Jump to ratings and reviews
Rate this book

Der unsichtbare Elefant

Rate this book
Wann endet die Vergangenheit? Düsseldorf, an einem Winterabend: Vor den Augen seiner spanischen Kollegin stürzt sich der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk. María, die Thomas mochte, ist entsetzt und ratlos. Was um alles in der Welt hat ihn zu dieser Wahnsinnstat getrieben? Auch der auf den Plan gerufene Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor, beginnt zu recherchieren: Gibt es Spuren aus der Vergangenheit, die helfen können, Thomasʼ Verzweiflung zu verstehen? Und welche Erkenntnisse kann Simon, der junge Staranwalt aus dem Münchner Büro, der noch in derselben Nacht mit einer kanzleiinternen Ermittlung beauftragt wird, zutage fördern? Bei ihrem Versuch, die Wahrheit herauszufinden, entdecken drei ungleiche Menschen die blinden Flecken auf Thomasʼ Seele – und werden gleichzeitig mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert, die viel weiter zurückreicht, als ihnen bewusst ist. Der unsichtbare Elefant legt nicht nur die Abgründe frei, die sich hinter der glänzenden Fassade einer typischen Star-Anwaltskanzlei mit internationalem Renommee verbergen, sondern führt auch in die Tiefen der europäischen Geschichte hinab, einer Geschichte, die bis in die Gegenwart fortwirkt. Nicht nur für Thomas Siebenmorgen …

448 pages, Paperback

Published December 1, 2025

2 people want to read

About the author

Ratings & Reviews

What do you think?
Rate this book

Friends & Following

Create a free account to discover what your friends think of this book!

Community Reviews

5 stars
9 (42%)
4 stars
6 (28%)
3 stars
5 (23%)
2 stars
1 (4%)
1 star
0 (0%)
Displaying 1 - 18 of 18 reviews
Profile Image for Sabine.
773 reviews22 followers
December 14, 2025
Mich hat das minimalistische Cover von Beginn an sehr angesprochen, und die Leseprobe überzeugte mich dann restlos. Auch wenn sich der Plot in eine völlig andere Richtung entwickelte, als ich erwartet hatte, war es eine interessante und unterhaltsame Lektüre.

Die Geschichte beginnt mit einem erschütternden Ereignis: Der Anwalt Thomas Siebenmorgen stürzt in seiner Kanzlei von einer Empore in den Tod – unmittelbar vor den Augen seiner Kollegin María. Thomas‘ Tod wird Ausgangspunkt einer vielschichtigen Spurensuche. María, die durch den Schock des Gesehenen stark mitgenommen ist, der Anwalt Simon aus der Chefetage, der das Geschehen im Sinne der Kanzlei aufklären soll, und Victor vom Kriseninterventionsteam versuchen, die Motive des Verstorbenen zu ergründen und Thomas Siebenmorgen als Mensch zu begreifen.

Es war anders als erwartet, und trotzdem eine spannende und interessante Lektüre. Durch die Richtung, in die sich der Plot entwickelt, ist das Buch eine psychologische und historische Auseinandersetzung durch Fokussierung des Einflusses der Vorfahren auf das Leben der Nachkommen. Der Autor entführt in die Familiengeschichte von Thomas und deckt so eine bislang verborgene oder besser gesagt verschwiegene Vergangenheit der Familie auf – dass dabei auch die Nazizeit eine Rolle spielt, kann man schon erahnen.

Die Charaktere sind gut gezeichnet – manche vielleicht ein wenig überspitzt, so aber wird sehr klar, worauf der Autor hinwill. Der tote Thomas Siebenmorgen erhält durch die Ermittlungen nach und nach ein Gesicht. María, die spanische Kollegin, deren eigenes Inneres durch den miterlebten Sturz aufgewühlt wird, sucht nach der Motivation, findet aber vor allem auch Wahrheiten ihrer eigenen Vergangenheit. Victor aus dem Kriseninterventionsteam stellt fest, dass Thomas ein Schulkamerad war. Er sucht die Eltern auf und bekommt so Einblicke in die dunkle und gut gehütete Familiengeschichte. Auch Simon, der Anwalt, der das rein Praktische klären soll, muss sich am Ende der Thematik des familiären Erbes stellen.

Die drei sind sehr unterschiedliche Charaktere und sie gehen auch ganz unterschiedlich an die Sache heran. Interessant ist, dass die aufgedeckte Familiengeschichte von Thomas seinen Tod in ein anderes Licht rückt, und sich die drei „Ermittler“ mit ihrer eigenen Vergangenheit beschäftigen müssen – und da kommt einiges zu Tage.

