Ich gebe dem Buch solide 3,75 Sterne. Da man hier nur ganze vergeben kann und es sich außerdem um den Debütroman der Autorin handelt, sind 4 Sterne absolut gerechtfertigt.
Ich mochte die Geschichte wirklich sehr. Enemies to Lovers ist ohnehin eines meiner absoluten Lieblings-Tropes – und wer genau das sucht, ist hier definitiv richtig. Besonders gefallen hat mir die Grumpy x Sunshine Dynamik in Reverse: Sie ist die Grummelige, eher verschlossen und kühl, während er (zumindest auf den ersten Blick) der Sonnenschein ist. Das war mal etwas anderes und hat für mich richtig gut funktioniert.
Die Lovestory war sehr schön geschrieben, emotional und gleichzeitig total easy und flüssig zu lesen. Ich habe das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlungen. Zusätzlich werden viele sensible Themen angesprochen – und genau das liebe ich an Büchern. Je mehr Drama und emotional damage, desto besser 😉 In dieser Hinsicht wurde ich hier wirklich sehr gut bedient. Auch die Charaktere insgesamt sind sehr liebenswert, und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen.
Ein Kritikpunkt für mich war Keiths Vater. Er wirkte auf mich etwas widersprüchlich geschrieben: Einerseits der liebevolle Vater, der nur das Beste für seinen Sohn will, andererseits nutzt er jede Gelegenheit, um seine Autorität auszuspielen und wirkt kaum kompromissbereit. Natürlich möchte er Keiths Ehrgeiz anregen, aber die Art und Weise hat mir persönlich nicht gefallen – vor allem auch, wie er mit Tate umgeht, war mir sehr unsympathisch.
Ein weiterer Moment, den ich absolut nicht gerechtfertigt fand, war das Verhalten von Tatums Mutter an Thanksgiving. Ich verstehe, dass sie ihre Tochter gerne bei sich gehabt hätte, aber sie hätte auch sehen müssen, dass Tatum das alles für ihre Familie tut. Sie geht schließlich selbst nicht arbeiten, und Tatum stemmt das Ganze alleine. Sie dafür so hart zu verurteilen, fand ich ziemlich unfair.
Was ich dafür umso mehr geliebt habe, ist der Fakt, dass Tatum hochintelligent ist – und wie sehr Keith das an ihr schätzt. Die Art, wie er sie liebt, was er alles an ihr liebt, das war einfach wunderschön zu lesen.
Als großer Disney-Fan habe ich außerdem die vielen Anspielungen und Referenzen zu Disney-Filmen und -Charakteren geliebt. Das hat das Lesen für mich noch einmal zu einem ganz besonderen Erlebnis gemacht.
Mit „Hearts Like Winter“ habe ich tatsächlich noch den perfekten Winter Read zum Ende des Jahres gefunden ❄️🤍