Humorvoll, einfallsreich, kurzweilig – Band II der erfolgreichen Frostblut SagaEine Seuche, die Menschen in „Zweifelwesen“ verwandelt Magie, die mittels Musik gewirkt wird Und eine starke Frau mit einer kalten Klinge
Eine grausame Mordserie erschüttert die Hauptstadt von Tyskir und legt den Fährverkehr nach Süden lahm. Ari muss auf eigene Faust ermitteln, wer dafür verantwortlich ist – und landet prompt im Zentrum einer weitreichenden Verschwörung. Nur mit Mühe gelingt es ihr den Klauen ihrer Widersacher zu entkommen und zugleich eine Gruppe Gefangener zu retten. Doch ihr Sieg ist teuer erkauft und nur von kurzer Dauer. Schon rüstet sich die Heilige Flamme zu einem Gegenschlag. Doch wie besiegt man einen gottgleichen Magier und seine fanatischen Anhänger? Bewaffnet mit Drachenflöte und Eisklinge setzt Ari ihren Kampf fort und beginnt nur langsam den Kern ihrer Magie zu begreifen. Dabei versucht sie noch immer sich selbst zu finden, ohne selbst gefunden zu werden… „Die Frostblut Saga verwebt klassische Fantasy-Elemente zu einer neuen, wortstarken und abwechslungsreichen Geschichte. Schwert und Magie treffen auf exotische Kreaturen und dunkle Geheimnisse. Freunde von Feuerbach, Valentin und Weitze werden diese Reihe lieben.“
525 Seiten Band 2 (Neuerscheinung Dez. 2024) Fantasy High Fantasy, Fantasy für Erwachsene unlimited fantasy deutsch Besuchen Sie den Autor auf tillmartin.de
Aris Suche nach ihrer Mutter geht weiter. Nach einem Zwischenfall wird sie von ihren beiden Freundinnen getrennt und lernt den Fischer Beek kennen, der ihr später hilft, Seeburg gemeinsam mit Nuomi und Inisha zu verlassen.
Die Reise geht weiter. Ob Ari ihre Mutter wirklich in der Schwimmenden Stadt finden wird?
Aris Kampf gegen die Flamme und deren Anhänger geht also weiter. Und wie es weitergeht! Gleich im ersten Kapitel kommt es zur Trennung der drei Gefährtinnen und Ari muss für eine Weile einmal mehr allein durch - oder so denkt sie. Statt dessen landet sie bei Beek mit einer neuen Erkenntnis und ... sagen wir, viel Begierde.
Bleiben wir bei dem einen Thema, an dem ich mich gern einmal aufhänge. War das eine Vergewaltigung? So ganz freiwillig war Beek nicht daran beteiligt, was passiert ist, allerdings hat er es genossen. Eine Vergewaltigung genießt man nicht, soviel kann ich sagen. Es mag wie ein Überfall begonnen haben, am Ende aber waren beide mit dem einverstanden, was passiert ist. Soviel dazu.
Was mir gefällt an diesem Roman ist die deutliche Charakterentwicklung Aris, aber auch ihrer Gefährtinnen. Es ist selten geworden in Romanen, das Wachsen der Figuren beobachten zu können. Viel zu oft bleiben diese gleich von Anfang bis Ende, oder aber sie springen im wahrsten Sinne des Wortes von unreif und blauäugig zu erfahrenem Krieger. Dabei war es gerade die Charakterentwicklung, die in der Fantasy einmal groß war. Martin ist hier eine lobende Ausnahme und allmählich beginne ich den Autor diesbezüglich mit wirklich großen Autoren in diesem Genre zu vergleichen. Und diesen Vergleich braucht er nicht scheuen!
Ari geht mit Humor und einer guten Portion Zynismus umher - zu Anfang. Dann wird sie im wahrsten Sinne des Wortes geläutert und tritt aus dieser als abgeklärt hervor. Sie begreift die Musik, und damit ihre Magie, besser und beginnt, in ihre Rolle als Heldin hineinzuwachsen.
Und noch etwas begreift sie, und damit auch der Leser: Es scheint mehr an den Alten Göttern dran zu sein als bloße Legende. Das Seevolk betet zu einer Gottheit, und als dann Ari sie ruft ... Nun, den Rest soll das interessierte Publikum selbst erfahren. Ihr Schlagabtausch mit den Roten Priestern jedenfalls gewinnt sie, wenn auch unter schrecklichen Opfern.