Der Schreibstil ist klar und eher nüchtern, dadurch gut lesbar. Gleichzeitig war ich emotional aber auch nicht richtig involviert, sondern habe alles mit einer gewissen Distanz betrachtet – was mich aber nicht gestört hat. Die Kapitel sind kurz, enden manchmal auch mit kleinen Cliffhangern, so dass ich immer weiterlesen wollte. Eine gewisse Spannung entsteht durch das stetige Aufdecken neuer Puzzleteile. Trotz des wenig emotionalen Schreibstils fühlte ich mich der Geschichte nah und habe nach Beenden des Buches auch noch viel über den Einfluss der Familiengeschichten der Vorfahren auf das heutige Leben nachgedacht.

Mein Fazit
Das minimalistische Cover hat mich neugierig gemacht und schließlich zu einer Geschichte gebracht, die sich ganz anders entwickelt hat als ich gedacht hatte. Inwieweit hat die Vergangenheit der Vorfahren Einfluss auf das Leben der Nachkommen – ein wichtiges Thema, das der Autor sehr gut in seinen interessanten und unterhaltsamen Roman verpackt hat. Eine klare Empfehlung für diejenigen, die eine Geschichte suchen, die über den Tellerrand hinausblickt.
Profile Image for Amanda.
2 reviews
January 30, 2026
Dieser Roman stellt eine der großen, unbequemen Fragen unserer Existenz:
Wie viel tragen wir von denen, die vor uns gelebt haben? Wie viel Schuld, Schmerz, Schweigen, ungelöste Sehnsucht wird weitergereicht, oft unbewusst, oft unausgesprochen? Und wo beginnt die eigene Verantwortung, wo endet das vermeintliche Erbe?

Der Tod des Anwalts Thomas wirkt dabei wie ein Stein, der ins Wasser fällt. Die Kreise, die er zieht, erfassen nicht nur sein unmittelbares Umfeld, sondern legen Schicht um Schicht verborgene Zusammenhänge frei. Sein Freitod ist weniger Abschluss als Auslöser: für Fragen, für Schuldzuweisungen, für Selbstbefragungen. Simon, der junge Anwalt, der intern nach Gründen suchen soll, Viktor, der ehemalige Schulkamerad und heutige Seelsorger, Maria als Kollegin und Zeugin: sie alle nähern sich dem Geschehen aus unterschiedlichen Richtungen, und doch verbindet sie dasselbe Bedürfnis: ein Warum zu finden, das das Geschehene erträglich macht.

Besonders beeindruckend ist dabei die intelligente Konstruktion des Romans. Die vielen Verflechtungen, zeitlichen Ebenen und gedanklichen Rückkopplungen greifen sauber ineinander. Die Einbindung der Bezüge zu Joseph Beuys verleiht der Geschichte eine zusätzliche, fast philosophisch-künstlerische Tiefe und öffnet den Text über die reine Handlung hinaus. Hier zeigt sich ein hoher intellektueller Anspruch, der nicht erklären will, sondern zum Mitdenken zwingt.

Und doch bleibt zwischen den Zeilen ein leiser Wunsch nach mehr Nähe. Die Figuren bleiben oft auf Distanz, präzise umrissen, klar positioniert, aber emotional nur punktuell greifbar. Man versteht ihre Gedanken, ihre Funktionen im Gefüge, ihre Rollen im Geschehen, doch ihr inneres Beben, ihre Verletzlichkeit, ihr ganz persönlicher Schmerz blitzen eher auf, als dass sie sich wirklich entfalten dürfen. Gerade bei einem Thema von solcher existenziellen Wucht hätte ein tieferes Eintauchen in die Innenwelten der Hauptfiguren dem Roman noch mehr Tragik, noch mehr Zumutung, und damit noch mehr Nachhall verleihen können. Auch sprachlich bleibt der Text häufig kontrolliert, fast bewusst zurückgenommen. Das ist konsequent und stilistisch stimmig, zugleich hätte man sich stellenweise gewünscht, dass die Sprache den Schmerz nicht nur beschreibt, sondern ihn spürbarer macht. Dass sie bricht, tastet, reißt. Dass sie dort, wo es weh tut, nicht ausweicht, sondern bleibt.

Gerade darin liegt jedoch auch eine stille Stärke dieses Romans: Er drängt sich nicht auf. Er schreit nicht. Er stellt Fragen und lässt sie stehen. Und vielleicht ist es genau diese Zurückhaltung, die ihn noch lange nach der letzten Seite begleiten lässt. Denn die Fragen, die er aufwirft, nach Verantwortung, Vererbung, Schuld und Freiheit, lassen sich nicht abschließend beantworten. Sie arbeiten weiter. In den Figuren. Und im Leser.

