»Lassen Sie sich mit der Grenzfall-Serie auf die dunkle Seite der Alpen entführen. Allerfeinste Krimiunterhaltung!« Romy Fölck
Das Böse sprengt jede Grenze – der sechste Band der SPIEGEL-Bestseller-Serie um das deutsch-österreichische Ermittlerteam Alexa Jahn und Bernhard Krammer
Bei Oberkommissarin Alexa Jahn steht das Telefon nicht mehr still. In der Grenzregion Karwendel sind in Folge heftiger Unwetter die Flüsse über die Ufer getreten, und die Wassermassen reißen alles mit sich. Zahlreiche Personen gelten bereits als vermisst, und es werden von Minute zu Minute mehr.
Auch auf österreichischer Seite wütet der Sturm, doch Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung im Dienst noch nicht wieder voll im Einsatz ist, versucht einen kühlen Kopf zu bewahren.
Als kurz darauf ein Toter in einer Schlucht gefunden wird, stellen die Einsatzkräfte fest, dass der Mann nicht ertrunken ist. Er wurde ermordet. Wer hat das Chaos ausgenutzt, um ihn zu töten?
Alexa Jahn nimmt trotz der kritischen Lage sofort die Ermittlungen auf. Und gerät dabei mitten in eine Tragödie ungeahnten Ausmaßes, die vor vielen Jahren ihren Anfang nahm.
Jeder Band der SPIEGEL-Bestsellerserie behandelt einen eigenständigen und abgeschlossenen Fall, alle Bände können unabhängig voneinander gelesen werden.
Ach du liebe Zeit … das war GROßARTIG! Der wahrscheinlich spannendste Grenzfall bisher. Ich mag viele Erzählstränge bei denen man sich bis zum Schluss fragt wie das wohl alles zusammen hängen mag. Man hat schnell einige Vermutungen wer wohl welche Rolle spielt. Manchmal stellte sich das als Red Herring raus, aber das große Ganze bleibt dem Leser bis zum Schluss verborgen. Und das hab ich sehr gefeiert.
Ich hätte übrigens auch ein komplettes Buch über die Jugendlichen auf der Hütte gelesen - Story in Story... LOVE IT.
Es ist der mittlerweile sechste Fall für die deutsche Kommissarin Alexa Jahn und den östereichischen Chefinspektor Bernhard Krammer. Auch heute möchte ich nicht zu viele Worte zum Inhalt verlieren, denn das Cover und der Klappentext geben einen sehr schönen ersten Einblick, was den Leser erwartet. Wie gewohnt bilden Cover, Klappentext und Buch selbst eine Einheit:
Es gießt seit Tagen in Strömen, die Bäche und Flüsse treten über die Ufer, ganze Ortschaften sind überschwemmt, die Wassermassen reißen alles mit sich, egal ob es Häuser, Fahrzeuge oder Menschen. Die Weilheimer Kripo hat alle Hände voll zu tun: Vermisstenanzeigen häufen sich, alle verfügbaren Rettungskräfte sind im Einsatz und sowohl Strom und Kommunikation fallen aus. Auch Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet bis zur Erschöpfung und darüber hinaus; zu viele Menschen warten auf Unterstützung und Rettung. Und mitten drin fehlt unter den Vermissten jede Spur eines Wanderer-Pärchens. Aber auch ein Bauer ist abgängig. Alexa, die sich zunehmend hilflos fühlt, geht beiden Fällen nach. Auch gerade, weil eine Camperin Verstörendes zu berichten weiß.
Auch auf der österreichischen Seite in Innsbruck lässt das Wetter zu wünschen übrig, aber die Region bleibt vom Schlimmsten verschont. Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza Szabo werden jedoch von besorgten Eltern eines Geschwisterpaares, die mit ihren vier Freunden auf eine Hütte wollten um ihre Matura zu feiern, um Hilfe gebeten. Und entgegen der Vereinbarung, sich zu melden, haben die Eltern noch nichts in ihnen gehört.
