Nach ihrer langen Reise erreichen Lorea und ihr Gefährte Maël die sagenumwobene Stadt Dragothair, und alle Bewohner scheinen in heller Aufregung. Zu Loreas Verwunderung hatte niemand damit gerechnet, dass ihr Gefährte jemals in seine Heimat zurückkehren würde. Die beiden gehen ein magisches Band ein, welches ihre Seelen aneinander bindet. Dass ihr Gefährte weitaus mehr als nur das Blutband verschwiegen hat und eine Bürde auf ihm zu lasten scheint, lässt Lorea zweifeln, wem sie vertrauen kann.
Tauche ein in Band 2 der historischen High-Fantasy-Saga und entscheide, wen du Freund und wen Feind nennen kannst. Bist du bereit, die wahre Gestalt eines Trajas zu enthüllen?
**** Mein Eindruck **** Ich habe mich sehr auf den zweiten Teil der Reihe gefreut – in der Hoffnung, endlich mehr über Traja und die Insel Dragothair zu erfahren. Die wunderschönen Beschreibungen konnten mich begeistern und lebendige Bilder in meinem Kopf entstehen lassen. Immer wieder kam es zu bewegenden Momenten. Das Zusammenspiel der Figuren, Maels Vergangenheit und Loreas Rolle als Traja entfalteten sich nach und nach. Die Reise ist hier längst nicht zu Ende – die Welt bietet noch vieles, darunter eine eigene Sprache und Dialoge, die teilweise auch auf gedanklicher Ebene stattfinden. Letzteres hat mich zu Beginn etwas verwirrt, da mir nicht ganz klar war, warum und für wen das möglich war. Auch mit den vielen Namen und den Eigenheiten der Sprache hatte ich gelegentlich zu kämpfen. Insgesamt kam ich nicht mehr ganz so mühelos durch die Seiten wie im vorherigen Band, blieb aber inhaltlich weiterhin neugierig und interessiert.
**** Empfehlung? **** Wer abenteuerliche High Fantasy mit einer authentischen Welt, komplexen Strukturen und tiefgründigen, detailreich gezeichneten Charakteren liebt, wird auch an diesem Teil viel Freude haben.
Während der erste Band noch im mittelalterliches England spielte, lernt man nun die Elfeninsel Flores kennen. Wieder besticht die Geschichte mit ihrem detaillierten Schreibstil, sodass ich mich völlig in der Welt verlieren konnte. Ich bin mir noch etwas unsicher, ob ich den Schreibstil nicht zu sanft finde und es etwas spannender geschrieben sein könnte, auf der anderen Seite habe ich es total genossen. Emotional wurde ich ziemlich heftig mitgenommen. Maëls Traum über das Schicksal seiner Familie.. puh... Die Ungerechtigkeit, die immer wieder von Belial ausgeht... aargh... Und dann die unglaublich zarte Geschichte zwischen Maël und Flavia. Auch das Erwachen von Lorea fand ich großartig. Die Bestien übrigens auch! Klare Leseempfehlung!