Eine junge Studentin, gefangen in einem Käfig. Und ein Spiel mit einer tödlichen Deadline ...
Ein Tag im Winter, kurz vor Mitternacht. Laura Gehler ist mit ihrem Trekkingrad im tiefverschneiten Wald unterwegs. Wie aus dem Nichts taucht hinter ihr ein SUV auf. Der Fahrer drängt sie vom Weg ab und überwältigt sie. Stunden später erwacht sie in einem Käfig aus Plexiglas. Zwischen Laura und ihrem Entführer beginnt ein tödliches Sie muss das Rätsel des Käfigs lösen – sonst wird sie sterben.Lauras Mutter bekommt zeitgleich eine unheimliche eine Barbiepuppe mit Sterbedatum. Kommissar Lukas Johannsen erkennt darin die Handschrift eines nie gefassten Mörders. Soll Laura sein nächstes Opfer werden? Lukas macht sich bereit, in der Winterkälte ein Phantom zu jagen ...
Nervenzerreißendes und zutiefst abgründiges Kopfkino – Quentin Peck mischt den deutschen Psychothriller gehörig auf!
Sehr szenischer Thriller, der vor allem davon lebt, dass am Ende die Opfer/Täter-Rollen völlig fließend sind. Dazu kommt eine sehr gut erzählte Story. Absolute Empfehlung.
Das Cover von Minus 22 Grad hat mich direkt angesprochen, da es einen düsteren Psychothriller verspricht, bei der die Kälte eine große Rolle spielt.
Die Protagonistin Laura Gehler wird bei einer ihrer regelmäßigen Trekkingradtouren von einem Unbekannten mit dem Auto gerammt und entführt. Sie findet sich in einem Raum aus Plexiglas wieder und muss herausfinden, warum sie sich in dieser Situation befindet. Ein Spiel gegen die Zeit beginnt…
Am Anfang fande ich das Buch mega spannend und auch der Plot ist interessant. Die Geschichte erzählt einmal aus Lauras Perspektive, aus der Perspektive des Kommissars, der in Lauras Fall ermittelt und aus der Sicht von einer Frau namens Ariane. Mit Ariane kann man als Leser:in zuerst einmal nicht viel anfangen und man fragt sich, was sie mit Lauras Fall überhaupt zu tun hat. Mir haben gerade ihre Kapitel leider etwas die Spannung genommen und ich hatte auch schon recht früh einen Verdacht, wie alles zusammenhängt. Ein Pageturner war das Buch daher für mich nicht und gerade das Ende war für mich auch ein bisschen an den Haaren herbeigezogen.
Die Charaktere blieben zum Großteil recht blass dargestellt. Ich konnte Lauras Vergangenheit nicht richtig greifen, Ariane war für mich eine größtenteils seltsame, ältere Frau und auch der Kommissar war ohne Gründe etwas zu sehr ambitioniert. Lauras Mutter war für mich hingegen ein sehr greifbarer und realer Charakter, da sie eine typische Politikerin mit Einfluss auf ihr ganzes Umfeld darstellen sollte.
Minus 22 Grad kann man gerne als spannendem Winterbuch eine Chance geben, einen nervenaufreibenden Pagerturner darf man hier aber nicht erwarten.
Ich war schon auf den ersten Seiten gefesselt von der Handlung und auch dem Schreibstil. Ich begleite Laura Gehler auf ihrem Trekkingrad und werde Zeuge, wie sie vom Weg abgedrängt wird und dann in einem Käfig aus Plexiglas erwacht. Ein absolute Horrorvorstellung. Der Entführer gibt sich nicht zu erkennen und Laura muss das Rätsel des Käfigs lösen, zu überleben. Das ist genau so spannend geschrieben wie es klingt!
Gleichzeitig unterstützt Kriminalkommissar Lukas Johannsen Lauras Mutter Imke, eine bekannte Politikerin und dominante Frau, bei der Suche nach ihrer Tochter. Als Lauras Mutter eine Barbiepuppe erhält, erinnert das Johannsen an einen nie gelösten Fall und er will nicht noch einmal scheitern. Der Wettlauf mit der Zeit wird sehr eindrucksvoll geschildert, dazu sorgt nicht nur die winterliche Kälte für Gänsehaut. Zwischendurch lese ich Audiofiles und ich habe keine Ahnung, wer diese aufgenommen hat.
Ein weiterer Erzählstrang ist Ariane gewidmet, eine kluge und ebenfalls starke Frau. Sie mag ich auf Anhieb. „Sie hatte keine Angst vor Gewissheiten, nur vor dem Unbestimmten“ ist einer meiner Lieblingssätze und beschreiben sie sehr gut. Der Schreibstil ist sehr poetisch und richtig gut für einen Thriller, wo ja oft mehr Wert auf Spannung als auf Schreibstil gelegt wird. Hier entsteht die Spannung durch die düstere und außergewöhnliche Atmosphäre und immer wiederkehrende mysteriöse Hinweise oder Andeutungen.
Lukas finde ich anfangs etwas farblos, aber er entwickelt sich im Laufe der Geschichte weiter. Er drängt sich nicht in den Vordergrund, da stehen Laura und auch Ariane zusammen mit ihrem Raben Hugo, der mein Liebling geworden ist.
Zum Ende hin löst sich alles auf, es ist stimmig und auch emotional. Selbst der Titel ist absolut passend. Ich bin sehr beeindruckt, selten bin ich am Ende so zwiegespalten, weil ich große Sympathien für den Täter empfinde. Tolles Buch und ich möchte auf jeden Fall auch den nächsten Teil lesen!
Nach den vielen positiven Rezensionen wollte ich "Minus 22 Grad" von Quentin Peck unbedingt lesen. Die Story klang total gut und der Einstieg war auch echt sehr vielversprechend und spannend. 👀
Los geht die Story mit der Entführung von Laura Gehler, was mir gut gefallen hat, da so direkt Fahrt aufkommt und man im Geschehen ist. Der Schreibstil ist flüssig und atmosphärisch und das winterliche Setting wird sehr bildlich beschrieben. ❄️
Leider hat das Tempo dann aber sehr schnell abgenommen. Zum einen passiert kaum etwas, das die Handlung vorantreibt. Zum anderen haben die verschiedenen Storylines und Erzählperspektiven dazu beigetragen, dass die Geschichte für mich sehr langatmig war und die meiste Zeit keine Spannung mehr aufgekommen ist.
