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Im Schnee

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Von der Schönheit und der Härte des einfachen Lebens, von der Gnade der Freundschaft und dem Moment des Verlusts

Der alte Max hat alle Zeit. Draußen vor dem Fenster legt sich der Schnee wie eine Decke über das Dorf. Da dringt das Läuten des Totenglöckchens durch die Stille. Es schlägt für den Schorsch, der viel mehr war als nur ein Freund, ein Leben lang. So macht sich Max am Abend auf zur Totenwacht, wo die Alten zusammenkommen, um des Verstorbenen zu gedenken und sich zu erinnern. Eine ganze Nacht erzählen sie von den Freuden bei der Ernte, von Abenden in der Wirtsstube, vom kleinen Glück. Und vom Schorsch. Aber auch von der Enge im Dorf und dem eisigen Schweigen. Erst im Morgengrauen kehrt der Max heim. Im Licht des neuen Tages ist ihm Nichts davon wird wiederkommen. Nur die Erinnerungen an dieses Leben bleiben, solange er da ist...

175 pages, Hardcover

Published January 1, 2025

45 people are currently reading
612 people want to read

About the author

Tommie Goerz

32 books8 followers
Tommie Goerz is the pen name of German author Marius Kliesch.

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5 stars
175 (32%)
4 stars
230 (42%)
3 stars
116 (21%)
2 stars
23 (4%)
1 star
1 (<1%)
Displaying 1 - 30 of 92 reviews
Profile Image for Alexander Carmele.
481 reviews455 followers
February 14, 2025
Vom Malters Max zum Wenzels Schorschs Tod, Grauen und Freundschaft zwischen Kartoffeln und Blumenkohl

Inhalt: 2/5 Sterne (Tod eines Freundes)
Form: 2/5 Sterne (gehetzt, knapp, lakonisch)
Erzählstimme: 1/5 Sterne (unreflektiertes Beobachten)
Komposition: 1/5 Sterne (gekünstelter Erzählrahmen)
Leseerlebnis: 2/5 Sterne (Flüssig-Süffiges über den Tod)

Im Schnee behandelt den Tod eines nahestehenden Menschen. Max hört die Glocken in seinem Dorf, die auf einen Tod hinweisen. Er muss mit Schrecken feststellen, dass es sein bester und engster Freund seit den frühesten Kindheitstagen ist, Schorsch:

»Ein erfülltes Leben ist zu Ende gegangen … schwere Kindheit … ein harter Vater … beide Kinder tragisch verloren … in Liebe mit seiner Frau Margarete …« und noch mal »ein erfülltes Leben … jeder hat ihn gemocht und geschätzt … ein warmes Herz … nur selten in der Kirche … in Max Malter einen besonderen Freund …« – dabei sah er, wie viele andere, zur Tür – »… der heute leider nicht gekommen ist, Gott weiß, warum.«

In, zumeist, intensiv-personal erzähltem Stil lässt eine freischwebende, ungeklärter Erzählinstanz, mit Gottesblick, das Leben von Schorsch aus der Sicht von Max Revue passieren. Max wird während dreier Tage beobachtet. Der Tod seines besten Freundes trifft ihn hart. Die Welt gerät aus den Fugen. Er weiß nicht weiter noch wohin noch weshalb. Der Sinn aller Tätigkeiten ist verloren gegangen:

Auf einem Ast saß eine Amsel und schüttelte sich, sortierte ein paar Federn. Schließlich plusterte sie ihr Gefieder auf und zog den Kopf tief ein. Kugelrund saß sie dort drüben und sah dem Schnee zu, wie er auch. Sie war braun, ein Weibchen. Früher hatte der Max immer einen Lappen Rindertalg geholt beim Angermann, roh und am Stück, und rausgehängt, den mochten die Vögel gern. In ganzen Schwärmen waren sie gekommen, pickten daran herum, und er sah ihnen stundenlang dabei zu. Doch seit sie keinen Metzger mehr hatten, konnte er auch keinen Talg mehr holen, und die Vögel mussten schauen, wo sie etwas herbekamen.

Im Grunde ein Jon Fosse-Setting, das aber inkonsequent umgesetzt, trotz intensiven Gegenstandes verschenkt wegerzählt wird, und zwar in inkohärenter Kriminalstorystilmanier. Das ländliche Setting wird nicht ausgespielt. Die Figuren sprechen keinen Dialekt, nur fehlerhafter Grammatik („der Dativ ist dem Genetiv sein Tod“) und Vornamen-Nachstellung („Wenzel George“, „Mehlmeisel Gunda“ etc …) werden repetitiv eingesetzt, um das, was Ludwig Ganghofer erzählerisch umsetzt, vorzusimulieren. Hier und da werden noch Skandalanekdoten eingestreut (ein Hund, der Gänse blutrünstig wegschlachtet; ein Haus, das abgerissen wird, um das Einziehen von Flüchtlingen zu verhindern etc …), die aber dem Geschehen kaum Tiefe geben. Das Voyeurhafte bleibt dem Text erhalten, der provokant die Dörflichkeit anprangert, selbst da, wo sie romantisiert zu werden erscheint.

