»Lassen Sie sich mit der Grenzfall-Serie auf die dunkle Seite der Alpen entführen. Allerfeinste Krimiunterhaltung!« Romy Fölck
Das Böse sprengt jede Grenze – der sechste Band der SPIEGEL-Bestseller-Serie um das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer
Bei Oberkommissarin Alexa Jahn steht das Telefon nicht mehr still. In der Grenzregion Karwendel sind in Folge heftiger Unwetter die Flüsse über die Ufer getreten, und die Wassermassen reißen alles mit sich. Zahlreiche Personen gelten bereits als vermisst, und es werden von Minute zu Minute mehr.
Auch auf österreichischer Seite wütet der Sturm, doch Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung im Dienst noch nicht wieder voll im Einsatz ist, versucht einen kühlen Kopf zu bewahren.
Als kurz darauf ein Toter in einer Schlucht gefunden wird, stellen die Einsatzkräfte fest, dass der Mann nicht ertrunken ist. Er wurde ermordet. Wer hat das Chaos ausgenutzt, um ihn zu töten?
Alexa Jahn nimmt trotz der kritischen Lage sofort die Ermittlungen auf. Und gerät dabei mitten in eine Tragödie ungeahnten Ausmaßes, die vor vielen Jahren ihren Anfang nahm.
Jeder Band der SPIEGEL-Bestsellerserie behandelt einen eigenständigen und abgeschlossenen Fall, alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.
Ach du liebe Zeit … das war GROßARTIG! Der wahrscheinlich spannendste Grenzfall bisher. Ich mag viele Erzählstränge bei denen man sich bis zum Schluss fragt wie das wohl alles zusammen hängen mag. Man hat schnell einige Vermutungen wer wohl welche Rolle spielt. Manchmal stellte sich das als Red Herring raus, aber das große Ganze bleibt dem Leser bis zum Schluss verborgen. Und das hab ich sehr gefeiert.
Ich hätte übrigens auch ein komplettes Buch über die Jugendlichen auf der Hütte gelesen - Story in Story... LOVE IT.
Der 6. Grenzfall „Ihr Grab in den Fluten“ war für mich das bisherige Highlight der Reihe. Anna Schneiders neues Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite in den Bann gezogen. Dies lag zu einem großen Teil an der sehr authentischen und dramatischen Beschreibung einer Flutkatastrophe, die man sich aufgrund von Nachrichtenbildern aus den letzten Jahren sehr gut und bildlich vorstellen konnte. Der Krimi besteht aus vielen kurzen Kapiteln, die zwischen unterschiedlichen Schauplätzen wechseln. In Alexa Jahns Einsatzgebiet sorgen extreme Regenfälle für Chaos und Verwüstung. Eine Gruppe Jugendliche sitzt in einer Hütte fest, ein namenloses Paar begibt sich auf eine Wanderung und eine ebenso namenlose Mutter schreibt Briefe an ihr Kind. In all diesen Handlungssträngen finden Gewalttaten statt. Doch wie und ob alles zusammenhängt, erschließt sich lange nicht. Es erscheint fast undenkbar, dass es einen roten Faden geben könnte und als dieser sich doch zu zeigen beginnt, ist das, was sich enthüllt so unfassbar und schockierend, dass man beim Lesen erstmal schlucken muss. Ich lese die „Grenzfall“ Reihe generell sehr gerne aber „Ihr Grab in den Fluten“ setzt wirklich nochmal eine Schippe drauf. Für mich war das ein ganz toller Spannungsroman, der zu keiner Zeit eine Länge hatte. Alle Perspektiven waren gleichspannend für mich und durch die Naturkatastrophe hatten die ohnehin schon schrecklichen Ereignisse noch einmal eine ganz andere Dringlichkeit. Auch die Zusammenarbeit von Alexa und Krammer hat mir diese Mal wieder gut gefallen und die Vater-Tochter Beziehung hat sich ein gutes Stück weiterentwickelt. Ebenso hat mir gut gefallen, dass sowohl die kurzen Kapitel aus Sicht der Mutter und eines Wanderers sehr zur mysteriösen Stimmung des Krimis beigetragen haben und man lange nicht einordnen konnte, was es damit auf sich hat. Die Geschichte war für mich völlig unvorhersehbar und vielschichtig und dadurch besonders fesselnd. Von mir gibt es 5 Sterne und eine große Leseempfehlung. Ich freue mich schon, wenn es nächstes Jahr mit einem neuen „Grenzfall“ weitergeht.
Es ist der mittlerweile sechste Fall für die deutsche Kommissarin Alexa Jahn und den östereichischen Chefinspektor Bernhard Krammer. Auch heute möchte ich nicht zu viele Worte zum Inhalt verlieren, denn das Cover und der Klappentext geben einen sehr schönen ersten Einblick, was den Leser erwartet. Wie gewohnt bilden Cover, Klappentext und Buch selbst eine Einheit:
Es gießt seit Tagen in Strömen, die Bäche und Flüsse treten über die Ufer, ganze Ortschaften sind überschwemmt, die Wassermassen reißen alles mit sich, egal ob es Häuser, Fahrzeuge oder Menschen. Die Weilheimer Kripo hat alle Hände voll zu tun: Vermisstenanzeigen häufen sich, alle verfügbaren Rettungskräfte sind im Einsatz und sowohl Strom und Kommunikation fallen aus. Auch Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet bis zur Erschöpfung und darüber hinaus; zu viele Menschen warten auf Unterstützung und Rettung. Und mitten drin fehlt unter den Vermissten jede Spur eines Wanderer-Pärchens. Aber auch ein Bauer ist abgängig. Alexa, die sich zunehmend hilflos fühlt, geht beiden Fällen nach. Auch gerade, weil eine Camperin Verstörendes zu berichten weiß.
Auch auf der österreichischen Seite in Innsbruck lässt das Wetter zu wünschen übrig, aber die Region bleibt vom Schlimmsten verschont. Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza Szabo werden jedoch von besorgten Eltern eines Geschwisterpaares, die mit ihren vier Freunden auf eine Hütte wollten um ihre Matura zu feiern, um Hilfe gebeten. Und entgegen der Vereinbarung, sich zu melden, haben die Eltern noch nichts in ihnen gehört.
Der Autorin gelingt es auf erschütternd-realistische Weise das Szenario der Naturkatastrophe, die unermüdliche Arbeit der Rettungskräfte und ihre Grenzen, aber auch ihre Hilflosigkeit greifbar zu beschreiben. Es sind Einzelschicksale, die bedrückend wirken. Der Leser wird mit menschlichen Abgründe konfrontiert, lange gehütete Geheimnisse treten an die Oberfläche.
