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Herz: Feministische Strategien und queere Hoffnung

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Wir alle können Hoffnung gut gebrauchen – aber ohne eine Auseinandersetzung mit dem, was uns wütend macht, geht das nicht.
Anna Rosenwasser widmet sich in Herz. Feministische Strategien und queere Hoffnung den Fragen, die ihr als Aktivistin häufig gestellt Wie können wir uns mit der Realität von Gewalt beschäftigen, ohne unsere Zuversicht zu verlieren? Wohin mit unserer Wut, die bei problematischen Diskussionen aufkommt? Warum fällt es vielen Frauen und Queers so schwer, Raum einzunehmen – und mit welchen Tricks schaffen wir es trotzdem?
Die Texte beschreiben heutige Realitäten von Frauen und queeren Menschen mit Einfühlsamkeit und Humor. Sie öffnen Perspektiven, beleuchten allzu oft Missverstandenes und ermutigen, nicht alleine zu verzweifeln, sondern gemeinsam fantasievollen Widerstand zu leisten. Nicht zuletzt gewährt das Buch persönliche Einblicke in die Lebens- und Gedankenwelt einer jungen Nationalrätin.

Kindle Edition

Published April 2, 2025

44 people are currently reading
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About the author

Anna Rosenwasser

2 books25 followers
Anna Rosenwasser ist eine Schweizer Politikerin (SP), Journalistin, Kolumnistin und LGBTQ-Aktivistin. Im Oktober 2023 wurde sie in den Nationalrat gewählt.

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Displaying 1 - 29 of 29 reviews
Profile Image for Meike.
Author 1 book5,117 followers
May 17, 2025
Anna Rosenwasser is a Swiss queer icon and member of the national council - felix helvetia, where people like her hold public office to represent and fight for the rights of women and the LGBTQIA+ community. Many activists and artists (let's count her as one, she's a professional writer) refrain from entering the realm of politics, and believe me, I understand, because this field is exactly as you imagine it to be - but to change the system from the inside, you have to take space and raise your voice, also and especially from within, which btw is also course of action that means respecting and defending electoral democracy. So kudos, Anna Rosenwasser, and kudos to her party that put her on the ballot (and I say that as someone who has a whole catalogue of grievances with Social Democrats).

Rosenwasser's collection "Herz" contains sixteen texts, the majority clustered under the three topics "Queer as fuck", "Violence", and "Angry Together" (I think; it says "Zäme hässig" in Swiss German, and I only speak High German and Saarländisch :-)). At the end, we get the two longer texts "Taking Space" and "Hope Is a Verb". While the sometimes meandering style of her writing tends to bother me, the author's particular amalgamation of conveying and substantiating political positions, personal anecdotes, and encouraging readers to keep fighting the good fight and finding queer joy is captivating, because readers can feel between the lines that there is indeed heart in what she writes, because it's based on authentic beliefs.

I particularly liked the texts dealing with the challenges of women in politics, like the absolute audacity to take space and have opinions ("how dare she, she is so annoying!!"), and great male advice you never asked for and that's just a desperate attempt to claim superiority. It's exhausting, but Rosenwasser pulls through and ponders strategies how to not lose faith and go nuts. I respect that, greatly.

