Ein warmherzig-witziger Roman über Liebe, Freundschaft und chaotische Neuanfänge. Von Käthe Lachmann
»Warum solltest du den Nachbargarten gepachtet haben? Du sagst zu allem ›Blume‹, egal, ob es sich um einen Kaktus oder eine Ligusterhecke handelt!«
Mit dreiundvierzig hat Maren den Absprung aus ihrer eintönigen Ehe mit Lars geschafft. Ablenkung findet sie, als sie endlich einen der begehrten Kleingärten in Hamburg ergattert. Sie fällt jedoch aus allen Wolken, als Lars plötzlich im Nachbargarten auftaucht, den er offenbar gepachtet hat. Ausgerechnet Lars, für den »Grün« nur an der Ampel eine Bedeutung hat. Und nun weigert er sich, die Scheidungspapiere zu unterzeichnen und unternimmt obendrein dubiose Versuche, Maren zurückzugewinnen.
Dabei möchte sie viel lieber ihr Singledasein genießen und endlich zu sich selbst finden. Und dann ist da auch noch der verdammt lustige und attraktive Tammaro vom Garten an der Ecke, mit dem man sich nicht nur wunderbar über den Baumschnitt unterhalten kann …
2 bis 2,5 Sterne. Bis auf die letzte Viertelstunde war die Story echt unterhaltsam... dann die "Lektion": bettle den Mann an, dann knickt er ein und findet Dich toll.... ohhhh bitte.... schade...
Ich hätte sehr gerne 5 Sterne gegeben, aber das bereits erwähnte demütige Gebettel um Liebe war ... unangenehm und unnötig und passt, meiner Meinung nach, nicht zu Marens Charakter. Das hat es mir leider ein bisschen verdorben, denn ansonsten war es eine wirklich schöne auch angenehm erzählte Geschichte.
Inhalt siehe Klappentext. Mir war das bunte Titelbild aufgefallen und da ich selbst einen großen Garten habe, wollte ich wissen, wie Maren mit ihrem Kleingarten, den verschiedenen Nachbarn und allem möglichen Gewächs zurecht kommt. Ob das nun Unkraut oder Wildkräuter sind, überlasse ich jedem selbst. Ich persönlich habe nichts gegen Brombeeren, bei uns dürfen sie wachsen, wir haben sogar zwei Gehege dafür gebaut, damit sie in ihrem Revier wachsen und wuchern können. Maren redet ständig schlecht über Noch-Ehemann Lars, regt sich über ihn auf, drängt mit den Scheidungspapieren, als gäbe es nichts Wichtigeres - zum Beispiel, sich im Garten zu entspannen. Ich kann ihre Situation nicht persönlich nachvollziehen, aber für mich machen beide einen riesigen Aufstand um das Thema und das nicht erst seit gestern. Für Anfang/Mitte Vierzig benehmen sie sich recht unreif, eifersüchtig, „wie du mir, so ich dir“, das finde ich albern. Nach etwa 1/3 des Buches war für mich vorhersehbar, was weiter passieren wird. Dass es mit der Annäherung sehr schnell geht, finde ich sehr klischeehaft und das Rumgeeier von Lars passt für mich gar nicht zur Garten-Geschichte, in der allerhand Pflanzen, Gehölze, Früchte etc. vorkommen. Ein paar Details oder Pflegetipps wären doch passend, oder? Zudem benutzen sowohl Maren als auch Lars die gemeinsame Tochter Emilie (Abkürzungen wie Emmy und Emmchen sind doch für Kleinkinder) als Puffer für alle Probleme. Tammaro ist die einzige Person im Buch, bei dem ständig Äußerlichkeiten erwähnt werden: Wangengrübchen. Was ist daran so auffällig, dass eine solche „Besonderheit“ bei anderen Personen nicht erwähnt wird? Lars und Tammaro beäugen sich, versuchen sich gegenseitig auszuhorchen, wie Rivalen, das kommt mir ebenfalls nicht besonders erwachsen vor. Das Buch liest sich ganz flüssig, eine leichte Lektüre mit 271 Seiten, nicht nur für Gartenliebhaber, allerdings lassen mich viele Handlungen und Szenen an Alter und Ernsthaftigkeit der Protagonisten zweifeln. Ich denke, der Austragungsort der Scheidung wurde einfach an einen angenehmeren Ort verlegt. Mir gefällt, obwohl Maren sich recht häufig ins Privatleben der Tochter einmischt, dass sie ihr letztlich doch Unterstützung bietet, die sie braucht. Von mir bekommt „ Der Feind in meinem Beet“ 3 Sterne.