Hinzu kommt, dass mir keiner der Charaktere auch nur ansatzweise sympathisch war – noch nicht einmal Laura als Entführungsopfer. Je mehr ich über sie und ihre Vergangenheit erfahren habe, desto weniger mochte ich sie. Generell empfand ich die Charaktere allesamt als sehr seltsam und karikiert dargestellt, weshalb ich auch nicht mit ihnen warm wurde.
Insgesamt konnte mich "Minus 22 Grad" damit leider nicht überzeugen, da mir Tempo, Spannung und greifbare Charaktere gefehlt haben. Die Zusammenführung der Storylines und die Auflösung fand ich klug und gut gemacht, allerdings war der Weg dorthin sehr lang(atmig).
Schöner Psychothriller, der am Anfang ein wenig braucht, bis er spannend wird und erstmal ein bisschen verwirrend ist, weil viele Geschichten parallel erzählt werden, die erstmal nicht scheinen zusammen zu passen. Dann wird es aber echt spanned und das Ende ist sehr schön geschrieben und bringt die Geschichte vollständig und sehr zufriedenstellend zu Ende. Leseempfehlung!
Als in einer kalten Winternacht Politikerinnentochter Laura Gehlert mit ihrem Trekkingrad unterwegs ist, ahnt sie noch nicht, wie diese Nacht für sie enden wird. Denn auf einer einsamen Straße wird sie von einem Auto gerammt und entführt. Als sie wieder zu sich kommt, muss sie feststellen, dass sie sich in einem Raum aus Plexiglas befindet. Doch es kommt noch schlimmer, denn Laura muss herausfinden, warum sie gefangen genommen wurde, kommt sie nicht auf die Lösung, muss sie sterben. Als auch Lauras Mutter eine Drohung erhält, nämlich eine Barbiepuppe, die ein Sterbedatum mit sich bringt, liegt alles an Kommissar Lukas Johannsen, denn gelingt es diesem nicht, dass Rätsel zu lösen, muss Laura sterben. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt. Ich bin durch eine Sendung im Radio auf diesen Thriller aufmerksam geworden und war sehr neugierig. Der Name des Autors sagte mir zunächst nichts und ich dachte, hier ein Debüt in den Händen zu halten, doch mit Blick auf das Foto wurde mir schnell klar, dass Herr Quentin Peck bereits Erfahrungen als Autor hatte, denn seine vorherige Reihe schrieb er noch unter einem anderen Namen, Oliver Ménard, und diese fand ich damals absolut fesselnd. Dieser Psychothriller beginnt mit einem richtigen Knaller und weiß schnell an das Buch zu fesseln. Der Schreibstil ist klar und flüssig und wie ich es von diesem Autor kannte, auch sehr bildgewaltig. Doch nach diesem wirklich starken Einstieg geht es erstmal viel ruhiger weiter. Aus mehreren Blickwinkeln erleben wir die Handlung. Da wäre zum einen die entführte Laura, dann den Ermittler Johannsen und letzten Endes eine dritte Person namens Ariane, die ein sehr abgeschottetes Leben führt. Was mir gut gefallen hat, sind die kurzen Kapitel, die förmlich dazu einladen, immer noch ein Kapitel mehr zu lesen. Was mir ein wenig gefehlt hat, sind Spannung und Tempo. Außerdem hatte ich so meine Probleme mit der Perspektive der entführten Laura. Gerade auch unter dem Aspekt des Psychothrillers hätte ich mir hier mehr gewünscht, mit der jungen Frau mitfühlen zu können. Ihre Ängste und den Horror in diesem Plexiglaskäfig konnte ich aber nur ansatzweise nachempfinden. Dafür gefiel mir die Perspektive der mysteriösen Ariane, die in einem abgelegenen Haus an einem See ganz alleine lebt. Das mit dieser Frau irgendetwas nicht stimmt, spürt man und während des Lesens habe ich permanent versucht zwischen ihr und der entführten Laura eine Verbindung herzustellen. Doch all diese Perspektiven bleiben auch über längere Zeiträume lose Fäden, die erst ab einem bestimmten Zeitpunkt wirklich Sinn ergeben. Die Charaktere dieses Buches bleiben recht überschaubar. Im Mittelpunkt stehen die Charaktere deren Perspektiven wir miterleben. Es gibt aber auch den ein oder anderen spannenden Nebencharakter, der für passende Plottwists sorgt. Über die Protagonisten möchte tatsächlich nicht so viel hier verraten, sie sind auf jeden Fall sehr authentisch gezeichnet und wecken sehr widersprüchliche Gefühle im Leser, die aber meiner Meinung nach genau so auch gewollt sind. Mein Fazit: Minus 22 Grad macht neugierig und ist im Ansatz absolut interessant und vor allem durch die Charaktere auch sehr authentisch. Ich blieb hier allerdings ein Beobachter, der sich vor allem nur wenig in das Entführungsopfer einfühlen konnte. Mit etwas Abstand zum Buch glaube ich allerdings, dass das vom Autor sehr wohl so gewollt wurde. Letzten Endes bleibe ich ein wenig hin- und hergerissen zurück, denn auch wenn es nicht schlecht war, so blieb es, gerade auch was die Spannung betrifft, hinter meinen Erwartungen.
Da dachte ich mir doch noch vor kurzem, dass ich von einem bestimmten Autor schon lange keinen neuen Thriller mehr gelesen habe. Und prompt kommt mir das Foto von Quentin Peck bei der Lovelybooks Leserunde sehr bekannt vor. Ich habe mich deshalb sehr gefreut, dass der Autor unter einem neuen Pseudonym und bei einem neuen Verlag seinen neuen Thriller "Minus 22 Grad" veröffentlicht hat.