We need more politicians like her, and more texts dealing with the nitty-gritty of changing the status quote as an elected member of a political gremium.
Profile Image for Naomi.
242 reviews4 followers
April 8, 2025
Hoi Roland, dieses Buch ist für dich und deine Kollegen - Reto, Hans, Urs und wie sie alle heissen...
Wenn du das Buch aufschlägst und schon das Inhaltsverzeichnis vielversprechend ist, nimm das Buch mit! es lohnt sich.
Es ist die zweite grosse Umarmung und ob du hetero, bi, homosexuell oder etwas dazwischen bist - eins weiss ich, meinem Grosi ist es echt egal. Denn du bist du und das ist gut so!
Doch leider gibt es nicht nur mein Grosi auf dieser Welt, und für diejenigen ist dieses Buch. Natürlich auch für alle anderen.
Ich freue mich auf die Lesung und bis dahin - simmer zäme hässig!
Profile Image for Nick.
23 reviews
August 10, 2025
Kanns nur allen ans Herz legen es zu lesen - grossartig!
Profile Image for Vanmeera.
130 reviews2 followers
July 27, 2025
Wunderbar, bereichernd, klug, lustig, inspirierend. 'Herz' hat mir unglaublich gut gefallen und ich würde es sehr empfehlen. Die Themen sind breit gefächert, lebensnah, und eine perfekte Mischung aus Studien, Zitaten und vielen Erzählungen aus Annas Leben, in denen sie sich immer wieder verletzlich und authentisch zeigt.
_Lesben haben so Sex, wie Heteros auch Sex haben könnten, wenn sie sich mal etwas Mühe gäben. (...) The world is your oyster, die Welt liegt dir zu Füßen. Oder unter dir. Oder auf dir drauf. Wie du willst.
_Jetzt laufe ich Gefahr, zwei unterschiedliche Dinge durcheinanderzubringen, körperliches Geschlecht und soziales Geschlecht. Darum, um unserer Überforderung entgegenzuwirken, ein Merksatz: Geschlecht ist nicht zwischen den Beinen, sondern zwischen den Ohren. Genau genommen, nennen wir das, was zwischen den Ohren ist, Gender, also das soziale Geschlecht.
_Wenn es um den Vorwurf geht, dass queere Identitäten nur ein Trend sind, denke ich sofort an Linkshändigkeit. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren unter vier Prozent der US-amerikanischen Bevölkerung Linkshänder*innen. 1920 war dieser Wert auf fünf Prozent angestiegen und kletterte bis 1940 weiter auf zehn Prozent. In den sechziger Jahren erreichte der Anteil linkshändiger Menschen dann seinen Zenit bei etwa zwölf Prozent, und bei diesem Wert blieb es. Auch in Europa. Bis heute. Wir haben zwei Optionen, diese Statistik zu deuten. Entweder wir glauben, dass Linkshändigkeit vor hundert Jahren als uncool galt und dann mit der Zeit ein Trend wurde, sodass sich immer mehr Menschen für Linkshändigkeit entschieden. Oder wir verstehen, dass Linkshändigkeit lange moralisch aufgeladen war und es linkshändigen Menschen verboten wurde, die Hand zu benutzen, die ihnen liegt. In den Sechzigern wurde langsam erkannt, dass Linkshändigkeit eine wertneutrale Eigenschaft ist und es am besten ist, wenn wir linkshändige Menschen einfach sie selbst sein lassen.
_Sich selbst zu werden ist ein Prozess, der nicht nur für Queers schwierig und lohnenswert ist. Jeder Mensch kennt es, sich verstellen zu müssen. Ein Geheimnis zu haben oder sogar eines sein zu müssen. Normen zu unterliegen, bei denen man intuitiv, manchmal unbewusst spürt: Das bin nicht ich. Geschlechternormen unterdrücken alle.
_In der Psychologie gibt es das Konzept »Minderheitenstress«, das beschreibt, welche Folgen Stigmatisierung und Diskriminierung haben, unter anderem eine höhere Anfälligkeit für psychische Erkrankungen wie Depressionen oder posttraumatische Belastungsstörungen und eine schlechtere physische Gesundheit. Das Modell bezieht sich nicht nur auf Menschen, die anders lieben oder ihre Geschlechtsidentität anders empfinden, als es die Norm vorschreibt. Es gilt auch für Menschen, die zum Beispiel von Armut, Behindertenfeindlichkeit oder Dickenfeindlichkeit betroffen sind. Das dürfen wir in den Diskussionen rund um Diskriminierung nicht vergessen: Die Folge ist nicht einfach, dass »jemand sich angegriffen fühlt«, die Folgen davon, Diskriminierung erleben zu müssen, sind körperliche und psychische Krankheit bis hin zum Tod. Strukturelle Unterdrückung ist nicht Ansichtssache, sondern Tatsache. (...) Das Risiko, an einer Depression zu erkranken oder Suizid zu begehen, sinkt signifikant, wenn trans Menschen mit ihrem selbst gewählten Namen angesprochen werden, etwa bei der Arbeit, in der Schule oder in ihrem privaten Umfeld.
_Die E-Mail bestand jedoch nicht nur aus dem Anhang, sondern auch aus den begleitenden Worten: »Liebe Anna«, stand da, »du hast mir gefallen gestern. Und mir eine kurze Nacht beschert.« Ich könnte maximal fünf Personen aufzählen, bei denen ich mich freuen würde, wenn sie mir so etwas schrieben. Alle hatten schon ihre Zunge in meinem Hals. Keine von ihnen heißt Martin. Er ist ein mir fremder, dreißig Jahre älterer Journalist, der mir einen Artikel zum Gegenlesen schicken sollte. Für einen kurzen Moment fragte ich mich, ob mein Gefühl, dass diese E-Mail daneben war, mich täuschte. Dann stellte ich mir vor, wie Martin diese Worte an einen männlichen Nationalrat richtet. »Hoi Thomas Aeschi, du hast mir gefallen gestern.« »Salut Daniel Jositsch, du hast mir eine kurze Nacht beschert. Es war klar: Das würde Martin nie schreiben. Aber mir eben schon.