Der Himmel war längst ohne Licht. Der Schnaps tat gut. Der Schnee ist wie das Schweigen, dachte er, der Schnee deckt alles zu. Er macht die Welt leise, schluckt den Schall. Und macht sie schön. Doch, wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht. Alte Dinge rührte man nicht an. Man wollte, man musste ja zusammenleben.

Konsequenter schreibt hier Dörte Hansen Zur See oder Eva Menasse in Dunkelblum . Im Schnee sitzt zwischen allen Stühlen, unentschieden zwischen Romantisierung und Anprangerung, und hinterlässt einen faden platten Beigeschmack, wie alle Bücher, die ihren Gegenstand und ihre Figuren eigentlich gar nicht wirklich mögen.

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Details – ab hier Spoilergefahr (zur Erinnerung für mich):
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Inhalt: 6 Kapitel:
Der Tod: Max trauert seinem Freund Georg Wenzel „Schorsch“ hinterher. Gunda Mehlmeisel hat die Glocke geläutet. Max denkt über Äpfel nach, wie gern Schorsch die Äpfel gehabt hat. Sie führten eine innige, Jahrzehnte währende Freundschaft. Erinnert sich am Bau einer Bank am Maltershag zusammen mit Schorsch. Max wartet auf den Beginn der Totenwacht, geht zu Schorschs Frau Maicherd, um nachzufragen, sieht jemandem auf dem Bahnsteig im Schnee. Als er zurückkommt, steht dieser jemand noch immer da, er lädt ihn zu sich ein, einen Städter namens Janis aus Nürnberg. Mane, ein Nachbar, bringt Lebensmittel. Max schläft ein, als er aufwacht, sieht er noch, wie Janis davonfährt. Er geht los zur Totenwacht.
Die Wacht: Neun Stühle werden aufgestellt, zuerst wachen die Männer, dann die Frauen. Max legt Schorschs Lieblingsäpfel auf den Leichnam, den Martini und den Rheinischen Krummstiel. Die Männer reden darüber, ob Schorsch ins Paradies kommt, ob alle verdienen, ins Paradies zu kommen. Edi Lunger vielleicht nicht, der Bürgermeister aus den 1980er, der einen Reibach gemacht und vielleicht seine Frau Ianova getötet hat. Erinnerung an den Selbstmord von Schorschs Sohn Michael im Jahr 1978 (Max und Schorsch waren nicht mal vierzig), der wegen einer Städterin Schulden aufgenommen hat und trotzdem verlassen worden: Opel Kadett mit laufendem Motor und Schlauch im Fenster. Schorschs Geschichte mit Maicherd, wie er mit 21 Ende der 1950er seinem Vater, Luggi Wenzel, die Heirat ankündigte und rausgeschmissen wurde. Traktorunfall von Schorschs kleinem Bruder Kare am Lehnertshang, vom Luggi erzwungen. Rückkehr von Schorschs mit Maicherd, um den Hof zu führen. Nachbar Adde Höfler kommt, der seinen Hof verkommen lässt. Grüneisen sticht dazu, einer der wenigen aus der Neustadt, die Kontakt zum Dorf haben. Erzählen die Geschichte vom Dorfpolizisten Paul Lettner, der Strafzettel fürs öffentliche Urinieren und für Übertretung der Sperrstunde verteilte.
Die Nacht: Frauen übernehmen die Totenwacht, Max bleibt bei ihnen. Lilo singt. Überlegt warum Lilo allein geblieben ist, wie er, beste Freundin mit Maicherd wie er mit Schorsch. Max liebt Motoren, das Getriebe, das Reparieren. Frauen essen Mon Chéri und Weinbrandbohnen. Max döst weg. Erinnerung an das Schulhaus, das die Dörfer in den 1990ern lieber abrissen, als es afrikanischen Flüchtlinge zu überlassen. Max gibt sein Gericht für den Nusskuchen preis. Erinnerung an das Kind mit den roten Haaren, das weggesperrt wurde. Erinnerung an den Heuboden zusammen mit Schorsch, in der Höhle, und wie sie danach von den Vätern grün und blau geschlagen wurden. Wegsperren der, wahrscheinlich, dementen Liese, die immer wieder hinter verschlossenen Türen brüllte.
Der Tag: Warten auf den Bestatter. Schorschs Leichnam wird abgeholt. Max geht nach Hause. Gedanken an Maicherd, die von hinten wie ein Mann aussah, wäre auch etwas für Max gewesen. Max schläft ein. Als er aufwacht geht er zum Angermann, einem Lokal, wo sich ein paar treffen wollen. Erinnerung an einen Gottesdienst, während dem es zwei Hunde vor dem Altar getrieben haben. Gang durchs Dorf. Vom Gänseschlacht, und Harro, dem Hund, der dreißig Gänse im Wahn abgeschlachtet hat. Beim Angermann. Geplauder. Max zieht weiter zum Stanglwirt. Dort sitzen mehr. Adde Höfler hat eine Runde gegeben. Trennung innerhalb des Dorfes wegen des Schulhaus-Abrisses (im Angermann wurde das damals beschlossen – Max hat damals mit seinem Lanz Bulldog Traktor mitgeholfen). Darüber wird aber vor den Neustädtern, Grüneisen hat gefragt, nichts erzählt.
Im Schnee: Am nächsten Tag, den der Beerdigung, kommt Janis wieder zu Besuch. Er will Max fotografieren, bringt Cognac. Sie gehen wandern, hoch zum Maltershag, setzen sich auf die Bank, die Max mit Schorsch gebaut hat. Sie reden über das Dorf, das Janis als ruhigen See empfindet. Max nicht. Max bleibt sitzen, Janis bricht auf. Max trinkt Cognac im Schnee.
Am Grab: Max fehlt auf der Beerdigung. Predigt über Schorsch. Schorsch wird beerdigt, ohne die Äpfel von Max, der später von einem Neubürger im Schnee erfroren aufgefunden wird.
… vgl. sterbender alter Mann auf einer Bank im Schnee: Max Frischs „Der Mensch erscheint im Holozän“ und die Geheimnisse und Ränke und Unterdrückungsmechanismen im Dorf, siehe Eva Menasses „Dunkelblum“, sowie die Brutalität gegenüber Tieren und Menschen, Elfriede Jelineks „Gier“, und die Einsamkeit, das Trinken des alten von seinem Nachbarn versorgten Mannes, siehe Jon Fosses „Der andere Name“.
… inhaltlich eine intensive Atmosphäre, die durch das Nachstellen des Vornamen einen ländlichen, repetitiven Stil erhält, sehr altmodisch erzählt, vgl. Ludwig Ganghofer, bspw. „Der Herrgottsschnitzer aus Oberammergau“, gewolltes Geheimnis zwischen Max und Schorsch, die sich offenkundig liebten, etwas blöde Metapher von den zwei Äpfeln (Hoden) auf Schorschs Leichnam, die Unterdrückung des Dorfes, die Paradoxien der Heimat, Zusammenhalt und doch untergründige Brutalität, etwas entlarvendes Voyeurhaftes durch Janis, als Stellvertreter für das Publikum … etc … sentimentales Ausschlachten, am Ende unangenehm überdeutlich, gewollt verklärend, umstandskrämerisch, nicht ehrlich, auf seine Weise, unklar, was hier geschieht, keine Distanzierung, keine Reflexion. Nerviges um den hießen Brei herum Reden. Ein paar schockierende Anekdoten halten die Lektüre leidlich bei der Stange. Kein Vergleich zu Dörte Hansen, bspw. „Zur See“. --> 2 Sterne