Ein kluger, vielschichtiger Roman, der nicht alles auserzählt, sondern Raum lässt. Raum für Denken. Raum für Zweifel. Und Raum für die unbequeme Erkenntnis, dass wir nie ganz bei null beginnen, und entscheiden müssen, was wir mit unserem Päckchen machen.
Profile Image for Lotte Woess.
Author 3 books10 followers
December 8, 2025
Ein Suizid, der Wellen schlägt
Thomas Siebenmorgen, ein tüchtiger Anwalt, der für eine große Kanzlei arbeitet, springt vor den Augen einer Kollegin in den Tod. Im letzten Moment scheint er es sich anders zu überlegen, kann sich an einem Kabelbinder festhalten, lässt jedoch letztlich los, ohne Hilfe anzunehmen. Marie beschäftigt das »Warum?«, genauso wie den Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams Viktor und den jungen ehrgeizigen Anwalt Simon, dessen Vater aus Ruanda stammt. Lediglich die Polizei ermittelt nicht, weil es ein eindeutiger Selbstmord war. Viktor, der mit Thomas zusammen in einer Grundschulklasse war, sucht die Eltern auf, um ihnen als Psychologe beizustehen, Simon soll innerhalb der großen Anwaltskanzlei Licht ins Dunkel bringen. Dazu spricht er mit den Kollegen und einem ehemaligen Kollegen, der Thomas Siebenmorgen ausgenutzt und mit Arbeit überhäuft hat. Und auch Maria lässt der Tod ihres Kollegen nicht los und sie durchsucht sein Büro nach Hinweisen.

Das Buch in ein Genre einzuordnen, ist mir nicht gelungen, vielleicht psychologische Gegenwartsliteratur. Der erste Teil hat mir sehr gut gefallen. Der Autor hat verschiedene Perspektiven in kurzen Kapiteln gewählt, sämtliche Beteiligte möchten der Sache auf den Grund gehen, warum Thomas Siebenmorgen in den Tod gesprungen ist. Dazu hätte er mehr als ein Motiv gehabt: ständige Überarbeitung, keinerlei Wertschätzung für seine Hingabe für den Beruf, das Übergehen bei der Beförderung, die drohende bevorstehende Kündigung und eine unglückliche Liebe. Stück für Stück wird entschlüsselt, wie oft Siebenmorgen ausgenützt, übergangen - ja sogar belächelt – wurde, auch die hohe Erwartungshaltung der Eltern wurde angerissen. Und genau hier begann für mich im zweiten Teil der Faden abzureißen: Die Story verliert sich in zahlreichen Nebensträngen, es erschien mir fast so, als wollte der Autor möglichst viele Themen hineinpacken. Immer mehr Nebenpersonen treten auf, ihre eigenen Hintergründe werden beleuchtet, die den Lesefluss hemmen und nichts zur Aufklärung des Falls beitragen. Gegen Ende gibt es beispielsweise ein Klassentreffen, bei dem man gefühlt die Geschichte jedes ehemaligen Klassenkameraden/in erfährt. Zumindest weiß ich nun, dass es in einer großen Anwaltskanzlei nicht gerade zimperlich zugeht und die Kollegen einander großteils egal sind, beziehungsweise als Rivalen gegenüberstehen. Hoffentlich trifft das nicht auf jede Kanzlei zu. Auch der historische Teil von Thomas‹ Großeltern und dass vergangene Traumata bei ihm nachgewirkt haben könnten, konnte mich nicht überzeugen. Der Schluss war versöhnlich doch für mich unbefriedigend, denn aufgelöst wurde nichts.
Der Schreibstil war flüssig lesbar, mir sind auch einige wunderbare Formulierungen aufgefallen, daher setze ich meine Bewertung in der Mitte an. Eine Leseempfehlung für all jene Leserinnen und Leser, die sich gern mit rätselhaften Fällen beschäftigen.

Profile Image for AerdnaLiest.
8 reviews
February 26, 2026
Herausragend!

Der unsichtbare Elefant ist in die Top 3 meiner Jahres-Highlights für 2025 eingezogen.

Schon die Leseprobe hat in mir die Vermutung aufkommen lassen, dass dieses Buch einen klugen Schreiber und ein Bomben-Lektorat hatte; siehe da, ich wurde nicht enttäuscht.

Literarisches Coaching für den Autor und gleich vier Menschen, die hinter dem Lektorat stehen. Das macht sich in jeder Nuance vom unsichtbaren Elefanten bemerkbar.

Dieses Buch ist nicht nur, mit einem absolut fließenden Stil, auffallend angenehm zu lesen, sondern auch ein optisches und haptisches, in seiner Gesamtheit herausragend ästhetisches, Glanzstück. Ohne Tamtam, ohne Farbschnitt, ohne jedweden Kitsch; geradlinig, schlicht, stimmig, qualitativ.

Ein Buch ist für mich dann rundherum gelungen, wenn neben einem überzeugenden Inhalt, auch meine sonstigen Sinne angesprochen werden und sich wohlfühlen.
Hier haben wir ein literarisches Werk, das sauber lektoriert ist, im Satz erfreulich komfortabel und mit einem Gefühl der Leichtigkeit zu lesen, das mit wenigen schlichten aber stimmigen Design-Elementen überzeugt und obendrein wunderbar in der Hand liegt, mit seidig glatten Seiten, auf dickem, hochwertigem Papier. Einfach rundherum Schön.

