Vergessen, unsichtbar gemacht, vergraben unter dem Patriarchat - so erging es vielen queeren Frauen in der Geschichte. Kirsty Loehr graebt sie aus und bringt sie mit Witz, Tempo und einer ordentlichen Prise Frechheit ans Licht.
Von berühmten Namen wie Virginia Woolf, Marlene Dietrich oder Hildegard von Bingen bis zu eher unbekannten wie der andalusischen Prinzessin Wallada bint al-Mustakfi, der chinesischen Intellektuellen Wu Zao oder der trans* Aktivistin Marsha P. Johnson - Loehr zeigt, dass queere Frauen schon immer da waren. Sie haben geliebt, geschrieben, gekämpft, regiert - und wurden doch oft aus der Geschichtsschreibung gestrichen.
Das Buch ist keine trockene Geschichtsabhandlung, sondern rasant, humorvoll und herrlich respektlos. Man lacht, staunt, lernt und spürt gleichzeitig den Frust darüber, wie konsequent diese Geschichten verschwiegen wurden. Vielleicht gibt es eine Spur zu viele sexuelle Anspielungen, aber das gehört wohl zum rebellischen Ton des Buches.
Wer Geschichte mal aus einer anderen Perspektive erleben möchte - klug, unterhaltsam und mit einem queer-feministischen Blick - sollte sich diese wilde Zeitreise nicht entgehen lassen.
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