3.5
Solider Science fiction Thriller für zwischendurch.
Das Buch startet stark mit verschiedenen POVs, eine aufkeimende Spannung und einen Anflug von Dramatik.
Die Marrow Star, ein Schiff ca 300 Meilen vor der Ostküste Nordamerika, wird evakuiert. Warum ist zunächst unklar, denn das Team das evakuiert stellt keine Fragen.
Wie aus dem Nichts, taucht ein Kreuzfahrtschiff auf, ein gleisender Blitz erscheint und so schnell wie das Schiff aufgetaucht ist, verschwindet es auch wieder.
Auf dem Kreuzfahrtschiff befinden sich Nia Evans, der Second Officer und ein Soldat, Jack Sullivan, der mit seinen Freunden und seiner Schwester einen Kurzurlaub geplant hatte.
Nach der Kollision mit der Marrow Star, treten merkwürdige Ereignisse auf, denen Jack und Nia auf die Spur gehen.
Wie bereits erwähnt, der Plot ist solide, die Spannung bricht nicht ab, und als Leser wartet man gebannt auf die Antwort aller Fragen oder rätselt mit.
Allerdings gab es ein paar Stellen, die mich etwas gestört haben.
Zunächst die Namen der Charaktere, vielleicht etwas speziell dies zu kritisieren. Denn auch wenn Ryan und Jack typische für US Amerikaner Namen sind, passt Maike überhaupt nicht. Im Verlauf gibt es dann auch noch, die Schreibweise Meike.
Chloe wird erst als Freundin, dann als Frau und dann wieder als Freundin von Ryan vorgestellt. Ja, was denn nun?
Nachdem Chloe ihren Verletzungen erlag, trauerten verständlicherweise alle um sie, alle bis auf Jack wie es scheint, oder er auf seine Weise in dem er sich in Arbeit stürzt, obwohl er wie er mehrmals sich ins Gedächtnis ruft, nicht seine "Baustelle" ist.
Zudem bezeichnet Jack die Trauer von Ryan als " sich in Selbstmitleid" stürzen. Touch some grass!
Insgesamt sind die Charaktere etwas flach (Jack und Ryan werden stets als Soldaten und den entsprechenden Attributen zugeschrieben ) und die Dialoge oder das Zwischenmenschliche Handeln der Charaktere ist in den wenigen Momenten, wo die Spannung abflacht, sehr konstruiert und nicht authentisch.
Kleine Anmerkung: Wer nennt seinen Bruder Bruderherz? Ein Spitzname oder ein Running Gag fände ich persönlich realitätsnah.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch thematisch und dramaturgisch begeistern können und werde definitiv die anderen Bücher des Autors im Blick haben.