autofiktionale Geschichte über Adoption, Herkunft und das schmerzhafte Ringen um Wahrheit. Ausgangspunkt ist der Moment, in dem die Erzählerin mit Ende zwanzig erfährt, dass sie adoptiert ist und damit beginnt, ihr eigenes Leben neu zu lesen.

Meine Meinung

Die Hauptthemen (Identität, Migration, familiäre Geheimnisse, das Schweigen früherer Generationen ) haben mich hat sofort abgeholt. Larrea schreibt schonungslos über Gewalt, Armut, Klassenscham und emotionale Verwundungen. Manche (schmerzliche) Bilder wie dieses hier über über Mutter-/Elternschaft sind mir direkt hängen geblieben: „Dieses Lächeln, das erste von einem Kind zu seiner Mutter, sollte ihr Leben lang unerwidert bleiben.“ (S. 22)

Gleichzeitig hatte ich mit der Erzählweise im ersten Teil meine Schwierigkeiten. Ich bin einfach nicht so in die Geschichte und den Schreibstil reingekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Was sich dann aber zum Glück in zweiten Teil geändert hat, als das Buch merklich an Spannung zugenommen hat. Die Passagen, in denen Sprache, Herkunft und soziale Zuschreibungen thematisiert werden fand ich besonders spannend.

Sehr berührt hat mich auch der Gedanke, sich die eigene Geschichte schreibend zurückzuerobern. Hier merkt man auch den persönlichen Bezug, den die Autorin zur Geschichte hat: „Ich trug digitale Fragmente eines Lebens zusammen und verwandelte sie in Material der Hoffnung.“ (S. 135)

Fazit

„Die Kinder von Bilbao“ ist ein wichtiges, mutiges Buch über Identität und Herkunft, das weh tut und Fragen offenlässt. Nicht alles ist erzählerisch rund, aber es ist ehrlich und emotional bewegend. Empfehlenswert für alle, die sich für autofiktionale Literatur, Migrationserfahrungen und Identitätssuche interessieren; weniger für Leser:innen, die stringentes Erzählen ohne Brüche erwarten.

Vielen Dank an @keinundaber und @netgalleyde für das Rezensionsexemplar.
Profile Image for Inge H..
451 reviews7 followers
July 14, 2025
Sie hat sie Leben lassen

Maria Larreas Debütroman,
Die Kinder von Bilbao, ist eine biografische Geschichte.

Im Anfang erfahren wir, wie Victoria und Justus in Bilbao aufwuchsen. Wie sie zu Maria kamen und wie es der kleinen Familie in Paris, als spanischen Einwanderern erging.
Lebendig erzählt Maria, wie sie mit 27 Jahren erfährt, das sie adoptiert ist.
Da beginnt ihre Suche.
Als Leser ist man erschüttert, das es solche illegalen Adoptionen gibt, die es fast unmöglich macht, die Eltern zu finden.
So richtig kann ich es mir nicht vorstellen, wie man sich fühlt, wenn man erst so spät von der Adoption erfährt.
Das hat die Autorin in ihrem Debütroman wunderbar berichtet.
Ich habe mit Maria mitgefiebert.
Lesenswert.
12 reviews
July 15, 2025
Ein Roman über Adoption, Herkunftssuche, biologische und Adoptiveltern

Maria wächst in Paris als Tochter einer Putzfrau und eines Concierges, beides spanische Einwanderer, auf. Der Vater verfällt zunehmend dem Alkohol, Wutausbrüche und Gewalt bestimmen das häusliche Leben. Mitte zwanzig bekommt Maria von einer Tarotkartenleserin gesagt, ihr Vater wäre nicht ihr leiblicher Vater, woraufhin sie sich auf die Suche nach der Wahrheit begibt. Bei der Suche nach ihrer Identität versucht sie herauszufinden, wer sie ist und was sie zu der gemacht hat, die sie heute ist. Wer waren ihre Eltern, und woher kamen sie?

In kurzen Kapiteln werden Fragmente ihrer Herkunft aufgezeigt und in Kontext zu ihr gebracht. Dieser autofiktionale Roman gibt uns einen guten Einblick zu vielen Themen wie: illegale Adoption, Aufwachsen in einem Heim, unglückliche Kindheit, wahre Identität und Armut. Die Autorin versucht mit dem Roman ihre eigene Geschichte aufzuarbeiten - und das macht sie eher nüchtern, nie anklagend. Der Schreibstil ist sehr klar, was dies nochmal mehr unterstreicht.

Ich habe das Buch sehr gern gelesen, weil es informativ und interessant war.
Gerne spreche ich eine Leseempfehlung aus.
Profile Image for Ricarda.
45 reviews3 followers
October 3, 2025
Spannende Geschichte um eine Adoption. Etwas schwierig zu lesen, aber man kommt rein! Kein feelgood Roman sondern eher bewegend, schlechtes soziales Milieu. Aber lesenswert. Eher so 3.5-4 Sterne weil es wirklich etwas mühsam am Anfang war, konnte mich nciht so direkt drauf einlassen.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews

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