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Devil's Harvest

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A political thriller that spans the globe, from the halls of Bristol University and London's secretive MI6 building to the dusty streets of Juba and the refugee camps in war-torn South Sudan, Devil's Harvest exposes the dark truths of the international arms trade and the plight of the world's newest country.

288 pages, Kindle Edition

First published May 1, 2014

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About the author

Andrew Brown

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Community Reviews

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
703 reviews12 followers
August 22, 2020
Der Südsudan, jüngster Staat der Welt mit blutiger Vergangenheit und ungewisser Zukunft, ist der Schauplatz des spannendenThrillers "Teuflische Saat". Die Suche nach einer seltenen Pflanze wird zu einer Reise zu Abgründen und tödlicher Gefahr.

Gabriel Cockburn ist ein Protagonist, der auch aus einem Roman von John Le Carré stammen könnte: Wissenschaftler am Botanischen Institut, nicht mehr jung, noch nicht alt, dessen Ehe ebenso eingefroren scheint wie seine Karierre. Ein unauffälliger Mann mit milder Midlife Crisis, der es im Triller “Teuflische Saat” des südafrikanischen Schriftstellers Andrew Brown nichtsdestotrotz schafft, das Interesse von Geheimdiensten, Militärs und Waffenhändlern auf sich zu ziehen, als er auf der Suche nach einer ganz bestimmten Pflanze in den Südsudan reist.

Denn gerade dort gilt es für den britischen Auslandsgeheimnis MI6 und einen hohen Luftwaffenoffizier, Beweismittel für eine Dronenoperation aus der Welt zu schaffen, die Großbritannien international kompromittieren könnte.

Cockburn betrachtet es schon als mittlere Krise, wenn er auf dem Weg ins Botanische Institut im heimischen Bristol an Verkehrsrowdies gerät. Beim Joggen hängt ihn seine herbe Ehefrau Jane locker ab. Ginge es nicht um den angestrebten Lehrstuhl und Professorentitel, nie wäre er auf die Idee gekommen, eine Forschungsreise nach Afrika zu unternehmen.

Und dann ausgerechnet in den Südsudan, den jüngsten unabhängigen Staat der Welt. Cockburn ist schon in der Hauptstadt Juba außerhalb seines Elements und erregr in dem von Gewalt und ethnischen Konflikten zerrissenen Land mehr Aufmerksamkeit, als ihm lieb sein kann. Denn wer reist schon in den Südsudan, ohne Mitarbeiter einer Hilfsorganisation, einer UN-Einrichtung oder Journalist zu sein? Cockburn mag sein Umfeld als höchst exotisch empfinden – für südsudanesischen Behörden, aber auch die örtlichen Expats ist er der Exot.

Die Suche nach der Pflanze führt Cockburn in den Norden, nahe der Grenze zum Sudan, von dem sich der Südsudan 2011 nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg abgespalten hat. Im ölreichen Bundesstaat Unity mag offiziell kein Krieg mehr herrschen, die Macht der Milizen ist ungebrochen, wie Cockburn auf die harte Tour lernen muss.

Als Übersetzerin auf der beschwerlichen Reise begleitet ihn die Südsudanesin Alek, die ihn mit spöttischer Distanz behandelt und, wie Gabriel zunehmend dämmert, auf der Reise ihre eigene Agenda verfolgt. Sie ist die eigentliche, die handelt – er der Fremde, der lange Zeit nur passiv folgt und verzweifelt versucht, sich aus dem unwirtlichen Land mit seiner extremen Armut, den schlechten Straßen undvöllig ungewohnten Verhältnissen einen Reim auf seine Umgebung zu machen.

Es gibt Länder, da liegen herbe Schönheit und das Grauen, Menschlichkeit und Gewalt eng nebeneinander. Länder wie Südsudan, Somalia oder der Ostkongo, wo jahrelange Gewalterfahrung Krieg und Brutaliät für die örtliche Bevölkerung zum Alltag gemacht hat. Länder, wo Neuankömmlinge aus der westlichen Wohlstandsgesellschaft entwder völlig verzweifeln oder für immer verändert werden.

Brown hat nicht nur einen spannenden Thriller über ein Land als Spielball der Mächte geschrieben, er zeichnet auch glaubwürdig und überzeugend die Entwicklung des leicht weltfremden Wissenschaftlern, der mit einem Übermaß an Realität weit außerhalb des bisher Gekannten konfrontiert wird.

