Nach dem überwältigenden Erfolg von ›Alle sind so ernst geworden‹ legen die beiden ungleichen Freunde nach. Obwohl Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre gern das Leben feiern, ist doch auch hin und wieder der Ernst bei ihnen zu Gast – in Form von existenziellen Ereignissen. In diesem Band wollen und müssen sie sich große und letzte Fragen stellen, wobei sie es als eine Frage des Stils ansehen, niemals auf eine Pointe zu verzichten. Humor als Überlebensstrategie und Lachen als Befreiung – die beiden Schriftsteller machen es vor. Ab dem 14. Dezember live nur auf wenigen der großen Bühnen in Deutschland, Schweiz und Österreich zu erleben.
Martin Suter is a Swiss author. He became known for his weekly column Business Class in the Weltwoche newspaper (1992–2004), now appearing in the Tages-Anzeiger, and another column appearing in "NZZ Folio". Suter has published seven novels, for which he received various awards. He is married and lives in Spain and Guatemala.
Mir hat das erste Buch dieser Serie bereits sehr gut gefallen; also ist es kein Wunder, dass ich auch dieses sehr mag, sogar noch ein bisschen mehr. Ich bin wirklich ein großes Fan-Girl der beiden, einfach weil es so harmonisch ist und mir die Wortklauberei, -analyse und unweigerlich folgende Wortakrobatik sehr imponiert und gefällt.
Außerdem empfand ich die Gespräche als noch persönlicher. Beide berichten von Verlusten, von Liebe und von „Zuhause“, das fand ich schon sehr stark und oft auch irgendwie berührend.
Das letzte Kapitel heißt „Liebe“ und es umfasst den gesamten Ton des Buches nochmal sehr schön. Insgesamt war dieser ja sehr sanft und wenig zum schreien.. ;-) Beide sagen, dass die Liebe in jedem ihrer Werke auf eine Art zu finden ist. Und auch in diesem Buch findet man sie deutlich wenn von Margrith gesprochen wird.
Und wenn ich jetzt so überlege, dass man in Liebe zu mir ein Buch schreiben würde, indem man so viel über mich sprechen könnte und würde, dann ist das doch sehr romantisch. Und dann ist „Kein Grund gleich so rumzuschreien“ ja vielleicht sogar ein Liebesroman…
Suter und S-B im Gespräch. Im Gespräch über alles und dieses und jenes.
Sie sind nicht deppert, aber vielleicht zu gut befreundet und damit drehen sich viele der Kapitel dann doch nicht ums eigentliche Thema sondern um privateres.
Zwei (älteren) Männern beim Reden zuzuhören - manchmal spannende Ansätze. Die meiste Zeit aber eher die Frage „warum tut man es“. Und wie im echten Leben aus Höflichkeit nicht aufgehört zu lesen.
Admittedly, I'd read anything from BvSB (fangirl since 1998 🙄) including this book of assorted conversations between BvSB and his author friend Martin Suter (from whom, on the other hand, I haven't read anything. Yet. He is on my to read list, sort of. Any good?).
Reflections on Love, friendship, death and a lot of things in between in dieser unverkennbaren und von mir dann doch sehr geliebten BvSB sprache (ja, Suter kommt auch zu wort).
Zwei 'alte' weisse männer, die so ganz un-weisser-alter-mann auf lebens-dinge und human condition things blicken, ohne alles (vorallem ohne mansplain favorite: politics) erklären und besser wissen zu wollen. Und das gefällt mir an diesem format (this one better than their first conversations book): es geht nicht um große themen abzureißen , meinungen zu haben oder standpunkte zu vertreten sondern, wie am ende immer: um literatur.
Ich mag Suter, und ich mag von Stuckrad-Barre. Ich mag ihre Romane. Und ich hatte hier einen Roman erwartet, den die beiden zusammen verfasst haben – komplett daneben gegriffen, das ist es hier definitiv nicht! Und von diesem „das ist es nicht“ ist dies auch schon die Fortsetzung, der erste Teil war „Alle sind so ernst geworden“. Also, was ist das hier? Ein Dialog. Oder besser, diverse Dialoge aufgezeichnet zu diversen Gelegenheiten. Die beiden Autoren sind befreundet, und das auch schon seit langem, und mir scheint, die Freundschaft hat Tiefgang. Und die beiden plaudern gerne – und zwar über alles. Über Gott und die Welt. Über – so der Einband weiter, „Blumen, Camping, Sisyphos, Beschwerden, Benutzernamen, Gesundheit ...“ - you name it. Das Buch hier ist also tatsächlich „nur“ transkribierter Dialog der beiden Autoren. Komplett was anderes, als ich erwartet hatte.....aber: sehr gut! Hat mich unerwartet gut unterhalten und war teils unglaublich witzig und feinsinnig, teils ein bissel oberflächliches Geplänkel, aber immer interessant. Man hört hier 2 alten Freunden zu, die sich mögen und austauschen. Und ja, sowas muss man mögen, hat irgendwie was von Podcast, nur in Buchform, und ist natürlich lektoriert und damit ein wenig sprachlich aufpoliert.
Schwierig, dies zu bewerten / zu rezensieren, ich kann nur sagen: mir gefällt's :-) . Ist mal was komplett anderes. Entspannte Lektüre. Kann man sehr gut häppchenweise lesen, die Themenvielfalt ist ja gewaltig, und ja: ich gebe mal 4 Sterne und glaub, den ersten Teil dieser Gesprächsrunde werde ich auch noch mal lesen!
