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Warum weniger gut sein kann. Eine Ethik des Verzichts. [Was bedeutet das alles?]: Eine positive Perspektive auf Verzicht als wertvolle Handlungsweise in ... Universal-Bibliothek)

Weniger ist mehr – woran wir uns gewöhnen sollten, dürfen und können!

Verzicht wird häufig als politischer Kampfbegriff oder apokalyptisches Drohwort verwendet und stößt so vielfach auf Widerstand.
Aber könnte das Verzichten angesichts von Übermaß und Überdruss nicht nur notwendig, sondern vielleicht sogar hilfreich und befreiend sein? Was ist gut am Verzicht in ganz unterschiedlichen Handlungsfeldern? Wann tut er weh? Und warum verzichten Menschen trotzdem?

Ruben Zimmermann plädiert dafür, das Verzichten als individuell und sozial wertvolle Handlungsweise zu verstehen. Er erläutert, wie der freiwillige Verzicht funktioniert und was ihn vom auferlegten Verbot unterscheidet. So wird erkennbar, worin die Chancen einer Ethik des Verzichts für Einzelne, die Sozialgemeinschaft und sogar für kommende Generationen liegen.

121 pages, Kindle Edition

Published March 26, 2025

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Ruben Zimmermann

54 books1 follower

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Displaying 1 - 2 of 2 reviews
Profile Image for Simon Wiebe.
281 reviews12 followers
April 9, 2025
Ein sehr gutes Buch, um eine schnelle und verständliche Einführung in die Verzichtsethik nach dem Verständnis von Ruben Zimmermann zu bekommen.

Recht ausführlich spricht er am Beispiel seiner Definition über die verschiedenen Phänomene, die für ihn Verzicht bedeuten. Ich fand vor allem Aspekte der Freiwilligkeit und Temporalität interessant. Freiwillig: Verzicht ist immer freiwillig; sobald etwas offiziell unterlassen werden soll, ist es ein Verbot. Temporalität: Eine Verzichtsethik kann sich zB im Veganismus (dauerhafter Verzicht) als auch im Flexitarismus (zeitweiser Verzicht) zeigen.

Wie aber grenzt sich Verzicht von anderen Ethiken ab? Eine Verzichtsethik hat zwei Alleinstellungsmerkmale: 1. „Es geht um eine Ethik des Nichtstuns, eine Moralphilosophie des Unterlassens.“ (55) 2. Eine Verzichtsethik richtet sich an die Privilegierten, hat folglich nicht marginalisierte Gruppen als Zielgruppe.

An drei Beispielen wird Verzicht dann konkretisiert. Konsumethik, Klimaethik und Medizinethik. Vor allem Medizinethik fand ich sehr herausfordernd und hatte beim Lesen noch einige Fragezeichen. Mir war nicht ganz klar, worauf Zimmermann hinaus möchte - subtiler Hinweis, dass es ethisch legitim ist, ein „Sterbenfasten“ zu betreiben, um den Steuerzahlern nicht auf den Geldern zu liegen? Herausforderung, konsequenter über verschiedene Lebensbereiche den Verzicht weiterzudenken? Oder Anregung, konkret die Medizinethik weiter zu reflektieren?

Alles in allem: sehr empfehlenswertes Büchlein. Well done!
Profile Image for Elisabeth.
1,228 reviews9 followers
July 10, 2025
This provides a good overview and is clear and precise, with the right balance between theory and illustrative examples.
Displaying 1 - 2 of 2 reviews