Als Yva von einem Tag auf den anderen eine neue Wohnung in Stockholm finden muss, kommt das Apartment neben der WG ihres besten Freundes wie gerufen. Womit sie nicht gerechnet hat, sind die sanften Gitarrenklänge, die nachts durch die Wand Fenn, ihr wortkarger Nachbar, ist leidenschaftlicher Singer-Songwriter. Tief berührt lauscht Yva seiner Musik in der Dunkelheit, bis sie ein unerwartetes Post-it von Fenn an der Tür entdeckt. Sie antwortet – und mit jeder weiteren Nachricht schreiben sie Zeile für Zeile ihren gemeinsamen Song. Wäre da nur nicht diese eine Sache, die Fenn vor Yva zu verbergen versucht …
Broken Artist meets The Girl Next Door im Auftakt von Rebekka Weilers neuer New-Adult-Reihe. Die Dein SPIEGEL-Bestsellerautorin nimmt ihre Leser*innen mit ins traumhafte Schweden, wo Yva und Fenn eine Liebesgeschichte voller Wohlfühlvibes und Herzmomente erleben, aber auch mit ernsten Themen wie Mobbing und Toxizitätin vergangenen Beziehungen umgehen müssen.
Rebekka Weiler, 1986 geboren, schrieb sie bereits im Alter von zehn Jahren ihren ersten Roman. Er war ganze vier Seiten lang und ein Weihnachtsgeschenk für ihre Mama. Seither begleitet sie die Faszination für das geschriebene Wort und ihre Geschichten wurden länger und länger. Meistens widmet sie sich dramatischen Liebesgeschichten, in denen sie ihre Protagonisten vor allerlei Herausforderungen stellt. Rebekka wohnt in Süddeutschland, reist gerne, liebt guten Kaffee und verbringt freie Zeit oft an ihrem Lieblingssee.
Unter ihrem Pseudonym Rebekka Wedekind hat sie bereits 3 New Adult Bücher veröffentlicht: Keeping Faith Saving Grace Finding Hope
Ich bin ohne besondere Erwartungen an „a poet‘s heart“ herangegangen, habe gedacht, es könnte eine tolle Geschichte für zwischendurch sein und wurde mit einem neuen Lieblingsbuch überrascht.
Ich war direkt in der Geschichte drin. Direkt am Anfang wird Yva mit dem Thema konfrontiert, das ihr bereits als Kind schwer auf dem Magen lag. Nachdem ich bereits einige andere Bücher gelesen habe, in denen diese Thema eine wichtige Rolle spielt, fand ich es sehr angenehm, wie Yva damit umgegangen ist und reagiert hat. Das wird nicht jedem so gehen, manche brauchen etwas länger, manche weniger Zeit. Für mich hat es aber zu Yva und ihrer Geschichte gepasst.
Besonders gefreut hat mich jedoch, dass mit Fenn und seiner Schweigsamkeit ein Thema in den Raum gestellt wurde, das ich so bisher in keinem New Adult Roman gelesen habe. Ich fand es sehr erfrischend, mal nicht den typischen starken, selbstbewussten, erfahrenen männlichen Protagonisten zu haben, der immer weiss was er tut und wie er auf andere wirkt. Mit Fenn lernen wir einen schüchternen, klugen und empfindsamen Mann kennen, der bereits viel durchmachen und über sich ergehen lassen musste. Auch wenn ich Fenns Situation nicht 1:1 teile, habe ich mich doch auf eine Art und Weise verstanden und gesehen gefühlt, die mich Fenn sehr in mein Herzen schliessen liess. Ich finde es wichtig und richtig auch diese Seite der Münze zu zeigen. Es ist okay unsicher zu sein, sich manchmal zurückzuziehen, weil man sich nicht anders zu helfen weiss oder auch einfach in seinen Gedanken zu versinken.
Ich bin oft etwas skeptisch, wenn es in Romanen um irgendeine Form von Musik geht. Fenns Songwriter-Dasein und den bewussten Entscheid gegen das Auftreten im Rampenlicht fand ich umso gelungener und nur logisch angesichts seiner persönlichen Hürden und Mobbing-Erfahrungen.