Die Welt, die Martin hier gebaut hat, besticht durch ihr reichhaltiges Leben. Überall gibt es Menschen, und diese Menschen haben sich ihrer Umwelt teilweise angepasst, statt die Umwelt ihnen anzupassen. Die Falschwesen sind vielleicht gar nicht so falsch, sondern etwas anderes. Die normale Bevölkerung will nichts von den Machtspielchen der Einflussreichen wissen und glaubt am Ende dem Falschen. Der Realität einmal mehr den Spiegel vorgehalten.
Die Welt wird größer und bunter. Martin zeichnet Bilder im Kopf seiner Leser, so wie ein gutes Buch es soll. Nicht nur die Figuren sind wichtig, sondern auch das Setting. Und dieses hat der Autor hervorragend gemeistert. Ich dachte wirklich, den Sumpf zu riechen, in dem es zum letzten Schlagabtausch kommt.
Die geblendete Ari war ein Schock für mich, denn ich hatte keine Ahnung, wie sie da wieder herauskommen soll. Als Blinde durch die Welt stolpern mit einem Preis auf ihrem Kopf? Sicher, Ari kann mittlerweile mehr als sich komplett in Tiere verwandeln, sie verfeinert ihre Kräfte hier in diesem Roman hervorragend. Vielleicht war es die alte Angst von mir selbst, die sich hier verfestigte, ich weiß es nicht. Es war jedenfalls am Ende eine gute Lösung und erleichterte mich mehr als ich hier zugeben mag.
Gegen Ende darf Ari dann auf ihren ersten Hexenmeister treffen - und dieses Treffen ist so ganz anders als ich es mir ausgemalt hatte. Eine interessante Wendung und unvorhersehbar. Aber auch zum Teil erschreckend, hält sie der Realität doch einmal mehr den Spiegel vor mit all den Kulten und Sekten, die sich noch immer halten können.
Ein Buch, dass mir sehr großen Spaß bereitet hat zu lesen und ich es kaum erwarten kann, auch den dritten Band in Händen zu halten. Eine kleine Saga, die großes tut für das Genre und ich hoffe, von vielen gelesen werden wird. Es lohnt sich!
Der Hamstergott hat gesprochen und mich nach dem fantastischen ersten Band auch mit dem Folgeband gesegnet. Ich wusste, dass das Buch ungefähr im Winter folgen wird und war schon unglaublich gespannt. Nachdem der erste Band nämlich eine fantastische Grundlage gelegt hat, führt der zweite Band dies nun weiter und baut alles mehr und mehr aus.
Aber erst einmal muss ich allein schon Lob dafür aussprechen, wie Fietes Perspektive genutzt wird, um am Anfang einen Rückblick zum ersten Band zu geben. Das wurde wirklich schlau umgesetzt, um die Erinnerungen aufzufrischen und durch die neue und auch lustige Perspektive ist dieser Einstieg auch für Leser, die die Bücher direkt hintereinander lesen würden noch eine wirklich tolle Ergänzung. So etwas sollte man in Büchern definitiv öfter umsetzen.
Danach geht es dann auch schon rasant weiter. Durch die Reise, die Ariana bewältigen muss, trifft man in diesem Buch noch mehr als im ersten auf diverse Welten und Völker und keines davon bekommt zu wenig Aufbau. Die Uros mit ihrer Naturverbundenheit wirkten genauso stark beschrieben, wie die Chibali mit ihrem Cokina im Sumpfgebiet. Die Welt wirkt dadurch lebendig. Die Beschreibungen liegen dem Autor einfach und man kann so auch immer sofort in die Geschichte hineinfinden. Ich liebe schon einmal, dass mit der jetzigen Mission eindeutig noch mehr davon folgen wird.
Auch die Figuren dürfen strahlen. Ariana habe ich schon seit dem ersten Band wirklich gern. Ihre zweifelnde Art und scharfe Zunge sind wohl ihre grösste Stärke und gleichzeitig ihre Schwäche. Man merkt deutlich, wie sie die frühen Jahre und ihre damalige Naivität sie gezeichnet haben. So leicht fällt sie auf nichts mehr herein, aber dadurch stellt sie sich auch manchmal selbst ein Bein. Und genau das liebe ich.
Auch ihre Fähigkeiten sind wirklich traumhaft beschrieben. Mit ihrem 54 Totems wäre sie eigentlich komplett übermächtig und in vielen anderen Büchern braucht es etwas Training und der Protagonist kann es dann einfach. Ich bin absolut begeistert davon, dass es hier nicht so ist. Ariana hat ihre Schwierigkeiten und muss nach und nach lernen und das geht eben nicht einfach so. Man feiert ihre Erfolge daher umso mehr.