Der Autorin gelingt es auf erschütternd-realistische Weise das Szenario der Naturkatastrophe, die unermüdliche Arbeit der Rettungskräfte und ihre Grenzen, aber auch ihre Hilflosigkeit greifbar zu beschreiben. Es sind Einzelschicksale, die bedrückend wirken. Der Leser wird mit menschlichen Abgründe konfrontiert, lange gehütete Geheimnisse treten an die Oberfläche.
Auch in Band 6 verwebt die Autorin wieder gekonnt verschiedene Handlungsstränge, Handlungsorte und Zeitebenen, die den Lesern mit Zwischeneinblenden aus der älteren und jüngeren Vergangenheit präsentiert werden. Gerade dieses Netz ist es auch, welches die Spannung über die gesamte Story auf einem kontinuierlichen Spannungsbogen hält.
Und wer die Reihe bereits kennt, weiß um ihre Verbindung zwischen Alexa und Bernhard Krammer, die wie gewohnt auf zwischenmenschlicher Ebene immer kurz eingeflochten wird und dabei auf sehr dezente Weise die doch sehr starke Charakterentwicklung der beiden Protagonisten zeigt. Einmal mehr macht die Autorin deutlich, dass sie genauso viel Sorgfalt auf die Psychologie der Figuren und ihrer Entwicklung wie auf die Entwicklung des Kriminalfalles legt. Ein Charakteristikum der "Grenzfall"-Reihe, welche sich sehr schätze.
Anna Schneiders Schreibstil ist mit ihren bildhaften Beschreibungen der Handlungsplätze, den authentisch dargestellten Charakteren und in diesem Fall auch der bedrückenden Rahmenereignisse einmal mehr sehr gut zu lesen.
Fazit
Ganz besonders in Erinnerung bleiben wird mir von Grenzfall - Ihr Grab in den Fluten wie es der Autorin gelungen ist neben unseren Protogonisten Raum und Fokus für die Helfer der verschiedenen Einsatzkräfte der im Buch thematisierten Naturkatastrophe zu schaffen. Und ihnen eine Stimme zu geben.
Vielen Dank an Anna Schneider für eine überaus komplexe Geschichte mit einer Vielzahl von einzelnen, aber dennoch miteinander verwobenen Erzählsträngen & sehr spannend geschriebenen Erzählperspektiven.
5⭐ - für den bisher komplexesten "Grenzfall", der nicht nur die ErmittlerInnen an die Grenze bringt, sondern den Leser mit menschlichen Abgründen und erschreckenden Einzelschicksalen konfrontiert.
Sehr gern gebe ich eine Leseempfehlung!
Ein kleiner Nachtrag: Heute Abend hatte ich die Gelegenheit, an der digitale Buchpremiere zum Buch teilzunehmen. Und ich möchte gern noch einen Aspekt ergänzen, den ich bisher selbst nicht richtig in Worte fassen konnte, den aber die Autorin durch eine Anmerkung von Sven (IG: @book_of_sven) zum Ausdruck gebracht. Anna Schneider hat auch für mich in diesem Band eine neue Stimme gewonnen ohne eines der diese Reihe auszeichnenden Elemente zu verlieren. Umso mehr bin ich nun neugierig darauf zu erfahren, was uns in Band 7 erwartet.
Vielen Dank an den Verlag und die Autorin für das Rezensionsexemplar.
Infolge heftiger Unwetter sind Flüsse über die Ufer getreten, ganze Ortschaften sind überschwemmt, die Wassermassen reißen alles mit sich, egal ob es Häuser, Fahrzeuge oder Menschen sind. Bei der Weilheimer Kripo häufen sich die Vermisstenanzeigen, alle verfügbaren Rettungskräfte sind im Einsatz, auch die Oberkommissarin Alexa Jahn arbeitet bis zur Erschöpfung und darüber hinaus. Zu viele warten auf Rettung…
…so auch auf der österreichischen Seite. Roza Szabo schickt Chefinspektor Bernhard Krammer vom LKA Tirol nach Mühlau zu den besorgten Eltern eines Geschwisterpaares, die mit vier Freunden auf eine Hütte wollten und sie entgegen der Vereinbarung, sich zu melden, nichts mehr von sich hören lassen. Schon einen Tag vorher sind sie zeitig aufgebrochen – hat das Wetter auch ihnen übel mitgespielt?
