Diese kleinen Meisterwerke der Fantasie sind zugleich ein Plädoyer gegen die Ausbeutung der Natur durch den Menschen.
Blau schillernde Käfer, pelzige Nachtfalter, mutige Heuschrecken und flirrende Libellen sind die Held*innen von Barbara Frischmuths neuen Erzählungen. Doch wenn wir genauer hinsehen, so geht es der Autorin nicht nur um sorgfältig beobachtete Es geht um fein gezeichnete Symbiosen von Mensch und Natur, um seltene Mischwesen zwischen Mädchen und Käfer, um sprechende Libellen oder um das, was wir uns von den schlauen Heuschrecken abschauen können. Mit liebevollem Humor zeigen uns diese Geschichten, wie sehr wir Menschen Teil der Natur sind. Denn, so wird die Gärtnerin und Dichterin Barbara Frischmuth niemals müde zu Nur in einem Zusammenleben mit der Natur, das von Respekt und Achtsamkeit geprägt ist, haben wir alle eine Überlebenschance.
Barbara Frischmuth was an Austrian writer of poetry and prose. She was a member of the Grazer Gruppe (the Graz Authors' Assembly), along with Peter Handke.
FRISCHMUTH, Barbara: „Die Schönheit der Tag- und Nachtfalter“, Salzburg 2025 Es sind wieder Erzählungen im Stil der typischen und schönen Frischmuth Romane. Kein reines Gartenbuch, sondern ein Buch mit Erzählungen. Die erste Geschichte „Die Techniken der Libellen“ kleidete sie in die Geschichte zweier Kinder, die von einer alleinerziehenden Mutter betreut werden. In der zweiten Erzählung widmet sich Frischmuth den Käfern: „Käfer überall“. Auch das ist keine zoologische Abhandlung, sondern das Wissen über Käfer wird in die Geschichte eines Mädchen eingebettet, deren Mutter das Krankenhaus unmittelbar nach der Geburt verließ. Eine Frau, die eine Fehlgeburt hatte, nahm sie auf. Dieses Mädchen interessiert sich für Käfer und so erfahren die LeserInnen alles, was Frischmuth über die verschiedenen Käfer erzählen will. Das Schriftstellerherz schlägt noch durch, wenn sie erzählt, wie das Mädchen lesen lernt. In der dritten der vier Geschichten des Buches geht es um Heuschrecken. Den Rahmen der Erzählung bieten zwei junge Menschen, die aus einem Kriegsgebiet gekommen sind, um hier in der Einsamkeit eines alleinstehenden Hauses in Frieden leben zu können, während der Vater als Soldat im Krieg ist. Die Mutter ist gestorben, weshalb sie der Vater zur Sicherheit außer Landes brachte. Sie hatten keinen Kontakt mit den Einwohnern des Dorfes. Ihre ersten Beziehungen waren zu einer Heuschrecke und einem Mistkäfer. Der junge Mann trägt die Heuschrecke immer mit sich und wie es eben mit Haustieren ist, bekommt man über sie Kontakt zu anderen Menschen. In dem Fall mit einem Nachbarn. Auch die letzte Geschichte – sie handelt von Schmetterlingen – ist eingebettet in eine Familie. Das Kind beschäftigt sich schon früh mit Schmetterlingen. Als der Vater stirbt, werfen die Trauergäste Erde ins Grab. Die Tochter öffnet einen mitgebrachten Sack, aus dem Dutzende Schmetterlinge fliegen. Sie wird später Schauspielerin und spielt eine Schmetterlingsrolle. Bei all diesen Geschichten und der Beschreibung der Umgebung kann man einen Eindruck gewinnen, wie und wo Barbara Frischmuth wohnt und lebt. Sie hat sich der Natur verschrieben, züchtet die schönsten Blumen und Pflanzen, beobachtet die Tiere und verfolgt die Jahreszeiten. Dieses, ihr privates Leben verbindet sie in diesem Buch mit ihrer genialen Schreibkunst.
so schöne erzählungen. jede für sich, aber irgendwie sind sie auch miteinander verbunden.zum dahin träumen und nachfühlen sprachlich so leicht und fein.