Form: Gewollt ländlich gehaltener Stil, mit ein paar interessanten Vokabeln, stimmiges, grammatisches Herumschwurbeln, aber nicht im Akzent geschrieben, wie es passender gewesen wäre, Kurzwortsätze, Kurzschreibweise, fast stichpunktartig, zehrt vom schwerwiegenden Gegenstand, Tod des besten Freundes, ohne aber sprachlich etwas aufzuarbeiten, hinzuzusetzen. Die Erzählinstanz gehört offensichtlich nicht dazu, das zeigt die Sprache, die kühl, unterdrückt, aufgezwungen und künstlich erscheint. Journalismus-Geschreibsel, aber flüssig, schmissig, typisch. --> 2 Stern

Erzählstimme: Freischwebend personal, mit Bruch beim letzten Kapitel (Max ist ja tot). Unreflektiert, unklar, dramaturgisch Kriminalstory-Erzählweise, bewusst abgehackt, lakonisch, nullte Reflexionsebene. --> 1 Stern

Komposition: Auf der Hand liegende Rahmenwirkung mit Städter Janis, Bank am Waldhang, Trinken in der Kaschemme, sterben am Tag des Begräbnisses des Freundes. Keine Komposition, kein Zusammenhang mit Stil (nämlich unländlich) und keine reflektiere Erzählinstanz lassen eine Komposition gar nicht zu. --> 1 Stern

Leseerlebnis: Leichtes vor sich Hinlesen, nicht unangenehm, aber verstörend unreflektiert, voyeurhaft, ein wenig peinlich berührt, vom Stil zu gewollt, zu plakativ, verstörende Gewaltszenen, untentschieden, dadurch unruhig, unrund, aber nicht ärgerlich. --> 2 Sterne
Profile Image for Buchdoktor.
2,366 reviews190 followers
January 9, 2025
Wenzels Schorsch ist gestorben, der sich noch im Herbst nach herabgefallenen Äpfeln gebückt hatte. Sein über 80jähriger Nachbar Max sinnt im einsetzenden Schneetreiben über die Beziehung der beiden alten Männer nach. Jahrzehntelang hatten „der Schorsch“ und er gemeinsam gearbeitet, gemeinsam am Bach gesessen – und geschwiegen über Dinge, über die man in einem abgelegenen Dorf besser nicht spricht. Er und Schorsch waren Kleinbauern, bis sie ihre Tiere irgendwann fortgaben. Während der traditionellen Totenwacht treffen sich nun die wenigen Alten, die diese Sitte noch leben. Wer in Schorschs Haus kommt zum Erzählen über alte Zeiten, riecht auch nach dem Waschen noch nach Holz, Öl und Stallarbeit.