Er hat ganz offensichtlich auch gründlich vor Ort recherchiert und zeigt ein Afrika weit entfernt von den Erfahrungen von Safari-Touristen. Der Lernprozess Cockburns ist auch eine Anklage gegen die Gleichgültigkeit, mit der die internationale Öffentlichkeit den Südsudan behandelt – nicht erst, seit der Konflikt in Syrien die Schlagzeilen bestimmt.

“Teuflische Saat” bietet weitaus mehr als spannende Unterhaltung. Das Buch zeigt – ohne den erhobenen pädagogischen Zeigefinge – ein realistisches Bild des Südsudan und des Konfliktpotentials durch Rohstoffe, historische Konflikte und Einflusssphären in einem Land, in dem traumatisierte Binnenflüchtlinge auch Jahre nach der Unabhängigkeit die Sicherheit von Flüchtlingslagern suchen.
Profile Image for Schurkenblog.
42 reviews4 followers
July 25, 2018
Da hatte ich wohl zu große Erwartungen, schon alleine aufgrund des Settings, denn literarisch war ich wohl zum ersten Mal im Sudan. Leider kommt die Geschichte nicht in Fahrt. Dazu fehlen den Figuren Empathie, dem Aufbau die Spannung und es wird weder aus dem Setting noch dem geheimen, misslungenen Drohnenangriff alles herausgeholt, was möglich wäre. Für mich eine sehr fade Story durch die ich mich regelrecht über 6 (!) Lesetage schleppen musste.
Profile Image for Papercuts1.
321 reviews96 followers
August 6, 2018
Muss erstmal ein bisschen in Ruhe gelassen werden nach diesem unerwartet intensiven Schluss. Der Südsudan, ein bisher weißer Fleck auf meiner Landkarte, hat mich gerade durchgeschüttelt. Rezension folgt.
638 reviews8 followers
July 16, 2019
I abandoned this book at page 110. I found it really boring. Most disappointing as I have enjoyed a number of his books. Decided not to persevere - too many other books to read.
Profile Image for Havers.
910 reviews21 followers
August 8, 2018
Wer kennt sie nicht, die Bilder aus dem Südsudan, die uns mit den Nachrichten ins Haus geliefert werden. Ein Land, vom Krieg verwüstet. Lager, in denen Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Zuständen hausen. Hunger und Elend. Kein Land, in das man freiwillig reisen würde. Es sei denn, man hätte eine Mission zu erfüllen.

Wie George Bartholomew, Leutnant der Royal Air Force, der dort einen Drohnenangriff auf ein ziviles Ziel vertuschen will. Er sucht nach den Überresten des Schrapnells, um die Urheberschaft der Bombe zu verschleiern. Angetrieben von der Furcht vor ernsthaften Konsequenzen macht er sich trotz gesundheitlicher Probleme auf den Weg. Aber zu seinem Leidwesen entwickelt sich diese Expedition nicht wie geplant.

Oder wie der englische Botaniker Gabriel Cockburn, der nach der Intervention eines Kollegen davon besessen ist, eine ganz spezielle Pflanze im Südsudan aufzutreiben. Falls er diese nicht findet, sieht er sein bisheriges Forschungsprojekt in Gefahr. Aber dazu muss der egozentrische Wissenschaftler nach Afrika reisen.

Vor Ort wird letzterer von einer jungen Frau unter die Fittiche genommen, die sich ihm als Führerin anbietet. Die junge Sudanesin hat Schreckliches gesehen, aber überlebt. Doch nun ist auch sie auf einer Mission und verfolgt schlussendlich ganz andere Ziele, als Cockburn zu seiner seltenen Pflanze zu bringen.

„Teuflische Saat“, der vierte Roman des Südafrikaners Andrew Brown, wird zwar als Thriller beworben, aber das ist er beileibe nicht. Dafür hat die Story viel zu viele Längen, ist schwerfällig und kommt kaum in die Gänge. Es ist ein politischer Roman, und auch der Autor verlangt offensichtlich von sich, eine Mission zu erfüllen. Er möchte uns Lesern für die Lage im Südsudan sensibilisieren. Aufzeigen, was in dem afrikanischen Land geschieht, wer die Geschäfte macht und von ihnen profitiert. Zumindest das ist ihm gelungen, denn auch wenn der Bürgerkrieg im Südsudan weit entfernt erscheint und als afrikanisches Problem abgetan wird, tragen doch die westlichen Regierungen durch ihre Waffenlieferungen durchaus dazu bei, dass er nicht so schnell beendet wird. Aber dann könnten ja auch die Rüstungsfirmen keine Geschäfte mehr machen!
Profile Image for Chanette.
Author 68 books145 followers
December 15, 2014
I loved Solace by the same author. This one didn't quite do it for me but I still love his writing style.
Displaying 1 - 6 of 6 reviews