... Wo soll man hier anfangen? Meine psychologische Neugier trieb mich dazu diesen Edelkitsch aus einem Buchschrank zu nehmen, mich so lange durchzuquälen bis ich mir ein Urteil erlauben darf und es in die nächste Mülltonne zu werfen, damit weiterer geistiger Schaden vermieden wird.
Dieser Auschuss einer geistigen Krankheit war viel schlimmer als ich es auch nur zu träumen wagte. Herr Kim wird als großer Lyrik- und Prosastar gefeiert, ja sogar als Poet beschrieben... Man staunt wie niedrig, wie abstoßend die moderne "Literatur" verfallen ist. Herr Kim beherrscht weder Lyrik, noch Prosa. Dieser Schund beinhaltet eine Ansammlung von Sätzen, willkürlich und dermaßen lächerlich aneinander gereiht, gänzlich bar jeder Melodie, Ästhetik, Würde oder Reim. Kein Ebenmaß, keinen Sinn für Vers oder Punkt/Komma Stellung, nur wild dahin geworfene Sätze, die sich jeden wirklichen Inhalts entbehren und stattdessen eine verirrte Seele, einen erkrankten Geist offenbaren, der um's Verrecken tief erscheinen will und doch pöbelhaft, ja amateurhaft wie ein Kind, abstoßende Gedanken niederkritzelt, die den erstaunlich hohen Grad der Degenerszenz offenlegt.
Ich wusste zuweilen nicht, wie mir geschieht, aber nicht im positiven Sinne. Es vergehen keine drei Seiten, da beschreibt das Bürschchen folgende Begebenheit: "...ich suche die Tankstellen und Fussballplätze ab, ich tigere vor den Gyms auf und ab, die Grindr-App ist meine bleiche Fackel in der Nacht der Agglomeration, sie weist mir den Weg zu den Männern, die ich suche, die ich brauche, die ich mich brauchen lasse, von denen ich mir hinter dem Fahrradhäuschen den Rock hochschieben lasse und die ich sich in mich hineinschieben lasse, schnell und gefühllos, ich habe ja genug Gefühle, ich brauche nicht noch mehr davon, ich brauche endlich mal einen harten CUT von ihnen. Ich verschwestere mich mit dem rostigen Gitter des Vorort-Gym, an dem ich mich festkralle, beim nächsten Mal verschwestere ich mich mit dem Geländer des ausgestorbenen Tribünenaufgangs..." 🤦
Da ist man sprachlos, nicht wahr? Ich bin wohl der letzte Mensch auf der Welt der bei solchen Sätzen, jetzt nicht bloß wegen der groben, sexuellen Handlung, sondern vor allen Dingen wegen der vielen grammatikalischen Fehler, Ekel empfindet und der glaubt, dass sexuelle Details, ob nun homo- oder heterosexuelle, eine Privatsache bleiben sollten. Unzeitgemäß wie ich bin, konnte ich nicht umhin, sowas neben den größten Poeten und Lyrikern der Geschichte zu stellen und festzustellen, wie verfault die moderne Zeit ist. Ich kenne eine Frau die in der Lage ist, solch hohe poetische und wirklich tiefgründige Verse zu schreiben, von wirklich hoher literarischer Qualität bei denen Hirnwindungen äußerst angenehm stimuliert werden, die aber nie ein Buch veröffentlichten kann. Und so ein Elend hier aus der Feder eines Geisteskranken findet Verlag und Absatz...
Es gibt so vieles was man hier anmerken könnte, aber mir fehlen schlichtweg die Worte. Die wenigen Figuren im Roman entspringen offensichtlich dem Leben des Autors und sollen Intoleranz und Ignoranz gegenüber gewissen Themen symbolisieren, damit in Zukunft auch ja jeder Verständnis und Toleranz gegenüber jeder Form von Entartung hat. Non-Binäre Torheit soll jeder Kritik enthoben werden, ganz so, als ob sie keine Menschen seien und jeder der doch Kritik wagt, muss mit entsprechend eingepaukten Kampfbegriffen scharf verurteilt werden.
Herr Kim beschreibt auch wie gern er sich den Körper rasiert, wie sehr sein Körper dagegen rebelliert und ihn aus rein biologischen Gründen bittet, diesen Unsinn sein zu lassen, aber nein. Dann bejammert er seine Kindheit und schiebt die Schuld seines Unwohlseins nicht etwa auf seine psychische Erkrankung, sondern naturgemäß auf seine nächste Umwelt, die nun mal kein Verständnis dafür hat, dass ein Mann sich einen analen "Cut" vor einem "Gym" geben läßt und mit Freude dann erzählen kann, wie wohltuend es ist, den Samen daraus triefen zu lassen... Eine Frau die sowas schreibt ist ganz schnell als "Flittchen" gebrandmarkt, aber wenn ein Mann der einen Rock trägt das tut und sich schminkt, ist das nun mal seine Art und Freiheit sich auszudrücken.
Dann wirft Herr Kim auch einige kritische und klassenkämpferische Sätze gegen die Schweiz ins Feld, führt Napoleons Krieg vor, um einen Anschein von historischem Wissen zu vermitteln. Man erkennt die linke Politik und die entsprechende LGBTQ Propaganda wird hier natürlich in großem Stil betrieben. Ich verabscheue Identitätspolitik und Ideologien aller Art, da sowohl das Rechte wie das Linke dermaßen dekadent und verrottet ist, dass einem nur speiübel werden kann, und so konnte ich meinen Brechreiz auch beim Lesen dieses Elends nicht unterdrücken.
Gleichermaßen wirft der Kritzler hier und da englische Ausdrücke zwischen den deutschen Sätzen, wofür man jeden, der die Sprachen so verkrüppelt, mit einem Eichenknüppel ordentlich durchklopfen sollte. Dieser geradezu törichte, moderne Trend zeugt von gigantischem Verfall jeder Art von Sprachgewalt und literarischer Kunst. Hier wird viel mit Wasser, oder vielleicht sogar Samen, gekocht, alles für den Schein und weichköpfige Unterhaltung.