Ihr Dorf lieferte früher Holz für die Porzellan-Brennöfen in die Oberpfalz. Heute gibt es ein Neubaugebiet mit Zugezogenen, teils sind sie Bahnpendler, die auch nach 40 Jahren noch nicht dazugehören und von denen ein Laden nicht existieren kann. Über die Regeln, wie das Dorf die Kinder gemeinsam erzog, waren sich alle klar, ohne es zu diskutieren. Die Nachbarn ließ man zwar in die Küche und die Stube, aber man ließ sie besser nicht hinter die „eigenen Mauern“ blicken, in welcher Bedeutung auch immer.

Max spürt, dass ihm mit dem Alter so manche Zusammenhänge verlorengehen und er niemanden mehr danach fragen kann. Ihm bleibt die Erinnerung an Gemeinschaftsarbeiten, die er besonders gern gemeinsam mit einer Frauenclique erledigte, wie das Binden von Reisigbesen.

Als eines Tages der junge Janis ins Dorf kommt und Max mit typischen Städterfragen über seine Lebensweise interviewt, stellt der alte Mann fest, wie schwer es ihm fällt, sein Alleinleben zu erklären. Er bräuchte einfach zu viele Worte, um einem Fremden dieses Leben zu erklären. Ist es nicht normal, dass er die Kräuter für Tee am Hang hinter dem Haus selbst pflückt, dass Dorfbewohner Max dafür in Naturalien zahlen und wissen, welche seltenen Pflanzen sie ihm zum Tausch anbieten werden? Andere Dinge bleiben besser ungesagt, wer im Streit mit den Eltern fortging oder welche Ehen gegen den Willen der Eltern nicht geschlossen werden durften. Hier muss jeder lernen, nicht zu fragen, meint Maicherd/Margarete. Darum schweigen wir besser weiter über Schorschs Ehe und dessen Beziehung zu Max …

Tommie Goerz erzählt im Rahmen winterlicher Idylle vom sterbenden Dorfleben und seinen Zwängen. Für Leser:innen von Robert Seethaler, verbunden mit der unbedingten Empfehlung für Goerz‘ „Im Tal“.


Profile Image for Bruno Laschet.
697 reviews21 followers
January 27, 2025
Ein kleines und stilles Buch - aber eine sehr schöne Geschichte. Der alte Max hört das Totenglöckchen und erfährt dann, dass sein Freund Schorsch tot ist. Er ist sehr traurig und geht abends zur Totenwacht mit den anderen Männer des Dorfes. Man erzählt Geschichten über den Schorsch und trinkt das ein oder andere Bier auf sein Wohl. Um Mitternacht wechselt dann die Nachtwacht zu den Frauen. Aber Max bleibt sitzen und hört auch deren Geschichten. Am Morgen kommt man den Schorsch abholen.
So war es früher auf den Dörfern und auch ich erinnere mich noch an diesen Brauch. Schöne Erinnerungen kommen wieder und die Geschichte lässt mich Nachdenken...
Profile Image for LifeonPages.
58 reviews
February 14, 2025
Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an berührt. Oft hatte ich Tränen in den Augen beim Lesen.

Eine Geschichte, die so leise und doch so unglaublich tief ist und sicherlich noch eine ganze Weile nachklingen wird.
Profile Image for Julia.
660 reviews
Read
January 31, 2025
Ruhig, melancholisch und ehrlich. Hat mir gut gefallen!
Profile Image for Bine.
807 reviews111 followers
February 24, 2025
4,5
Mensch, auf den letzten Seiten wurde es mir dann doch zu dramatisch und crimey, sonst hätte das 5 Sterne bekommen. Aber wow, wie gut ist diese Geschichte denn bitte geschrieben? Sie bringt das Dorfleben auf so wenigen Seiten so gut auf den Punkt, gestaltet so viele Figuren so tief und der Protagonist hat einfach eine so interessante Perspektive - und das obwohl es eigentlich um das auf den ersten Block langweiligste Thema ever geht: alte Leute auf dem Dorf.
Dieses Buch hat die perfekte Länge, eine unheimlich gute Atmosphäre und der Sprecher des Hörbuchs setzt dem ganzen noch die Krone auf. Ich habe schon lange kein so gut gemachtes und ergreifendes Belle-Buch mehr gelesen. Große Empfehlung! Wie gesagt, das Ende war nicht meins, etwas drüber für meinen Geschmack, aber ich kann mir vorstellen, dass es anderen gefallen könnte. Auf jeden Fall gerne zum Hörbuch greifen!
Profile Image for Billy.
74 reviews13 followers
May 12, 2025
Dabei machst du den ganzen Tag über Bilder [...] Sind die vielleicht alle so falsch? (S.160)

Im Schnee ist ein leiser, fast meditativ erzählter Roman über das Verschwinden – von Menschen, von Traditionen, von einem bestimmten dörflichen Leben. Tommie Goerz begleitet seinen über 80-jährigen Protagonisten Max durch Erinnerungen, Schneefall und Totenglocken - und folgt dabei mitunter den Mustern ästhetischer Verklärung: Holzofen, Apfelduft, dicke Jacke. Dass am Ende ein Fotograf auftaucht, der Max’ Hände ablichten will, ist kein Zufall – es ist der Moment, in dem sich Heimatliteratur in Instagram-Ästhetik auflöst.