Es ist der mittlerweile sechste Fall für Jahn und Krammer. Wer die Reihe von Anfang an kennt, weiß um ihre Verbindung, man kann aber durchaus zwischendurch zu einem Buch aus dieser Grenzfall-Serie greifen, denn jeder Fall ist in sich abgeschlossen, auch wird das Zwischenmenschliche immer kurz mit eingeflochten, was ich sehr schätze.
Wie es bei solch Naturkatastrophen üblich ist, sind sämtliche Rettungsorganisationen vor Ort, vom Roten Kreuz, dem THW, den Feuerwehren und Hubschraubereinsätzen bis hin zur Wasserwacht und der Bundeswehr und den vielen freiwilligen Helfern (welche auch in so einigen vorher genannten Organisationen zu finden sind) ist alles unermüdlich auf den Beinen und doch können nicht alle gerettet werden.
Anna Schneider beschreibt ein leider viel zu realistisches Szenario und mittendrin sind es ein Wanderpaar, von dem jede Spur fehlt. Gleich mal begegnen wir einer Frau im Wohnmobil, die sich in der Nähe eines höher gelegenen Hofes vor dem Unwetter in Sicherheit bringen wollte, sie aber draußen schier Unwirkliches beobachtet, das lange nicht einzuordnen ist. Dazwischen sind es Gedanken eines Unbekannten und auch die einer Frau, was erst dem Ende zu für Klarheit sorgt.
Es sind die Einzelschicksale, die fassungslos machen. Menschliche Abgründe tun sich auf, lange gehütete Geheimnisse drängen ans Licht und hätte es dieses Unwetter nicht gegeben, wäre vieles nicht entdeckt worden. Beim Lesen habe ich mich schon auch gefragt, wie und ob diese so unterschiedlich gelagerten Fälle zusammenhängen könnten. Und ja, sie haben miteinander zu tun, was sich allerdings erst dem Ende zu erschließt, auch wird der Titel dieses sechsten Grenzfall-Bandes deutlich, ich hätte dies nie und nimmer vermutet.
Auch in diesen sechsten Fall hat die Autorin viel hineingepackt, was zunächst viele Fragen aufwirft. Jahn und Krammer – beide sind sie geerdet, ihr Beruf ist ihnen Berufung. Ein von Anfang bis Ende spannender, kurzweiliger Krimi, den ich – einmal angefangen – nicht weglegen konnte.
Starkregen und heftige Winde führen in der Grenzregion zwischen Österreich und Deutschland dazu, dass eigentlich kleine Bäche über die Ufer treten oder Bäume umstürzen. Die deutsche Seite ist mehr betroffen. Kommissarin Alexa Jahn tut ihren Dienst in der Wache. Die Menschen beginnen anzurufen und Vermisste oder Hilfsbedürftige zu melden. Alexa wäre lieber draußen im Einsatz, aber auch der Telefondienst und die Organisation der Hilfsmaßnahmen ist wichtig. Die Lage verschlimmert sich zunächst. Als auch noch der Strom ausfällt, muss die Einsatzzentrale verlegt werden. Nach einem Hinweis findet Alexa einen Toten, der nicht dem Unwetter zum Opfer gefallen ist.
In diesem sechsten Fall sind Alexa Jahn und Bernhard Krammer Wetterunbilden ausgesetzt. Man möchte nicht mit ihnen tauschen. Besonders Alexas Einsatz ist schwierig und anstrengend. Sie fühlt sich für den Telefondienst in diesem Katastrophenfall nicht besonders gut geeignet. Allerdings muss sie einsehen, dass sie als Zugezogene, die noch nicht die eingehende Ortskenntnis der Einheimischen hat, wohl im Innendienst besser helfen kann. Bernhard sucht auf Österreichischer Seite nach ein paar jungen Erwachsenen, die nach dem Abitur eine kleine Auszeit in einer Hütte verbringen wollten und vom Wetter überrascht wurden. Als sich Alexas und Bernhards Wege schließlich kreuzen, kann das Vater-Tochter-Gespann endlich gemeinsam ermitteln.