_Ich will nicht unschuldig sein, sondern aus meinen Fehlern lernen, sodass ich zu einer fairen Welt beitragen kann. Empfinde ich Schuld, ist Selbsthass nicht weit. Verantwortung zutragen, heißt für mich auch, das eigene Handeln zu verstehen, Empathie für sich selbst zu haben. Das kann schmerzhaft und liebevoll zugleich sein. Und ich glaube, das bringt uns weiter, uns als einzelne Menschen, aber vor allem auch uns als gemeinsames großes Ganzes.
_Eines meiner liebsten Demoschilder trägt die Aufschrift »you’re lucky we want equality, not revenge«.
_Indem wir uns überwinden, Raum einzunehmen, tragen wir zu Vielfalt bei. Dabei ist es nicht primär relevant, ob unsere Inhalte bereits perfekt sind. Es geht erst mal darum, dass wir es tun. Diejenigen, denen seit Jahrzehnten und Jahrhunderten und widerstandslos Raum zugestanden wird, sind auch nicht makellos. Sie sind gelegentlich mittelmäßig. Womöglich sogar nicht ganz auf der Höhe. Diejenigen, die es gewohnt sind, Raum zu erhalten, auf eine Bühne komplimentiert zu werden und Mikrofone vor die Visage gehalten zu kriegen, sind nicht perfekt. Wir müssen das auch nicht sein. Wenn wir uns vor eine Kamera oder vor ein Publikum stellen, dürfen wir auch mittelmäßig sein, genauso mittelmäßig wie all die, die schon seit Jahrzehnten wenig zu sagen haben, aber viel zu viel reden. Wir dürfen Denkfehler machen, labern oder am Punkt vorbeireden. Wir dürfen zu leise, zu laut, zu komplex oder zu salopp reden, genau so wie all die, die mit aller Selbstverständlichkeit genau dafür Raum erhalten, jeden Tag, seit schon immer, und sich deshalb maßlos überschätzen.
_Ich glaube, Hoffnung bedingt, dass wir alle diese Gründe zur Verzweiflung durchleben. Die Angst, die Wut, die Trauer, jeden Scheiß, der uns ein Leben lang begleitet und so anstrengend und vermeintlich unmöglich ist, zu durchfühlen. Anstatt all das zu verdrängen, müssen wir uns der Aufgabe stellen, durch diese Gefühle hindurchzugehen, sie zu fühlen. Sonst werden sie größer. Und überwältigen uns langfristig. Darum habe ich das Kapitel über Gewalt geschrieben: Weil ich so lange diesen wichtigen Aspekt des Feminismus in mir drin und außerhalb von mir verdrängt habe. Weil ich nicht bereit war, das zu durchfühlen. Erst, wenn ich das mache - wenn wir das machen -, können wir uns miteinander verbinden. Und verbünden. Denn in dem Moment, indem wir sichere Räume schaffen, in denen wir einander vertrauen und gemeinsam darüber reden, was unsagbar zu sein scheint, in dem Moment teilen wir uns das, was so schwer auf uns lastet. (...) Wenn wir gemeinsam darüber reden, was uns so isoliert, sind wir nicht mehr allein. Kein Gefühl ist so schlimm, dasses unsagbar wird. Die Philosophin Simone Weil schreibt: »Das Unglück in Worte zu fassen, es in Sprache zu kleiden, heißt es retten.«
_Hoffnung ist nicht die Abwesenheit von schlimmen Gefühlen. Hoffnung ist die Anwesenheit von schlimmen Gefühlen plus dass wir weitermachen.
_Wenn wir glauben, Hoffnung sei einfach nur schön, dann verlieren wir sie nicht nur schneller, sondern sehen unsere Panik, unseren Zorn und unseren Schmerz als eine Art Scheitern an. Und das stimmt nicht. Weil alle diese Gefühle zeigen, dass wir leben und lieben. Weil diese Gefühle angebracht sind. Angst ist dazu da, uns vor Gefahren zu warnen. Wut empfinden wir, damit wir spüren, wann eine unserer Grenzen überschritten wurde. Trauer hat die Funktion, Verluste zu verarbeiten. Jedes Gefühl hat seinen Sinn, egal, wie grässlich es sich anfühlt. In einem meiner allerliebsten Bücher über Hoffnung, dem Field Guide for Climate Anxiety,” schreibt Sarah Jaquette Ray: »The despair, grief, and anxiety may never go away, but they’li have good company with hope, agency, and resilience.« (...) Es war für mich ein wichtiger Schritt, zuerkennen, dass diese Gefühle mit meinem Willen, Widerstand zu leisten, koexistieren können. (...) Ich kann nur versprechen, dass wir Schlimmes und Schönes gleichzeitig fühlen dürfen. Ich glaube sogar, wir müssen. Weil das Schöne uns daran erinnert, wofür wir eigentlich kämpfen. Und weil es uns die Kraft gibt, die dafür nötig ist. Diesen inneren Widerspruch aushalten, das Schlimme und das Schöne wahrnehmen zu können, das war und ist die Grundlage dieses Buchs. Dass ich über queeren Sex schreibe und über Wut. Dass ich Gewalt thematisiere und auch, wie gut es sein kann, Raum einzunehmen. Dass ich ein Buch veröffentliche, indem ich von so, so viel Ungerechtigkeit berichte und von so vielem schwärme, was ich liebe. Das auszuhalten, den elenden Saunagang von schlimm zu schön und wieder zurück, ist eine der wichtigsten Strategien, die wir uns aneignen können. (...) Die Aufgabe unseres Gehirns ist nicht, uns glücklich zu machen. Sondern, zu überleben. (...) Negative Emotionen wirken in unserem Gehirn drei bis siebenmal stärker als positive.” Das nennt sich Negativitätseffekt, und der sorgt dafür, dass wir Schmerzhaftes so viel fester in Erinnerung behalten, als uns lieb ist. Kein Wunder, dass es uns schwerfällt, Hoffnung zu kultivieren. (...) Dann, wenn du kannst, nimm dir Pausen. Lerne, Entspannung und Betäubung voneinander zu unterscheiden. Kümmere dich nicht als Letztes um deine Entspannung. Da, wo es geht, nimm es dir raus, auch wenn es sich egoistisch anfühlt. Wir sind nicht Feministinnen geworden, um uns selbst fertigzumachen.
Profile Image for Sabrina.
68 reviews
July 3, 2025
5⭐für🩷 :)

