Sternenauge – Kinder des Mondes von J.P. Ruhl ist ein beeindruckendes Selfpublishing-Debüt, das mit einer komplexen Welt, einer spannenden Handlung und atmosphärischer Sprache überzeugt 🤍
Besonders begeistert haben mich die vielschichtigen Kulturen und magischen Orte: vom leuchtenden Nebelwald mit seinen Lichtwesen, über die klingelnden Winddächer von Windheim bis zur stillen Düsternis von Kenudien. Diese Welt fühlt sich lebendig an – voller Magie, Legenden und Geheimnisse 🌓
Die Geschichte verbindet klassische Fantasy-Elemente mit originellen Ideen. Die Elementarmagie ist gut durchdacht, die Kämpfe packend, und die Begegnungen mit Kreaturen wie den Mondwandlern oder dem Seelensammler hinterlassen Eindruck.
Die Figuren sind ebenso gelungen: Vait als Hauptfigur wächst mit der Geschichte und entdeckt Stück für Stück seine Rolle. Besonders mochte ich Derik – geheimnisvoll, vielschichtig und emotional sehr wirkungsvoll. Die „Found Family“-Dynamik war ein echtes Highlight für mich. ❤️🩹
Natürlich merkt man, dass es sich um ein Debüt handelt, und es gibt Passagen, die etwas ausführlicher hätten sein dürfen oder in denen vieles schnell passiert. Dennoch: Die Geschichte entfaltet eine starke Sogwirkung und hinterlässt Bilder, die bleiben.
Ein vielversprechender Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht – und ein tolles Beispiel dafür, was im deutschen Fantasy-Selfpublishing möglich ist.