Bei den Schilderungen des Unwetters und seiner Auswirkungen fällt einem sofort die Katastrophe im Ahrtal ein. Diese hat auch die Autorin beschäftigt und sie zu der Handlung ihres neuen Romans geführt. Auch das Cover gewährt einen Eindruck, wie es wohl aussehen mag, wenn aus einem Rinnsal plötzlich eine gefährliche Strömung entstehen kann.
Die Arbeit der Einsatzkräfte und Hilfsteams wird eindringlich geschildert, die Kräfte bringen vollen Einsatz teilweise über die Belastungsgrenze hinaus. Auch für Alexa Jahn ist der Einsatz nicht einfach. Sie nutzt eine Pause, um den Hinweisen einer jungen Frau nachzugehen, die gerettet wurde. Mit dem Toten, den sie findet, war nicht zu rechnen. Die folgenden Ermittlungen führen Alexa wieder mit ihrem Vater Bernhard Krammer zusammen, der bei der österreichischen Polizei arbeitet. Wenn die beiden Hand in Hand arbeiten können, laufen sie zu Höchstform auf. Je länger die Reihe nun läuft, desto mehr Normalität bildet sich zwischen Alexa und Bernhard heraus. Beruflich bilden sie ein klasse Team, auch wenn Bernhard immer noch unsicher ist, wie er seine Vaterrolle gut ausfüllen kann. Die Serie wird sehr schön getragen von diesem besonderen Team. Auch der Fall hat es in sich. Wenn man nach und nach erfährt, wie die Dinge zusammenhängen, kann man das Buch vor lauter Anspannung nicht mehr aus der Hand legen.
„Eiskalt, beklemmend, hochspannend – ein starker Grenzfall“ Grenzfall von Anna Schneider hat mich sofort gepackt. Das Cover ist auffällig und passt perfekt zur Reihe, aber vor allem der Inhalt hat mich beeindruckt. Die Spannung baut sich von Anfang an intensiv auf, und ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Kälte, das schlammige Wasser und die bedrückende Enge des überfluteten Tals direkt vor mir zu sehen. Diese Atmosphäre ist so plastisch beschrieben, dass man fast selbst friert. Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet. Besonders das deutsch-österreichische Ermittlerduo Jahn und Krammer — Tochter und Vater — hat mir sehr gefallen. Ihre Beziehung, ihr Vertrauen und die Art, wie sie zusammenarbeiten, geben dem Krimi eine besondere Tiefe. Dazu kommen die vielen einzelnen Geschichten, die Anna Schneider geschickt miteinander verwebt. Nichts wirkt zufällig, alles greift ineinander. Der Schauplatz selbst fühlt sich fast wie ein abgeschlossener Raum an: ein Tal, abgeschnitten vom Rest der Welt, voller Wasser, Chaos und Gefahr. Und mittendrin die Morde, die Opfer, die Erschöpfung der Retter, die bis an ihre Grenzen gehen. Das war stellenweise richtig gruselig — im besten Sinne. Manchmal hatte ich das Gefühl, selbst Teil des Einsatzteams zu sein, so eindringlich waren die Szenen beschrieben. Das Sprichwort im Buch: „Bevor ich mich aufrege, ists mir lieber Wurst“ —gefiel mir und passte bei der Szene, insgesamt war es aber in diesem Fall eher ein nervöses Durchatmen angesichts der bedrückenden, beklemmenden Ereignisse, die so real wirkten, dass man fast selbst im Schlamm stand. Ja, es gab ein paar Längen, aber sie haben der Gesamtwirkung keinen Abbruch getan. Die Spannung bleibt hoch, die Atmosphäre dicht, und die emotionale Wucht der Ereignisse trägt den Roman mühelos über diese kleinen Schwächen hinweg. Für mich sind fünf Sterne absolut gerechtfertigt. Fazit: Ein intensiver, atmosphärischer Krimi mit starken Figuren, beklemmender Kulisse und einer Handlung, die unter die Haut geht. Fünf Sterne für einen Grenzfall, der lange nachhallt.