Laura Gehler, eine Fotografie-Studentin, ist mit ihrem Rennrad unterwegs - trotz klirrender Kälte und spät abends - als sie gezielt von einem Auto verfolgt, gerammt und anschließend entführt wird. Sie erwacht in einem Plexiglaskäfig und soll das Rätsel lösen, warum sie entführt wurde - sonst droht ihr der Tod. Laura hat nur wenige Tage Zeit um herauszufinden, dass der Grund ihrer Entführung in einer alten Schuld aus ihrer Vergangenheit liegt. Doch wem hat sie so derart geschadet?
Ihre Mutter, eine erfolgreiche Politikerin, erhält nach einigen Tagen eine Barbiepuppe mit den Sterbedaten ihrer Tochter, Kommissar Lukas Johannsen erkennt darin eine Ähnlichkeit zu einem alten Fall, dem des Puppenmörders, den er in der Vergangenheit nicht abschließen konnte. In einem weiteren Handlungsstrang lernen wir Ariane kennen, eine Zoologin, die sich nach dem Tod ihres Mannes in ein einsames Häuschen am Waldrand zurückgezogen hat. Dort trifft sie auf Tom, der beim Eislaufen am nahen Teich im Eis einbricht und dem sie das Leben rettet.
Man ist von Beginn an direkt mitten in der Geschichte. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven in kurzen und knappen Sätzen. Dies verwirrt zu Beginn etwas, denn man erkennt keinen Zusammenhang zwischen den einzelnen Handlungssträngen, denn Quentin Peck hat seinen Plot raffiniert aufgebaut.
Der Autor ist seinem Schreibstil treu geblieben, der temporeich und knackig ist. Man erkennt auch, dass er als Fernsehjournalist und -produzent arbeitet, denn es wird oftmals bildgewaltig, wenn es rauscht, knistert, tropft oder raschelt. Überraschende Wendungen locken oftmals auf falsche Fährten und das Kopfkino rattert ununterbrochen. Neben den Blick auf die Hauptcharaktere, entführt uns der Autor auch in die Gedankenwelt des Entführers. Zusätzlich gibt es alte Tonaufzeichnungen, die eingestreut werden. Nach und nach erkennt man auch, dass Laura nicht wirklich die sympathische junge Frau ist, die wir zu Beginn kennenzulernen glaubten. Manche der Figuren handeln seltsam und man kann sie nicht wirklich einordnen, was die Spannung erhöhen soll. Man rätselt, wer diese Charaktere wirklich sind, was sie verbergen und welche Geheimnisse sie haben. Obwohl der eigentliche Personenkreis nicht sehr hoch ist, sind alle verdächtig und nicht wirklich sympathisch. Manche Handlungen einzelner Figuren konnte ich nicht immer nachvollziehen und hat mir nur ein Kopf schütteln eingebracht.
Etwas überrascht hat mich, dass der ermittelnde Kommissar Lukas Johannsen sehr im Hintergrund agiert und fast zur Nebenfigur mutiert. Mir blieb er auch deswegen viel zu blass.
Das Ende lässt erahnen, dass es einen weiteren Band um Lukas Johannsen geben wird, denn der klitzekleine Cliffhanger sorgte für ein kurzes überraschendes Luft holen meinerseits und lässt auf ein weiteres spannendes Abenteuer hoffen.
Fazit: Ein temporeicher Thriller mit vielen verschiedenen Handlungssträngen, die am Ende gekonnt zusammen führen. Die Figuren bleiben teilweise jedoch etwas blass und der Spannungsbogen fällt in der Mitte etwas ab. Der Plot ist allerdings raffiniert aufgebaut und hat mir sehr gut gefallen.
01. Dezember 2024, neue Reihe wird geboren. Minus 22 Grad: Psychothriller (Die Johannsen-Reihe 1)
Der Autor Quentin Peck ist ein Schriftsteller, der durch seine klare Ausdrucksweise und Mut zu mehr Treffsicherheit, für seine Romane auch mal ungewöhnliche Wege geht. Da ich den Schriftsteller noch nicht kannte, habe ich folgende Info aus den verfügbaren Quellen recherchiert. Mit einer nun definitiv noch größeren Erwartungshaltung habe ich mich dann, diesem Roman zugewandt.
Das Cover ist in seiner Gestaltung, genau das, was ich gerne sehe und welches direkt Emotionen bei mir ausgelöst hat. Hier stimmt beides. Cover und Titel vermittelten ein definitiv eisiges Gefühl.
(Ein kleiner Wermutstropfen: es gibt ein Buch mit sehr ähnlichem Cover & Titel aus dem Jahr 2017 von einem Genre-Mitbewerber.)
Zum Inhalt: Eigentlich ist es ein Trainingstag wie immer. Laura Gehler fährt um Mitternacht, mit ihrem Trainingsrad ihre Haus- & Hof-Strecke. Nach einer kurzen Verfolgungsfahrt wird sie von einem ihr unbekanntem SUV, gerammt. Nur um nach einer Zeit der Bewusstlosigkeit in einem Plexiglaskäfig aufzuwachen. Ihre Mutter erhält eine Botschaft, die Kommissar Lukas Johannsen sofort mit einem nie gefassten Serientäter in Verbindung bringt. Die Jagd auf den Täter beginnt.
Mein persönlicher Gesamteindruck
Aufbau, Protagonisten, Erzählstil: Die Geschichte beginnt sofort. Ohne Umwege bin ich als Leserin sofort mittendrin in Lauras Angst und Schrecken. Ich beginne mit eigenen Spekulationen und kann es nur schwer aushalten, erst allmählich an die Hintergründe herangeführt zu werden. Die Protagonisten, insbesondere Laura wurden gut vorgestellt & entsprechend weiter entwickelt. Einige Nebendarsteller blieben hingegen für mich etwas nebulös. Die gesamte Erzählung erfolgt aus verschiedenen Perspektiven. Hierdurch wurden die tatsächlichen Hintergründe und Motive verschleiert und erst später für den Leser erkennbar. Insgesamt ist der Lesefluss durchaus gut und das Rätseln motiviert mich, auch während einige spannungsarmer Passagen.
