In meiner Kindheit gehörte Iron Man immer zu den Marvel Superhelden, die unter "ferner liefen" einzuordnen waren, zumal er zunächst unter BSV keine eigene Heftreihe hatte, sondern nur in den Avengers (richtig: damals hiessen sie noch Die Rächer) einer von vielen Kämpfern gegen das Böse war.
In den letzten Jahren hat Robert Downey Jr. dem Playboy und Millionär Anthony Stark durch die Verfilmungen reichlich Beliebtheit beschert, zuletzt im Avengers-Film, und bald soll der 3. Iron Man-Film in die Kinos kommen. Ein guter Zeitpunkt also, um sich die Originale der 60er anzuschauen.
Iron Man ist einer der wenigen Superhelden, der über gar keine Superkräfte verfügen, sondern dank des Einsatzes modernster technischer Mittel (in den Heften ist immer von Transistoren die Rede)den Kampf gegen die übelsten Schurken aufnehmen können.
Etliche der story archs des 3. Essential-Bandes haben mir richtig Spaß gemacht und sind deutlich einfallsreicher als zum Beispiel die Abenteuer Spidermans, der damals everybodys darling und populärer als alle anderen Helden zusammen war. Dazu trägt die spannende und manchmal geheimnisvolle Atmosphäre bei, in der Iron Man den Kampf gegen seine Widersacher aufnehmen muss. Iron Mans love interest hingegen hebt sich nicht von den Marvel- und DC-üblichen Superhelden-Hindernissen auf dem Schlachtfeld der Liebe ab, inklusive der üblichen erzwungenen Verzichte und der damit verbundenen Tragik; vielleicht aber gerade wegen der fehlenden Superkräfte und der angeschlagenen Gesundheit hat man durchaus Verständnis für seine Zurückhaltung.
Sowohl die Artwork wie auch die Stories waren auf jeden Fall viel besser, als ich erwartet bzw. in Erinnerung hatte.