Nach über zwanzig Jahren konnte sich Maren endlich von ihrem Ehemann lösen, hat das Trennungsjahr hinter sich und Lars muss lediglich die Scheidungspapiere unterzeichnen. Der ziert sich und taucht sogar als Nachbar in Marens neuem Schrebergarten auf, obwohl er doch nie etwas mit Pflanzen am Hut hatte. Plötzlich bemüht er sich und legt sich ins Zeug, seine baldige Ex-Frau zurückzugewinnen, nur ist es für Maren zu spät. Die genießt die gewonnene Freiheit, kämpft mit Gefühlen für Tammaro, der am Rand der Gartenanlage in einem Haus wohnt, hat Sorgen um Tochter Emilie, die Liebeskummer hat. Tatkräftig zur Seite steht ihr Freundin Evi – bis sich diese selbst verliebt ...
Von Anfang an mochte ich die bodenständige Protagonistin Maren. Ihr Aufatmen, endlich in Freiheit zu sein und selbst über ihr Leben zu bestimmen, ist sogar zwischen den Zeilen fühlbar. Der Beginn ist spritzig und obwohl der nervende Ex für Außenstehende amüsant klingt, konnte ich mir bildlich vorstellen, wie sehr Maren sein Verhalten zermürbt. Die Autorin hat zahlreiche Nebenhandlungen eingeflochten, weniger wäre mehr gewesen. Da ist mal Tochter Emilie, die eine Beziehung zur sieben Jahre älteren Xenia führt, der Altersunterschied wird (zu) oft betont. Sie steckt in einer Krise, die für mich auf eigenartige Weise aufgelöst wird, nach langem Hin- und Her versteht sich. Maren lernt Tammaro kennen, traut sich jedoch nicht, sich mit ihm einzulassen – das zieht sich bis zum Eklat. Und ihre Freundin Evi hängt mit »best Friend« Markus ab, kommt aber zu spät drauf, dass sie mehr von ihm möchte. Dazwischen gibt es viel Garten, Pflanzen und Baumschnitt – unter dem Strich flüssig zu lesen, der Humor bleibt jedoch irgendwann auf Sparflamme. Das Verhalten des Ex nervte nicht nur Maren, sondern mich als Leserin ebenso. Zudem konnte ich einige der Handlungen von Maren und Evi nicht nachvollziehen. Streckenweise dachte ich sogar, dass das Auftreten der jungen Emilie reifer rüberkommt, als das ihrer Mutter und deren Freundin. Unter dem Strich eine Wohlfühlgeschichte, die sich an manchen Stellen etwas träge vorwärtsbewegt, daher gebe ich 3,5 Sterne.
„Der Feind in meinem Beet“ von Käthe Lachmann ist auf jeden Fall unterhaltsam. Trotz oder auch gerade weil sich die eigentlich erwachsenen Protagonist:innen teils wie sehr unvernüftige Teenager benehmen. Dabei muss ich zugeben, ihre Beweggründe konnte ich nicht immer nachvollziehen. Trotzdem war das Geschehen durchaus amüsant, wobei mich Ex-Mann Lars aber zunehmend nervte. Ein klassischer Liebesroman ist das Buch für mich nicht, dafür gibt es dann doch zu wenig Romantik und zu viele skurrile Situationen. Wenn man sich aber vom Anspruch entfernt über authentische erwachsene Liebesbeziehungen zu lesen und sich einfach auf die verrückte Gefühlsachterbahn einlässt, kann man hier durchaus Spaß haben. Eindrücklich getroffen ist ebenfalls das Vereinsleben im Schrebergarten. Es ist schon eine eigene Subkultur dort. Daneben gibt es aber auch einige echte Gartenimpressionen und ich mochte es sehr, wie uns die Autorin ganz Nebenbei mit durchs Gartenjahr nimmt. Auch der Schreibstil liest sich angenehm flüssig und gefiel mir gut. „Der Feind in meinem Beet“ eignet sich für Alle die humorvolle Geschichten mögen. Ich persönlich vergebe insgesamt noch gute 4 Sterne.
Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend gestaltet. Die Illustration passt perfekt und der Titel hat mein Interesse sofort geweckt.
Maren ist 43 Jahre jung, Psychotherapeutin und lebt in Hamburg. Nach Jahren hat sie sich endlich aus ihrer langweiligen Ehe trennen könne. Doof nur, dass das ihr Ex Lars nicht einsehen möchte. Maren hat sich ihren Traum erfüllt und endlich einen Kleingarten gepachtet, das Unheil lässt nicht lange auf sich warten. Ihr neuer Nachbar ist niemand anderes als Lars. Und so gehen die Turbulenzen los, gleichzeigt muss sich ihrer Tochter Emilie in Beziehungsfragen helfen und ihre beste Freundin Evi braucht auch Unterstützung. Als wenn das nicht schon genug wäre trifft sie auf Tammaro, dem attraktiven Nachbarn....
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Maren war ein sehr sympathischer Charakter. Ihre Ideen und Gedanken fand ich nachvollziehbar. Die Handlung war humorvoll und spannend. Ich mochte den Schreibstil sehr. Für mich ein tolles Sommerbuch, ich empfehle es auf jeden Fal weiter.