Auch die anderen Figuren können strahlen. Nuomi und Inisha werden mehr ausgebaut und neue Figuren, die teils sogar nur kurze Auftritte haben, werden trotzdem gut ausgebaut. Beek ist hier natürlich besonders erwähnenswert. Man erkennt bei allen mehr als nur einen Charakterzug und dadurch ist es auch tatsächlich nicht so schwierig bei teils vielen Namen, die Personen auseinanderzuhalten. Auch hier können die Beschreibungen des Autors wieder strahlen.
Und natürlich, und das muss ich einfach separat erwähnen (und wenn es so weiter geht, werde ich das auch bei jedem weiteren Band so tun), feiere ich Fiete noch immer. Man weiss eindeutig, dass ein Buch geniale Figuren hat, wenn sogar der Hamster einen Charakterausbau mit den Folgebänden bekommt.
Alles in allem also eindeutig empfehlenswert. Wer auf Fantasy und neue Welten steht, muss der Reihe einfach eine Chance geben. Für mich ist es einfach ein klasse Buch, welches so viel mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Glänzende fünf Sterne dafür.
Ariana, genannt Ari, ist mit ihren Freundinnen Nuomi und Inisha und dem Hamster Fiete weiterhin auf der Suche nach ihrer Mutter, den Geheimnissen hinter ihren Tätowierungen und einer Möglichkeit die Heilige Flamme zu bekämpfen. Auch dieses Mal gibt es eine Menge Abenteuer zu erleben, ein Ziel wird erreicht und Ari erfährt einiges Neue, auch über sich selbst.
Der zweite Band setzt direkt am ersten an und hat gleich eine Überraschung für Ariana und die Leser:innen auf Lager, denn Ari muss sich aus der Not heraus verwandeln und findet nicht so schnell wieder aus der neuen Gestalt heraus. So ist sie erst einmal getrennt von ihrer Gruppe. Später wird die Gruppe dafür um einige neue Charaktere anwachsen, auch wenn sich manche schnell wieder verabschieden, wenn auch nicht immer freiwillig.
Die neuen Charaktere gefallen mir recht gut, da ist zum Beispiel der Fischer und ehemalige Panzerechsenjäger Beek, der zu Ari eine ganz besondere Beziehung aufbaut. Weiterhin gibt es ein paar sogenannte Zweifewesen. Diese Wesen hat man bereits im ersten Band kennengelernt, mir gefiel die Dvergin Sibell gut, die immer einen passenden Spruch auf Lager hat. Ein paar Charaktere werden Ari zum Glück in den nächsten Band begleiten. Auch über die Antagonistenseie erfährt man mehr.
Ari finde ich in diesem Band besonders schwierig, sie hört nicht zu, weiß alles besser und ist oft sehr zickig. Auch im Vorgängerband war sie nicht immer einfach, dort fand ich es aber etwas nachvollziehbarer, da sie mit heftigen Veränderungen zu kämpfen hatte. Hier fand ich sie manchmal sehr nervig. Zum Glück entwickelt sie sich aber auch weiter.
Auch über die Welt erfährt man ein bisschen mehr. Zunächst landet man mit Ari in Seeburg, wo es einige Mordfälle gibt, an denen Zweifelwesen schuld zu sein scheinen, außerdem gibt es eine große Niederlassung der Heiligen Flamme. Ein weiterer Ort an dem die Gruppe sich länger aufhält ist eine Stadt mitten in einem großen See, wo die Uros in einer besonderen Symbiose leben, und Ari und die anderen vor einige Herausforderungen stellen. Vor allem Ari trifft es hier hart. Am Ende landen sie dann bei einer sehr bizarren Gemeinschaft.
Der Roman startet mit einer Zusammenfassung der Ereignisse aus dem ersten Band, nett erzählt als Erinnerungen des Hamsters Fiete, so dass man sich gleich wieder gut zurechtfindet. Till Martin erzählt lebhafr, anschaulich und oft humorvoll, schon alleine Fiete hat bezüglich letzterem einiges zu bieten. Manchmal wird es sogar recht skurril.
Nach „Eisklinge“ hat mich auch „Eisbrand“ sehr gut unterhalten, auch wenn ich es manchmal einen Touch zu skurril fand, und Ari dieses Mal etwas zu zickig. Unterm Strich hatte ich aber vor allem Spaß beim Lesen und spannende Lesestunden. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.
Ari möchte ihre Mutter aufsuchen, doch dass geht nur über den Wasserweg. Ihre Reise führt sie also nach Seeburg, doch dort ist alles aufgrund einer Mordserie stillgelegt und sie gerät wieder ins Visier der Heiligen Flamme. Ari flüchtet zusammen mit einer Gruppe und versucht, mehr über sich und ihre Fähigkeiten herauszufinden.
