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Internationale Zone: Roman

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Wien, Nachkriegszeit – Nach den Jahren der Zerstörung und des Hungers werden die ersten Siegergestalten des Wiederaufbaus an die Oberfläche gespült. Es sind einheimische und zugewanderte Schieber, Schwarzhändler und Unterweltler, die Dor und Federmann in ihrem packenden Roman vorführen, und die atemlos dem schnellen Geld nachjagen. Sie sind es, die sich im noch unsicheren System der Besatzungszeit im aufgeteilten Wien am besten zurechtfinden, die sofort erfassen, mit welcher Besatzungsmacht sich welche Geschäfte abwickeln lassen. Vom Handel mit und dem Schmuggel von Zigaretten geraten sie so fast zwangsläufig in das Spiel der Spionage und schließlich des Menschenraubs. Die sowjetischen Besatzer helfen aktiv bei der Beschaffung des die erwartete Gegenleistung ist die Auslieferung von 'Feinden der Sowjetunion', die sich in nicht-sowjetischen Sektoren aufhalten.Dors und Federmanns negative Helden, die sich ohne Skrupel und Bedenken an dem Spiel im Wien des Dritten Mannes beteiligen, geraten allerdings bald selbst in das von ihnen ersonnene Netz, in dem sie sich verfangen und an dem sie zugrunde gehen.

254 pages, Kindle Edition

Published February 26, 2025

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About the author

Milo Dor

38 books
Milo Dor (born as Milutin Doroslovac) was a writer and translator. He described himself as "an Austrian, Viennese, and European of Serbian heritage."

He wrote historical novels dealing with Yugoslavian and European history, essays criticising nationalism in Yugoslavia, crime fiction, news coverages, screenplays and radio dramas, edited documentaries and anthologies and translated Serbo-Croatian literature into German. Authors he translated include Ivo Andrić, Isaak Babel, Bogdan Bogdanović, Stephen Crane, Dušan Kovačević, Miroslav Krleža, Branislav Nušić, Vasko Popa, Georges Simenon, Stanislav Vinaver, and Milovan Vitezović. Beginning in the 1950s, he wrote numerous books in cooperation with Reinhard Federmann.

Dor's best known work is The Raikow Saga, a trilogy consisting of Tote auf Urlaub [Dead men on leave:], Nichts als Erinnerung [Nothing but memories:], and Die weiße Stadt [The white town:].

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Displaying 1 - 6 of 6 reviews
Profile Image for Antje.
95 reviews
February 25, 2025
Interessanter Blick in die Unterwelt der Wiener Nachkriegszeit

Als der 43-jährige Boris Kostoff, in Bulgarien einst ein Doktor der Veterenärmedizin, nach dreieinhalb Jahren vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen wird, hat er nur ein Ziel. Er möchte sich das Geld holen, das sein ehemaliger und inzwischen toter Kompagnon im Wiener Schmuggelgeschäft auf einem Schweizer Bankkonto gebunkert hat und damit ein neues Leben beginnen. Während er die Vorbereitungen dafür trifft, wird die Geschichte des Schwarzhändlers Georgi Manius erzählt, dessen rechte Hand Kostoff vor seiner Verurteilung nicht nur beim Schmuggeln von Zigaretten, sondern auch beim Verkauf von Menschen an die sowjetischen Besatzer war …

Leicht und flüssig konnte ich diese in der dritten Person aus den Perspektiven verschiedener Protagonisten geschriebene Geschichte lesen. Die ersten und letzten Kapitel sind zeitlich ca. 1953 angesiedelt. Die dazwischen im Jahr 1949 oder 1950. Die Kapitelüberschriften sind in Versalien ohne Zeitangaben gedruckt. Als die Rückblenden begannen, war ich erst mal ein bisschen verwirrt, fand mich aber dennoch recht schnell wieder zurecht.

Insgesamt hatte ich persönlich ein bisschen das Problem, dass es nur ganz wenige sympathische Charaktere gab und ich die Hauptfiguren aufgrund ihrer menschlichen Gleichgültigkeit eher verabscheute. Trotzdem war die Geschichte insgesamt sehr interessant und teilweise auch spannend. Ich sah das Buch jedoch sowieso eher als historischen Roman und nicht wirklich als Krimi. Klassische Ermittler, die einen Fall aufklären, gibt es nicht. Dafür etliche gewissenlose Glücksritter auf der Jagd nach schnellem Geld und bei den Besatzern einen korrupten Sumpf.

