Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lä Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...
Meinung / Inhalt Die Geschichten von Christine Millman konnten mich bis jetzt immer begeistern und ich schätze sie als eine wirklich fantastische, kreative und vielseitige Autorin. Nun ist „Landsby“ eine Dystopie und neben Zombies, lese ich dieses Genre mit am liebsten. Konnte Christine Millmans Dystopie mich überzeugen oder mutierten wir zu etwas Inkompatiblen?
Dystopien laufen ja gerne und bekanntlich nach einem bestimmtem Schema ab: Die Menschen werden von einem Regime unterdrückt und irgendeiner rebelliert dagegen. Es kommt zum großen Kampf und das Regime wird gestürzt. Das ist jetzt etwas stark vereinfacht, aber in der Regel läuft es so ab. Und da kommen wir gleich zum ersten großen Pluspunkt von „Landsby“. Zwar ist das Schema grob das gleiche, aber unsere Protagonistin, die uns durch die Geschichte führt, ist nicht die typische Rebellin.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Jule in der Ich-Form. Diese Art des Erzählens mag ich eigentlich gar nicht und komme auch nur schwer in die Geschichte rein. Ganz anders hier. Durch die etwas kühle und distanzierte Schreibweise fühlte ich mich seltsamer Weise sehr mit Jule verbunden und konnte ihre ganze Art und Vorgehensweise viel besser nachvollziehen. Christine Millman schaffte es, mich sofort in die Geschichte zu ziehen und darin festzuhalten. Keine Chance auf entkommen! Fluchtversuche scheiterten augenblicklich und ich musste mit ansehen, wie Jule sich von einer schweren Entscheidung zur nächsten hangelte, immer Unwissender als zuvor, immer verunsicherter. Bis schließlich am Ende unser beider Weltbild zusammenbrach und wir uns selbst neu sortieren mussten. Jule wäre nicht unbedingt meine erste Wahl, wenn es um eine Person geht, die gegen das System rebellieren sollte. Jule stimmt nicht mit allen Regeln überein, die die „Herrscher“ der Kolonie vorschreiben, allerdings weiß sie auch nicht so wirklich, gegen was sie eigentlich ist. Sie ist unsicher und schwankt immer mal wieder in ihrer Meinung. Allerdings ordnet sie sich dann doch lieber den Regeln unter, als offen zu sagen, was sie denkt. Gerade zu Anfang dachte ich, Jule macht nur, was andere für sie für richtig halten, merkte aber schnell, dass das so nicht stimmt. Jule sagt nur nicht immer gleich, was sie von einer Sache hält. Sie schaut erstmal, was sich entwickelt, denn vielleicht ist die ganze Situation doch nicht so schlimm. Im Grunde ist das ja okay, aber dadurch, dass sie erstmal alles „austestet“ landet sie von einer Misere in der nächsten. Das ist jetzt keine Kritik, schließlich lebt die Geschichte davon, Jule war nur gerade zu Anfang ein bisschen arg passiv. Diese Passivität ließ aber schnell nach, als sie die Mauern der Kolonie hinter sich ließ und von jetzt auf gleich auf sich gestellt war. Durch diesen Kontrast verdeutlichte Christine Millman auf sehr eindrucksvolle und vor allem auf eine bleibende Art, wie das Leben in der Kolonie war und wie die Menschen unterdrückt wurden. Was mir an Jule besonders gefiel, war nicht nur ihre Anpassungsfähigkeit, sondern die erfrischende Neugierde, mit der sie auf alles Unbekannte reagierte. Klar hatte sie auch Angst, aber sie sperrte sich nicht gleich gegen alles. Und was sie letztendlich zu einer wirklich fantastischen, eigenständig denkenden Protagonisten und Person innerhalb der Geschichte machte, war ihre Art, Nein zu sagen. Sie ist gegen die Kolonie, gegen das was darin passiert und wie mit den Ergebnissen umgegangen wird, aber zeitgleich ist sie auch gegen Krieg. Sie will eine andere Lösung, und dafür tut sie alles.