Gespräche unter Freunden. Da erzählt man sich, dass der Staubsaugerroboter wieder mal ein Kabel oder eine Socke gefressen hat, man spricht aber auch über die Situation in der Welt und über Gefühle, Erfahrungen und Erinnerungen, hört zu, tauscht sich aus, lässt Meinungen zu und zieht sich manchmal auch mal gegenseitig auf. Genau so ist dieses Buch. Belangloser Alltag wechselt sich ab mit tiefen Gesprächen über Liebe, Verlust und das Leben im Allgemeinen und ist trotz berührenden und ernsten Passagen auch oft witzig. Danach geht man beseelt nach Hause und denkt sich was für ein schöner, intensiver und lehrreicher Abend das war. Was für gute Freunde man hat. Wie schön das Leben auch mit seinen Abgründen sein kann, wenn man die richtigen Gesprächspartner, die richtigen Freunde hat. Ein gemütliches, lustiges und berührendes Buch.
Ein schöner, ruhiger und unaufgeregter Dialog mit viel Persönlichem, fast schon intim und auf jeden Fall sehr privat.
Es wäre spannend, die beiden Autoren Mal so wie im Buch in echt zu erleben, ihnen bei einem der tiefgründigen Gespräche zu lauschen ohne sie dabei zu stören.
Einziger Kritikpunkt: wer in erster Linie Suter liebt und sucht, der sollte sich bereits darauf einstellen, dass dieser nur wenig zu Wort kommt. Auch wenn sich die beiden Schlag um Schlag unterhalten, so sind die Wortspenden von Stuckrad-Barre so ausschweifend und raumgreifend, dass man das Gefühl nur schwer los wird, dieser würde Suter schlicht ungehemmt im Redeschwall erdrücken.
Womöglich drückt dies jedoch einfach nur das Naturell der beiden aus und Herr Suter ist eben ein zurückhaltender und eher schweigsamer Zeitgenosse, der nur aufbegehrt wenn er sich klar missverstanden oder im Unrecht sieht.
Ich bin ein großer Fan von Benjamin von Stuckrad-Barre. Besonders „Panikherz“ und „Noch wach?“ hab ich förmlich verschlungen. Auch in Interviews und Podcasts (Hotel Matze, Pojinski) hat mich seine Art schon immer schwer beeindruckt. Trotzdem hatte ich zu Anfang meine Berührungsängste… „Gespräche zwischen zwei Freunden als Buch. Eine modifizierte Podcastform auf 313 Seiten? Kann das klappen?“. Und ja! Es klappt! Mit absoluter Sicherheit kein Buch, das man jedem weiterempfehlen würde. Aber wer wie ich Martin Suter schätzt und Benjamin von Stuckrad-Barre liebt (optional auch andersherum oder beide schätzt oder liebt XD) der sollte sofort in die nächste Bibliothek oder Buchhandlung rennen und sich dieses Buch holen!
Das Buch hat mich zum Lachen und zum Nachdenken gebracht. Es ist, als wäre man Zuhörer eines privat Gesprächs zweier alter Freunde. Ehrlich, lustig, ernst und privat. Benjamin von Stuckrad-Barre ist in diesem Buch besonders Mensch, viel mehr als im ersten Buch. Martin Suter wie immer mit wenig Worten sehr wortgewandt. Ein lesenswertes Buch.
Angefangen, weggelegt. Das mache ich normalerweise nie. Aber dieses Buch ist so rein gar nichts, womit ich etwas anfangen kann. Gequatsche von zwei Männern, die es toll finden, zu wissen dass andere dieses Gespräch lesen.
Gott, was für ein Gesabbel…. Kriegt man in der Eckkneipe der Schickeria umsonst am Nebentisch. Für sowas bezahlen Leute auch noch Geld, um sich das live anzutun. Für die Tonne.
das buch hat mein herz, aber ich glaube ich bin da auch einfach nicht so ganz objektiv. für benjamin von stuckrad-barre habe ich einen soft spot, seit er mir in einem meiner unikurse in form von „soloalbum“ und später dann „noch wach?“ über den weg gelaufen ist. habe damals sogar ein referat über „noch wach?“ gehalten in meinem popliteratur-unikurs und habe natürlich 1a abgeräumt. okay, jetzt habe ich mich da in was verrannt, ich wollte ja eigentlich eine rezension zu „kein grund, gleich so rumzuschreien“ schreiben. ALSO: das buch war toll (aber das erwähnte ich ja bereits). ich musste mehrmals lachen, weil ich die dynamik zwischen suter und von stuckrad-barre (ganz schön langer nachname, vor allem wenn man den abtippen muss) so witzig fand. am lustigsten fand ich diese eine sache, als suter nachts seine kreditkarten infos auf den neusten stand bringen wollte. ich mochte die gleichzeitigkeit der heiterkeit und der ernsthaftigkeit– die gespräche über margrith und über die körperschemastörung. das buch ergibt einfach sinn. also wenn ihr mich fragt, dann solltet ihr es alle wissen– aber mich fragt ja nie jemand. naja, lesen könnt ihr es ja trotzdem, das buch ist wie die weißen flecken in der milkaschokolade (ich liebe die weißen flecken in der milkaschokolade. die schmecken auch einfach viel besser als normale weiße schokolade). okay das wars, ENDE.