Auch in Band 6 verwebt die Autorin wieder gekonnt verschiedene Handlungsstränge, Handlungsorte und Zeitebenen, die den Lesern mit Zwischeneinblenden aus der älteren und jüngeren Vergangenheit präsentiert werden. Gerade dieses Netz ist es auch, welches die Spannung über die gesamte Story auf einem kontinuierlichen Spannungsbogen hält.
Und wer die Reihe bereits kennt, weiß um ihre Verbindung zwischen Alexa und Bernhard Krammer, die wie gewohnt auf zwischenmenschlicher Ebene immer kurz eingeflochten wird und dabei auf sehr dezente Weise die doch sehr starke Charakterentwicklung der beiden Protagonisten zeigt. Einmal mehr macht die Autorin deutlich, dass sie genauso viel Sorgfalt auf die Psychologie der Figuren und ihrer Entwicklung wie auf die Entwicklung des Kriminalfalles legt. Ein Charakteristikum der "Grenzfall"-Reihe, welche sich sehr schätze.
Anna Schneiders Schreibstil ist mit ihren bildhaften Beschreibungen der Handlungsplätze, den authentisch dargestellten Charakteren und in diesem Fall auch der bedrückenden Rahmenereignisse einmal mehr sehr gut zu lesen.
Fazit
Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird mir von Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten wie es der Autorin gelungen ist neben unseren Protogonisten Raum und Fokus für die Helfer der verschiedenen Einsatzkräfte der im Buch thematisierten Naturkatastrophe zu schaffen. Und ihnen eine Stimme zu geben.
Vielen Dank an Anna Schneider für eine überaus komplexe Geschichte mit einer Vielzahl von einzelnen, aber dennoch miteinander verwobenen Erzählsträngen & sehr spannend geschriebenen Erzählperspektiven.
5⭐ - für den bisher komplexesten "Grenzfall", der nicht nur die ErmittlerInnen an die Grenze bringt, sondern den Leser mit menschlichen Abgründen und erschreckenden Einzelschicksalen konfrontiert.
Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung!
Ein kleiner Nachtrag: Heute Abend hatte ich die Gelegenheit, an der digitale Buchpremiere zum Buch teilzunehmen. Und ich möchte gern noch einen Aspekt ergänzen, den ich bisher selbst nicht richtig in Worte fassen konnte, den aber die Autorin durch eine Anmerkung von Sven (IG: @book_of_sven) zum Ausdruck gebracht. Anna Schneider hat auch für mich in diesem Band eine neue Stimme gewonnen ohne eines der diese Reihe auszeichnenden Elemente zu verlieren. Umso mehr bin ich nun neugierig darauf zu erfahren, was uns in Band 7 erwartet.
Vielen Dank an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar.
Ein heftiges Unwetter hat die deutsch-österreichische Grenzregion fest im Griff. Seit Tagen regnet es im Karwendel, Flüsse treten über die Ufer, Täler sind überschwemmt. Alexa Jahn und ihre Kollegen von der Kripo Weilheim haben alle Hände voll zu tun.
Chefinspektor Bernhard Krammer wird unterdessen in Österreich mit seiner Kollegin Rosa Zabo auf einen neuen Fall angesetzt: 6 Jugendliche sind trotz des Unwetters zu einer Fahrradtour in die Berge aufgebrochen und niemand weiß, wo sie sich befinden.
Als Alexa während der Suche nach Vermissten am Fuße einer Schlucht auf einen Toten stößt, der zweifelsohne ermordet wurde, treffen sich die Wege der deutschen und osterreichischen Ermittler. Gemeinsam stoßen sie auf eine ungeheuerliche Geschichte.
Meine Meinung:
Nachdem mir die vorherigen Teile der im deutsch-österreichischen Grenzgebiet spielenden Grenzfall-Reihe sehr gut gefallen haben, habe ich mich sehr auf diesen sechsten Band gefreut. Auch wenn die Vorgeschichte insbesondere für die Beziehung der Charaktere eine Rolle spielt, sind die Fälle in sich abgeschlossen und können daher auch problemlos unabhängig voneinander gelesen werden.
Die Protagonisten der Reihe, Alexa Jahn von der Kripo Weilheilm und Bernhard Krammer vom Innsbrucker Landeskriminalamt, sind mir bereits aus den vorherigen Büchern bekannt und sympathisch. Auch wenn ihre Beziehung nicht immer ganz leicht war, sind sie inzwischen ein gutes Team und unterstüutzen sich gegenseitig wo es geht. Es macht Spaß, sie und ihre jeweiligen Kollegen bei den Ermittlungen zu begleiten.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt angenehm zu lesen. Das Setting ist sehr gelungen, insbesondere die Beschreibungen der Örtlichkeiten, der Landschaft, aber auch des Unwetters und seine verheerenden Auswirkungen. Ein absolute Ausnahmezustand - nicht nur für alle Bewohner der Gegend sondern insbesondere auch für die sich im Dienst befindlichen oder auch freiwilligen Helfer, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Die Beschreibungen der Einsatzbereitschaft, aber auch die psychische und physische Belastungen, die die Autorin aufzeigt, und den Respekt, den die Autorin den Helfern in zollt, haben mir sehr gefallen - Hier merkt man finde ich sehr den Respekt der Autorin vor der Einsatzbereitschaft zollt.
Der Schreibstil der Autorin ist wie gewohnt angenehm zu lesen. Besonders gelungen ist das Setting - vorallem die Beschreibungen der Orte, der Landschaft, aber auch des Unwetters und seiner verheerenden Auswirkungen. Die Autorin zeichnet ein Bild eines absoluten Ausnahmezustands, nicht nur für die Bewohner der Region, sondern insbesondere auch für die Einsatzkräfte und freiwilligen Helfer, die rund um die Uhr im Einsatz sind und unter teils hohen psychischen und physischen Belastungen stehen. Da fehlt es natürlich gerade noch, dass Alexa mehr oder weniger über eine Leiche stolpert. Der Plot an sich hat mir gut gefallen, meiner Meinung nach gibt es aber zu viele Fälle, in denen Alexa und Krammer mit ihren jeweiligen Kollegen ermitteln, ohne dass sie am Ende in einem wirklichen Zusammenhang stehen. Gerade in der ersten Hälfte des Buches geht dies leider ein wenig zu Lasten der Spannung. Trotzdem hat mir insbesondere die zweite Häkfte des Buches gut gefallen inklusive der schockierenden Auflösung, die man sich als Leser zwar bereits nach und nach zusammenreimen kann, deren ganzes Ausmaß am Ende aber trotzdem fassungslos macht.
Fazit:
Gelungenes Setting, aber für mein Empfinden zu viele Fälle, in denen ermittelt wird, was in der 1. Hälfte etwas zu Lasten der Spannung geht. Trotzdem definitiv lesenswert, ich freu mich schon auf den nächsten Band der Reihe!
