Ihre große Liebe gilt dem Fechten, ihr Herz ist unbesiegbar – bis sie gegen ihn kämpft ...
Mit dem spannenden historischen New-Adult-Liebesroman Die Duellantin entführt Regina Meissner ins prachtvolle Mailand des Jahres 1850.
Elenas Familie träumt von einer standesgemäßen Hochzeit – doch die 24-Jährige übt sich lieber im Fechten mit ihrem besten Freund Matteo. Sie springt sogar bei einem Duell seiner Studentenverbindung für ihn ein. Ihr Gegner ist kein Geringerer als der mysteriöse Valentino, der für seine Fechtkunst ebenso berühmt wie berüchtigt ist.
Während des Kampfes entdeckt Elena nicht nur ihre eigene Stä Sie fühlt sich auf eine Weise von Valentino angezogen, die ihr bislang fremd war. Zwischen der jungen Frau aus gutem Hause und dem geheimnisvollen, charismatischen Fechter entwickelt sich eine leidenschaftliche Verbindung, die mehr als nur Elenas Herz auf die Probe stellt. Doch kann sie Valentino wirklich trauen? Und wird sie in einer von Männern und den Erwartungen ihrer eigenen Familie dominierten Welt ihren eigenen Weg finden?
New-Adult-Liebesroman vor historischem Setting mit viel Spice und Sport in Mailand – das Leben einer jungen Frau zwischen illegalen Duellen und eleganten Abendbällen
Regina Meissners Fähigkeit, sprachlich Welten zu erbauen, die vor dem inneren Auge der Hö real werden, ist wirklich einzigartig. Die Handlung trotzt vor überraschenden Wendungen und kombiniert die Sehnsucht nach Romantik mit modernen Themen wie Emanzipation, weiblichem Self-Empowerment und etwas Spice. Gänsehaut garantiert!
Diese beliebten Tropes sind
slow burn female gaze enemies-to-lovers love triangle
Die junge Elena wächst bei ihrer Tante auf, nachdem ihre Eltern verstorben sind. Deren einziges Ziel ist es, das Elena standesgemäß heiratet. Elenas Herz schlägt jedoch nur für das Fechten. Durch ihren besten Freund Matteo erhält sie mehr Zugang zu der männerdominierten Sportart und kann diese richtig erlernen. Matteo nimmt sie mit auf Turniere und Trainingseinheiten. Im Zuge dessen lernt sie den charismatischen Fechter Valentino kennen. Es entwickelt sich eine tiefe Verbundenheit, die man auch deutlich spüren kann. Viel mehr überzeugt aber der Entwicklungsprozess der Hauptprotagonisten. Sie entwickelt sich zu einer selbstbestimmten Frau die alles für ihre Leidenschaft gibt und sich nicht von gesellschaftlichen Normen zurückhalten lässt. Die Geschichte von Elena ist eine erfrischende Abwechslung zu den sonstigen New-Adult Romanen. Der historische Einschlag bringt Abwechslung und gibt den Charakteren, in Einordnung zu den geschichtlichen Ereignissen, wesentlich mehr Tiefe als im Vorfeld abzusehen. Der Ausgang ist teilweise vorherzusehen, durch diverse Wendungen jedoch eher auf Umwegen erreicht.
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Verschwendetes Potenzial!! Die Idee und das Setting geben sooo viel her, aber es wird ungefähr nichts daraus gemacht?
Fangen wir mal vorne an: Eine fechtende Frau im viktorianischen Zeitalter, in Mailand. Verliebt sich in einen anderen Fechter, kämpft um ihre Freiheit. Das schiere Potenzial? Sie hätte sich als Mann verkleiden und bei Duellen antreten können und somit eine Geldreserve aufbauen können. Sie hätte ganz offen als Frau antreten können, während Valentino ihr größter Konkurrent wäre - und ihre größte Versuchung. Sie hätte sich als Mann ausgeben können und dann in einem grandiösen Final als Frau preisgeben können und somit ganz viele Leute davon überzeugen können, dass Frauen genauso gut fechten können wie Männer. Sie hätte ein Kampf öffentlich grandios verloren haben können und dann Wochenlang hart trainiert, bis sie extrem gut ist und sich in einem großen Tournier beweist.
Aber mit all diesem Potenzial, was haben wir am Ende bekommen? Sie hat ihr ganzes Leben nur gegen einen einzigen Gegener gekämpft, ist aber irgendwie trotzdem auf Anhieb unfassbar gut? Die Liebesgeschichte mit Valentino ist langweilig und kurz, sie entkomment aus dem Haus ihrer Familie, weil Valentino ihr Geld geschenkt und sie ist dann weiterhin von ihn abhängig, aber jetzt ist es okay, weil sie liebt ihn ja und er sie? Sie ist die ganze zeit um den Ruf ihrer Familie besorgt, sagt aber offen ihren Vor- und Nachnamen beim Fechttraining und man will mir erzählen, dass keiner der Studenten ihre Familie kennt und der Tratsch sich rumspricht, welche Frau genau da ist?💀 Spannung ist ein Fremdwort in diesem Buch, alle Charaktere mit Macht und Einfluss sind lupenreine Feministe, die Elena fechten lassen und sie loben (Zion, Matteos Vater, Valentino von Anfang an), die einzigen Sexisten lassen das Thema auch schnell fallen und es ist offener, langweiliger, banaler Sexismus, ansteller einer systematischen Benachteiligung von Frauen, die es schon damals gab. Die Geschichte verfolgt keinerlei roten Faden, der Ton ändert sich drastisch am Ende, neue Konflikte werden in 40 Seiten eröffnet und wieder geschlossen, große Konflikte lösen sich innerhalb von einer halben Seite (Elenas Sorge in der Gosse zu landen ist sofort aus der Welt, weil sie einen mysteriös reichen Boyfriend hat natürlich)
Alles in allem mochte ich dieses Buch nicht, trotzdem sind die 2 Sterne vllt etwas harsch, den es ist nicht unleserlich. Was mich wirklich enorm stört ist aber, wie unfertig es ist. Es liest sich wie die erste Version eines Buches. Hat der Verlag Meißner keinen Editor geben? Hat Meißner keine Beta-Leser? Ich kann mir einfach nicht erklären wie ein Buch, das einfach qualitativ so minderwertiges Buch in dieser Form veröffentlicht wurde. Die Autorin selbst erwähnt in ihrer Dankessagung wie zwischen der ersten (1!!) Idee und der Veröffentlichung ein Jahr und 2 Monate liegen. Ich sage nicht, dass jedes Buch Jahre braucht, aber dieses hätte definitiv mehr Zeit gebraucht, um zu einer ordentlichen Geschichte heranzureifen weil was💀
Alles in allem sehr enttäuschend, irgendwie auch einfach für das deutsche Verlagswesen allgemein. Ich hoffe, dass die ausländischen Bücher bald auch hier für einen Qualitätssprung sorgen können, weil es kann NICHT sein, dass sowas ernsthaft veröffentlicht wird.