Plot & Twists/ Überraschungen, Finale:
Es wurden einige Plots & Überraschungen in der Story integriert, allerdings hätte ich mir etwas mehr davon gewünscht. Als geübte Psycho-Thriller-Leserin etablierte sich schon ziemlich früh eine Ahnung, wie sich die Fäden zu einem Ganzem fügen werden. Das fand ich schade.
Zusammenfassung: Der erste Band dieser neuen Reihe ist definitiv unterhaltsam und an einigen Stellen auch unheimlich. Leider wurde der Geschichte durch ihre Struktur und gelegentlichen Spannungsgefälle, einiges an Momentum genommen.
Fazit: Eine gute Hintergrundgeschichte, die im Gesamtverlauf enttäuschenderweise, einiges ihres Potenzials verloren hat.
Ich bin mir sicher, dass der Schriftsteller aufgrund seiner Ausbildung, Ehrgeiz & Erfahrung weitere spannende & mitreißende Romane kreieren kann & wird. Der zweite Band werde ich sicherlich lesen. Für Band 1, vergebe ich gute 3,5*** Lesesterne und empfehle die Lektüre den Fans des Spannungsgenres.
Schneller, noch schneller – Lauras Puls steigt. Der Asphalt schimmert durch die Schneedecke – dreimal die Woche fährt sie diese Strecke, sie spürt jeden Muskel, sie braucht das, sie fühlt sich frei. Es geht auf Mitternacht zu, außer ihr und ihrem Trekkingrad ist keiner unterwegs. Und da – Scheinwerfer. Ein Auto nähert sich ihr von hinten, wird langsamer, holt auf. Der Aufprall reißt sie aus dem Sattel. Dunkelheit hüllt sie ein. Als sie aufwacht, spiegelt sich ihr Gesicht in einem Glas. Wo ist sie? Was ist geschehen? Und warum ist sie hier? Gefangen in einem Käfig?
Im nächsten Kapitel ist es Ariane, die es sich vor dem Fenster gemütlich gemacht hat, das Fernglas in der Hand. Sie beobachtet auf dem nahen See einen ziemlich unbeholfenen Schlittschuhläufer. Was macht der hier, mitten in der Nacht? Das Eis bricht, er geht unter. Ariane schnappt sich noch schnell ihren Gürtel, für mehr ist keine Zeit.
Im Wechsel lese ich von Laura und dem Kommissar, der nach ihr sucht und von Ariane und dem Mann, den sie aus dem Eis gerettet hat. Was haben diese beiden Erzählstränge miteinander zu tun? Lange tappe ich im Dunkeln, auch Lauras Entführer bleibt nebulös. Als ihre Mutter, eine einflussreiche Kommunalpolitikerin, eine Botschaft mit ihrem Todeszeitpunkt bekommt, ist Kommissar Lukas Johannsen klar, dass Lauras Zeit bald abläuft.
Johannsen durchleuchtet auch Lauras Leben, kommt aber dabei keinen Schritt vorwärts. „Lukas, du darfst dich nicht zu sehr in Kleinigkeiten verlieren. Das große Ganze zeigt sich manchmal erst, wenn du ein paar Schritte zurücktrittst.“ Der Kommissar erinnert sich an die Worte seiner Mutter. Also – nochmal alles neu durchdenken.
Quentin Peck versteht es, Spannung zu erzeugen, er kommt dabei ohne reißerische und blutige Elemente aus. Die frostige Atmosphäre zieht sich durchs Buch, es ist nicht nur draußen eisig. Jede einzelne Person ist umhüllt von Geheimnissen. Ich bin hin- und hergerissen, sehe sie wohlwollend, um im nächsten Augenblick an allem und allen zu zweifeln. Das Buch ist durchgehend fesselnd, ein Weglegen war für mich keine Option. Die losen Fäden lassen sich nicht verknüpfen und als ob es nicht genug wäre, lese ich zwischendurch von Tonaufzeichnungen, die erst gegen Ende einen Sinn ergeben. Wenngleich das Ende dann nochmal so richtig überrascht.
„Minus 22 Grad“ ist ein Psychothriller vom Feinsten, beste Unterhaltung ab der ersten Zeile bis zum dann doch sehr stimmigen Schluss. Ein absolut mitreißender, spannungsgeladener Thriller, der mich vollends begeistert hat. Mein Tipp: Lesen, lesen, lesen.