Buchmeinung zu Anna Schneider – »Ihr Grab in den Fluten«
»Ihr Grab in den Fluten« ist ein Kriminalroman von Anna Schneider, der 2026 bei Fischer erschienen ist. Dies ist der sechste Band der Grenzfall-Reihe um Oberkommissarin Alexa Jahn und Chefinspektor Bernhard Krammer.
Zum Autor: Schon als Kind liebte Anna Schneider Geschichten und lauschte im Wirtshaus ihrer Großmutter den Erzählungen der Gäste. Für ihre Thriller lässt sie sich gern im Alltag inspirieren. So auch für die »Grenzfall«-Serie: Eine Zeitungsmeldung über einen vermissten Wanderer in Lenggries im Tölzer Land brachte sie auf die Idee. Anna Schneider lebt mit ihrer Familie in der Nähe von München.
Zum Inhalt: Der Karwendel wird von einer Flutkatastrophe heimgesucht. Zudem entdecken Helfer einen Ermordeten in einer Schlucht. Auf österreichischer Seite wird eine Gruppe junger Erwachsener vermisst. Jahn und Krammer ermitteln.
Meine Meinung: Das Buchcover passt erneut sehr gut zu den Vorgängern und hat mir ausgezeichnet gefallen. Diesmal liegt der Fokus neben den Ermittlungen auf den Belastungen der Einsatz- und Rettungskräfte bei einer Naturkatastrophe. Alexa Jahn und ihr Kollege Huber leiten das Organisationszentrum, nehmen eingehende Meldungen auf, müssen diese priorisieren und die Arbeit der Rettungskräfte koordinieren. Nahezu alle Beteiligten müssen dabei über ihre Belastungsgrenze gehen. Wie gewohnt gibt es eine Reihe von Handlungssträngen, die parallel ablaufen. Meist wird die Geschichte aus der Sicht eines Ermittlers erzählt, aber auch Passagen aus Opfer- und Tätersicht oder anderer Beteiligter werden eingestreut. Ob ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Strängen besteht und welcher Art dieser ist, ist für Ermittler und Leser schwer zu erkennen. Während die Ereignisse in Österreich eher weniger spektakulär wirken, geht es in Deutschland sehr heftig zur Sache. Krammer, den Überprüfungen über die Grenze geführt haben, unterstützt Alexa Jahn bei ihrer Arbeit. Es gibt etliche überraschende Wendungen und die Spannung und das Grauen nimmt permanent zu. Gefallen hat mir insbesondere, dass nicht alle Stränge zu einem Fall gehören. Jahn und Krammer sind mit Ecken und Kanten gezeichnet und ihr Leben hat bei ihnen merkliche Spuren hinterlassen. Huber und Szabo sind etwas weniger intensiv gestaltet, bleiben aber interessante Figuren. Die Vater-Tochter-Beziehung zwischen Jahn und Krammer erlebt eine Annäherung und als Leser fallen mir die Ähnlichkeiten der Beiden auf. Sie entwickeln sich weiter und bringen neue Aspekte in die Handlung. Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und hat mich jederzeit mitgenommen. Die Spannung steigt zum Ende hin und entlädt sich in einem fulminanten Showdown. Der Titel ist beste Krimiunterhaltung, auch wenn es extrem düster zugeht und die Handlung voller Gewalt steckt.
Fazit: Dieser Kriminalroman überzeugt durch Spannung, Emotionen, Figurenzeichnung und eine komplexe Handlung. Deshalb bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (90 von 100 Punkten) und empfehle diesen Band wie die ganze Serie gerne weiter.
Infolge heftiger Unwetter sind Flüsse über die Ufer getreten, ganze Ortschaften sind überschwemmt, die Wassermassen reißen alles mit sich, egal ob es Häuser, Fahrzeuge oder Menschen sind. Bei der Weilheimer Kripo häufen sich die Vermisstenanzeigen, alle verfügbaren Rettungskräfte sind im Einsatz, auch die Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet bis zur Erschöpfung und darüber hinaus. Zu viele warten auf Rettung…
…so auch auf der österreichischen Seite. Roza Szabo schickt Chefinspektor Bernhard Krammer vom LKA Tirol nach Mühlau zu den besorgten Eltern eines Geschwisterpaares, die mit vier Freunden auf eine Hütte wollten und sie entgegen der Vereinbarung, sich zu melden, nichts mehr von sich hören lassen. Schon einen Tag vorher sind sie zeitig aufgebrochen – hat das Wetter auch ihnen übel mitgespielt?
Es ist der mittlerweile sechste Fall für Jahn und Krammer. Wer die Reihe von Anfang an kennt, weiß um ihre Verbindung, man kann aber durchaus zwischendurch zu einem Buch aus dieser Grenzfall-Serie greifen, denn jeder Fall ist in sich abgeschlossen, auch wird das Zwischenmenschliche immer kurz mit eingeflochten, was ich sehr schätze.
Wie es bei solch Naturkatastrophen üblich ist, sind sämtliche Rettungsorganisationen vor Ort, vom Roten Kreuz, dem THW, den Feuerwehren und Hubschraubereinsätzen bis hin zur Wasserwacht und der Bundeswehr und den vielen freiwilligen Helfern (welche auch in so einigen vorher genannten Organisationen zu finden sind) ist alles unermüdlich auf den Beinen und doch können nicht alle gerettet werden.
Anna Schneider beschreibt ein leider viel zu realistisches Szenario und mittendrin sind es ein Wanderpaar, von dem jede Spur fehlt. Gleich mal begegnen wir einer Frau im Wohnmobil, die sich in der Nähe eines höher gelegenen Hofes vor dem Unwetter in Sicherheit bringen wollte, sie aber draußen schier Unwirkliches beobachtet, das lange nicht einzuordnen ist. Dazwischen sind es Gedanken eines Unbekannten und auch die einer Frau, was erst dem Ende zu für Klarheit sorgt.
Es sind die Einzelschicksale, die fassungslos machen. Menschliche Abgründe tun sich auf, lange gehütete Geheimnisse drängen ans Licht und hätte es dieses Unwetter nicht gegeben, wäre vieles nicht entdeckt worden. Beim Lesen habe ich mich schon auch gefragt, wie und ob diese so unterschiedlich gelagerten Fälle zusammenhängen könnten. Und ja, sie haben miteinander zu tun, was sich allerdings erst dem Ende zu erschließt, auch wird der Titel dieses sechsten Grenzfall-Bandes deutlich, ich hätte dies nie und nimmer vermutet.
Auch in diesen sechsten Fall hat die Autorin viel hineingepackt, was zunächst viele Fragen aufwirft. Jahn und Krammer – beide sind sie geerdet, ihr Beruf ist ihnen Berufung. Ein von Anfang bis Ende spannender, kurzweiliger Krimi, den ich – einmal angefangen – nicht weglegen konnte.