Das ist keineswegs alles, was es zu bieten hat. Mir aber ist es eine Herzenssache, dieses Wirken vieler Menschen im Hintergrund, die hier ganz sicher mit Herzblut bei der Sache waren und ihr Talent mit eingeflochten haben, hervorzuheben. Diese Detailverliebtheit, Sorgfalt und Liebe zum Handwerk findet sich nicht in allzu vielen Büchern und ich lieb's.

Es ist außerdem eines der wenigen Bücher, die ich beim Lesen vor allem auch fühle und nicht nur denke. Irgendwie verbindet es sich ganz unaufgeregt zu etwas ganzheitlich wirkendem.

Die Beschreibung erwähnt die „Tiefen der europäischen Geschichte“, in die der Plot die Leser mitzunehmen gedenkt - dennoch war ich letztlich erstaunt, mich in der realen Geschichte, auch meiner eigenen Familie, wieder zu finden. Das kam überraschend und wird von einer wirklich spannenden Wendung in der fiktiven Handlung gekonnt untermalt.
Die Charakterzeichnung ist dabei intensiv, aber auch feinsinnig sich entwickelnd, ein spannender Zickzack-Kurs mit viel Tiefe und Kontrast; angenehm echten Charakteren.

Der unsichtbare Elefant ist ein Buch das bleibt, über das zu sprechen es sich lohnt. Vielleicht - und vor allem - auch in der Familie. Es kann eine Einladung sein, Verborgenes auszuleuchten, die Mottenkiste zu entrümpeln, alte Lasten aufzulösen.
Und schafft das mit einer Leichtigkeit und gesunden Emotionalität, die gut tut.

Ein wirklich besonderes und herausragendes Buch.
39 reviews
February 16, 2026
ein Roman mit einer tieferen Botschaft als zuerst gedacht

In einer renommierten Anwaltskanzlei in Düsseldorf stürzt Thomas Siebenmorgen in den Tod auf ein wertvolles Kunstwerk. Maria, eine Kollegin, beobachtet die Szene und ist sich sicher, dass Thomas es sich mit dem Selbstmord anders überlegt hat, da er wieder auf das Geländer greift. Doch was hat den Anwalt zu generell dazu getrieben. Viktor kommt als Mitarbeiter der Krisenintervention und betreut nun Maria und dann Thomas Eltern. Parallel dazu wird auch ein Anwalt der Kanzlei mit Untersuchungen beauftragt.

In kurzen Kapiteln wird aus wechselnden Blickwinkeln die Geschichte aufgerollt. Präzise ist der Roman in große Abschnitte unterteilt – Causa, Instruktion und Conclusio, passend zu einem Setting im Rechtsmilieu.

Einerseits wird in der in der Anwaltskanzlei ermittelt und andererseits begleitet man verschiedene Personen im Umgang mit der Trauer um den Tod von Thomas. Warum hat der Anwalt daran gedacht sich umzubringen und wer trägt die Schuld an diesem Unglück. Es zeigt sich, dass die glamouröse Anwaltskanzlei doch auch so einige Abgründe hat. Wie man vielleicht vermuten mag, herrscht großer Konkurrenzkampf und auch ein hohes Arbeitspensum.

Doch auch im Familienleben herrscht nicht nur eitel Wonne wie es die adrette Kleinstadtidylle vermuten lässt. Überall zeigt sich ein unsichtbarer Elefant im Raum, wie die Redewendung die gleichzeitig Buchtitel ist, so schön formuliert. Etwas über das nicht gesprochen wird, das aber dennoch für alle greifbar ist – nämlich die Auswirkung der Familiengeschichte auf nachfolgende Generationen. Speziell Handlungen und Erfahrungen aus dem Zweiten Weltkrieg prägen hier die Generation um Thomas, auch wenn diese Generation nicht alles direkt erzählt bekommen hat.

Sehr gelungen fand ich auch, wie der Autor es versteht die verschiedensten Personen wie Trauerbegleiter, Kollegin, den Aufklärer aus der Anwaltskanzlei und so etliche Schulkollegen von Thomas in Handlungssträngen miteinander zu verknüpfen. Die Geschichte zieht immer weitere Kreise. Man nimmt die Charaktere sehr authentisch wahr und merkt wie berührt sie von der Geschichte des toten Anwalts sind und wie sehr sie über ihr eigenes Leben nachdenken.