"Minus 22 Grad" von Quentin Peck, erschienen bei Blanvalet, stand ganz oben auf meiner Wunschliste. Natürlich habe ich den Thriller gleich am Erscheinungstag gelesen. Der Auftakt der Reihe rund um den Kommissar Lukas Johannsen konnte mich jedoch nicht vollkommen überzeugen. Kurz zur Handlung: Laura Gehler rast mit ihrem Trekkingfahrrad kurz vor Mitternacht durch den tiefen Schnee. Wie aus dem Nichts taucht ein SUV auf, drängt sie von der Fahrbahn und überwältigt sie. Als Laura wieder zu sich kommt, ist sie in einem Plexiglaskäfig gefangen und ihr Entführer beginnt ein tödliches Spiel: Sie muss das Rätsel lösen, wieso sie in diesem Käfig steckt – sonst stirbt sie. Laura Gehlers Mutter, eine Politikerin, übt sofort Druck auf die Polizei aus. Kommissar Lukas Johannsen vom LKA Thüringen übernimmt die Ermittlung, schließlich ähnelt die Puppe, die Lauras Mutter zugeschickt bekommen hat, dem Modus Operandi eines nie gefassten Mörders. Meine Meinung: Ohne Umschweife wirft mich Quentin Peck in die Story, obwohl ich nicht so ganz verstand, wieso die Studentin Laura Gehler mitten im Nirgendwo lebt und vor allem da auch noch durch die eiskalte Nacht radelt. Dann lernte ich im nächsten Kapitel Ariane kennen, die in völliger Abgeschiedenheit lebt. Am Anfang tat ich mir schwer, die Zusammenhänge dieser Erzählstränge zu verstehen, doch im letzten Drittel ergaben diese dann Sinn und wurden miteinander verflochten. Leider jedoch spürte ich die Lauras Angst nur selten wirklich, doch die klirrende Kälte kam bei mir an. Minus 22 Grad sind schon mal eine Ansage in Thüringen. Ich verstehe, warum der Autor diese Kälte wählte, doch bei Minus 22 Grad hätte ich mir dann wohl einen glaubhafteren Ort für solche Temperaturen gesucht. Positiv muss ich hervorheben, dass die Story gut durchgeplottet ist und auch, dass der Schreibstil gut und flüssig zu lesen ist. Leider jedoch blieben viele Charaktere farblos. Die Besessenheit von Kommissar Lukas, den Mörder zu finden, war für mich leider nie greifbar. Zwei Handlungsstränge waren für mich sehr weit hergeholt und unglaubwürdig. Die Grundidee, dass Handeln in der Vergangenheit auch später Konsequenzen hat, mochte ich jedoch. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für diesen kalten Thriller, auch wenn ich nicht weiß, ob ich wieder einen Band rund um den Ermittler Lukas Johannsen lesen würde. Leider fehlte dafür diesen Thriller die außergewöhnliche Finesse und leider baute ich keine Verbindung zu Johannsen auf.
Den Autor Quentin Peck kannte ich bis dato noch nicht, aber mich hat das Cover in den Bann gezogen, wenn mir ein Cover gefällt und der Klappentext spannend klingt und die Leseprobe mich anfixt, dann bewerbe ich mich darauf und hoffe das mir das Glück hold ist und so war es auch in diesem Fall. Wie gesagt das Cover sieht faszinierend aus und es geht auch eisig weiter der Anfang fängt scheinbar harmlos an Laura eine Studentin fährt mit ihrem Trecking-Bike nachts durch den Schnee sie braucht das um abzuschalten doch sie wird verfolgt ein weißer SUV drängt sie von der Straße ab und bringt sie zu Fall, spritzt ihr was in den Hals und sie erwacht in einem durchsichtigen Käfig aus Plexiglas, um Sie herum Regale mit Büchern, Ihre Uhr wurde ihr abgenommen, denn in dem Käfig gibt es nur Sie allein und sie muss Antworten finden das Rätsel lösen. Hat Sie ein Irrer entführt, der sogar ihren Namen wusste? Dann gibt es noch eine Ariane, die einen Schlittschuhläufer aus dem eingebrochenen Eis rettet, sehr merkwürdig, dann Lauras Mutter sie bekommt ca nach einer Woche eine Barbie Puppe zugesandt mit dem Todesdatum von Laura, das ist echt gruselig. Lukas der Ermittler kümmert sich um den Fall und der Leser bekommt zig Infos und Rätseln einschließlich noch einige Audio Dateien so das man auch noch total verirrt wird. Aber Lukas hat selbst noch einige dunkle Dämonen in sich die ihn schrecklich plagen und mit diesem Fall kommen sie wieder hoch, Das Buch ist so spannend ich konnte es kaum aus der Hand legen. Das Rätsel das zu lösen ist liegt in der Vergangenheit tatsächlich in 2016 und es führt uns in eine wahnsinnige Welt voller entsetzliche Trauer, endlose Wut, nach schreiender Vergeltung und unendlichen Hass nach Rache. Das Ende das ich lesen musste war für mich echt erschütternd und da wäre ich im leben nicht darauf gekommen, denn es hatte echt ganz tief im Inneren gebrodelt bis nichts mehr ging. Diesen Psychothriller empfehle ich sehr gerne weiter und den Autor Quentin Peck ebenfalls.
Eben noch fuhr Laura Gehler mit ihrem Trekkingrad durch den winterlichen Wald. Doch dann macht ein SUV Jagd auf sie. Die Studentin wird entführt und wacht erst wieder in einem Käfig aus Plexiglas auf. Laura muss den Grund herausfinden, warum sie sich in dem Käfig befindet. Kurz darauf erhält Lauras Mutter eine Barbiepuppe mit dem Todesdatum ihrer Tochter. Der ermittelnde Kommissar Lukas Johannsen sieht darin eine Verbindung zu einem alten ungelösten Fall und glaubt an einen Serienmörder. Kann Johannsen den Täter dieses Mal stoppen? Das Buch startet gleich voll durch und man ist sofort mitten im Geschehen. Der Autor versteht es gekonnt den Leser an das Buch zu fesseln. Denn nicht nur das Cover strahlt Eiseskälte aus, auch inhaltlich wird eine Atmosphäre geschaffen die einen die Kälte deutlich spüren lässt. Dazu wechseln ständig die Perspektiven. Man lernt in einem zweiten Strang Ariane kennen, die einem als Retterin von Vogel und Mensch sofort sympathisch ist. Natürlich fragt man sich lange, ob und wann sich die beiden Erzählstränge miteinander verbinden, da es ja so gar keine Gemeinsamkeiten gibt. Der Erzählstil ist angenehm flüssig und die ständigen Perspektivwechsel halten die Spannung zusätzlich hoch. Besonders die Konstruktion der Handlung hat mir bestens gefallen. Minus 22 Grad ist der erste Band der Johannsen-Reihe. Dennoch fand ich den ermittelnden Kommissar im Vergleich zu Ariane noch etwas blass. Lukas Johannsen hat ein Faible für Dinge, die aus Japan stammen und leidet noch immer unter dem ungelösten Fall des Puppenmörders. Ein wenig erfährt man aus der Vergangenheit des Kommissars, doch da gibt es sicherlich noch mehr zu erfahren. Auch seine Beziehung zu der Profilerin Berit hat noch viel Potential für spannende Lesestunden. Ich freue mich schon auf den nächsten Fall.