Die Härten, die unter der Oberfläche dieser Dorfwelt brodeln, werden nur angedeutet, nicht durchdrungen. Die wenigen Brüche – gesellschaftliche Verwerfungen (drohendes Flüchtlingsheim, Neubürger), verdrängte Biografien – verlaufen zu fein an der Oberfläche der entworfenen nostalgischen Dorfkulisse.
Profile Image for Nicole.
1,232 reviews35 followers
February 14, 2025
Vielen Dank an Netgalley und Hörbuch Hamburg für das kostenlose Rezensionsexemplar.

Eine wirklich sehr berührende Erzählung. Goerz trifft mit seinen Worten oft mitten ins Herz. Es gibt viele schöne, zitierbare Sätze auf diesen wenigen Seiten. Auch dem Sprecher war sehr angenehm zu lauschen.

Dieses Buch ist ein kleines Juwel.
Profile Image for Joëla.
27 reviews
December 12, 2025
Dit was de eerste keer dat ik een boek voornamelijk heb geluisterd. Het voegde echt toe aan de leeservaring, het was net alsof een oude man mij vertelde over zijn dorp en herinneringen ophaalde en die met mij deelde. Het is mooi geschreven en het was heel sfeervol om dit winterboek te lezen deze maand.
119 reviews
March 27, 2025
Eine behutsame Erzählung über die Veränderungen in einem Dorf. Er lässt eine verlorene Welt wiederauferstehen
Profile Image for Marije.
77 reviews3 followers
December 10, 2025
Een beetje alsof je opa bij je aan het trauma dumpen is, maar dan kan je hem af en toe even aan de kant leggen.

“Vroeger was alles beter” en “idyllisch dorpje” vs “iedereen gaat dood” en “mensen zijn kut”
Profile Image for Natalie Pabotoy.
13 reviews
January 29, 2025
Es gibt selten ein Buch, das mich schon mit dem ersten Zeilen in seinen Bann zieht.
Ich konnte mich in der Beschreibung dieses in der Vergangenheit verharrenden Dorfes sowie in dem Max und dem Schorsch verlieren.
Die Namen der Dorfbewohner und die Nichts verschönernde Beschreibung ihrer Leben lassen mich nicht los.

Ich habe mich während des Lesens gefragt, wie es gelingen könnte dieses Buch in eine andere Sprache zu übersetzen ohne das diese Namen und deren Bedeutung verloren gehen…
Profile Image for JTeutsch.
6 reviews
February 9, 2025
Bei so einem See aber sieht man nicht auf den Grund. Selten durfte ich ein Buch lesen, das eine Stimmung, ein Gefühl, so vollständig vermittelt, ohne viel sagen zu müssen. Wer selbst in einem beschaulichen Dorf aufgewachsen ist, wird die beklemmende, melancholische, schöne, vertraute Emotionswelt der Geschichte sofort wiedererkennen, bis hin zu ganzen Geschprächsteilen, die in genau diesem Wortlaut gesprochen aus tiefer Erinnerung zurücktreiben. Ein grossartiges und einzigartiges Buch. Ich habe es geliebt, aber über Liebe spricht man nicht.
Profile Image for Esthervdven.
8 reviews5 followers
November 21, 2025
Prachtig. Prachtig. Prachtig.
Het verdriet en de rouw na verlies is zo invoelend maar nergens te veel. Indrukwekkend in zijn eenvoud.
Er zijn maar vijf sterren te geven, maar anders ……
Profile Image for Gitti.
1,166 reviews
December 26, 2025
Ein kleines Dorf im Fichtelgebirge. Schorsch ist gestorben und sein Freund Max hält Totenwache. Dabei wird Schorsch, das ganze Dorf und seine Geschichten noch einmal lebendig. Und auch wenn das verschneite Dorf sehr idyllisch wirkt, so war nicht immer alles gut in der kleinen eingeschworenen Gemeinschaft.

Tommie Goerz schildert hier das vermeintlich idyllische und einfache Leben auf dem Dorf. Allerdings tun sich auch Abgründe auf, die für Zugezogene und Aussenstehende nicht sichtbar sind. Im Zuge der Totenwache, werden viele solche Geschichten erzählt und so bekommt man als zwangsläufig Außenstehender einen Einblick, wie das Leben in einer solchen Gemeinschaft funktioniert.