Starkregen und heftige Winde führen in der Grenzregion zwischen Österreich und Deutschland dazu, dass eigentlich kleine Bäche über die Ufer treten oder Bäume umstürzen. Die deutsche Seite ist mehr betroffen. Kommissarin Alexa Jahn tut ihren Dienst in der Wache. Die Menschen beginnen anzurufen und Vermisste oder Hilfsbedürftige zu melden. Alexa wäre lieber draußen im Einsatz, aber auch der Telefondienst und die Organisation der Hilfsmaßnahmen ist wichtig. Die Lage verschlimmert sich zunächst. Als auch noch der Strom ausfällt, muss die Einsatzzentrale verlegt werden. Nach einem Hinweis findet Alexa einen Toten, der nicht dem Unwetter zum Opfer gefallen ist.
In diesem sechsten Fall sind Alexa Jahn und Bernhard Krammer Wetterunbilden ausgesetzt. Man möchte nicht mit ihnen tauschen. Besonders Alexas Einsatz ist schwierig und anstrengend. Sie fühlt sich für den Telefondienst in diesem Katastrophenfall nicht besonders gut geeignet. Allerdings muss sie einsehen, dass sie als Zugezogene, die noch nicht die eingehende Ortskenntnis der Einheimischen hat, wohl im Innendienst besser helfen kann. Bernhard sucht auf Österreichischer Seite nach ein paar jungen Erwachsenen, die nach dem Abitur eine kleine Auszeit in einer Hütte verbringen wollten und vom Wetter überrascht wurden. Als sich Alexas und Bernhards Wege schließlich kreuzen, kann das Vater-Tochter-Gespann endlich gemeinsam ermitteln.
Bei den Schilderungen des Unwetters und seiner Auswirkungen fällt einem sofort die Katastrophe im Ahrtal ein. Diese hat auch die Autorin beschäftigt und sie zu der Handlung ihres neuen Romans geführt. Auch das Cover gewährt einen Eindruck, wie es wohl aussehen mag, wenn aus einem Rinnsal plötzlich eine gefährliche Strömung entstehen kann.
Die Arbeit der Einsatzkräfte und Hilfsteams wird eindringlich geschildert, die Kräfte bringen vollen Einsatz teilweise über die Belastungsgrenze hinaus. Auch für Alexa Jahn ist der Einsatz nicht einfach. Sie nutzt eine Pause, um den Hinweisen einer jungen Frau nachzugehen, die gerettet wurde. Mit dem Toten, den sie findet, war nicht zu rechnen. Die folgenden Ermittlungen führen Alexa wieder mit ihrem Vater Bernhard Krammer zusammen, der bei der österreichischen Polizei arbeitet. Wenn die beiden Hand in Hand arbeiten können, laufen sie zu Höchstform auf. Je länger die Reihe nun läuft, desto mehr Normalität bildet sich zwischen Alexa und Bernhard heraus. Beruflich bilden sie ein klasse Team, auch wenn Bernhard immer noch unsicher ist, wie er seine Vaterrolle gut ausfüllen kann. Die Serie wird sehr schön getragen von diesem besonderen Team. Auch der Fall hat es in sich. Wenn man nach und nach erfährt, wie die Dinge zusammenhängen, kann man das Buch vor lauter Anspannung nicht mehr aus der Hand legen.
Katastrophale Unwetter, dramatische Entwicklungen und erschütternde Geheimnisse
In der Alpenregion herrscht der Ausnahmezustand. Seit Tagen gießt es in Strömen, Flüsse und Seen treten über und sorgen für extreme Überschwemmungen. Die Wassermassen reißen alles mit: Fahrzeuge, Häuser und Menschen. Alexa Jahn von der Kripo Weilheim ist schwer mit den Folgen des Unwetters beschäftigt. Personen werden vermisst und eine Camperin hat Besorgniserregendes zu berichten. Dann wird in einer Schlucht auch noch eine Leiche geborgen. Auf der österreichischen Seite sind die Schäden nicht ganz so verheerend wie auf der deutschen. Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza sind auf der Suche nach sechs jungen Leuten auf Radtour, die sich länger nicht bei ihren besorgten Eltern gemeldet haben. Ist ihnen etwas zugestoßen?
Die Geschichte wird meist abwechselnd aus Alexas und Bernhards Sicht erzählt. Autorin Anna Schneider schreibt angenehm leicht und klar verständlich, ihr Roman liest sich flüssig und lebendig.
Alexa Jahn beweist in diesem Band erneut, wie engagiert sie in ihrem Beruf ist. Sie arbeitet bis zu Erschöpfung. Ihr unermüdlicher Einsatz hat mich schwer beeindruckt. Auch Alexas Vater Bernhard Krammer bleibt an seinem aktuellen Fall kontinuierlich dran und gibt nicht auf, bis alles aufgelöst ist. Obwohl Vater und Tochter sich über weite Strecken nicht treffen, intensiviert sich die Beziehung der beiden erneut, ihre Verbindung wächst mit jedem Band mehr. Dass Verfasserin Anna Schneider viel Wert auf die Entwicklung ihrer Protagonisten legt, gefällt mir gut. Das zeichnet die Reihe für mich aus. Ich freue mich, beim Lesen immer mehr Facetten der Persönlichkeiten der beiden Protagonisten zu entdecken, fast so, als wäre ich selbst Teil der Geschichte. Auch Alexas Kollegen Florian Huber wird im Verlauf der Bücher immer sympathischer.
„Ihr Grab in den Fluten“ beschreibt anschaulich, was Naturkatastrophen für die Betroffenen wirklich bedeuten. Die eindringliche Schilderung lässt sicher niemanden kalt. Ich war entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung und das damit verbundene Leid. Auch die persönlichen Dramen innerhalb der verschiedenen Fälle der Polizei werden mitreißend und spannend dargestellt. Gerade gegen Ende war das Buch nur schwer wegzulegen. Für mich war die Auflösung insgesamt recht gut nachvollziehbar, aber nicht hundertprozentig schlüssig. So wurden mir manche Aspekte etwas zu hastig abgehandelt. Dennoch aber erneut eine lesenswerte, packende Fortsetzung der Krimireihe. Ich bin schon auf die weiteren Entwicklungen gespannt, die hier bereits angedeutet werden.