Gerade die Ruhe in der Geschichte von Fenn und Yva hat mich überzeugt. Ich habe es sehr genossen, von einer Beziehung zu lesen, in der man sich die Zeit gibt, die das Gegenüber braucht, respektvoll und tolerant miteinander umgeht, Fehler akzeptiert und sich Schwierigkeiten zusammen gegenüberstellt.
Stockholm als Setting und die gemeinsame Terrasse als Treffpunkt fürs Gitarre üben, texten, reden, singen, austauschen und nachdenken fand ich gut gewählt. Das hat sehr zur atmosphärischen, angenehmen und wohlwollenden Atmosphäre beigetragen, die die Geschichte ausstrahlt.
Da ich insbesondere das Ausbleiben zu grossen Dramas sehr mochte, war ich von den letzten paar Seiten leider etwas enttäuscht. Meiner Meinung nach wurde die Geschichte etwas rasch und einfach auserzählt. Das jedoch nur als kleine Anmerkung - „a poet‘s heart“ ist und bleibt ein neues Lieblingsbuch, genauso wie Fenn nun zu meinen liebsten bookboyfriends gehört.
Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen und freue mich nun sehr auf Mats‘ & Linus‘ Geschichten. Die WG ist einfach toll. So sollten Freunde sein - nicht perfekt, aber liebenswert.
P.S. @Fenn: Danke fürs Händewaschen! Du weisst nicht, wie sehr ich mir gewünscht habe, dass das mal jemand tut.
Ich habe schon mehrere Bücher der Autorin gelesen und sehr gemocht, aber mit „A poet‘s heart“ bin ich leider bis zum Schluss nicht warmgeworden. Die Thematik fand ich sehr interessant und gut recherchiert, sehr gut gefallen hat mir der atmosphärische und doch sachliche Schreibstil. Jedoch fehlte es mir an Spannung, sowohl in der Handlung als auch in der Figurenentwicklung. Yva war mir zu perfekt und verständnisvoll, hier fehlte es mir an Ziel, Tiefe und Entwicklung und ich hätte gerne mehr über sie erfahren. Fenn hatte das größere Päckchen zu tragen, aber auch das schien mir nicht greifbar und wurde meiner Meinung nach insbesondere am Schluss viel zu schnell abgehandelt. Insgesamt wirkten die Konflikte für mich viel zu konstruiert, die Dynamik der Freundesgruppe gefiel mir zwar, aber auch hier waren es mir zu viele Gespräche, die nichts mit der Handlung zu tun hatten. Von mir gibt es 1,5⭐️, da ich den Schreibstil wirklich sehr mochte, aber der Rest war einfach nicht meins. Ich bin jedoch gespannt, was uns in Zukunft von Rebekka Weiler erwartet!
Das Cover ist für mich ein absoluter Traum. Ich mag die farbliche Gestaltung total und ich finde, es passt super zu dieser Geschichte.
Ivy steht plötzlich vor der Herausforderung, auf die Schnelle eine neue Wohnung in Stockholm finden zu müssen. Das scheint fast aussichtslos, doch durch ihren besten Freund gelingt es ihr und sie bekommt eine kleine Wohnung direkt neben seiner WG. Nachts hört Ivy dann sanfte Gitarrenklänge von einem der Mitbewohner und ist begeistert, doch Fenn ist super schüchtern und lebt recht abgeschottet für sich. Bis Ivy überraschend ein Post-It an ihrer Tür findet und sie sich immer langsam kennenlernen. Aber was versucht Fenn vor ihr zu verheimlichen?
Ivy ist eine super sympathische, recht selbstbewusste und offene junge Frau, die weiß, was sie will. Sie ist klar und ehrlich, muss aber lernen, dass einen bestimmte Personen oder Situationen auch dahingehend immer wieder herausfordern können und man sich nie einschüchtern lassen sollte. Durch ihren Freundeskreis hat sie Halt und gibt Halt und das hat mir richtig gut gefallen. Ivy ist empathisch und sie kümmert sich immer um ihre Lieben und beschützt sie. Im Umgang mit Fenn fand ich sie echt sensibel und gut überlegt. Das wurde großartig dargestellt. Ivy ist durch und durch authentisch und man muss sie einfach gern haben.