Im Prolog geht es direkt zur Sache. Mysteriöse Umstände mit Angstschreien, seltsamem Lichteinfall in der Nacht, dazu kein Handyempfang inmitten von regnerischen Sturmböen, all das führt hin zu einer über Tage dauernden Naturkatastrophe rund um Weilheim, an die Überschwemmungssituation im Ahrtal erinnernd. In fünf spannenden Teilen übernimmt zunächst Oberkommissarin Alexa Jahn von der Kripo in Weilheim, im Katastrophengebiet ohne Strom und teilweise ohne Handyempfang die lange Liste vermisst gemeldeter Personen und die Betreuung von Geretteten, bis sie sich mit ihrem Hund erst später um den Verbleib von zwei Wanderern in einem abseits gelegenen Naturschutzgebiet und altem Dreiseithof kümmern kann nach deren eingegangenem Notruf. Kapitelweise alternierend bearbeitet derweil Alexas Vater, Chefinspektor Bernhard Krammer, vom LKA Tirol von Innsbruck aus den Verbleib von sechs jungen Leuten auf einer Berghütte, ebenso geplagt von herbstlichen Regenböen. Eingebunden in kursiver Schrift sind geheimnisvolle Briefe einer Mutter an ihre Tochter, die sukzessive eine über viele Jahre dauernde Tragödie offenbaren. Mehrere üble Kräfte im Verborgenen thematisieren die Vergewaltigung von Frauen. Während der Aufklärung des ersten Mordes finden sich Alexa und ihr Vater Bernhard Krammer schließlich im Naturschutzgebiet, entdecken verschiedenste Fußspuren und lüften dabei Familiengeheimnisse übler Art. Währenddessen sorgen auch die sechs jungen Leute auf der Hütte ohne Strom, ohne Handyempfang und schlechter Selbstversorgungslage für dynamische Kapriolen übelster Art. Die finale Ermittlungsauflösung an mehreren Schauplätzen gelingt schlüssig und nachvollziehbar. Die physische und psychische Belastung während eines solchen mehrtätigen Katastropheneinsatzes wird einfühlsam beschrieben. Ein großartiges Szenarium voller Spannung!
Meinung: Diese Reihe begleitet mich seit dem ersten Band, und auch dieser Teil hat mich wieder vollkommen überzeugt. In der Grenzregion Karwendel treten nach heftigen Unwettern die Flüsse über die Ufer. Die Wassermassen reißen alles mit sich, immer mehr Menschen gelten als vermisst. Auch auf österreichischer Seite wütet der Sturm. Chefinspektor Bernhard Krammer, der nach einer Verletzung noch nicht wieder voll im Einsatz ist, versucht dennoch, einen kühlen Kopf zu bewahren. Als ein Toter in einer Schlucht gefunden wird und sich herausstellt, dass er nicht ertrunken, sondern ermordet wurde, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Trotz der dramatischen Lage nimmt Alexa Jahn die Ermittlungen auf und stößt dabei auf eine Tragödie, deren Ursprung weit in der Vergangenheit liegt. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Die Spannung baut sich langsam, aber stetig auf und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Besonders eindrucksvoll fand ich die Beschreibungen der Wassermassen, die Angst und Verzweiflung der Betroffenen waren für mich deutlich spürbar. Sehr realistisch wird gezeigt, wie zerstörerisch Naturgewalten sein können und welches Leid sie bei Opfern wie auch Helfern hinterlassen. Die Charaktere sind erneut hervorragend gezeichnet, und die verschiedenen Erzählstränge fügen sich am Ende stimmig zusammen. Die wechselnden Perspektiven sorgen für Tempo und zusätzliche Spannung. Besonders berührt hat mich die Geschichte der schreibenden Mutter vor allem die Kapitel mit „Meine geliebte Tochter“, die mich emotional sehr mitgenommen haben. Die Auflösung der Fälle hat mir ebenfalls sehr gut gefallen. Absolute Leseempfehlung
Mit „Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten“, dem sechsten Band zum deutsch-österreichischen Ermittlungsteam Alexa Jahn und Bernhard Kramer, liefert Anna Schneider erneut einen packenden Krimi. Um mitzukommen, muss man die vorgehenden Bände nicht gelesen haben.