Ari ist eine sehr tolle Hauptperson. Sie ist bereits im ersten Band über sich hinausgewachsen, doch hier hat sie es schon wieder geschafft. Anfangs ist sie ziemlich festgefahren in ihrer Meinung, doch im Verlauf des Buches ändert sich das und sie lernt, dass sie in sich, die Götter und ihre Fähigkeiten vertrauen muss, wenn sie etwas positives bewirken möchte. In diesem Band trifft man auf viele neue Nebencharaktere, doch Fiete, Nuomi und Inisha sind weiterhin treue Begleiter. Die Nebenfiguren sind unterschiedlich geprägt, je nach ihrem Wohnort und ihrer Art, was die Bewohner von Eya spannend und vielfältig macht. Fiete finde ich immer noch sehr toll und mittlerweile hat er sich mit seiner Art in mein Herz geschlichen. Außerdem mochte ich Beek sehr gerne, auch wenn er nur kurz an Aris Seite war. In diesem Band hat der Anführer der Heiligen Flamme einen größeren Auftritt. Desragul ist ebenfalls ein interessanter Charakter und ich bin gespannt, was man noch alles über ihn, seine Fähigkeiten und seine Ziele erfahren wird. Die Handlung ist überzeugend und es macht Spaß, Ari auf ihrer Reise zu begleiten. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Zweifelwesen zu helfen und die Heilige Flamme zu zerstören, doch beides gestaltet sich nicht als einfach. Aris Weg ist geprägt von Verlust, aber auch von Zusammenhalt und Hoffnung. Das Worldbuilding ist weiterhin unglaublich gut und spannend. Die Welt hat viel zu bieten und man kann sie sich aufgrund der Beschreibungen gut vorstellen. Der Autor weiß auf jeden Fall, wie man einer Welt Leben einhaucht. Auch die Magie spielt weiterhin eine große Rolle, vor allem die Musik. Das Verwandeln fällt Ari immer leichter, doch mittlerweile weiß sie sich auch mit der Musik zu helfen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und fesselnd. Man kann leicht in die Geschichte und die Welt eintauchen, und der Humor des Autors macht es einem leicht, an der Geschichte dranzubleiben. Das Cover der Geschichte finde ich ansprechend. Ich mag es, dass es recht schlicht ist, aber wegen dem Feuer und dem Eis dann doch recht auffällig ist. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der wissen möchte, wie es mit Aris Reise weitergeht und wie sie sich entwickelt. Das Worldbuilding, die Charaktere und die Magie sind ausschlaggebende Punkte, warum die Reihe so gelungen ist. Das Ende verspricht einen spannenden nächsten Teil und ich bin gespannt, wie es weitergehen wird.
Aris Reise geht direkt weiter und ich als Leser durfte sie erneut durch diese absolut fantastische Welt begleiten. Zum Glück gibt es anfangs Fiete sei Dank einen kurzen Rückblick, der mir das Wichtigste aus dem ersten Band nochmals in Erinnerung gerufen hat und natürlich somit direkt ein Wiederlesen des eigenwilligen Hamsters bot. Ich habe mich sehr gefreut, dass er gleich zu Beginn mit einsteigt und viel Raum bekommt, er ist einfach herrlich. Ari hat es anfangs nicht ganz so leicht, sie muss sich erst wieder zu sich selbst finden, nachdem sie sich zu lange verloren hatte. Der Fischer Beek hilft ihr dabei. Sein Charakter ist mir irgendwie ans Herz gewachsen, hat er es doch trotz allem Starrsinn und Eigenwilligkeit ebendieses am rechten Fleck. Die Reise geht gleich unerwartet weiter zu etwas schleimigeren Gestalten - gerade diese Einfälle und kreativen, etwas anderen Ideen gefallen mir an dieser Reihe besonders, diese welt ist immer für eine Überraschung gut. Ari kämpft mit ihren Fähigkeiten und muss weiter lernen. Ihr fällt das nicht so leicht und so empfand ich sie stellenweise als etwas anstrengend und zickig. Dafür ist mir diesmal Inisha näher gekommen, sie hat mich fasziniert und ich fand schön, dass ich ihre und Nuomis Figur näher kennenlernen durfte. Insgesamt finde ich alle Figuren richtig gut gezeichnet (auch die schleimigen;) und sie entwickeln sich stetig weiter. Ein paar neue Figuren dürfen die Truppe auch noch weiter begleiten und ich bin schon sehr gespannt, wo sie das nächste Abenteuer hinführt.