Das Cover ist mMn passend gestaltet - die Kühle der Farben, die Krähe aauf der Rückseite (macht Sinn, wenn man das Buch liest), die Haptik der Eiskristalle (macht Sinn, wenn man das Buch berührt) und gegen Ende macht auch der Titel Sinn.
Auch wenn die Geschichte im Storytelling ab und zu hapert, muss ich einsehen, dass das Thema aus meiner Sicht gut umgesetzt ist. Viele innere Dämonen, gegen die manche Charaktere ankämpfen und mit denen sich die ein oder andere Figur anfreundet. Auf jeden Fall kommt die Kälte im Buch durch (vielleicht liegt es auch daran, dass gerade November ist und draußen beinahe Minusgrade herrschen). Es ist düster und definitiv nichts für schwache Nerven.
Diese Art von Schreibstil gefällt mir, eine relativ gute Mischung aus Dialog und Szenen-/Emotionenbschreibung. An ein/zwei Stellen hätte ich mir zwischen dem Dialog allerdings noch eine kurze Erklärung gewünscht, wer da spricht, da ich - als es dann verraten wurde - wieder neu beginnen musste, um es zu verstehen. Dagegen fand ich die Transkripte zu Audioaufzeichnungen zwischendruch erfrischend, dieser Aspekt hat mir gefallen.
Manche Figuren (z.B. Tom) wirkten unausgereift bzw. zu willkürlich hineingesetzt und bei beispielsweise Toms Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Ariane hingegen (abgesehen von der einen Szene im Rathaus) fand ich genial geschrieben, genauso wie das Sympathie.Karussell bzgl. Laura. Generell fand ich es erfrischend, dass sich die Sympathien des Lesers (meine zumindest) zu den Charakteren nach und nach verändern.
Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten und auch unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Kein Buch ist makellos, dieses auch nicht, aber es ist gewissermaßen schon irgendwie genial.
Nicht überzeugend Das Cover passt vortrefflich zum Titel, kalt, bedrohlich und düster. Vorweg, mit der Einordnung als Thriller habe ich mich etwas schwer getan., für mich war es keiner.
Laura Gehler wird auf einer Radtour entführt, endet in einem Plexiglaskäfig und ihre einzige Rettung ist, dass sie von alleine herausfindet, was sie in diese Situation gebracht hat.
Die Story wird in mehreren Handlungssträngen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Da ist zunächst Laura, die gefühlt ewig braucht, bis sie herausfindet, was sie in diese Situation gebracht hat. Ihr Charakter bleibt blass und macht es einem schwer wirklich mitzufühlen. Ihre Mutter, die Vorzeigepolitikerin, mit vielen eigenen familiären Problemen. Dann, Ariane, eine Zoologin, die zurückgezogen lebt und deren Rolle lange undurchsichtig bleibt. Zu ihr gehört noch Tom, den sie aus einem zugefrorenen See rettet. Kommissar Lukas, der sich aus mir unerfindlichen Gründen extrem in diesen Fall hineinsteigert, für mich auch ein Charakter der hinter seinen Möglichkeiten bleibt. Zuletzt eine junge Frau mit Kind, die zufällig von Ariane vor ihrem gewalttätigen Ehemann beschützt wird.
Für mich einfach zu viele Handlungsstränge und als Leser bleibt man immer in der Rolle des Beobachters, da der Zugang zu den Charakteren sehr schwer ist.
Insgesamt fehlt dem Buch Tempo und kontinuierliche Spannung, da den vielen Handlungssträngen lange der Zusammenhang fehlt.
Die endgültige Auflösung war mir in Teilen doch zu sehr konstruiert.
Ein Krimi, der unterhalten hat, aber keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Wie so oft fährt Laura auch an diesem Tag mit ihrem Fahrrad durch einen Wald, der nicht nur abgeschieden und einsam ist, sondern auch tief verschneit. Als hinter ihr ein SUV auftaucht, ist sie zunächst genervt und wundert sich, warum das Fahrzeug sie nicht einfach überholt. Doch als der SUV sie plötzlich rammt und vom Fahrrad wirft, wird schnell klar: Das war Absicht. Kurze Zeit später wacht Laura in einem Käfig aus Plexiglas auf. Aber warum? Kennt sie den Mann, der sie gefangen hält? Und was will er von ihr?
Das Thema des Klappentextes hat mich sofort angesprochen. Es erinnerte mich ein wenig an die Serie „You“, weshalb ich dieses Buch unbedingt lesen wollte. Dass die Handlung im Dezember spielt, passte perfekt, da ich es ebenfalls in dieser winterlichen Zeit gelesen habe.
Das Cover finde ich sehr gelungen. Die Eiskratzer auf dem See sind fühlbar und geben dem Buch durch die raue Oberfläche eine besondere haptische Note. Außerdem passt es hervorragend zur Geschichte.
Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen. Quentin Pecks Schreibstil ist sehr ausschweifend und detailreich, sodass die Szenen wie ein Film vor meinem inneren Auge abliefen. Eine Verfilmung würde ich mir liebend gerne ansehen! 😊
Auch die Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben, was es mir leicht gemacht hat, mich in sie hineinzuversetzen und ihre Gedankenwelt nachzuvollziehen.
Insgesamt ein richtig tolles Buch, das mich bestens unterhalten hat. Ich würde mich über weitere Werke des Autors freuen!