Ein Roman, der sich grundsätzlich leicht liest, allerdings viel mehr transportiert als man zu Beginn denkt.
46 reviews
January 17, 2026
Langatmig und unbefriedigend
Eines abends muss die Kanzleimitarbeiterin María beobachten, wie ihr Kollege Thomas sich von der Balustrade des Bürohauses stürzen will. Sie schafft es zwar, ihn vom aktiven Sprung abzuhalten, jedoch rutscht er beim Versuch, in den sicheren Bereich zurückzukehren ab, und stürzt dann doch tödlich in die Tiefe.
Der Anfang des Buches verspricht zunächst einen spannenden Krimi in der Anwaltskanzlei. In welche Machenschaften war der Tote verwickelt? Worum handelt es sich bei dem im Titel angekündigten „unsichtbaren Elefant“? Das hat mich neugierig gemacht. So wird auch ein Anwalt der Kanzlei beauftragt, den Tod zu untersuchen. Auch María geht der Frage nach, was Thomas zu diesem Schritt veranlasst haben mag. Als Vermittler zwischen diesen Personen und den Eltern des Verstorbenen spielt zudem der Notfallsanitäter Victor eine Rolle, der die Betroffenen begleitet. Leider „plätscherte“ (nach meinem Empfinden) das Buch dann in den ersten zwei Dritteln so vor sich hin, es tat sich eine Spur in der Kanzlei auf, aber so richtig spannend empfand ich es nicht. Im letzten Drittel trat dann auch die auf dem Cover angesprochene europäische Geschichte in die Handlung ein. Diese Wendung empfand ich als unbefriedigend – hatte ich doch einen spannenden kanzleiinternen Fall erwartet. Sie hatte für mich mit dem Rest des Buches so gar nichts zu tun. Es wurden plötzlich eine Vielzahl an historischen und gesellschaftlichen Problemen aufgeworfen, inwiefern das alles konkret für den Tod des Anwalts relevant war, war für mich nicht wirklich ersichtlich. So blieb ich am Ende etwas ratlos und unbefriedigt zurück. Vielleicht hätte ich das Cover besser lesen sollen, aber dennoch fand ich die Handlung weder besonders spannend erzählt, noch beide Handlungsstränge besonders gut integriert. Immerhin war das Buch so gut lesbar geschrieben, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe.
Profile Image for Melanie.
489 reviews5 followers
January 22, 2026
Der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt an einem Winterabend im Foyer der Anwaltskanzlei, in der er arbeitet, vor den Augen seiner Kollegin Maria und eines Wachmannes in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk.

Viktor, ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, Maria, die Kollegin und Zeugin und Simon, ebenfalls ein Kollege aus dem Münchner Büro befassen sich mit dem "Fall" Thomas Siebenmorgen und gehen dabei nicht nur in seine Vergangenheit zurück.

Der Roman hat mich absolut überrascht - im positivsten aller Sinne! Ich habe von dem nüchtern gehaltenen Cover und dem Titel her nicht wirklich auf diesen Inhalt schließen können.
Die Figuren sind perfekt gezeichnet und haben mich von Beginn an mitgerissen. Oft schnell, manchmal auch fast poetisch wird die Geschichte erzählt in 3 Teilen mit jeweils etwa 40 kurzen Kapiteln, die wie schnelle Schnitte im Film die Blickwinkel wechseln lassen.

Wie ein roter Faden ist die ganze Geschichte gespickt mit Anspielungen auf Literatur, Religion, Kunst und Musik und vor allem der von mir bisher unterschätzte Künstler Joseph Beuys ist auf dieser Subebene sehr wichtig.

Die "Ausflüge" in die deutsche, aber auch die spanische jüngere Vergangenheit fand ich ebenso fesselnd und gut geschrieben wie die Gegenwartsstellen. Der Autor schreibt nicht nur packend und so, dass ich das Buch nicht mehr weg legen konnte und von der ersten Seite an gespürt habe, wie sehr ich es liebe. Er hält sich auch zurück und lässt den Lesenden selbst seine Schlüsse ziehen. Durch die verschiedenen Perspektiven und Figuren kann man sehr gut selbst die Figur des Thomas Siebenmorgen erspüren, aber nicht nur ihn, auch die Geister seiner Vergangenheit, die ihn (vielleicht) zu dem furchtbaren Entschluss gebracht haben, seinem Leben ein Ende zu bereiten.

Ich bin hin und weg und empfehle das Buch uneingeschränkt und wärmstens weiter! Schon jetzt klar ein Lesehighlight 2026!
157 reviews
December 18, 2025
Unausgesprochen

Wenn ein Problem unübersehbar ist und dennoch nicht ausgesprochen wird, spricht man von einem Elefant im Raum. Jeder ist sich darüber bewusst, doch niemand sagt etwas darüber. Doch was ist ein unsichtbarer Elefant? Max A. Edelmann beschreibt im gleichnamigen Roman, wie eine Situation andere mehr oder weniger direkt beeinflusst.