besonders das Kapitel 'Raum einnehmen' war so gut
Profile Image for Tabea Maria .
16 reviews
April 8, 2025
Felt like the encouraging hug that I didn't know I needed <3
Profile Image for Anna.
20 reviews1 follower
December 29, 2025
Herz von Anna Rosenwasser hat mich gefesselt und begeistert. Es ist nahbar, ehrlich und wirkungsvoll geschrieben und regt in vielerlei Hinsicht zum Nachdenken an. Grosse Leseempfehlung 🫶 Danke an Mihii för s Buach 😘
Profile Image for chantal.
81 reviews
April 27, 2025
mitsovielwutwienötigundsovielliebewiemöglich.
Profile Image for olgita.
9 reviews
May 9, 2025
hässigi warmi umarmig
Profile Image for Michael Wanger.
61 reviews2 followers
December 5, 2025
Anna Rosenwasser erhebt die Stimme, ohne laut zu werden. Sie ist direkt, ohne polemisch zu werden. Dass «Herz» trotz Ernst der Lage immer wieder ein Schmunzeln entlockt, liegt daran, dass die abstrakten Vergleiche tragischerweise wahr sind. Nur sind wenige Menschen so mutig, sie offen zu benennen wie Rosenwasser.

«Herz» ist eine Erklärung an die Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die so ist, weil sie so gewollt ist - vom Patriarchat. Rosenwasser's Texte lassen einen nicht kalt. Vor allem nicht als Mann. Ich fühlte mich bei der Lektüre gut und elend zugleich. Gut, weil «Herz» schonungslos zeigt, was in der Gesellschaft schief läuft. Elend, weil ich ein Teil dieser Gesellschaft bin. Mir ist klar geworden, dass ich mit meinem Verständnis von Gleichberechtigung (wenn überhaupt) nur an der Oberfläche gekratzt habe. Feminismus beginnt im Kleinen. Mit Banalitäten, die einem gar nicht bewusst sind, bis sie einem vor Augen geführt werden. So, wie es Rosenwasser mit «Herz» tut.