Den Naturgewalten ausgesetzStarke Unwetter halten die Grenzregion Karwendel in Atem. Zahlreiche Flüsse sind über die Ufer getreten und reißen alles mit sich. Es gibt etliche Vermisste. Auf der deutschen Seite hat Oberkommissarin Alexa Jahn schon jetzt alle Hände voll zu tun. Da wird in einer Schlucht noch ein weiterer Toter gefunden, der offensichtlich ermordet wurde. Auf der österreichischen Seite ist Chefinspektor Bernhard Krammer auf der Suche nach einer Gruppe Jugendlicher, die als vermisst gemeldet wurden. Mit „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“ legt Anna Schneider bereits den sechsten Band der Serie vor, der in der Grenzregion zwischen Deutschland und Österreich verortet ist. Da ich die vorherigen Bände alle gelesen habe war ich schnell mit den Figuren vertraut. Die Fälle sind übrigens in sich geschlossen und können auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Nur wem die Entwicklung und Beziehung der beiden Protagonisten wichtig ist, dem empfehle ich die chronologische Reihenfolge. Beides sind sehr sympathische Charaktere, bei denen man gerne bei den Ermittlungen dabei ist. Zu Beginn des Buches werden die Ausmaße der Flutkatastrophe sehr ausführlich und detailliert beschreiben und nehmen viel Raum ein. Man kann sich dadurch unheimlich gut in die Szenerie hineinversetzen und spürt nicht nur die Naturgewalten, sondern auch die Erschöpfung der Rettungskräfte, die an ihre Grenzen kommen. Die Perspektiven wechseln häufig zwischen den beiden Hauptfiguren und den verschiedenen Fällen, die von Alexa und Krammer verfolgt werden. Dies fand ich stellenweise etwas verwirrend, da auch gar nicht klar ist, ob die ganzen losen Fäden miteinander verbunden sind oder ob es sich um einzelne Fälle handelt. Dennoch ist das Buch sehr spannend geschrieben und der Erzählstil von Anna Schneider hat mich erneut überzeugt. Die Auflösung ist zwar logisch, wurde mir aber etwas zu schnell abgehandelt. Hier wäre es schön gewesen, den einen oder anderen Aspekt etwas mehr auszuleuchten. Insgesamt wieder ein gelungener Grenzfall, der viel Spannung und Unterhaltung bietet. Ein paar Dinge sind noch offengeblieben. Diese werden wohl im nächsten Band, der Januar 27 erscheinen wird, wieder aufgenommen. t
„Eiskalt, beklemmend, hochspannend – ein starker Grenzfall“ Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv auf, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Kälte, das schlammige Wasser und die bedrückende Enge des überfluteten Tals direkt vor mir zu sehen. Diese Atmosphäre ist so plastisch beschrieben, dass man fast selbst friert. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Besonders das deutsch-österreichische Ermittlerduo Jahn und Krammer — Tochter und Vater — hat mir sehr gefallen. Ihre Beziehung, ihr Vertrauen und die Art, wie sie zusammenarbeiten, geben dem Krimi eine besondere Tiefe. Dazu kommen die vielen einzelnen Geschichten, die Anna Schneider geschickt miteinander verwebt. Nichts wirkt zufällig, alles greift ineinander. Der Schauplatz selbst fühlt sich fast wie ein abgeschlossener Raum an: ein Tal, abgeschnitten vom Rest der Welt, voller Wasser, Chaos und Gefahr. Und mittendrin die Morde, die Opfer, die Erschöpfung der Retter, die bis an ihre Grenzen gehen. Das war stellenweise richtig gruselig — im besten Sinne. Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst Teil des Einsatzteams zu sein, so eindringlich waren die Szenen beschrieben. Das Sprichwort im Buch: „Bevor ich mich aufrege, ists mir lieber Wurst“ —gefiel mir und passte bei der Szene, insgesamt war es aber in diesem Fall eher ein nervöses Durchatmen angesichts der bedrückenden, beklemmenden Ereignisse, die so real wirkten, dass man fast selbst im Schlamm stand. Ja, es gab ein paar Längen, aber sie haben der Gesamtwirkung keinen Abbruch getan. Die Spannung bleibt hoch, die Atmosphäre dicht, und die emotionale Wucht der Ereignisse trägt den Roman mühelos über diese kleinen Schwächen hinweg. Für mich sind fünf Sterne absolut gerechtfertigt. Fazit: Ein intensiver, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren, beklemmender Kulisse und einer Handlung, die unter die Haut geht. Fünf Sterne für einen Grenzfall, der lange nachhallt.
Im Prolog geht es direkt zur Sache. Mysteriöse Umstände mit Angstschreien, seltsamem Lichteinfall in der Nacht, dazu kein Handyempfang inmitten von regnerischen Sturmböen, all das führt hin zu einer über Tage dauernden Naturkatastrophe rund um Weilheim, an die Überschwemmungssituation im Ahrtal erinnernd. In fünf spannenden Teilen übernimmt zunächst Oberkommissarin Alexa Jahn von der Kripo in Weilheim, im Katastrophengebiet ohne Strom und teilweise ohne Handyempfang die lange Liste vermisst gemeldeter Personen und die Betreuung von Geretteten, bis sie sich mit ihrem Hund erst später um den Verbleib von zwei Wanderern in einem abseits gelegenen Naturschutzgebiet und altem Dreiseithof kümmern kann nach deren eingegangenem Notruf. Kapitelweise alternierend bearbeitet derweil Alexas Vater, Chefinspektor Bernhard Krammer, vom LKA Tirol von Innsbruck aus den Verbleib von sechs jungen Leuten auf einer Berghütte, ebenso geplagt von herbstlichen Regenböen. Eingebunden in kursiver Schrift sind geheimnisvolle Briefe einer Mutter an ihre Tochter, die sukzessive eine über viele Jahre dauernde Tragödie offenbaren. Mehrere üble Kräfte im Verborgenen thematisieren die Vergewaltigung von Frauen. Während der Aufklärung des ersten Mordes finden sich Alexa und ihr Vater Bernhard Krammer schließlich im Naturschutzgebiet, entdecken verschiedenste Fußspuren und lüften dabei Familiengeheimnisse übler Art. Währenddessen sorgen auch die sechs jungen Leute auf der Hütte ohne Strom, ohne Handyempfang und schlechter Selbstversorgungslage für dynamische Kapriolen übelster Art. Die finale Ermittlungsauflösung an mehreren Schauplätzen gelingt schlüssig und nachvollziehbar. Die physische und psychische Belastung während eines solchen mehrtätigen Katastropheneinsatzes wird einfühlsam beschrieben. Ein großartiges Szenarium voller Spannung!
Auch der sechste Band der Reihe hat mich wieder voll in seinen Bann gezogen. Die Autorin versteht es erneut, die Spannung hochzuhalten und die Handlung mit einer beeindruckenden Dynamik voranzutreiben. Das Tempo ist stellenweise zwar sehr hoch, fast schon ein wenig zu viel – passt aber gleichzeitig hervorragend zur Dramatik der Ereignisse und trägt maßgeblich zur mitreißenden Atmosphäre bei.