Die Geschichte selbst ist auch anders als das Schema, denn obwohl es eine Dystopie ist, funktioniert sie auf einer anderen Ebene. Der Schwerpunkt liegt hier nicht gänzlich auf dem Rebellieren sondern eher darauf, wie Jule die Welt sieht und wie sie wirklich ist. Darauf, dass wir alle Menschen sind, die es verdienen zu leben und dass es auch andere Möglichkeiten gibt, als immer nur Krieg. Und dieser menschliche Aspekt war es, der mich letztendlich komplett in die Geschichte zog und mich bis zum Ende gefangen hielt. Jule und ich lernten Stück für Stück, wie es ist, füreinander einzustehen, selbst Entscheidungen zu treffen und wie es ist, wenn da jemand ist, der die eigene Meinung zu schätzen weiß. Wie es ist, wenn man weiß, dass man die Möglichkeit hat, Nein zu sagen.
Fazit
Am Ende bleibt mir nur sagen: Ich bin sowas von froh, dass ich den zweiten Band hier liegen habe und sofort weiterlesen kann! Ich denke, dass sagt alles. „Landsby“ ist eine der besten Dystopien, die ich je gelesen habe und ich kann sie vorbehaltslos jedem empfehlen, der sich in diesem Genre zu Hause fühlt. Ich würde sogar so weit gehen und „Landsby“ als Pflichtlektüre im Dystopie-Genre bezeichnen. Wer dieses Buch nicht gelesen hat, weiß nicht, welche Möglichkeiten innerhalb einer Dystopie möglich sind!
Es war eigentlich gar nicht mal schlecht. Aber wo ist die "Liebe" plötzlich hergekommen?😂 Und ich muss sagen, dass mir die Protagonistin stellenweise unglaublich unsympathisch war. Mal abwarten wie sich die Reihe noch entwickelt...
Das Cover sagt zum Buch nicht viel aus, aber das Buch liegt gut in der Hand es ist rutscht fest, so was kenne ich gar nicht. Der Klappentext hat mich total fasziniert , ich liebe solche Dystopischen Geschichten.
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt: Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...
Die Geschichte spielt in einer Kolonie, dort ist das leben nicht so perfekt wie man glaubt. Die Kolonie stirbt auf, immer weniger Frauen bringen gesunde Kinder auf die Welt oder sind fruchtbar. Jule hat Pech sie gehört zu den fruchtbaren Frauen und ist damit was besonderes und muss in das Reproduktionsprogramm um der Kolonie Kinder zu gebären. Dort angekommen merkt die clevere junge Frau das dort was nicht stimmt und fängt an zu forschen.sie findet heraus, das viele Kinder Missbildungen haben und es wird an ihnen erforscht. Sie will nur noch weg und muss aus der Kolonie fliehen, aber sie weiß das hinteren sicheren Mauern Mutanten leben, Wesen die aus der Kolonie geschossen worden da sie Missbildungen haben. Jule gelegt die Flucht und wird von einer Truppe Mutanten gefangengenommen und mit in deren Dorf mitgenommen. Das ist das erstmal das Jule solchermaßen von nahen sieht und sie fragt sich wieviel draußen übergeben konnten. Sie wird dem jungen Mann Galen übergeben der nun auf sie achten soll das sein nicht abhaut, Jule ekelt sich rot vor allen , aber mit der zeit merkt sie das sie genauso Gefühle haben und das Galen gar nicht so schlecht ist.