Von der ersten Seite an zieht die Geschichte in ihren Bann. Während schwerer Unwetter und einer damit verbunden Flutkatastrophe werden nicht nur viele Menschen vermisst, es geschehen auch mehrere Mordfälle.
Die Flut erinnert sehr an die Flut im Ahrtal und Anna Schneider schreibt nicht nur einen spannenden Krimi, sondern sie zeigt auf, in welche psychischen und körperliche Ausnahmesituationen sowohl Betroffene als auch die Helfer kommen und wie hilflos der Mensch der Naturgewalt gegenübersteht. Man spürt die Zerrissenheit von Alexa. Sie muss den Überblick über alle eingehenden Notrufe behalten, möchte aber am liebsten selbst tätig werden und jedem einzelnen helfen. Auch das Thema Gewalt gegen Frauen kommt zur Sprache.
Erzählt werden im Krimi mehrere unterschiedliche Einzelfälle und Perspektiven. Man fragt sich als Leser, was diese miteinander zu tun haben und fiebert auf die Auflösung hin. Mir hat besonders gut die Verknüpfung von Spannung mit gesellschaftlichen Themen gefallen und wie gut die Autorin die entsprechende Stimmung bzw. Atmosphäre schafft.
Mein Fazit: Ein fesselnder Krimi, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich freue mich schon auf Band 7.
Bei diesem Kriminalroman handelt es sich um den 6. Teil der Grenzfall-Reihe. Jeder Fall ist in sich abgeschlossen und kann einzeln gelesen werden. Wer sich aber für diese Reihe interessiert, dem würde ich persönlich raten, die Reihe von Anfang an zu lesen. So lernt man die Charaktere und ihre Verbindungen besser kennen.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr flüssig und fesselnd.
Die Story ist äusserst spannend. Die düstere Atmosphäre ist das gewisse Etwas.
Der Klappentext kling relativ harmlos, aber die Geschichte hat es in sich.
Die Flutkatastrophe hat mich sofort an die Katastrophe im Ahrtal erinnert. Es ist sehr eindringlich beschrieben, was Wassermassen anrichten können und wie viel Leid die Betroffenen und auch die Helfer dadurch erleiden.
Das Buch umfasst im Prinzip mehrere Fälle. Ob und wie diese mit dem gefundenen Opfer zusammenhängen ist äusserst spannend erzählt. Was habe ich mitgerätselt. Ganz besonders die Kapitel mit „Meine geliebte Tochter“ haben es mir angetan und mich an meine Grenzen gebracht. Ein furchtbares Schicksal.
Die Auflösungen der Fälle haben mir auch grossartig gefallen.
Rundherum ein grossartiger Kriminalroman und für mich schon ein erstes Highlight in diesem neuen Jahr.
Von mir gibt es 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
"Ihr Grab in den Fluten" ist der 6. Krimi der Grenzfall-Serie. Autorin Anna Schneider und ihre Reihe Grenzfall kannte ich schon und so habe ich mich sehr auf diesen neuen Fall gefreut. Die grenzübergreifenden Ermittlungen zwischen dem deutschen und dem österreichischen Team finde ich sehr interessant. Dieses Mal kamen zu den verschiedenen Fällen und Ermittlungen noch die extrem schwierigen äußeren Umstände hinzu, was diesem Krimi eine gewisse trübe, ja fast schon bedrohliche Note verleiht. Die sehr ausführlichen und immer wiederkehrenden Beschreibungen der Wetterverhältnisse und deren Auswirkungen auf die Menschen in den betroffenen Gebieten nimmt den Leser schon ganz schön mit. Am Ende ging es mir wie der Protagonistin Alexa und ich war froh in meiner Wohnung im Warmen und vom Wetter geschützt zu sein. Zu diesen extrem bedrohlichen äußeren Bedingungen haben es die verschiedenen Fälle diesmal auch in sich. Mich hat all dies zusammen sehr beschäftigt, es war ein sehr spannender, fast unheimlicher Krimi. Die packende Erzählweise der Autorin wird noch durch Passagen aus Sicht der Täter und Opfer verstärkt. Wer Lust auf extrem spannendes, kurzweiliges Lesevergnügen hat, sollte diese Spiegel Bestsellerautorin unbedingt kennenlernen.
