Ich wusste nicht, dass es ein Buch der russischen Literatur wird. Es war ein sonniger Apriltag in Basel. Der Gewohnheit nach musste ich ein Buch aus der Stadt mitbringen, die ich besucht habe. Das letzte Mal war es eines von Dürrenmatt, eines Schweizer Autoren. Aber dieses Mal war es eines von Dostojewski, eines russischen Autoren. Es lag draußen, zwischen anderen Büchern mit Illustrationen. Ich fragte meine beste Freundin noch, was sie mit weißen Nächten assoziiere. Irgendetwas in diesem Buch sprach mich an - ich kann es nicht beschreiben. Ich nahm es, mit der Gewissheit, dass mich kein anderes Buch in dieser großen Buchhandlung so wie dieses ansprechen würde. Ich las die ersten Worte: „Ein sentimentaler Roman. Erinnerungen eines Träumers.“ Und ich wusste, dass mir dieser Roman gefallen würde. Und das tat er. Dostojewski hat mit seinem Protagonisten eine Figur geschaffen, die ihre sensible und sentimentale Seite auf eine beeindruckende Art und Weise offenbart. Es sind die Worte des Protagonisten, die Sehnsucht nach Liebe, das Träumen von einer Geliebten.
„Ich kann eben nicht schweigen, wenn mein Herz spricht. […] ich träume bloß jeden Tag davon, dass ich irgendwann endlich jemanden treffe. […] In niemanden, in ein Ideal, in die, von der ich nachts träume. In meiner Fantasie male ich mir ganze Romane aus.”