Im Mittelpunkt steht ein vielschichtiger Fall: Während eine verheerende Naturkatastrophe über Weilheim hereinbricht und sämtliche Einsatzkräfte im Dauereinsatz sind, stößt Alexa auf eine Leiche – eindeutig Mord. Parallel dazu verfolgt man eine Gruppe Jugendlicher, die während eines Ausflugs von dem Unwetter überrascht werden und schließlich vermisst gemeldet werden. Über diese Spur wird auch Krammer in die Geschehnisse hineingezogen. Die verschiedenen Handlungsstränge laufen nach und nach zusammen und sorgen für reichlich Dynamik, auch wenn sie sehr dicht miteinander verwoben sind.
Inhaltlich greift die Autorin erneut schwere Themen auf, darunter die an das Ahrtal angelehnte Flutkatastrophe sowie Gewalt gegen Frauen. Besonders positiv fällt auf, dass diese Aspekte sensibel und respektvoll behandelt werden, ohne an Spannung einzubüßen. Hier zeigt sich die große Stärke der Autorin, ernste Themen mit einem packenden Krimiplot zu verbinden .
Auch die persönliche Entwicklung der Figuren – insbesondere zwischen Krammer und Alexa – wird weitergeführt und verleiht der Geschichte eine emotionale Tiefe, die den rasanten Plot sehr gut ergänzt.
Insgesamt ein sehr spannender, temporeicher Band, der hervorragend in die Reihe passt und Fans sicher überzeugen wird. Wer die Reihe noch nicht kennt, sollte idealerweise mit den vorherigen Teilen beginnen, um die Entwicklungen der Figuren vollständig nachvollziehen zu können.
Meinung: Diese Reihe begleitet mich seit dem ersten Band, und auch dieser Teil hat mich wieder vollkommen überzeugt. In der Grenzregion Karwendel treten nach heftigen Unwettern die Flüsse über die Ufer. Die Wassermassen reißen alles mit sich, immer mehr Menschen gelten als vermisst. Auch auf österreichischer Seite wütet der Sturm. Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung noch nicht wieder voll im Einsatz ist, versucht dennoch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Als ein Toter in einer Schlucht gefunden wird und sich herausstellt, dass er nicht ertrunken, sondern ermordet wurde, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Trotz der dramatischen Lage nimmt Alexa Jahn die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine Tragödie, deren Ursprung weit in der Vergangenheit liegt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders eindrucksvoll fand ich die Beschreibungen der Wassermassen, die Angst und Verzweiflung der Betroffenen waren für mich deutlich spürbar. Sehr realistisch wird gezeigt, wie zerstörerisch Naturgewalten sein können und welches Leid sie bei Opfern wie auch Helfern hinterlassen. Die Charaktere sind erneut hervorragend gezeichnet, und die verschiedenen Erzählstränge fügen sich am Ende stimmig zusammen. Die wechselnden Perspektiven sorgen für Tempo und zusätzliche Spannung. Besonders berührt hat mich die Geschichte der schreibenden Mutter vor allem die Kapitel mit „Meine geliebte Tochter“, die mich emotional sehr mitgenommen haben. Die Auflösung der Fälle hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Absolute Leseempfehlung
Mit „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“, dem sechsten Band zum deutsch-österreichischen Ermittlungsteam Alexa Jahn und Bernhard Kramer, liefert Anna Schneider erneut einen packenden Krimi. Um mitzukommen, muss man die vorgehenden Bände nicht gelesen haben.
Von der ersten Seite an zieht die Geschichte in ihren Bann. Während schwerer Unwetter und einer damit verbunden Flutkatastrophe werden nicht nur viele Menschen vermisst, es geschehen auch mehrere Mordfälle.
Die Flut erinnert sehr an die Flut im Ahrtal und Anna Schneider schreibt nicht nur einen spannenden Krimi, sondern sie zeigt auf, in welche psychischen und körperliche Ausnahmesituationen sowohl Betroffene als auch die Helfer kommen und wie hilflos der Mensch der Naturgewalt gegenübersteht. Man spürt die Zerrissenheit von Alexa. Sie muss den Überblick über alle eingehenden Notrufe behalten, möchte aber am liebsten selbst tätig werden und jedem einzelnen helfen. Auch das Thema Gewalt gegen Frauen kommt zur Sprache.
Erzählt werden im Krimi mehrere unterschiedliche Einzelfälle und Perspektiven. Man fragt sich als Leser, was diese miteinander zu tun haben und fiebert auf die Auflösung hin. Mir hat besonders gut die Verknüpfung von Spannung mit gesellschaftlichen Themen gefallen und wie gut die Autorin die entsprechende Stimmung bzw. Atmosphäre schafft.
Mein Fazit: Ein fesselnder Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon auf Band 7.
Bei diesem Kriminalroman handelt es sich um den 6. Teil der Grenzfall-Reihe. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und kann einzeln gelesen werden. Wer sich aber für diese Reihe interessiert, dem würde ich persönlich raten, die Reihe von Anfang an zu lesen. So lernt man die Charaktere und ihre Verbindungen besser kennen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd.
Die Story ist äusserst spannend. Die düstere Atmosphäre ist das gewisse Etwas.
Der Klappentext kling relativ harmlos, aber die Geschichte hat es in sich.
Die Flutkatastrophe hat mich sofort an die Katastrophe im Ahrtal erinnert. Es ist sehr eindringlich beschrieben, was Wassermassen anrichten können und wie viel Leid die Betroffenen und auch die Helfer dadurch erleiden.
Das Buch umfasst im Prinzip mehrere Fälle. Ob und wie diese mit dem gefundenen Opfer zusammenhängen ist äusserst spannend erzählt. Was habe ich mitgerätselt. Ganz besonders die Kapitel mit „Meine geliebte Tochter“ haben es mir angetan und mich an meine Grenzen gebracht. Ein furchtbares Schicksal.
Die Auflösungen der Fälle haben mir auch grossartig gefallen.
Rundherum ein grossartiger Kriminalroman und für mich schon ein erstes Highlight in diesem neuen Jahr.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
"Ihr Grab in den Fluten" ist der 6. Krimi der Grenzfall-Serie. Autorin Anna Schneider und ihre Reihe Grenzfall kannte ich schon und so habe ich mich sehr auf diesen neuen Fall gefreut. Die grenzübergreifenden Ermittlungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Team finde ich sehr interessant. Dieses Mal kamen zu den verschiedenen Fällen und Ermittlungen noch die extrem schwierigen äußeren Umstände hinzu, was diesem Krimi eine gewisse trübe, ja fast schon bedrohliche Note verleiht. Die sehr ausführlichen und immer wiederkehrenden Beschreibungen der Wetterverhältnisse und deren Auswirkungen auf die Menschen in den betroffenen Gebieten nimmt den Leser schon ganz schön mit. Am Ende ging es mir wie der Protagonistin Alexa und ich war froh in meiner Wohnung im Warmen und vom Wetter geschützt zu sein. Zu diesen extrem bedrohlichen äußeren Bedingungen haben es die verschiedenen Fälle diesmal auch in sich. Mich hat all dies zusammen sehr beschäftigt, es war ein sehr spannender, fast unheimlicher Krimi. Die packende Erzählweise der Autorin wird noch durch Passagen aus Sicht der Täter und Opfer verstärkt. Wer Lust auf extrem spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen hat, sollte diese Spiegel Bestsellerautorin unbedingt kennenlernen.