Anwalt Thomas Siebenmorgen springt aus dem Fenster seines Büros in den Tod. Dieser Akt wirft viele Fragen auf. Maria, die im selben Gebäude arbeitet, muss die miterleben Bilder erst einmal verarbeiten. Dabei spielt Viktor vom Kriseninterventionsteam ebenso eine Rolle wie Polizist Patrick. Und dann ist da noch ein dunkles Geheimnis….
Ich fand den Roman spannend zu lesen. Da der Sprung direkt zu Beginn passiert ist, stand das Warum offen im Raum. Interessant ist, wie unterschiedlich die Charaktere damit umgegangen sind. Für Patrik und Viktor gehört es zum Alltag, während die Eltern des Toten, speziell sein Vater, alles abstreiten möchten. Die Mutter kann sich wenig durchsetzen, was vor allem in Szenen wo Viktor vor Ort ist deutlich wird. Der Vater bestimmt die Zuständigkeiten und lässt sich nicht reinreden. Damit hat er auch seinen Sohn unter Druck gesetzt.

Auch die Familiengeschichte der Siebenmorgens kommt zur Sprache. Ein leitender Anwalt hat Thomas unter Druck gesetzt- mit Kenntnissen über dessen Vergangenheit. Auch das scheint ein Auslöser der Verzweiflungstat zu sein. Daher braucht es diesen Aspekt- allerdings entstehen so unnötige Längen im Roman, die den Lesefluss verlangsamen.

Insgesamt mochte ich das tragische Buch sehr gerne. Ein Mix aus Krimi und Literatur, voller Überraschungen, Einblicke in Krisen- und Polizeiarbeit, dazu gut geschrieben erwartet die Leser. Aufgrund der unnötigen Längen gebe ich vier Sterne.
Profile Image for Karola.
844 reviews7 followers
November 16, 2025
Die Suche nach äußerer und innerer Wahrheit – tiefsinnig!
In drei Teilen geht es vordergründig um einen Unfall, keinen Selbstmord, in einer renommierten, international agierenden Kanzlei in Düsseldorf, am Arbeitsplatz von Rechtsanwalt Dr. Thomas Siebenmorgen Damit beschäftigen sich drei sympathische Hauptfiguren. Deren Blick auf die Schuldfrage, auf die äußere und innere Wahrheit in diesem bitteren Fall, teils in präzisem juristischem Sprachduktus, führt auch zu deren Kindheitserinnerungen und zur archivierten Familiengeschichte des Toten. Diese Nachforschungen in deutsche Vergangenheit, bis in die Großeltern-Generation, lässt alle Hauptfiguren die eigene Vergangenheit hinterfragen. Geht es zunächst auf einer Erzählebene mit Viktor Kemper vom Kriseninterventionsteam, kurz KIT, und der Arbeitskollegin María Polonio um Betreuung der Betroffenen und um Absicherung des Unfallortes, kümmert sich auf der zweiten Ebene Simon Nyakuri,35, Juniorpartner der Münchner Dependance, um den juristischen Beistand der Familie neben internen Strategien zur Mitarbeiterberuhigung und Aufklärung der Hintergründe. Das harte, übel mitspielende Arbeitsklima voller Manipulation und Druck innerhalb der Düsseldorfer Kanzlei in dominantem Machismo macht sehr betroffen, wirkt überzeugend. Reizvolle Landschaftsbilder vom Niederrhein rund um Goch mit Scharen von überwinternden Graugänsen, mit Weiden und ausgebauten Fahrradwegen werden gezeichnet zwischen Erwähnungen von dort gebürtigen Künstlern wie Wilhelm Lehmbruck und Joseph Beuys. Passagen rund um das Klassentreffen mit Viktor stören eher.
22 reviews
January 26, 2026
Max A. Edelmann eröffnet seinen Roman „Der unsichtbare Elefant“ mit einem Schockmoment: Der Düsseldorfer Anwalt Thomas Siebenmorgen nimmt sich vor den Augen einer Kollegin das Leben. Zurück bleiben viele Fragen: Bei María, die ihn mochte, bei Viktor vom Kriseninterventionsteam und bei Simon, einem jungen Staranwalt, der im Auftrag der Kanzlei Nachforschungen anstellt. Aus unterschiedlichen Perspektiven nähern sie sich Thomas’ Geschichte an und stoßen dabei auf Thomas' Familiengeschichte.

Der Schreibstil ist sehr kurzweilig und durch die extrem kurzen Kapitel möchte man als Leser das Buch gar nicht aus der Hand nehmen. Die Perspektiven und unterschiedlichen Figuren sorgen für Abwechslung und machen das Lesen lebendig. Besonders spannend fand ich die Verknüpfung der persönlichen Schicksale mit Religion, Kunst, Kultur und Literatur. Das Ganze wirkt wie ein Puzzle, das den eigenen Horizont erweitert. Man kann sehr viel aus diesem Roman mitnehmen. Manche Verbindungen waren für mich etwas zu konstruiert und bewusst „gemacht“. Dennoch bleibt am Ende ein stimmiger, versöhnlicher Abschluss.