Obwohl der letzte Fall schon ein Jahr her war, war ich sofort wieder komplett drin bei der Geschichte und bei all den Charakteren. Besonders gefeiert habe ich die Zwischenkapitel aus der Sicht des Täters, die nämlich super spannend und extrem fesselnd waren. Auch die Kapitel aus der Perspektive der vermissten Jugendlichen waren richtig stark und haben nochmal Abwechslung reingebracht. Krammers Temperament liebe ich ja sowieso 😅 und dass er sich so intensiv um seine Tochter kümmert und sogar Nachforschungen zu ihrem Freund anstellt, fand ich richtig gut. Die Naturbeschreibungen rund um doe Katastrophe waren erneut ein Highlight. Die Atmosphäre war bedrückend und düster. Klar, es laufen viele Erzählstränge parallel, aber genau das macht es auch so spannend. Es gab noch Briefe von einer Mutter an ihr Kind, die auch super spannend zu lesen waren. An diesen Stellen war ich komplett überfordert wie diese in die Geschichte reinpassen. Bis zum Schluss hatte ich keinen richtigen Plan, wie alles zusammenhängt. Die Kapitel rund um die Clique mochte ich sehr, auch wenn ich Leles Verhalten nicht ganz nachvollziehen konnte. Das Ende war dann wild. Alles wurde schlüssig erklärt, aber es kam sehr viel auf einmal. Trotzdem war es richtig spannend und ich freu mich extrem auf den nächsten Teil!
Die Fortsetzung der Grenzfall-Reihe ist absolut packend.
Alexa Jahn und Florian Huber werden im Katastrophengebiet eingesetzt. Starke Regenfälle überfluten die Umgebung. Alexa und Huber stehen unter großem Stress. Die Lage ist absolut chaotisch. Der Fund einer Leiche, die offensichtlich ermordet wurde, bringt eine dramatische Geschichte ans Licht.
Bernhard nimmt dieses Mal eine eher kleinere Rolle ein. Gemeinsam mit Roza ist er auf der Suche nach einigen vermissten Jugendlichen, die vor dem Sturm zu einer Wanderung aufgebrochen sind. Seine Ermittlungen führen nach Deutschland und bald steht er Alexa zur Seite.
Die Darstellung der Flutkatastrophe ist realistisch und eindringlich. Die Handlung schreitet schnell voran und ist abwechslungsreich. Ein Buch, das man kaum weglegen möchte. Das Privatleben von Alexa, Huber und Krammer spielt dieses Mal fast keine Rolle, so dass viel Spielraum für den nächsten Band bleibt.
Die vorherigen Bücher muss man zum Verständnis nicht gelesen haben. Diese sind aber ebenso empfehlenswert.
Fesselnde Krimi-Unterhaltung. Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Teil!