Zwei Welten treffen aufeinander Jules heile Welt die auseinander bricht und abends Welt derbe Kolonie hat und deren versuche an Menschen. Aber dennoch versuchen beide sich zu nehmen wie sie sind. Ich finde die Geschichte aus dem Grund toll, da man sieht das jules sich ersten eigenes Bild machen muss um zu sehen was der richtige Weg ist. Das man eben auch ohne viel Schnick Schnack leben kann und das auch nur ein Stück seife was tolles sein kann. Es gibt hiervon noch ein Teil und den werde ich Mr holen den jules und Galen haben es mir angetan.
Jules ist die Tochter des kommanders der Kolonie und damit eine vorzeigen Tochter. Sie ist fruchtbar und damit wertvoll. Ire Mutter und ihr Bruder sind gestorben, erst später erfährt sie woran.
Galen ist ein Mutant, er hasst die Kolonie den seine Mutter und er wurden dort heraus geschmissen. Missgeburten wollen sie dort nicht. Galen humpelt und hat kein einziges Haar am Körper aber sonst ist er normal. Er hat ein sehr großen Gerechtigkeitssinn was in dem Dorf abgeht und steht für seine Freunde immer ein.
Die Liebe zu Büchern und dem Erfinden von fantastischen Geschichten entdeckte Christine Millman bereits als Teenager. Da sie in einem beschaulichen Kurort lebt, wo rein gar nichts los ist, taucht sie regelmäßig in fremde Welten ab. So entstehen ihre abenteuerlichen Jugend- und Fantasyromane. Unter ihrem Pseudonym Monica Mills schreibt und veröffentlicht sie seit Kurzem außerdem erotische Romane.
Die Erde, in naher Zukunft, fast die gesamte Menschheit wurde durch einen mutierten Masernvirus ausgelöscht. Nur ein paar Menschen haben die Epidemie überlebt. Die Überleben leben isoliert in Kolonien, die durch hohe Mauern umgeben sind. Innerhalb der Mauern herrscht Nahrungsmittelknappheit und Mutlosigkeit. An ihrem 18 Geburtstag muss Jule einen vorgeschrieben Test machen. Bei diesem Test wird überprüft, ob sie eine Virusträgerin ist. Fällt der Test positiv aus, muss sie Kolonie verlassen. Eine sehr schlimme Strafe in den Augen der Koloniebewohner, da außerhalb der Mauern Mutanten lauern sollen und einem der Hungertod droht. Jules Test fällt negativ aus, außerdem wird festgestellt, dass sie Kinder bekommen kann. Deswegen muss sie sich freiwillig in ein Geburtszentrum begeben. Dort macht sie eine sehr erschreckende Entdeckung und flüchtet deswegen aus der Kolonie. Auf der Flucht trifft sie auf Mutanten... Ein spannendes (Jugend)Buch in einer düstern Zukunft. Mehr kann ich nicht wirklich dazu sagen. Der Inhalt ist etwas platt, ich hätte mir eine stärkere und intensivere Beschreibung der wissenschaftlichen Aspekte des Virus und der Forschung gewünscht. Und auch mehr zum Hintergrund . Wie kam es zu der Mutation vom Virus. Die Dialoge, Gedanken und Verhalten der Protagonisten ist nett und jugendlich. Ich hätte auch gerne mehr über das Leben der Mutanten erfahren. Wie sie es geschafft haben eine Gemeinschaft zu gründen. Aber vielleicht kommt das im zweiten Teil, der sich schon auf meinem Kindle befindet.
Landsby - eine bedrückende aber zugleich fesselnde Dystopie
die Autorin:
Christine Millman wurde in einem beschaulichen Kurort in Hessen geboren. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte sie eine Ausbildung zur Erzieherin und später noch zur Mediengestalterin. Die Liebe zu Büchern und dem Erfinden von fantastischen Geschichten, entdeckte sie bereits als Teenager, doch erst vor wenigen Jahren begann sie damit, diese Geschichten auch aufzuschreiben. Mittlerweile vergeht kein Tag, an dem sie nicht vor ihrem Laptop sitzt und in die Tasten haut.
Klappentext:
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt: Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...