Letztlich ist es also ein gutes Zeichen, dass mich die Lektüre etwas benommen zurücklässt. Denn: Wenn mir die Problematik schon als Mann unangenehm ist, wie muss es wohl den Frauen ergehen?
Profile Image for Jil.
8 reviews
August 27, 2025
Bin während dem Lesen sehr hässig geworden, habe die Wut gesammelt und sie für etwas aufgewendet, das ich schon Monate lang aufgeschoben hatte.
Profile Image for Mia.
76 reviews1 follower
November 12, 2025
Das Lesen der Texte hat mir sehr gefallen, obwohl - vielleicht sogar weil - es mich zu vielen Gefühlen und Denkweisen verleitet hat: Wut (hässig), Trotz, Zustimmung, Glück, Hoffnung.
Zu meinen Lieblingspunkten gehörten schwule Hausschafe, bisexuelle Bonoboaffen, Schnecken (ohne/ mit beiden Geschlechtern), Armenische Felseidechsen (nur Weibchen) und der Gemeine Spaltblättling mit über 23 328 Geschlechtern (S. 41).
Anna Rosenwasser hat es sehr gut illustriert und erklärt, dass es in Ordnung ist - eigentlich notwendig - Raum einzunehmen, und dass Perfektion nicht (immer) nötig ist (mittelmässig/ gut reicht).
Die Art, wie diese Informationen und viele weitere rübergebracht werden, liess mich das Buch in wenigen Stunden durchlesen (und reflektieren). Kann ich nur weiterempfehlen!

Profile Image for lena.
14 reviews
April 13, 2025
„weil das Schöne uns daran erinnert, wofür für eigentlich kämpfen.“❤️‍🩹


Profile Image for Jodi.
2,306 reviews43 followers
April 22, 2025
Anna Rosenwasser ist die queere und feministische Ikone der Schweiz. Wer in einem queeren Raum sagt "Anna meinte...", wissen alle, welche Anna gemeint ist. Ihr zweites Buch "Herz" ist auch direkt in den Schweizer Bestsellerlisten gelandet.

"Herz" ist ein Herzensbuch, geschrieben mit viel Herz. Genauso wie Anna Rosenwasser auch ein Herzensmensch ist. Und hier erleben wir genau das, wofür wir die Autorin schätzen und lieben: ihre Aufrichtigkeit, ihre Glaubwürdigkeit, ihre -ja- Herzlichkeit. Sie ist ehrlich, mit uns und auch mit sich selbst. Und so sind auch ihre Texte.

Nein, es ist kein Wohlfühlbuch und doch ist es eins. Rosenwasser spricht über unbequeme Themen, über unangenehme Erlebnisse und wie die aktuelle Lebenssituation für viele Menschen aussieht. Aber sie schafft es auch, uns nicht hängen zu lassen. Zeigt uns Möglichkeiten und Wege. Und vor allem nimmt sie uns auch Druck von den Schultern. Indem sie sich verletzlich zeigt und von ihren eigenen Erlebnissen offen berichtet.