Fenn hat mir auch sehr gut gefallen. Er ist ebenfalls sympathisch und hat ein großes Herz. Da muss man aber erst rankommen, denn er schottet sich bewusst ab, weil er schon einige negative Erfahrungen in seiner Vergangenheit gemacht hat. Doch er muss lernen, nicht an dieser Überzeugung festzuhalten und allen eine Chance zu geben, auch seinem eigenen Leben. Was ihm dann widerfährt war ganz furchtbar und ich habe mich mit ihm in der Situation völlig hilflos gefühlt. Ich habe so sehr gelitten. Auch Fenn ist sehr authentisch.
Alle anderen Figuren haben mir auch sehr gut gefallen. Die Freunde sind ein eingeschworenes Team und halten immer zusammen. Das ist wirklich genial. Und Ivys Ex ist einfach nur krass…abartig.
Die Handlung fand ich sehr gelungen. Es gab einige kleinere und größere Konflikte und überraschende Wendungen. Mich hat es durchweg im Buch gehalten und ich fand es zu keiner Zeit langweilig. Die Liebesgeschichte hat sich langsam entwickelt und ich fand sie sehr schön und auch sehr emotional. Die gewählten Themen fand ich interessant und super bearbeitet. Gerade Fenns Thematik hatte ich so bisher in keinem Roman, aber auch Ivys Thema hat mich bewegt und ist super wichtig. Das Ende hat mir insgesamt gefallen. Vielleicht habe ich mich mit der Auflösung von Fenns Verschwinden und seiner Argumentation ein wenig schwer getan, aber trotzdem hat mich das Ende dann zufrieden zurückgelassen.
Der Schreibstil war wieder wundervoll. Alles hat sich sehr angenehm, flüssig und harmonisch gelesen. Die Dialoge sind authentisch und haben die Figuren noch lebendiger werden lassen. Durch die wunderbaren Beschreibungen der Settings und der atmosphärischen Beschreibungen kann man ganz und gar in die Geschichte abtauchen und man fühlt sich, als wäre man mittendrin. Und auch die Darstellung der emotionalen Ebene hat mich total abgeholt. Ich konnte mich hervorragend in die Figuren hineinversetzen und habe mit ihnen mitgelitten. Ganz besonders haben mir die Kapitelanfänge gefallen, mit Ausschnitten von Fenns Liedern.
Von mir erhält dieses Buch eine ganz klare Kaufempfehlung (5/5 Sterne), weil Ivy und Fenn super sympathisch und für mich wieder einzigartig sind, weil die Geschichte durchweg spannend und zum Teil sehr bewegend ist und weil mich die Beschreibungen der Settings und die atmosphärischen Beschreibungen in die Welt von Ivy und Fenn entführt haben. Kritikpunkte habe ich keine.
Vielen Dank an Rebekka Weiler und den Loewe-Verlag für diese Geschichte.
Yva studiert und arbeitet nebenbei im Petrichor, einem Tonstudio. Scheinbar macht sie da was mit Social Media, denn sie dreht öfter TikToks. Ist ja für mich gar nichts, aber okay. Ihr Kumpel Mats arbeitet auch dort, denn seinen Eltern gehört das Studio. Als ein Streit mit Yvas Freund eskaliert, verlässt sie ihn und sucht nach einer neuen Bleibe. Er war sehr toxisch, das wurde aber auch sehr stark dargestellt. Ich war nie in so einer Situation, aber für mich war es teilweise schon übertrieben beziehungsweise wirkte es künstlich. Ich konnte da nicht so mit Yva mitfühlen. So oder so war es richtig von ihr da den Schlussstrich zu ziehen.