Charaktere:
Jule ist eine junge Frau aus der Kolonie. Sie ist eine Einzelgängerin und dennoch stets darauf bedacht, sich an die Regeln zu halten. Durch den frühen Verlusts Ihrer Mutter und ihres Bruders ist sie die "Frau im Haus" und muss früh lernen, was es heißt, Verantwortung zu zeigen und die an sie gestellten Anforderungen zu erfüllen. Als Tochter des Kommandanten der neuen Armee, darf sie sich kein Fehlverhalten leisten, was sie ruhig und zurückhaltend werden ließ. Sie hat wenig Selbstbewusstsein, was natürlich auch durch die vielen Augen die auf Ihr als Tochter aus angesehenem Hause ruhen, begründet ist. Einzig bei Ihren Kolonie-Freunden Paul und Manja darf sie zumindest zeitweise sie selbst sein.
Galen: trotz fehlender Körperbehaarung und seinem hinkenden Bein ist Galen lassen sein Stolz und seine Stärke keinen Zweifel an dem Krieger, der er ist. Er ist unnahbar, distanziert und würde für sich und seinesgleichen alles riskieren. Es gibt nichts, was ihm wichtiger ist als seine Mutantengruppe und deren Sicherheit.
Caine ist ein äußerst loyaler Mann. Wer sich seine Freundschaft verdient, den wird er nicht im Stich lassen. Er ist hilfsbereit und gutherzig, einfach ein Charakter, den man relativ schnell ins Herz schließt.
Meinung:
In einer Welt, in der die Menschheit auf Grund von einem mutierten Masernvirus, Hitze und verseuchten Landstrichen kurz vor dem Aussterben steht, ist Jule gezwungen, sich dem Reproduktions-programm anzuschließen. Eine grauenhafte Vorstellung, die einem beim Lesen Gänsehaut über den Rücken jagt. Zumal Christine Millmans detaillierter Schreibstil sein Übriges tut, um den Leser in das Grauen hineinzuversetzen. Eine sehr gelungene Mischung aus üblen Verhältnissen, Intrigen, Hinterhalten, Misstrauen aber auch Freundschaft ziehen den Leser sofort in ihren Bann. Absolut genial fand ich, dass die Autorin die Dinge auch mal einfach beim Namen nennt. Wenn Fäkalsprache in bestimmten Situationen passt, dann nutzt sie diese auch. Es gibt nichts, was ich weniger mag als sich einen abzubrechen, bevor man Worte wie "Scheiße" ausspricht, wenn es die Situation nun mal am Besten beschreibt ;) "...ich hätte wohl auch Fliegenschiss gegessen vor Hunger" -Seite 130 (harmloses Beispiel ;)) Mich hat das Buch überzeugt. Die Story und der Schreibstil sind absolut mitreißend, vor allem die Entwicklung der einzelnen Charaktere fand ich toll! Ein sehr gelungenes Dystopie-Szenario mit Gänsehauteffekt!!
"Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin) Pos. 33
Klappentext
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt: Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...
Meine Meinung
Zu Beginn lernt man Jule kennen, deren 18. Geburtstag kurz bevor steht. Ihr Leben in der Kolonie, die von der Außenwelt abgeschlossen existiert, verläuft angenehm, da ihr Vater einen hohen Rang in der Regierung hat. Dadurch ist auch ihre jugendliche Naivität nachvollziehbar, was das System der Kolonie betrifft, denn im Gegensatz zu ihrer Freundin Manja muss sie sich um ihr Zuhause oder ihre Essensrationen keine Sorgen machen.
