Ember und Sutton lernen sich durch einen Zufall kennen. Doch diese zufällige Begegnung am Bahnhof von Amherst wird sie für immer miteinander verbinden. Während Sutton sich ihrer Sexualität sehr sicher ist und in einem unterstützenden Umfeld groß wurde, ist Ember in ihren antrainierten heteronormativen Strukturen gefangen. Sie wehrt sich gegen die Gefühle, die sie für Sutton entwickelt. Weil sie sich nicht von der Seele reden kann, schreibt sie sie auf. Ihre Gefühle in Worte gefasst bilden eine Vielzahl an Gedichten, die sie Sutton nicht nur widmnen, sondern auch lesen lassen wird. Doch Embers Worte sind vernichtend und die Ablehnung, die Sutton dadurch erfährt, treibt sie in die Arme eines Anderen. Ausgerechent an der Schulter von Embers älterem Bruder Arvin findet Sutton Halt und Zuspruch. Doch bald wird auch Sutton sich eingestehen müssen, dass sie Arvin nur so gerne küsst, weil seine Lippen sie an Ember erinnern.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Merle Charlotte schreibt in einem ganz besonderen Stil mit viel Poesie.
Die Welt um Ember und Sutton ist so gut beschrieben, dass man als Leser:in direkt hineingezogen wird. Die Charaktere sind Facettenreich und tiefgründig.
Besonders begeistert haben mich die Gedichte. Jedes Kapitel wird von einem begleitet und passt jedes Mal perfekt zum Geschehen.
Außerdem behandelt das Buch wichtige und tabuisierte Themen und nimmt dazu eine gesellschaftskritische Haltung ein.
Durch die sehr gut geschrieben Plottwists bleibt die Handlung bis zum Ende hin spannend.