Obwohl der letzte Fall schon ein Jahr her war, war ich sofort wieder komplett drin bei der Geschichte und bei all den Charakteren. Besonders gefeiert habe ich die Zwischenkapitel aus der Sicht des Täters, die nämlich super spannend und extrem fesselnd waren. Auch die Kapitel aus der Perspektive der vermissten Jugendlichen waren richtig stark und haben nochmal Abwechslung reingebracht. Krammers Temperament liebe ich ja sowieso 😅 und dass er sich so intensiv um seine Tochter kümmert und sogar Nachforschungen zu ihrem Freund anstellt, fand ich richtig gut. Die Naturbeschreibungen rund um doe Katastrophe waren erneut ein Highlight. Die Atmosphäre war bedrückend und düster. Klar, es laufen viele Erzählstränge parallel, aber genau das macht es auch so spannend. Es gab noch Briefe von einer Mutter an ihr Kind, die auch super spannend zu lesen waren. An diesen Stellen war ich komplett überfordert wie diese in die Geschichte reinpassen. Bis zum Schluss hatte ich keinen richtigen Plan, wie alles zusammenhängt. Die Kapitel rund um die Clique mochte ich sehr, auch wenn ich Leles Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Das Ende war dann wild. Alles wurde schlüssig erklärt, aber es kam sehr viel auf einmal. Trotzdem war es richtig spannend und ich freu mich extrem auf den nächsten Teil!
Ach ja, mal wieder fange ich eine Reihe irgendwo zwischendurch an.😌 Bei "Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten" handelt es sich um den 6. Band der "Jahn und Krammer"-Reihe von Anna Schneider. Also habe ich nur 5 Bände nachzuholen. 🤭
Erstmal kurz zur Geschichte: In der Region Karwendel ist der Notstand durch Überflutungen ausgebrochen. Genau in diesem Chaos taucht eine Leiche auf, die ermordet wurde.
Die Atmosphäre einer Krise wird mega rübergebracht. Man fiebert mit den Helfern mit und sieht, was für ein Chaos dort herrscht. Auch die Ermittlungen werden sehr gut dargestellt. Genau das richtige Buch für alle Hobbyermittler.😁
Auch die Idee mit einer Überschwemmung finde ich grandios. Dazu die super authentischen Protagonisten, die sich perfekt in die Situation integrieren. Ich finde Jahn und Krammer als Ermittler-Duo echt klasse.
Spannung ist von Anfang an vorhanden. Was ich allerdings etwas schade fand, ist, dass der Fund der Leiche sich etwas zieht. Diese taucht erst bei etwa der Hälfte des Buches auf, und damit beginnt erst die Ermittlung des eigentlichen Falls.🤔
Trotzdem kann ich die Reihe getrost empfehlen, auch als Quereinsteiger.😁 Der Kriminalroman bekommt ganz klar eine Leseempfehlung
Die Fortsetzung der Grenzfall-Reihe ist absolut packend.
Alexa Jahn und Florian Huber werden im Katastrophengebiet eingesetzt. Starke Regenfälle überfluten die Umgebung. Alexa und Huber stehen unter großem Stress. Die Lage ist absolut chaotisch. Der Fund einer Leiche, die offensichtlich ermordet wurde, bringt eine dramatische Geschichte ans Licht.
Bernhard nimmt dieses Mal eine eher kleinere Rolle ein. Gemeinsam mit Roza ist er auf der Suche nach einigen vermissten Jugendlichen, die vor dem Sturm zu einer Wanderung aufgebrochen sind. Seine Ermittlungen führen nach Deutschland und bald steht er Alexa zur Seite.
Die Darstellung der Flutkatastrophe ist realistisch und eindringlich. Die Handlung schreitet schnell voran und ist abwechslungsreich. Ein Buch, das man kaum weglegen möchte. Das Privatleben von Alexa, Huber und Krammer spielt dieses Mal fast keine Rolle, so dass viel Spielraum für den nächsten Band bleibt.
Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen haben. Diese sind aber ebenso empfehlenswert.
Fesselnde Krimi-Unterhaltung. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil!
Die Gegend rund ums Karwendel wird von Unwettern heimgesucht und Alexa Jahn sowies alle Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun. Neben den ganzen Vermissten taucht in einer Schlucht plötzlich ein Toter auf. Schnell steht fest, dass es kein Unfall war. Während Alexa versucht, ihr ungutes Gefühl, dass einiges mehr zusammenhängt, als es scheint, führt eine Spur zu einem Fall auch ihren Vater Bernhard Krammer von Tirol ins Unwettergebiet…
Der sechste Fall der Grenzfall-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Einerseits sehr intensiv und andererseits aus meiner Sicht auch etwas anders als die vorherigen Bände. Durch den starken Fokus auf die Unwetter und der sehr gelungenen Umsetzung des Settings dazu, ergibt sich eine sehr düstere Stimmung. Der Kriminalfall an sich kommt vermeintlich fast zu kurz, allerdings hat sich für mich ein sehr stimmiges Bild ergeben, wie die Autorin geschickt beide Stränge ineinander verwebt. Spannung zum Mordfall kommt vor allem im letzten Drittel auf, davor erleben wir durchdachte Ermittlungsarbeit und Alexa und Krammer sind auch im sechsten Fall gewohnt charakterstark, man folgt den beiden beim Lesen sehr gern. Leseempfehlung von mir. 4,5*
Dieser Band der Reihe bietet erneut einen gut in Szene gesetzten Kriminalfall, der im deutsch-österreichischen Grenzgebiet spielt. Besonders gefallen hat mir die Atmosphäre, die durch die wechselnden Schauplätze in beiden Ländern entsteht. Die Handlung entwickelt sich stetig und bleibt bis zum Schluss spannend, ohne dabei unnötig überladen zu wirken. Im Mittelpunkt steht wieder das Ermittlerduo Alexa Jahn und Bernhard Krammer, deren Zusammenarbeit durch ihre familiäre Verbindung eine zusätzliche emotionale Ebene erhält. Sobald beide aufeinantreffen, wirkt die Dynamik glaubwürdig und sorgt für interessante Konflikte, ohne den Kriminalfall in den Hintergrund zu drängen. Gerade diese persönliche Mischung macht den Reiz der Charaktere aus. Der Fall selbst ist solide aufgebaut, mit einigen überraschenden Wendungen, die das Interesse aufrechterhalten. An manchen Stellen hätte das Tempo ruhig etwas straffer sein können. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich angenehm lesen. Das Buchcover passt gut zum Inhalt dieses Romanes. Insgesamt ein gelungener Krimi, der sowohl durch seine Figuren als auch durch das grenzübergreifende Setting überzeugt.