Der Charakter von Jule wird sehr gut rübergebracht, da aus ihrer Sicht in einer jugendliche Sprache erzählt wird. Man ist immer sehr nah an ihrer Entwicklung dran, an ihren Gefühlen und Gedanken, die sich im Laufe der Handlung sehr verändern. Manchmal wirkt sie wie ein trotziges Kleinkind, das zwar hinter die Kulissen schauen will, aber eher aus Neugier und nicht, um etwas aufzudecken. Durch ihre Erlebnisse gewinnt sie an innerer Stärke und Reife und erkennt die Realität, vor der sie so lange die Augen verschlossen hat. Alle anderen Figuren blieben eher am Rande, wurden aber recht gut skizziert.
Die Idee, welche die Autorin hier entworfen hat, ist ein sehr erschreckendes Szenario, wobei man wirklich ins Grübeln kommt, wie weit wir tatsächlich noch davon entfernt sind. Genmanipulation ist ein sehr umstrittenenes Thema, dem man in Zukunft sicher nicht mehr einfach ausweichen kann. Auch das Problem von Vorurteilen wurde hier sehr gut umgesetzt, was ein ebenso aktuelles Kriterium aufgreift. Die Autorin kommt sehr gut ohne ausschweifende Interpretationen aus, was die Handlung auf das Wesentliche beschränkt, dadurch kommt man gut voran und lässt sich vom Geschehen mitreißen.
Die Geschichte war auf jeden Fall fesselnd und gerade das letzte Viertel extrem spannend. Das gut gewählte Tempo wurden gegen Ende ziemlich gestrafft, was natürlich die Spannung sehr erhöht hat, wodurch aber die Auflösung am Ende etwas kurz ausgefallen ist. Das hätte noch ein bisschen ausführlicher sein können.
Fazit
Eine überraschende Handlung der Dystopie, die mich schnell in den Bann gezogen hat und ein aktuelles Hintergrundthema, dass man nicht so leicht ignorieren kann. Die Protagonistin hatte Ecken und Kanten, die sie auf ihrem steinigen Weg zur inneren Reife abgestoßen hat. Schön zu sehen, dass eine spannende, interessante Handlung auch in einem Einzelband möglich ist - obwohl ich mich über eine Fortsetzung freuen würde :)
Die achtzehnjährige Jule gehört zu den wenigen fruchtbaren Frauen in der streng von der Außenwelt abgeschotteten Kolonie. Eigentlich ein Glücksfall, denn nun darf sie an dem von der Regierung entwickelten Reproduktionsprogramm teilnehmen, das ihr Ansehen und Reichtum verspricht. Doch Jule ist alles andere als glücklich. Sie will sich keinem Programm beugen, das sie zwingt, Kinder zu gebären, die ihr gleich nach der Geburt genommen werden. Als sie dennoch teilnehmen muss, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Probandinnen benehmen sich komisch. Und was geschieht mit den Säuglingen? Heimlich beginnt sie, nach Antworten zu suchen und findet eine grausige Wahrheit, die ihr nur eine Wahl lässt: Sie muss aus der Kolonie fliehen. Doch die Außenwelt ist tödlich. Vor allem wegen der Mutanten, von denen es heißt, sie wären wild und gefährlich. Und ausgerechnet einer Gruppe von ihnen, angeführt von dem geheimnisvollen Galen, fällt sie in die Hände ...
Die Geschichte spielt in einer Kolonie, dort ist das leben nicht so perfekt wie man glaubt. Die Kolonie stirbt auf, immer weniger Frauen bringen gesunde Kinder auf die Welt oder sind fruchtbar. Jule hat Pech sie gehört zu den fruchtbaren Frauen und ist damit was besonderes und muss in das Reproduktionsprogramm um der Kolonie Kinder zu gebären. Dort angekommen merkt die clevere junge Frau das dort was nicht stimmt und fängt an zu forschen.sie findet heraus, das viele Kinder Missbildungen haben und es wird an ihnen erforscht. Sie will nur noch weg und muss aus der Kolonie fliehen, aber sie weiß das hinteren sicheren Mauern Mutanten leben, Wesen die aus der Kolonie geschossen worden da sie Missbildungen haben. Jule gelegt die Flucht und wird von einer Truppe Mutanten gefangengenommen und mit in deren Dorf mitgenommen. Das ist das erstmal das Jule solchermaßen von nahen sieht und sie fragt sich wieviel draußen übergeben konnten. Sie wird dem jungen Mann Galen übergeben der nun auf sie achten soll das sein nicht abhaut, Jule ekelt sich rot vor allen , aber mit der zeit merkt sie das sie genauso Gefühle haben und das Galen gar nicht so schlecht ist.