Die Geschichte ist sehr ruhig und unaufgeregt erzählt, man spürt, dass auch Max Leben nicht mehr von der Geschwindigkeit getrieben ist. Alt geworden ist er, genau wie Max und nun muss er alleine weitergehen. Vieles wird nur angedeutet, manches endlich einmal angesprochen.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn einige Wiederholungen aufgefallen sind. alles in allem war es ein schönes Buch, dass mich beim Lesen entschleunigt hat. Schnelles Lesen ist hier nicht angebracht und auch nicht nötig.
Profile Image for Tobias.
27 reviews7 followers
February 11, 2025
Was bleibt am Ende eines Lebens, wenn die eigene Welt allmählich verschwindet? Erinnerung. Freundschaft. Zuneigung. Und das 
Profile Image for Buchbesprechung.
210 reviews24 followers
January 10, 2025
REZENSION – Mit seinem belletristischen Romandebüt „Im Tal“ (2023) hatte der als Kriminalschriftsteller preisgekrönte Autor Tommie Goerz (71) das Genre gewechselt und die Geschichte eines Dörflers in der Fränkischen Schweiz erzählt. Im Januar erschien nun beim Piper Verlag mit „Im Schnee“ sein zweiter Roman, der nicht nur in seinem kurzen Titel dem Vorgänger ähnelt. Diesmal ist es die Geschichte des alten Bauern Max, der in Austhal, einem fiktiven oberfränkischen Dorf zwischen Arzberg und Wunsiedel, um seinen heute verstorbenen Freund Schorsch trauert. „Kein Mensch hat den Schorsch je Georg gerufen, nur in seinem Pass hatten sie es so geschrieben: Georg Wenzel. Aber was wissen die im Amt schon von den Menschen.“ Schorsch war für Max viel mehr als nur ein Freund und Nachbar: „Sie waren ja fast wie Geschwister, schon als Kinder.“
Nun ist Schorsch gestorben, liegt daheim aufgebahrt auf dem Sofa, und die Alten kommen zur Totenwacht zusammen – bis Mitternacht die Männer, danach die Frauen, wie es der alte Brauch verlangt. Nur Max bleibt auch noch bei den Frauen dabei. In leisem Gespräch erinnert man sich an gemeinsam Erlebtes, an Komisches und Trauriges. Über Stunden erzählen sie sich von Freuden, vom kleinen Glück und vom Schorsch, aber auch von der Enge im Dorf und dem eisigen Schweigen. „Der Schnee ist wie das Schweigen. … Wenn man schweigt, kommt man sehr gut miteinander aus. Worüber man nicht spricht, das gibt es nicht. Alte Dinge rührte man nicht an. Man wollte, man musste ja zusammenleben.“
Max erinnert sich an ein Dorfleben, das es so heute nicht mehr gibt. „Hier gibt es gar nichts mehr. Keinen Laden, keinen Bäcker, keinen Metzger. Haben wir früher alles gehabt. Sogar mal einen Schmied, einen Schuster, drei Wirtshäuser, einen Wagner, einen Daubner und einen Korbflechter ganz früher und was weiß ich. … Hatte man früher [im Wirtshaus] am Abend zehn, zwölf oder mehr Striche auf dem Filz, völlig normal, waren es heute gerade mal drei, wenn überhaupt. Und es saßen auch viel weniger Männer im Wirtshaus, es gab ja nicht mehr viele.“
Wir lesen von der Geschichte eines sterbenden Dorfes, das für Max einmal die ganze Welt war. Doch das alte Dorf besteht nur noch in seiner Erinnerung. Nichts wird wiederkommen. Inzwischen leben im Neubaugebiet am Ortsrand sogar Neubürger aus der Stadt, sauber getrennt von den Dörflern: „Und die kannte man noch nicht lange genug, egal wie lange sie schon da waren.“
„Im Schnee“ ist ein sehr leiser, eindringlicher, atmosphärisch dichter Roman über das in früherer Zeit sehr einfache, bescheidene Leben auf dem Land. Die Menschen waren mit dem Wenigen zufrieden, was sie hatten und sich leisten konnten. Bei Tommie Goerz, der eigentlich Marius Kliesch heißt und promovierter Soziologe ist, steht nicht die Action im Vordergrund seines Romans, sondern die menschliche Psyche. Er beschreibt die innere Zerrissenheit seiner Dorfbewohner und deren Marotten, aber auch deren selbstverständlichen Zusammenhalt. In alter Zeit war man aufeinander angewiesen und half sich gegenseitig, wo Hilfe erwünscht war. Der saubere Schnee, der den Schmutz verdeckt und dem Durchreisenden eine winterliche Idylle vortäuscht, steht dabei als Symbol für das Verborgene, das Unausgesprochene, das von den Alten bewusst Vergessene. „Das Dorf ein ruhiger See, eine Idylle?“, zweifelt Max an der Begeisterung eines Wanderers. Nein! „Es war ein Rattennest. Wohin man sah, stieß man auf Komisches und Fragen, manchmal auf Dreck und Müll. … Und trotzdem war es schön da.“
Tommie Goerz macht mit seinem Roman „Im Schnee“, dessen Handlung sich nur über die Nacht der Totenwache und den folgenden Vormittag erstreckt, der „Belletristik“ in ihrem originären Wortsinn alle Ehre: Dieser Roman ist wirklich „schöne Literatur“. Es ist kein fränkischer Heimatroman, denn „Austhal ist eigentlich wie viele Dörfer heute“, sondern ein psychologisch tiefgehender, menschlich berührender und gerade wegen seiner dichten Atmosph��re, seiner Behutsamkeit im Umgang mit den Figuren und der leisen Erzählweise ein lesenswerter Roman.
Wer heute als jüngerer Angehöriger des modernen Social-Media-Zeitalters noch in einem solchen Dorf wohnt, wird nach der Lektüre dieses Romans vielleicht die Alten besser verstehen und eher gewillt sein, ihnen genauer zuhören, wenn sie aus alter Zeit erzählen. Man sollte auch mal genauer nachfragen, denn viel Zeit bleibt nicht mehr. „Wenn dann die Menschen starben, waren die Geschichten weg. Und damit alles, was sie wussten und immer verschwiegen hatten.“
Profile Image for Sali Reads.
210 reviews5 followers
November 19, 2025
​"Door de sneeuw" is een intiem, filosofisch en melancholisch verhaal dat je als lezer meeneemt in de rouwbeleving van de 80-jarige Max. Rouw, vriendschap, spijt en vergankelijkheid vormen de rode draad door het boek heen.