Insgesamt ist „Der unsichtbare Elefant“ eine tolle Lektüre für alle, die gerne intertextuell lesen, Rätsel mögen und Lust haben auf ein Buch, das zum Mitdenken einlädt und lange nachhallt.
982 reviews
February 8, 2026
Mich hat hier der Titel neugierig auf die Geschichte gemacht, ich finde das Cover insgesamt sehr harmonisch und ansprechend gestaltet.

Maria kann es nicht fassen, nur langsam begreift sie, was eben passiert ist. Ihr Kollege der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich aus dem Fenster und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk. Maria kann diese Szene einfach nicht vergessen. Victor versucht zu helfen und Unterstützung anzubieten, er ist Notfallseelsorger. Es gibt eine überraschende Verbindung von Victor und Thomas, sie waren Kindheitsfreunde.Und dann ist da noch Simon, er kommt aus München und soll intern die Ermittlungen aufnehmen.

Immer wieder tauchen neue Geheimnisse auf und das große Puzzle um den Tod von Thomas nimmt im Laufe der Handlung Formen an.

Es werden Freunde, Kollegen und die Familie befragt, wie schwer wiegt die Vergangenheit?

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, der Autor Max A. Edelmann hat eine wunderbare Balance zwischen einer spannende Handlung und interessante Einblicken in die Kunst und Ornithologie gegeben. Der Schreibstil war packend und ich mochte die Charaktere. Der Epilog hat mir besonders gut gefallen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
Profile Image for Karolin Senftleben.
115 reviews
January 6, 2026
„Der unsichtbare Elefant“ von Max A. Edelmann hat mich tief bewegt. Es ist kein lautes Buch, kein reißerischer Bericht, sondern ein leiser, ehrlicher und sehr persönlicher Einblick in das Leben mit Depressionen. Gerade diese Zurückhaltung macht es so eindrucksvoll.

Ich bin Anfang 20 und finde es wichtig, dass psychische Gesundheit endlich ernst genommen wird, ohne Stigma, ohne Klischees. Edelmann gelingt es, Gefühle in Worte zu fassen, die viele Betroffene nur schwer beschreiben können. Seine Sprache ist klar und ungekünstelt, oft traurig, manchmal hoffnungsvoll, immer menschlich.

Was mir besonders gefallen hat: Er stellt keine Patentlösungen in Aussicht. Stattdessen zeigt er, wie viel Mut es braucht, einfach weiterzumachen. Das Buch macht aufmerksam, ohne zu belehren. Es gibt Raum für Verständnis, auch für Leser*innen, die selbst nicht betroffen sind.

Ein starkes, eindringliches Buch, das ich sehr empfehlen kann, vor allem, wenn man das Gefühl hat, dass „etwas nicht stimmt“ oder einfach verstehen möchte, wie sich psychische Erkrankungen wirklich anfühlen.
Profile Image for Anne Dietrich.
205 reviews
January 24, 2026
Aufarbeitung der Vergangenheit

Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt sich vor den Augen seiner Kollegin María in den Tod. Sie ist entsetzt. Warum hat Thomas das getan? Hätte sie erkennen müssen wie verzweifelt Thomas war?
Neben ihr versuchen Victor vom Kriseninterventionsteam und ein weiterer Kollege Simon nach den Hintergründen für diese Verzweiflungstat. Während die drei nach der Ursache in Thomas Vergangenheit suchen, werden sie auch mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Für mich war dieses Buch ein echtes Highlight und ich weiß gar nicht so genau, wie ich diesem gerecht werden soll. Es steckt voller Anspielungen aus dem Bereich Musik, Kunst und Literatur, hat durchweg gut gezeichnete Charaktere und eine komplexe Handlung in der letztendlich alles ineinander greift. Beim Lesen hatte ich das Gefühl Puzzleteile ineinander zu stecken, die sich zu einem wahren Kunstwerk entwickelt haben.

Der Inhalt des Buches passt hier wirklich perfekt zum Titel. Mich hat das Buch gefesselt und auch sehr zum Nachdenken angeregt.
9 reviews
February 21, 2026
Thomas stürzt sich 50 Meter in die Tiefe, und das am Arbeitsplatz. In der Kanzlei wird Simon mit der Aufarbeitung beauftragt, Maria ist Zeugin und Viktor vom Kriseninterventionsteam ist erster Ansprechpartner für Maria und Thomas' Eltern.

Soweit die Hauptakteure dieser Geschichte.

Der Prolog hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Leider konnte der Rest des Buches dem Prolog absolut nicht standhalten.