Ein Buch, das gut tut, indem es erst einmal den Schorf von der Wunde reisst. Damit wir gestärkt und voller Mut aufstehen und weitermachen können.
Profile Image for Antje Schrupp.
363 reviews113 followers
October 31, 2025
In: Publik Forum, 24.10.2025
Die Schweizer Politikerin und Aktivistin Anna Rosenwasser entwirft in diesem Buch „Feministische Strategien und queere Hoffnung“, so der Untertitel. In nahbarer Sprache und teilweise regelrecht unterhaltsam macht sie auch komplexe Zusammenhänge verständlich und umreißt den gegenwärtigen Stand queerfeministischer Debatten. Es geht etwa um Sexualität, geschlechtliche Identitäten, sexualisierte Gewalt oder weibliche Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit. Dabei illustriert sie die Theorie immer wieder mit Beispielen aus ihrem eigenen Leben, das im Oktober 2023 mit ihrer Wahl in den Schweizer Nationalrat eine unerwartete Wende genommen hat. In ihrer Ansprache richtet sich die 35-Jährige vor allem an jüngere Frauen, deren Zweifel und Unsicherheiten sie aufgreift und die sie ermutigen will, ihren Weg zu gehen. Aber auch für ein älteres Publikum, das sich über zeitgenössische Debatten informieren will, ist das Buch ein Lesetipp.
37 reviews
August 15, 2025
Well, what can I say. I read Anna Rosenwasser's first book earlier this year and I was blown away by how understood I felt as a marginalized person and by how much I needed that hug that came from a book. Now, I've read the second one and it felt like another warm hug that told me, it might not all be ok all the time, but I don't have to be alone in that realization.

Anna Rosenwasser has a way with words that at the same time expresses urgency and anger about the necessary equality in our lives (and lack thereof for some of us) as well as compassion for the ones fighting. I felt very understood in passages where Anna explains that it's ok to say no, it's actually very healthy to conserve my energy and nerves for when I need them. It's also helpful to be part of solutions in order to not sink in feelings of powerlessness.

I especially felt inspired (and it honestly poked at my own insecurities and internalized beliefs) reading about different ways to be a woman, that there isn't a "wrong" way to be one (although *some* people want us to think so), and that the patriarchy sometimes hides in small words. For example that a woman shouldn't express anger, but seek harmony. That's very convenient for anyone BUT the woman.

I could go on forever about the inspiring passages tbat make up this book and there's nobody I wouldn't recommend this book to.
This entire review has been hidden because of spoilers.
6 reviews
December 1, 2025
Jeder Cis-Hetero-Mann (ala Reto) sollte dieses Buch lesen.
Selbst als politisch aktiver, lgbtq+ Ally und Unterstützer, habe ich dank diesem Buch viele neue inputs und Ansichten lernen dürfen. Anna schreibt mit Humor, eigenen Erlebnissen darüber, wie hässig wir eigentlich sein sollten.

Ich halte dieses Buch für einen Meilenstein in der Schweizer Feminismus und LGBTQ+ Thematik!

Starke lese Empfehlung. Egal ob du dich mit dem Thema auskennst oder ob du dem Thema näher oder ferner bist.
2 reviews
May 25, 2025
Was für ein tolles Buch. Gesellschaftskritisch und aufwühlend - nicht deprimierend sondern auch witzig, selbstkritisch und erfrischend anders. Habe mich und andere hinterfragt und werde auch noch weiter über einiges nachdenken. Kann dieses Buch nur empfehlen. Danke, Anna!
Profile Image for Joey.
85 reviews
April 20, 2025
Eifach super! Hät au es paar Gedanke i mich über mis eigene Lebe uusglöst und dä Text wird ganz sicher mit mir bliibe
Profile Image for Jas O..
14 reviews
May 26, 2025
Mit so viel Mut wie nötig und so viel Liebe wie möglich 🩷
Profile Image for Lily.
168 reviews7 followers
August 31, 2025
ehrliche, pointierte und hoffnungsvolle texte, die allen - ganz egal welchen alters, geschlechts oder lebenssituation - gut tun würden!
Profile Image for Becciland.
78 reviews1 follower
September 27, 2025
rosa Bücher mit blauer Schrift haben mein ❤️ und dann ist der Inhalt auch noch wohltuend.
1 review
October 13, 2025
angenehm geschrieben, viele spannende Gedanken und einiges dazu gelernt, das letzte Kapitel fand ich grandios:)
Profile Image for Jill Paula.
20 reviews
September 16, 2025
Zitate