​Het verhaal speelt zich af in een geïsoleerd dorp tijdens de winterperiode. Max waakt bij zijn overleden vriend Schorsch en in deze stilte kijkt hij terug op hun gedeelde leven. Het is een terugblik op een leven waarin regels en gewoonten de gang van zaken bepaalden.
De symboliek van de winter vond ik erg mooi; Max is in de winter van zijn leven, en de sneeuw buiten ligt als een deken over de herinneringen die hij koestert.
​De schrijfstijl zou ik beschrijven als filosofisch en melancholisch. De auteur geeft niet alles prijs; je blijft als lezer met vragen zitten zonder dat dit afbreuk doet aan de leeservaring zelf. Het waken werkt als kader, waardoor het verhaal niet gehaast en toch eerbiedig aanvoelt.
​Je volgt de innerlijke dialoog van Max. Deze is triest, verdrietig en vol spijt, maar tegelijkertijd vol nostalgie en mooie herinneringen. Je proeft door de regels heen dat de vriendschap die Max en Schorsch hadden inniger was dan ze aan de buitenkant lieten zien. Het einde was vreemd genoeg passend ondanks dat het geen simpele afsluiting bood.

​Het boek staat vol prachtige, tijdloze zinnen waarvan ik er twee uit wil lichten;

​"Het enige wat duur was, was tijd."

"Het was ook een mirakel, dacht hij, wat je allemaal in je hoofd aantrof als je maar een beetje rondneusde, en waar je zomaar op kon stuiten."
Profile Image for Circlestones Books Blog.
1,146 reviews34 followers
February 2, 2025
„Und er saß noch hier und ließ seine Gedanken im Halbschlaf treiben, hierhin und dorthin, vor und zurück, nein, eigentlich nur zurück.“ (Zitat Pos. 830)

Inhalt
Max ist über achtzig Jahre alt, er ist in Austhal geboren, aufgewachsen und hier geblieben. Die Läden haben längst für immer zugesperrt, es sind kaum mehr Höfe bewirtschaftet. Max steht am Fenster und schaut dem Schnee beim Herabfallen zu, denkt an seine Apfelbäume, die im Frühjahr wieder blühen werden und im Herbst Äpfel tragen. Es hätte wieder ein schöner Tag werden können, wenn nicht plötzlich das Totenglöckchen für Georg geläutet hätte, für Schorsch, seinen bester Freund, und Max weiß, dass für ihn ohne diese besondere Freundschaft die Welt eine andere geworden ist.

Thema und Genre
In dieser Geschichte geht es um das Erinnern, um das einfache Dorfleben zwischen Vergangenheit und Gegenwart, um Verlust, Trauer und Freundschaft.

Erzählform und Sprache
Die Handlung schildert die kurze Zeit zwischen dem Tod von Schorsch und dem Begräbnis, die Nacht der Totenwache und den Tag danach. Ein chronologischer Rahmen, in dessen Mittelpunkt der ruhige, beschauliche Alltag von Max steht, und seine Gedanken. In seinen Erinnerungen und durch die Geschichten, die von den Alten während der Totenwache erzählt werden, wird das einfache Leben in diesem Dorf lebendig, die Veränderungen zwischen damals und heute, der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft, wenn bei er Kartoffelernte alle zusammenhalfen, und auch, wenn es darum ging, über welche Vorkommnisse beharrlich geschwiegen wird.

