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Ostflimmern: Wir Wende-Millennials

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Kindheit zwischen DDR-Abwicklung und US-Popkultur

Plattenbauviertel, unkenntlich gemachte Denkmäler und Billig-Discounter: Die Fotografien von Philipp Baumgarten haben ein Dutzend namhafte Autorinnen und Autoren dazu inspiriert, ihre Erfahrungen in der Nachwendezeit zu beschreiben. Ihre Stimmen geben Einblick in eine Generation, deren ostdeutscher Hintergrund oft wie ein Phantomschmerz erscheint und im Spiegel des „westdeutschen Blicks“ bis heute präsent ist. Als Kinder der 1990er Jahre, geprägt von Industriebrachen einerseits und US-amerikanischer Popkultur sowie der globalen Digitalmoderne andererseits, betrachten sie kritisch, aber auch mit Nachsicht ihre Kindheit und die Zeit seit der Wiedervereinigung. So entwerfen die Fotografien, Gedichte, Kurzgeschichten und Essays ein Bild vom Gegenwartsgefühl einer Generation, die hin und her gerissen ist zwischen Ost und West auf der Suche nach der eigenen Identität.
Mit Texten von Elisabeth Heyne und Alexander Wagner, Peter Hintz, Marlen Hobrack, Paula Irmschler, Sebastian Jung, Annekathrin Kohout, Nhi Le, Anne Ramstorf, Lukas Rietzschel, Valerie Schönian, Philipp Schreiner, Greta Taubert sowie Anne Waak.

176 pages, Hardcover

Published September 16, 2024

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Profile Image for Thorben.
109 reviews8 followers
May 16, 2025
Eine Jugend zwischen amerikanischer Popkultur und Industriebrachen. Dass dies nicht nur zu meinen individuellen, sondern den kollektiven Erfahrungen vieler Nachwendekinder gehört, wurde mir wohl erst hier so richtig bewusst. Die Anthologie vereint Fotografien aus dem ehemaligen „Ostblock“ und - von Romanauszügen über Essays bis hin zu Lyrik - verschiedene literarische Texte.
Der „Nachhall“ der DDR und der Wende, wie Anne Ramstorf, eine der darin versammelten Autor:innen, es beschreibt, ist auch in uns immer da, nur manchmal hallt er lauter. So auch beim Lesen dieses Buches.
Profile Image for Claire.
121 reviews1 follower
November 8, 2025
„Die andere Frau würde diese Sichtweise nicht gelten lassen, weil sie, woher auch immer, zu wissen glaubte, dass das nicht sein könne, privates Glück in einer Diktatur.“

Ein Buch was sich aus Assoziationen zu Philipp Baumgartens Fotos zusammensetzt, was ich eine sehr schöne Idee fande.
Interessante Texte, manche werden mir sicher mehr als andere im Gedächtnis bleiben, kann mir auch gut vorstellen, einzelne Kapitel nochmal zu lesen.
Profile Image for Klara.
134 reviews40 followers
June 3, 2025
Hach ja, der Osten. In meiner Brust schlagen Ostdeutschland betreffend seit jeher zwei Herzen: Eines, das sich wünscht, es wäre endlich mal Schluss mit diesen oft herablassenden Diskussionen über Ost und West, und ein anderes, welches sich eben seltsam verbunden fühlt mit dem, was ich eigentlich gar nicht mehr erlebt haben sollte, und was mir trotzdem seltsam tief in den Knochen steckt.
Was ist denn eigentlich „Ostdeutschland“ für all diejeigen, die die deutsche Teilung entweder nicht mehr oder nur in jüngster Kindheit miterlebt haben? Irgendwie ist da was, aber was ist es?

Annekathrin Kohout und Philipp Baumgarten haben in ihrem Buch „Ostflimmern“ eine, wie ich finde, wunderbar nuancierte Antwort gefunden. Mit Beiträgen verschiedener, ostdeutscher Autor*innen und Fotos, die die Stadtlandschaften, in denen „Wende-Millennials mit DDR-Hintergrund“ (Zitat) aufgewachsen sind, pointiert einfangen, entsteht hier ein Bild, das ins Schwarze trifft.

Wirklich mal. Herumgetragen habe ich dieses Buch, mit in die Kneipe zu meinen Freundinnen genommen, meinen Freundinnen aus Sachsen, aus Brandenburg, und wir alle haben uns sofort wiedergefunden, sind auf einen abendfüllenden Schatz an Anekdoten gestoßen und auf ein seltsames Heimatgefühl, welches sich sonst schwer artikulieren lässt.
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