Minus 22 Grad ist der erste Band der Johannsen Reihe von Quentin Peck. In einer eisigen Winternacht ist Laura Gehler mit ihrem Trekkingrad auf ihrer üblichen Tour unterwegs. Doch dieses Mal ist sie nicht allein auf der Straße. Plötzlich taucht hinter ihr ein großer SUV auf. Laura wird von der Straße abgedrängt und überwältigt. Als sie wieder aufwacht, ist sie in einem Käfig aus Plexiglas. Lauras Entführer beginnt ein tödliches Spiel und Laura muss die Lösung in ihrem Käfig finden. Sonst muss sie sterben. Währenddessen erhält Lauras Mutter per Post eine Puppe und ein Sterbedatum. Bei Kommissar Lukas Johannsen kommen Erinnerungen an einen ähnlichen Fall hoch, der vor vier Jahren geschehen ist. Der Fall damals konnte nicht gelöst werden und der Täter nie gefasst. Sollte er wieder zugeschlagen haben? Lukas möchte diesmal keine Fehler machen und ist zu allem bereit, um dieses Mal den Täter zu schnappen. Der Thriller von Quentin Peck hat mich ziemlich schnell gepackt. Er ist unglaublich spannend und so undurchsichtig, dass man nicht weiß, wem man trauen kann. Wer ist Opfer und wer ist Täter? Das Ende hat mich dann doch sehr überrascht. Der Schreibstil von Quentin Peck hat mich sehr begeistert. Der Thriller ist brillant geschrieben und sehr tiefgründig. Ich freue mich sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird, die 2026 erscheinen soll.
Zum Inhalt: Als Laura mit ihrem Rad nachts im Wald unterwegs ist, wird sie plötzlich von einem SUV attackiert und vom Weg abgedrängt. Als sie wieder wach wird, sitzt sie in einer Art Käfig aus Plexiglas und der Entführer verlangt von ihr das sie ein Rätsel lösen muss oder sonst sterben wird. Zeitgleich bekommt Lauras Mutter sonderbare Post. Kommissar Lukas erkennt die Handschrift eines nie gefassten Killers. Meine Meinung: Ja, die Idee hinter dem Plot ist gut. Auch die Auflösung hatte durchaus was. Spannung habe ich aber im Grunde nur ganz am Anfang empfunden als Laura von dem SUV bedrängt wurde. Das Buch wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Zum Teil auch von Personen, die man zunächst nicht zuordnen kann, aber natürlich gleich weiß, dass es da einen Zusammenhang geben muss. Gerade die Rückblicke in die Vergangenheit zeigen eine Mutter, die als Politikerin alles unternimmt, dass es ihr Kind es immer leicht hat und nie Konsequenzen tragen muss, sei ihr Verhalten auch noch so übel und dabei springen dann auch schon mal Menschen über die Klinge. Insgesamt habe ich mich trotz der wenigen Spannung gut unterhalten gefühlt. Fazit: Keine durchgängige Spannung
Eiskalte Spannung Wenn man mit den Fehlern der eigenen Vergangenheit konfrontiert wird, kann das schnell zum perfiden Spiel werden. Im Krimi Minus 22 Grad ist dieses Spiel eines um Leben und Tod. Laura ist mit ihren Trekking Rad unterwegs, als sie hinterrücks überrumpelt und in einem Käfig gesperrt wird. Ihre Aufgabe: sie muss entkommen. Doch wie soll sie das bewerkstelligen? Zeitgleich wird Kommissar Lukas Johannsen mit ihrem Fall betreut und das Spiel beginnt… Ich finde den Krimi spannend und perfide gemacht. Ausreichend Plot Twists sorgen für Überraschungsmomente und die wechselnden Perspektiven ergeben erst am Ende Sinn. Die Wunden sind tief und vieles ist nicht direkt einleuchtend, was den Lesefluss ein wenig stört. Dennoch ist es insgesamt ein super Krimi, der es wert ist, sich Zeit zu nehmen. Gut finde ich zudem, dass es eine Auflösung am Ende gibt, die vieles erklärt. Am besten gefällt mir persönlich jedoch der Schreibstil. Authentisch, lebensnah und voller Gefühle- so macht lesen Spaß. Ich gebe vier Sterne.
Gänsehaut-Thriller Es ist klirrend kalt als die Studentin Laura Gehler kurz vor Mitternacht mit ihrem Trekkingrad im Wald unterwegs ist. Plötzlich wird sie von einem SUV vom Weg abgedrängt. Als sie wieder zu sich kommt, befindet sie sich in einem Käfig aus Plexiglas. Sie wird sterben, wenn sie nicht das Rätsel des Käfigs lösen kann. Was für ein perfides Spiel hat sich der Autor in seinem Psychothriller ausgedacht. In einem leicht poetischen Schreibstil wird der Leser gleich von der ersten Seite an die ausgefeilte Story gefesselt. Peck ist es gelungen, seinen Figuren Leben einzuhauchen. Die Charaktere sind vielschichtig und teilweise mit schwerem psychischem "Gepäck" unterwegs. Aus verschiedenen Perspektiven taucht der Leser ein in eine eiskalte Atmosphäre, in der die Spannung nach und nach aufgebaut wird. Ich wurde mit falschen Fährten, einigen Geheimnissen und einer verblüffenden, atemberaubenden Wendung bestens unterhalten. Ein Thriller mit Gänsehaut-Momenten von einem Autor, den ich mir auf jeden Fall merken werde.
Das Buch kam an, ich fing an zu lesen und man hörte/sah mich erst 1.5 Tage später. Könnte ich mehr als 5 Sterne vergeben, so würde ich es an dieser Stelle gerne tun.
Quentin Peck hat hier ein Meisterwerk geschrieben. Auf dem Buchrücken steht, dass Beck die Orte selbst recherchiert und die Story vor Veröffentlichung des Buches "durchspielt". Ob er das bei Minus 22 Grad getan hat, mag ich nicht zu beurteilen. Dennoch fühlt es sich so an, als hätte er es getan. Die Abläufe, die Natur, die Charaktere sind mit so viel Liebe zum Detail beschrieben ohne dass es langatmig wird. Die Geschichte ist packend, als Leser fühlte ich mich komplett in dieser aufgesogen und wurde als Leser bis zur letzten Sekunde von der Frage begleitet, wer der Täter ist. Ein schaurige Geschichte, gebettet in einer Wintermärchenlandschaft. Ein überraschendes Ende.
Wie Eingangs gesagt: ein toller Thriller den ich jedem Thrillerliebhaber ans Herz legen kann.
