Das Buch beginnt mit der Vor- und Frühgeschichte Japans, führt über den ersten Einheitsstaat, die Zeit der großen Ritterfamilien des Mittelalters bis zur Öffnung Japans am Ende der Edo-Zeit (1868) und die Etablierung des modernen Staates im 20. Jahrhundert. Manfred Pohl beschreibt, wie sich Japan von der Niederlage des 2. Weltkriegs zur wirtschaftlichen Supermacht entwickelte und wie seine Rolle heute im Zeitalter der Globalisierung aussieht.
Die erste Hälfte des Buches, die sich mit der japanischen Frühzeit beschäftigt, orientiert sich mehr an gesellschaftlichen Prozessen, was deshalb recht interessant ist. In der Zweiten nimmt allerdings der Fokus auf wirtschaftliche und politische Aspekte einen übermäßig großen Raum ein, was den Band immer wieder zur Qual macht.
Fazit: Relativ trockene Angelegenheit, die aufgrund der knapp bemessenen Seitenanzahl auch stark verkürzt daher kommt. Insgesamt ist das nicht wirklich befriedigend und nur als erster Einstieg brauchbar.
Vor allem ein sehr kondensierter Bericht über die letzten 70 Jahre japanischer Geschichte und den diversen Hochs und Tiefs der Reformversuche der LDP mit Randnotizen zur groben kulturhistorischen Einordnung, ohne jeglichen Tiefgang. Ein Übersichtswerk für Manager auf dem ersten Flug nach Japan? Dennoch überraschend informativ in der Auswahl der berichteten Ereignisse und nicht trocken erzählt.
If you never read anything about Japanese history before, this book might provide a good first overview, but if you're advanced, you'll recognize that the analysis isn't very deep and not state of the art anymore.
Ich mag diese Reihe von Büchern, wenn ich mich über ein Thema oberflächlich informieren möchte. Das Problem ist, dass das Buch eine große Zeitspanne in einem sehr kurzen Buch umfasst und daher fand ich manche Stellen etwas verwirrend btw. unvollständig.
Für ein Büchlein von knapp 120 Seiten ein ganz guter Einstieg; ich persönlich hätte gern mehr Infos zu den früheren Ären wie Kamakura, Muromachi und Edo gehabt. Die Neuzeit war sehr politisch geprägt im Buch und manchmal etwas einschläfernd, aber immer kurz und knackig. Meine Ausgabe war eine aktualisierte von 2014 und geht auch auf das Unglück von Fukushima (2011) ein, die letzten 10 Jahre fallen damit aber hinten runter und wer mehr wissen möchte muss sich sowieso selber informieren. Was mich persönlich störte war die Nennung der japanischen Namen; mal war es die japanische Version (Nachname Vorname), dann wieder die westliche Version (Vorname Nachname). Wer davon keine Ahnung hat merkt das vermutlich nicht mal, aber mich störte das.