Ein Chirurg am OP-Tisch weiß plötzlich nicht mehr, was er tun muss. Bei Arbeiten an einer Kathedrale stürzt ein Arbeiter in den Tod. Ein Pilot, der vergessen hat, wie er fliegen soll. Rätselhafte Vorfälle häufen sich und breiten sich unaufhaltsam aus. Alexander Mehrow, Ministeriumssprecher und Ex-Journalist, kommt einem tödlichen Virus auf die Spur. Doch die Regierung verdammt ihn zum Schweigen. Schon bald ist er selbst er verliert Job, Frau – und die Erinnerung. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, die wahren Gründe für die Epidemie zu finden ...
Der Thriller wirft den Leser sofort mitten ins Geschehen. Aus unterschiedlichen Perspektiven erfahren wir, was genau die ersten Anzeichen der Epidemie sind. Dabei wird durch das Fehlen einer Erklärung eine groß Spannung erzeugt. Der Schreibstil ist dabei flüssig und leicht verständlich. Fachbegriffe und kompliziertere medizinische und politische Beschreibungen werden für Laien verständlich vermittelt. Außerdem werden echte Zeitungs- und Fachartikel erwähnt, die in einer Literaturliste am Ende des Thrillers gelistet sind. Die gesamte Handlung ist in mehrere Teile untergliedert (Teil I-V) und zusätzlich nochmal in Kapitel die chronologisch nach Datum geordnet sind. Das Buch ist größtenteils sehr spannend und durch die unterschiedlichen Perspektiven erhält der Leser einen guten Einblick in die Story-Welt. Selbst die Handlungen der "Bösen" wirkt fast schon nachvollziehbar. Das einzige, was mich wirklich gestört hat, war das Ende. Bis kurz vor Schluss wird die Spannung immer und immer weiter aufgebaut und die Angst der Protagonisten ist deutlich spürbar und dann... wars das. Von einer auf die nächste Seite ist plötzlich eine Lösung da, auf die die Protagonisten selbst gefühlt gar keinen Einfluss hatten. Es folgen noch 2,3 Seiten Erklärungen was passiert ist und warum doch wieder alles gut ist, aber es wird nur im Nachhinein erzählt, als ob das alles schon lange her war. Das war leider enttäuschend. Schade, denn der Rest war gut