Fazit
Es ist eine Geschichte der leisen Töne, mit einer besonderen Erzählsprache, die durch ihre schnörkellose, eindringliche Tiefe die perfekte Ergänzung zum Inhalt bildet, ein beeindruckendes Leseerlebnis.
Profile Image for Charlystante.
168 reviews1 follower
April 29, 2025
Der Schnee fällt auf ein kleines Dorf, in dem die Bewohner miteinander alt geworden sind. Es gibt viele Gewohnheiten, die jeder kennt, die immer schon da waren, die man Hinzugezogenen nicht erklären kann.
Heute morgen läutet die Totenglocke für Schorsch.
Gestern hat er noch bei Max gesessen und zusammen haben sie Tee getrunken, den Vögeln gelauscht und die Wärme des knisternden Feuers genossen. Jetzt ist Max allein. Sie kannten sich ein Leben lang. Sie waren mehr als Freunde.
Schorsch hat jedes Jahr drei Körbe Äpfel bekommen, und weil er in diesem Jahr nicht mehr kommen wird, nimmt Max zwei Äpfel mit zu Totenwache. Der Freund liegt zu Hause bei seiner Ehefrau auf dem Sofa. Eine Nacht sitzen die Dorfbewohner bei dem Toten, wünschen ihn in den Himmel und reden über vergangene Zeiten. Über was nicht gesprochen wird, gibt es auch nicht. Es gibt viele Dinge über die nicht gesprochen werden, die hingenommen werden, weil es immer so war. Max hört zu, er versinkt in Erinnerungen und weiß: das Alte ist weg, das Neue geht ihn nichts mehr an. Es interessiert ihn nicht mehr.
Der Autor hat viel Raum zwischen den Zeilen gelassen. Die Liebe im Dorf, das Vertuschen und Verstecken, Scham und Weggucken.
Das kleine Büchlein hat mir einen Einblick in eines von den alten Dörfern gegeben, in denen die Vertrautheit, die Fürsorglichkeit, das Miteinander weg bricht. Früher war nicht alles besser, aber anders.
Ich gebe 5 Sterne.
Profile Image for Ojon.
6 reviews
November 2, 2025
Het dorp, de vriendschap, de veranderingen en de sneeuw.

Door de sneeuw van Tommie Goertz.
Het verhaal draait om Max, een boer die al tachtig jaar in dat afgelegen bergdorp woont. Wanneer zijn levenslange vriend Schorsch overlijdt, begint een nacht van herdenken — van herinneringen, fluisteringen, oude pijn en verborgen momenten.
Een mooi verhaal met een prachtige sfeertekening, een verhaal over afscheid, vriendschap en verandering.
‘Herinneringen dragen je verder dan je voeten ooit kunnen’, dacht Max. Één van de prachtige zinnen uit het boek, in een mooie vertaling van Ralph Aarnout.
Profile Image for papilionna.
725 reviews25 followers
February 7, 2025
Was für ein stilles, unaufgeregtes und trotzdem vielsagend tiefgründiges Buch.
Drückt es an machen Stellen fast schon zu doll auf die Dorfromantik-Schmalztube, zeigt es doch gleichzeitig die Engstirnigkeit und Schattenseiten des Lebens auf dem Dorf.

Eine melancholische, wunderschöne und bewegende Geschichte, an die ich gern zurückdenken werde. Ganz, ganz große Leseempfehlung!
Profile Image for nayezi.
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January 30, 2025
Ein sehr interessant geschriebenes Buch mit einem melodischen Unterton. Die meist lakonische Ausdrucksweise hallte beim Lesen nach und die Erzählungen gingen einem ans Herz.

Eine Aussage (Stichwort „Afrikaner“) bildete dabei allerdings eine Ausnahme; so spiegelte diese zwar den „alten Zeitgeist“ wieder, gestaltete das Lesen allerdings holprig und unterbrach meinen Lesefluss.
Profile Image for Lauri Powri.
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December 14, 2025
So war es früher in kleinen, verschneiten fränkischen Dörfern. "Manche Sachen kann man nicht erklären - die weiß man einfach oder lernt sie."

Hat sich für mich sehr nostalgisch gelesen, da ich auch aus genau so einem Dorf stamme und viele Geschichten und Gepflogenheiten wiedererkannt habe. Die Charaktere sind wahnsinnig echt, man hat das Gefühl man kennt auch einen Max und einen Jannis und auch die anderen.

Sprachlich sehr schön und ruhig - der Autor kommt definitiv auf die Watchlist!
141 reviews2 followers
December 18, 2025
Voor de moeite, beetje vreemd boekje maar heb het wel uitgelezen
Profile Image for Karlijn.
12 reviews
January 10, 2026
Einde zag je vanaf begin aankomen, wel mooi verhaal.
Profile Image for Yolande.
102 reviews1 follower
December 22, 2025
Een echt winterboek over de vergane glorie van een oud afgesloten dorp. Het hele boek voelt als een lange dodenwake van een tijd die al lang achter ons ligt, maar waar de dorpelingen nog altijd naar terug verlangen en tegelijkertijd verschrikkelijke herinneringen aan hebben.
63 reviews1 follower
January 8, 2026
Ja, prachtig! Och.
Een verhaal geschreven vanuit de existentiële laag van het menszijn. Zeer de moeite waard!
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May 25, 2025
Wie heißt es so schön im Klappentext: ein schmales Buch mit der Seele eines großen Romans.
Displaying 1 - 30 of 92 reviews

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