Die Gegend rund ums Karwendel wird von Unwettern heimgesucht und Alexa Jahn sowies alle Einsatzkräfte haben alle Hände voll zu tun. Neben den ganzen Vermissten taucht in einer Schlucht plötzlich ein Toter auf. Schnell steht fest, dass es kein Unfall war. Während Alexa versucht, ihr ungutes Gefühl, dass einiges mehr zusammenhängt, als es scheint, führt eine Spur zu einem Fall auch ihren Vater Bernhard Krammer von Tirol ins Unwettergebiet…
Der sechste Fall der Grenzfall-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Einerseits sehr intensiv und andererseits aus meiner Sicht auch etwas anders als die vorherigen Bände. Durch den starken Fokus auf die Unwetter und der sehr gelungenen Umsetzung des Settings dazu, ergibt sich eine sehr düstere Stimmung. Der Kriminalfall an sich kommt vermeintlich fast zu kurz, allerdings hat sich für mich ein sehr stimmiges Bild ergeben, wie die Autorin geschickt beide Stränge ineinander verwebt. Spannung zum Mordfall kommt vor allem im letzten Drittel auf, davor erleben wir durchdachte Ermittlungsarbeit und Alexa und Krammer sind auch im sechsten Fall gewohnt charakterstark, man folgt den beiden beim Lesen sehr gern. Leseempfehlung von mir. 4,5*
Zum Inhalt: Im Karwendelgebiet sind aufgrund von Unwetter chaotische Verhältnisse ausgebrochen, zahlreiche vermisste Personen sind es bereits jetzt. Dann wird ein Toter in einer Schlucht gefunden, der allerdings nicht ertrunken sondern ermordet wurde. Ermittlungen werden trotz der kritischen Lage aufgenommen und deckt eine Tragödie auf, die schon vor vielen Jahren begann. Meine Meinung: Diese Mischung aus der Wetterkatastrophe und dann auch noch Mordermittlungen, die sie völlig anders als erwartet entwickeln, hatte schon was. Wobei ich zwischendurch auch aufgrund der vielen Ereignisse immer mal wieder zurück lesen musste, weil einfach zu viel passierte und für mich dann zu durcheinander waren. Die Briefe warfen dann einen Blick auf eine menschliche Katastrophe, die fast nicht zu ertragen waren. Da man ja weiß, dass es solche Fälle tatsächlich immer mal wieder gab, ist der Schrecken darüber trotzdem nicht geringer. Ich fand den Roman spannend, mal ein wenig zu durcheinander, was aber sicherlich zu der Katastrophensituation passte, aber insgesamt gut. Fazit: Gute Unterhaltung
A dark and atmospheric crime novel with a strong premise. The storm setting adds tension and urgency to the investigation, and the characters feel realistic and grounded. Some scenes are intense and a bit heavy, and parts of the story could have been tighter, but overall it’s a gripping read. 4 stars.
Oberkommissarin Alexa Jahn steht das Wasser bis zum Hals: starke Regenergüsse stürzen die Region in ein heftiges Unwetter, zahlreiche Personen werden vermisst und Häuser von den Fluten mitgerissen. Als wäre das nicht schon genug, wird auch noch ein Mordopfer gefunden. Die Zeit drängt und Alexa gräbt während der Ermittlung ein tragisches Geheimis aus...
Das Cover passt perfekt zur restlichen Reihe und greift Details der Geschichte auf, was ich immer toll finde.
Anna Schneiders Erzählstil ist flüssig und lebhaft, man kann sich die Gegend richtig gut vorstellen. Auch die Atmosphäre und die gefährliche Dringlichkeit werden gut rübergebracht und man fiebert mit den Charakteren mit. Der Prolog wirft einen mitten ins Geschehen und weckt die Neugierde auf die restliche Geschichte. Die verschiedenen Perspektiven sowie die kursiven Einschübe in Briefform lassen keinerlei Langeweile aufkommen und die meist kurzen Kapitel kreieren einen Sog, der einen immer weiterlesen lässt. Ebenfalls gelungen finde ich, dass Alexa nicht mehr so risikofreudig und leichtsinnig ist - ich kann unnötige, gefährliche Alleingänge nicht leiden. 😅 Der Fall ist äußerst spannend und es ist cool zu sehen, wie sich die Tiefen der Tragödie langsam vor einem ausbreiten und man alle Zusammenhänge erkennt.
Ich kann den bereits sechsten Teil der Grenzfall-Reihe nur empfehlen und freue mich schon auf den nächsten, der in einem Jahr erscheinen wird. 4,5 Sterne