Eine mehr oder weniger Aneinanderreihung von Gesprächen, Überlegungen, versuchter Aufklärung ohne letztendlich zu einem Ergebnis über die Motive von Thomas zu erlangen.

Ich hatte immer gehofft, dass das Ruder noch herumgerissen wird, aber die Story tröpfelt so dahin.

Das Cover finde ich sehr sprechend und wirklich gelungen. Der Rest des Buches - naja, man muss die Art mögen. Der Schreibstil ist gut lesbar und die Charaktere gut beschrieben. Der Ausflug in die NS-Zeit hätte es für mich jetzt nicht gebraucht, soll aber wohl erklären warum auch heutige Generationen über Gene noch in Angst leben.
193 reviews2 followers
February 23, 2026
das cover hat mich neugierig gemacht, einfach und doch so aussagekräftig, der titel hat so gar nichts ausgesagt und doch neugierig gemacht. das buch liest sich wunderbar, hatte ich nicht ganz so schön erwartet. die handlung ist sehr interessant, der fallende mann vom cover und die details und hintergründe dazu, wie es von aussen gesehen wird, was wahrgenommen wird von den unterschiedlichen zeugen, bekannten, verwandten und was die dazu denken, wie sie es einschätzen, wie sie erforschen wollen warum es dazu kam. sehr interessant die nachforschungen zu verfolgen, wie eins zum anderen führt und wie unterschiedlich die menschen mit allem umgehen. beeindruckend zu sehen wie sich alles entwickelt hat, welche auswirkungen früher erlebtes hatte und welche rolle sogar geschichtliches spielt. man erfährt zudem einiges darüber wie mit dieser thematik umgegangen wird, gerade auch im anwaltsbereich und wie überhaupt die machenschaften teilweise aussehen. für mich ein absolut empfehlenswertes buch, das mir sehr gut gefallen hat.
Profile Image for Daniela.
162 reviews1 follower
November 28, 2025
Spannend und dramatisch
Thomas Siebenmorgen ist ein Anwalt in einer großen Kanzlei in Düsseldorf, dessen Leben sich scheinbar nur um die Arbeit drehte. Und Thomas Siebenmorgen nimmt sich das Leben. Er springt im Bürogebäude der Kanzlei einige Stockwerke in die Tiefe. Damit geht eine unvergleichliche Suche nach der Wahrheit und den Gründen verschiedenste Personen los. Simon, der von der Kanzlei beauftragt wurde, den Fall zu durchleuchten, damit Sorge hat, dass der Umstand, dass sich ein Mitarbeiter das Leben genommen hat, auf die Kanzlei zurückfällt. Maria, eine Kollegin von Thomas, die den Fall mit eigenen Augen beobachtet und verstehen möchte, was die Ursache für Thomas Traurigkeit und den Fall am Ende war. Victor, der Beauftragte vom Kriseninterventionsteam, der schnell feststellt, dass der Thomas aus seiner Kindheit kannte … was sie alle gemeinsam haben, ist die Tatsache, dass sie nicht nur Thomas Leben hinterfragen, sondern auch mit der eigenen Vergangenheit konfrontiert werden.
Einige Erzählstränge sind meines Erachtens nicht relevant und ziehen das Buch unnötig in die Länge (z.B. Bettinas Geschichte, das Klassentreffen darzustellen war meines Erachtens eine gute Idee, jedoch finde ich die Umsetzung etwas befremdlich.)
Alles in allem finde ich es ein solides und gutes Buch, das fesselt und zum Denken anregt.
Profile Image for Sabs.
27 reviews
February 3, 2026
Überraschend leicht bei diesem Thema.
Es geht auch eigentlich um die Suche nach einem Elefanten, aber irgendwie geht es um viel mehr. Um die unsichtbaren Spuren, die unsere Familien bei uns hinterlassen.
Im Zentrum steht der plötzliche Tod eines Anwalts, der alle vor ein Rätsel stellt. Doch je tiefer man in die Geschichte eintaucht, desto mehr zeigt sich der ‚Elefant‘, der eigentlich schon die ganze Zeit da war.

Das Buch ist herrlich unaufgeregt, sehr menschlich und trotz des Themas nicht zu schwer. Die Protagonisten wirken total echt, wie Leute, die man selbst kennen könnte. Der Autor mischt noch Dinge wie Vogelkunde, die Liebe zum Niederrhein und die Kunst von Beuys unter. Und das liest sich viel natürlicher, als man vielleicht meint.
Fazit: Es ist wohl so ein Buch, das man zweimal lesen muss, um all die feinen Analogien und Anekdoten richtig zu entdecken. Eine klare Empfehlung für alle, die mal Lust haben, die eigenen unsichtbaren Elefanten‘ im Umfeld aufzuspüren.
Displaying 1 - 18 of 18 reviews

Can't find what you're looking for?

Get help and learn more about the design.