"Minus 22 Grad" ist ein hochunterhaltsamer Kriminalroman, der sich liest wie die Romanvorlage für einen TV-Thriller. Da verwundert es nicht, dass der Autor auch als Fernsehproduzent tätig ist. Ab der ersten Seite ist das Buch spannend. Die Anzahl der Charaktere ist überschaubare und es werden viele falsche Fährten gelegt, so dass über die ganze Story hinweg Fragen nach den Motiven der Personen ent- und bestehen. Mir hat die Lektüre gefallen - und doch hat mich das Buch auch enttäuscht. Manche Schlüsse sind mir zu platt gewesen. Auch einzelne Charaktere wie Lukas und Tom gefielen mir insb. zum Ende hin nicht. Lukas wirkt über lange Phasen wie ein ideenloser Kommissar, mit kurzen Action-Hero-Momenten - so ganz stimmig wirkte das auf mich nicht. Auch das Verhalten von Tom ist für mich nicht schlüssig. Tatsächlich denke ich, dass die sicher kommende Verfilmung (womöglich als Reihe) besser sein wird als die Vorlage.
Ein langsamer Thriller - keiner für Abenteuerfans die pure Action von Start bis Ende brauchen.
"Minus 22 Grad" ist ein super gelungener Thriller, eingebettet in einer eisig atmosphärischen Umgebung. Wie auch bei anderen Thrillern dieses Autoren, merkt man hier die vorangegangene Recherchearbeit. Quentin Peck besucht stets die Spielorte zuvor um so in die Atmosphäre der Landschaft und deren Details einzutauchen. So auch in diesem Fall: wer Lust auf Details, Atmosphäre, die Schönheit der Natur hat, ist hier richtig.
Die Thrillergeschichte ist Spannung pur auch wenn sie im Mittelteil teils etwas nachgelassen hat. Dennoch ist bis zum Ende die Lösung nicht absehbar und hält die Spannung bis zur letzten Seite hoch. Ein Konstrukt aus familiärer Liebe, Enttäuschung, Liebe, Lügen.
Wer Lust auf einen etwas langsameren Thriller hat, ist hier genau richtig.
In das wunderschöne Cover habe ich mich direkt verliebt und die wunderschöne Winterlandschaft passt einfach perfekt zum Buch. Schon der Start ist spannend und das zieht sich auch so durch bis zum Ende. Der Schreibstil gefällt mir ebenfalls sehr gut und ist flüssig. Die Orte werden sehr gut, bis ins Detail beschrieben und man kann sich direkt dorthin versetzen. Eine Studentin ist mit ihrem Fahrrad spurlos verschwunden und ein Ermittler versucht sie zu finden, komme was wolle. Er stellt sich allen Gefahren in den Weg. Kann er den Puppenmörder dieses Mal finden? Das ist sein einziges Ziel, denn dieser Mord verfolgt ihn bereits seit Jahren. Die Story lässt sich super flüssig lesen und die Kapitel sind nicht sehr lange, was mir immer gut gefällt. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen und freue mich schon darauf mehr von Quentin Peck zu hören.
Ein eiskalter Winter und dennoch ist Laura Gehler im verschneiten Wald mit ihrem Trekkingrad unterwegs, denn bei ihr kann es nicht extrem und schnell genug sein. Da wird sie von einem Autofahrer abgedrängt und wacht kurz darauf in einem Plexiglas-Käfig auf. Eine Stimme sagt ihr, dass sie an ihrer Situation selbst schuld ist und stellt ihr ein Ultimatum, danach stirbt sie. Ihre Mutter erhält eine Puppe mit dem Sterbedatum von ihr. Für Kommissar Lukas Johannsen beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Denn er ist der Meinung, dass dahinter der Puppenmörder steckt, den er nie fassen konnte, was ihm schlaflose Nächte bereitet hat.
Dieser spannende Thriller war von Anfang bis Ende superfesselnd aufgebaut und sorgte bei überraschenden Wendungen für Erstaunen. Die Protagonisten waren gut gezeichnet, man konnte ihre Beweggründe gut nachvollziehen. Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt!
Am Anfang und in der Mitte fand ichs schon spannend. Allerdings hat mir oft die tiefe der Personen und manchmal der Beziehungen gefehlt - wie schnell Tom verliebt war? Für mich aus dem Buch nicht so nachvollziehbar. Die Ansprache des Polizisten gegenüber der Mutter war völlig unangebracht. Für die Leser:innen vielleicht ganz schön, zu erfahren, dass sie nicht ungesühnt bleibt aber so? Ne ey. Und dass Tom ganz zum Schluss wohl auf den Puppenmörder trifft hätte es, meiner Meinung auch nicht gebraucht.
Was gut gelungen ist, dass jede:r der Protagonist:innen Täter:in und Opfer ist, die Darstellung davon, dass Handlungen Konsequenzen haben und jede:r in irgendeiner Form Schuld auf sich lädt.
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Was für ein Buch! Das Ende hat mich komplett fertig gemacht. Ich finde der Anfang und auch der Mittelteil hat sich nicht wie ein klassischer Thriller angefühlt. Wir haben 3 Handlungsstränge - Laura, die entführt wurde, Kommissar Lukas, der verzweifelt nach Laura sucht und Ariane, die geheimnisvolle Einsiedlerin bei der ein noch geheimnisvoller junger Mann auftaucht. Aber nur um es nochmal zu betonen, das Ende kommt Knüppeldick...
Leider enttäuschend. Es kam keine Spannung auf, die Personen kommen einem nicht nah und zudem zu viele sprachliche Mängel. Zu viele Bilder und Vergleiche, die meistens "schief" sind, viele Adjektive und Verben die nicht passen. Der Lektor hat wohl geschlafen. Die Handlung zerfällt in zu viele Stränge, dabei gerät die beklemmende Gefangenschaft völlig in den Hintergrund. Die Entführte blieb mir fremd und fast schon egal. Die Personen sind überzeichnet, vieles ist unrealistisch bzw. schlecht recherchiert (in Bayern sind im August Sommerferien).