Zwei Welten treffen aufeinander Jules heile Welt die auseinander bricht und abends Welt derbe Kolonie hat und deren versuche an Menschen. Aber dennoch versuchen beide sich zu nehmen wie sie sind. Ich finde die Geschichte aus dem Grund toll, da man sieht das jules sich ersten eigenes Bild machen muss um zu sehen was der richtige Weg ist. Das man eben auch ohne viel Schnick Schnack leben kann und das auch nur ein Stück seife was tolles sein kann. Es gibt hiervon noch ein Teil und den werde ich Mr holen den jules und Galen haben es mir angetan.
Jules ist die Tochter des kommanders der Kolonie und damit eine vorzeigen Tochter. Sie ist fruchtbar und damit wertvoll. Ire Mutter und ihr Bruder sind gestorben, erst später erfährt sie woran.
Galen ist ein Mutant, er hasst die Kolonie den seine Mutter und er wurden dort heraus geschmissen. Missgeburten wollen sie dort nicht. Galen humpelt und hat kein einziges Haar am Körper aber sonst ist er normal. Er hat ein sehr großen Gerechtigkeitssinn was in dem Dorf abgeht und steht für seine Freunde immer ein.
Wow...was für ein geniales Buch. Es hat mir wirklich sehr, sehr gut gefallen. Die Idee hat mich in der Inhaltsangabe sofort gefangen genommen. Was für eine schreckliche Vorstellung Kinder gebären zu müssen, die einem gleich nach der Geburt wieder weggenommen werden und das über einen Zeitraum von 10 Jahren! Ob man da noch von einer Zivilisation reden kann, ist diskussionswürdig. Ich war zunächst etwas skeptisch, ob es die Autorin schafft so eine komplexe Geschichte in nur ein Buch zu packen. Andere brauchen dafür ja mindestens 3 Teile. Es ist ihr aber vorzüglich gelungen. Der Schreibstil ist bildhaft, leicht zu lesen und konzentriert sich auf das wesentliche. Schade, dass es nicht noch mehr Infos über die Zeit vor dem Krieg und wie es zu dem Krieg gekommen ist, gegeben hat. Aber nun gut, ich wünsche mir immer mehr Infos ;) Besonders an diesem Roman ist außerdem, dass er nur 30 Jahre nach einer weltverändernden Katastrophe besteht. Die meisten dystopischen Romane die ich kenne, spielen dann doch etwas später.
Fazit: Ein spannendes und fesselndes Buch, dass ich kaum aus der Hand legen konnte! Ich freue mich schon auf weitere Bücher der Autorin.
Eine weitere Dystopie -eine gute zum Glück! Das Thema der separierten Stadt umgeben von Mauern mit dem Problem eines Virus und abnehmender Fruchtbarkeit kommt uns zwar ziemlich bekannt vor, erinnert es doch sehr an "Die Stadt der verschwundenen Kinder" ist allerdings komplett anders umgesetzt. Brutaler und in manchen Aspekten ehrlicher. Auch der Konflikt zwischen verschiedenen Gruppen nach einer Weltveränderung ist Natürlich nicht neu, allerdings hat man nicht das Gefühl von Langeweile durch zu viele bekannte Punkte. Landsby ist ein spannender Endzeitroman der einen trotzdem noch überrascht und dessen Story einen mitfiebern lässt. Eindeutig zu empfehlen.