Dass sich die Handlung in der Realität tatsächlich so abgespielt haben könnte und was den beiden Autoren als Ideengeber zu dem Buch diente, erklärt das überaus interessante Nachwort von Günther Stocker. Ich habe dieses Buch über eine Zeit, in der ich noch nicht geboren war (und die ich so auch keinesfalls jemals erleben möchte) auf jeden Fall sehr gern gelesen und kann die Lektüre, obwohl sie schon mehr als 70 Jahre alt ist, mit gutem Gewissen weiterempfehlen.
Profile Image for Karola.
890 reviews7 followers
February 23, 2025
Zeitgeschichtlich engagierter Thriller aus dem Osterreich nach 1950

Das Cover zeigt die bunt bevölkerte Szenerie der Nachkriegszeit mit Soldaten zwischen der Bevölkerung im Gedränge eines Platzes – passend zum Buchinhalt. Dieser Thriller spielt im Wien der Nachkriegszeit zwischen 1950 und 1955 unter dem Diktat der Amerikaner, Franzosen und Russen, die jeweils ihre eigenen, groß angelegten, kriminellen Interessen als Besatzungsmacht abwickeln. Natürlich spült es auch Schwarzhändler und Kriminelle aus der Bevölkerung, mit Flüchtlingen verschiedener Nationalität hervor, die nicht nur Zigaretten oder Kokain schmuggeln, sondern auch Menschen. Im ersten Wiener Gemeindebezirk als internationale Zone, den die vier alliierten Machte im Unterschied zu den anderen Stadtteilen gemeinsam verwalteten und kontrollierten, dem Tor zwischen Ost und West, spielen sich internationale Spionageaktivitäten und Menschenverschleppungen besonders unter Sowjetbehörden ab. Die gefährliche Atmosphäre in dieser aktionsreichen Handlung, kombiniert mit ein wenig Erotik, Alkohol, zwielichtigen Cafés und Bars, kommt ohne Ermittler aus. Die meisten Figuren sind mehr oder weniger in kriminelle Machenschaften verwickelt außer der Figur des Schriftstellers Petre Margul, Klar herausgestellt wird die labile staatliche Ordnung, die rechtliche Unsicherheit nicht nur beim Überschreiten der verschiedenen Demarkationslinien der Besatzungsmächte, die alle nur ihre eigenen Interessen verfolgen. Der mörderische Konkurrenzkampf unter korrupten Besatzungssoldaten, Schwarzhändlern und Spionen wird thematisiert und liefert insgesamt ein engagiertes Zeitzeugnis über ein Österreich der fünfziger Jahre. Sehr interessant!
740 reviews2 followers
February 26, 2025
Außergewöhnlich und packend
Die Handlung dieses Romans beruht auf Berichten, die im Jahr 1950 in der österreichischen "Arbeiter-Zeitung" erschienen sind.
Wien ist von den Alliierten besetzt, wobei der 1. Bezirk zur interallierten Zone wird. Jetzt, in der Nachkriegszeit, jagt die Unterwelt dem schnellen Geld nach. Sich mit den Besatzern gutzustellen, ist von gewaltigem Vorteil. Und so ist der Zigarettenschmuggel an der Tagesordnung. Aber auch Entführungen und Menschenraub im Auftrag der sowjetischen Besatzer sind keine Seltenheit. Der Leser begegnet dem durch Beziehungen vorzeitig aus der Haft entlassenen Tierarzt Boris Kostaff, der mit allen Mitteln versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Dabei schwenkt die Handlung in die Vergangenheit und berichtet von den Geschehen, die sich kurz vor seiner Verhaftung ereigneten und schließlich zu seiner Festnahme führten. Personen, ohne jeglichen Skrupel, haben ein breites Netz geknüpft, in dem sie sich letztendlich jedoch selber verfangen werden.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven, sodass ich eine breite Sichtweise erhielt. Es ist erschreckend, wie kaltblütig, rücksichtslos und unerbittlich doch Menschen sein können, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind.
Dieser außergewöhnliche und packende Roman von dem Autorenduo Milo Dor (1923-2005) und Reinhard Federmann (1923-1976) gibt Einblick in Ereignisse, die weithin unbekannt sind. Er hat mir fesselnde und unterhaltsame Lesestunden bereitet. 5 klare Sterne und eine absolute Leseempfehlung.
Profile Image for Inge H..
504 reviews9 followers
February 26, 2025
Fast vergessene Schriftsteller

Der Picus Verlag hat Romane der österreichischen Schriftsteller
Milo Dor und Reinhard Federmann
neu herausgebracht. Beide sind 1923 geboren.
Der Roman, Internationale Zone, ist schon aus dem Jahr 1953.
Die Autoren schreiben über die Besatzungszonen in Wien.Da geht es hart her.
Es geht um Schwarzhändler, die sich an der Not anderer, bereicherten. Da sind alle in finstere Machenschaften verzwickt sind. Da gibt es Menschenschmuggler, die für Geld Menschen in die andre Zone verschleppt wurden.
Die Personen die hier mitspielen, haben alle eine dunkle Weste, die sich dann noch wunderten , das es ihnen an den Kragen geht.
In dem Roman gab es keine Ermittler.#
Jeder der Kriminellen erzählt von einen Machenschaften und Bestrafungen. Die sind alle Skrupellos.
Die Autoren haben zu der Zeit in Wien gelebt und konnten die Zeit genau nachvollziehen.
Ein Stück Zeitgeschichte.
Profile Image for Claudia.
137 reviews1 follower
Did Not Finish
November 19, 2025
Das setting hätte mich sehr interessiert, allerdings fand ich den Stil sehr mühsam. Nach ca. 25 % abgebrochen, es hat mich leider nicht gepackt und die Szene mit Ilse im Auto hat mir dann den Rest gegeben.
Profile Image for jana.
75 reviews1 follower
July 4, 2025
darauf nen kognak mit wasser oder doch coca cola?
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