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Das Herz wird gern dem Kopf entgegengehalten. Als wäre sich die Wissenschaft nicht schon lange über die Verwobenheit von Gefühlen und Vernunft einig. Solange unsere Gesellschaft glaubt, dass Herz und Kopf zwei verschiedene Dinge sind, kann sie das eine ab- und das andere aufwerten. Gefühle gelten als etwas Weibliches und Vernunft als etwas Männliches. Wie das so ist mit Binarität, sie erleichtert, Ungerechtigkeit zu rechtfertigen.

Im safe space für eis Männer Bundeshaus wird einem immer wieder vor Augen geführt, wer Herz und Kopf vermischen darf und wer nicht. Von links bis rechts erzählen Politiker von ihrer Lebenswelt als Landwirte, Väter, Innerschweizer (auch als Rassisten und Frauenschläger. Legen hingegen minorisierte Gruppen ihr Erlebtes als Kompetenz aus, wird ihnen vorgeworfen, emotional und voreingenommen zu sein.

Das Private ist politisch.

Wie eingeschränkt ist unser Verständnis von Sex, wenn das Fehlen einer Erektion ihn verunmöglicht?

Ohne Penetration eines erigierten Penisses kann ich mir Sex nicht vorstellen. Das ist auch ein Auswuchs einer Welt, die die Bedürfnisse und das Wohlergehen von cis Männern höher wertet als alles andere, und zwar so sehr, dass sie uns einredet, wir dürften nicht Stopp sagen, wenn der Sex für uns zu Ende ist.

The world is your oyster.

Wie überfordert manche Menschen mit der Vorstellung sind, dass Zustimmung Zeit brauchen kann, dass Macht nicht ausnahmslos wünschenswert ist, sondern mit so viel Verantwortung und sogar Gefahr einhergehen kann, dass jemand sie ablehnt. Oder dass Macht überhaupt abgelehnt werden kann.

Es gibt tatsächlich die Möglichkeit, ganz viele Kategorien gleichzeitig nebeneinander existieren zu lassen, ohne sie zu hierarchisieren. - Lydia Meyer

Wir müssen eine Identität nicht komplett verstehen, um ihre Existenz anzuerkennen. Wir müssen einen Menschen nicht vollkommen verstehen, um ihn zu respektieren. Wer dieses Buch liest, muss Transgeschlechtlichkeit und Non-binarität nicht in allem verstehen. Wir müssen beides nicht verstehen - und können sie trotzdem respektieren.

Niemand von uns kann sich entscheiden, nicht überfordert zu sein. Aber wir können uns entscheiden, was wir mit dieser Überforderung anstellen. Wir können überfordert sein und ablehnend - oder überfordert und neugierig. Überfordert und offen. Überfordert und trotzdem da, aus Trotz, aus Glaube an das Gute.

Indem wir das, was uns wütend macht, benennen, ohne, dass uns jemand dieses Erlebte abspricht, und uns dann darüber austauschen, was wir mit dieser Wut machen, verflüchtigt sich die Wut. Dort, wo Aufmerksamkeit und Solidarität keine knappen Güter sind, wird Wut weniger gebraucht.

Ich kannte zahllose Pointen über dumme Frauen. Weibliche Vorbilder aber hatte ich kaum.

Raum einnehmen ist keine Einzelaufgabe. Es ist eine Form des kollektiven Widerstands, sofern wir das nicht nur für uns alleine tun, sondern uns mit allen, die dasselbe wollen wie wir, vernetzen.

The despair, grief, and anxiety may never go away, but they Il have good company with hope, agency, and resilience. - Sarah Jaquette Ray
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