Zum Inhalt: Im Karwendelgebiet sind aufgrund von Unwetter chaotische Verhältnisse ausgebrochen, zahlreiche vermisste Personen sind es bereits jetzt. Dann wird ein Toter in einer Schlucht gefunden, der allerdings nicht ertrunken sondern ermordet wurde. Ermittlungen werden trotz der kritischen Lage aufgenommen und deckt eine Tragödie auf, die schon vor vielen Jahren begann. Meine Meinung: Diese Mischung aus der Wetterkatastrophe und dann auch noch Mordermittlungen, die sie völlig anders als erwartet entwickeln, hatte schon was. Wobei ich zwischendurch auch aufgrund der vielen Ereignisse immer mal wieder zurück lesen musste, weil einfach zu viel passierte und für mich dann zu durcheinander waren. Die Briefe warfen dann einen Blick auf eine menschliche Katastrophe, die fast nicht zu ertragen waren. Da man ja weiß, dass es solche Fälle tatsächlich immer mal wieder gab, ist der Schrecken darüber trotzdem nicht geringer. Ich fand den Roman spannend, mal ein wenig zu durcheinander, was aber sicherlich zu der Katastrophensituation passte, aber insgesamt gut. Fazit: Gute Unterhaltung
In Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten verbindet die Autorin packende Ermittlungsarbeit mit der bedrohlichen Kulisse extremer Naturgewalten. Nach schweren Unwettern in der Grenzregion zwischen Deutschland und Österreich stoßen die Ermittler auf einen Toten, dessen Tod weit mehr ist als ein tragischer Unfall. Während Hochwasser, Zeitdruck und persönliche Konflikte die Arbeit erschweren, entfaltet sich ein komplexer Kriminalfall mit düsteren Geheimnissen. Anna Schneider überzeugt mit atmosphärischem Schreibstil, glaubwürdigen Figuren und einem konstant hohen Spannungsniveau. Der Roman ist düster, emotional und gut strukturiert – ein starker Band der Grenzfall-Reihe, der Krimi-Fans bestens unterhält.
Sehr spannend, abwechslungsreich, mit gelungenem Spannungsaufbau und überzeugender Charakterarbeit. Leichte Abzüge nur, weil das Buch (wie der Großteil der Serie) nicht ideal als einziger Einstiegspunkt funktioniert, besser ist es, die Reihe in der Reihenfolge zu lesen.
Ich lese die Reihe sehr gerne, da mir das Zusammenspiel der beiden Inspektoren sehr gut gefällt und ich die Plots und Wendungen meist als raffiniert empfinde. Während einer verheerenden Unwetter- und Flutkatastrophe in der deutsch-österreichischen Grenzregion ermitteln Alexa Jahn und Bernhard Krammer in mehreren Vermissten- und Mordfällen. Auch dieses Mal sorgen mehrere Handlungsstränge und Perspektivwechsel für große Spannung und legen nach und nach dunkle Geheimnisse offen. Die zwei parallel verlaufenden Ermittlungen in Deutschland und Österreich machen den Krimi besonders kurzweilig. Die Katastrophenatmosphäre und das extreme Unwetter werden sehr spürbar und realistisch geschildert. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Alexa Jahn und Bernhard Krammer wirkt eingespielt, glaubwürdig und professionell. Es war wieder ein starker Band, und ich freue mich schon auf den nächsten.
Da ich schon die anderen Bücher der '' Grenzfall'' Reihe gelesen habe, war es für mich natürlich ein Muss auch diesen Teil zu lesen. Ich mag den Schreibstil der Autorin recht gerne, da sie sowohl flüssig als auch spannend schreibt. Die Protagonisten Alexa Jahn und Bernhard Krammer finde ich zwar nachvollziehbar aber nicht unbedingt sympathisch, wobei dies auch nicht dramatisch ist. Ich fand den Fall sehr interessant, da hier nach einem starkem Unwetter plötzlich eine Leiche auftaucht und sich natürlich die Frage stellt, wer sich das Chaos zu nutze gemacht hat. Ich finde an der Grenzfall Reihe besonders interessant, dass sie Grenzübergreifend zwischen Deutschland und Österreich spielt. Ich kann jedem der gerne Thriller die insbesondere im Deutschsprachigem Raum spielen liest '' Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten '' empfehlen.
A dark and atmospheric crime novel with a strong premise. The storm setting adds tension and urgency to the investigation, and the characters feel realistic and grounded. Some scenes are intense and a bit heavy, and parts of the story could have been tighter, but overall it’s a gripping read. 4 stars.
Oberkommissarin Alexa Jahn steht das Wasser bis zum Hals: starke Regenergüsse stürzen die Region in ein heftiges Unwetter, zahlreiche Personen werden vermisst und Häuser von den Fluten mitgerissen. Als wäre das nicht schon genug, wird auch noch ein Mordopfer gefunden. Die Zeit drängt und Alexa gräbt während der Ermittlung ein tragisches Geheimis aus...
Das Cover passt perfekt zur restlichen Reihe und greift Details der Geschichte auf, was ich immer toll finde.
Anna Schneiders Erzählstil ist flüssig und lebhaft, man kann sich die Gegend richtig gut vorstellen. Auch die Atmosphäre und die gefährliche Dringlichkeit werden gut rübergebracht und man fiebert mit den Charakteren mit. Der Prolog wirft einen mitten ins Geschehen und weckt die Neugierde auf die restliche Geschichte. Die verschiedenen Perspektiven sowie die kursiven Einschübe in Briefform lassen keinerlei Langeweile aufkommen und die meist kurzen Kapitel kreieren einen Sog, der einen immer weiterlesen lässt. Ebenfalls gelungen finde ich, dass Alexa nicht mehr so risikofreudig und leichtsinnig ist - ich kann unnötige, gefährliche Alleingänge nicht leiden. 😅 Der Fall ist äußerst spannend und es ist cool zu sehen, wie sich die Tiefen der Tragödie langsam vor einem ausbreiten und man alle Zusammenhänge erkennt.
Ich kann den bereits sechsten Teil der Grenzfall-Reihe nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten, der in einem Jahr erscheinen wird. 4,5 Sterne