So wird sie zum Nachbarn von Mats und seiner WG. Zu der WG gehört auch Fenn, der oft im Tonstudio ist, aber mit keinem redet. Aber dafür ist er umso poetischer in seinen Songs. Er komponiert ständig neue Lieder und verpackt dort seine Gedanken und Gefühle. Aber er nimmt auch Aufträge an und verkauft seine Songs. Seine Leidenschaft hat man schon stark gespürt. Aber mit der einfachen Kommunikation hat er aus einem guten Grund große Probleme, weswegen er das versucht zu meiden. Yva hört durch die Wände, wie er neue Lieder komponiert und ausprobiert. Und auch wenn er Yva interessant findet und sie ihn anspricht, ergreift er die Flucht. Doch trotz dessen hört Yva nicht auf den Kontakt zu suchen, besonders, als er sich entschuldigt. Ich muss sagen, dass ich Yva dort auch etwas unsensibel fand. Sie hat ihn richtig zu Kontakt gedrängt. Daher habe ich auch nicht verstanden, woher plötzlich der Umschwung von Fenn kam. Warum will er plötzlich mit den anderen sprechen? Das habe ich ihm nicht abgekauft.
Ihre Kommunikation besteht zu Beginn nur aus dem Schreiben. Das ist zuerst total hölzern, realistisch. Die werden erst nach und nach warm miteinander, wodurch der Chat dann auch deutlich lebendiger wird. Sie lernen sich kennen. Sind füreinander da und öffnen sich. Immer wieder kommen sie sich etwas näher bis Fenn Abstand sucht. Yva versteht ihn nicht, verständlich. Hin und wieder taucht der Ex auf, um schlechte Stimmung zu verbreiten. Dabei wirkten besonders diese Szenen total überdramatisiert und künstlich. Yva hat für die Beziehung mit Fenn wirklich gekämpft, was ich stark finde. Es gab auch einen recht süßen Moment, aber das war’s auch schon. Irgendwie fehlte mir hier ganz viel in der Liebesgeschichte. Es war einfach alles viel zu oberflächlich und künstlich. Trotz der schönen Worte von Fenn.
Die Story konnte mich ehrlich gesagt nicht so richtig abholen. Es gab mir zu viele Füll-Szenen, die nichts zur Story beigetragen haben und gleichzeitig langweilig waren. Fenn hat eine schöne Entwicklung durchgemacht, die ich aber viel zu plötzlich und einfach fand. Besonders das Ende war so unglaublich vorhersehbar. Nicht nur das Drama, sondern auch wie es sich auflöst. Dem konnte ich leider nicht so viel abgewinnen.
Fazit:
Ich muss sagen, obwohl ich die Message hinter dem Buch mag, fand ich die Umsetzung eher schwach und viel zu künstlich. Die Charaktere bleiben blass und oberflächlich. Die Story ist total vorhersehbar, es passiert wirklich nichts Überraschendes. Okay, bis auf die Sache, warum Fenn nicht spricht. Die Liebesgeschichte konnte mich emotional leider auch nicht wirklich abholen. Es war mir zu plump runtergeschrieben.
Die Geschichte von Yva und Fenn hat mich so sehr berührt und mitfühlen lassen – ich konnte mich so, so gut in Yva hineinversetzen.
Der Schreibstil von Rebekka konnte mich total mitziehen – ich mochte ihren Humor gerne und auch, wie sie die wichtigen Themen verpackt hat, die sie dort eingearbeitet hat. 🥺❤️🩹
Yva ist so eine unfassbar starke Protagonistin und ich wollte sie am liebsten einfach nur in den Arm nehmen – ich war maximal stolz auf sie, wie sie mit dem Thema umgegangen ist und ihren eigenen Weg eingeschlagen hat!
Auch Fenn konnte mich total von sich überzeugen – ich habe ihn so gerne gehabt, und auch ihn wollte ich am liebsten einfach mal nur in den Arm nehmen, weil es mir so leidtat, was er schon durchmachen musste – ich bin einfach froh, dass die beiden sich gefunden haben. 🤭❤️
Ich kann dieses Buch wirklich nur zu 1000 % empfehlen – es hat Cozy Vibes, spricht aber auch sehr wichtige Themen an und ist einfach ein klares 5-Sterne-Buch!